Eintracht Frankfurt Testbericht
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Erfahrungsbericht von djaba
Der deutsche FC. Barcelona
Pro:
-
Kontra:
-
Empfehlung:
Ja
Nach Verfassen von etlichen Berichten über den internationalen Fußball (u.a. Juve, Barca, ManU, Real, England, Deutschland usw.) bin ich öfter mal von meinen Lesern dazu angeregt worden auch mal über einen deutschen Verein zu schreiben. Meine Motivation über einen deutschen Bundeslegisten zu schreiben war offen gesagt eher gering, Grund hierfür ist dass die deutsche Liga zum einen viel zu schwach ist (die Englische, Spanische und Italienische Liga sind mit wesentlich stärkeren Spielern ausgestattet) als auch häßlich anzusehen (Der Fußball in Frankreich, Portugal und den Niederlanden ist viel eleganter anzusehen). Natürlich gibt es auch in Deutschland Vereine die im internationalen Vergleich gut abschneiden und die ab und zu sogar ansehnlich spielen wie z.B. Bayern München, Bayer Leverkusen und Borussia Dortmund eventuell auch noch Schalke 04 (die letzten drei alle mit Abstrichen). Doch diese Vereine muß man ganz klar sagen sind die Ausnahme.
Normalerweise schreibe ich ja immer über die Spitzenteams der jeweiligen Ligen (Real, ManU, Juve, Barca usw.) bzw. über Favoriten bei der WM/EM (Deutschland, England, Italien) und so wollte ich es eigentlich auch hier halten. Jedoch ist mir keines der vier Spitzenteams der Bundesliga so recht ans Herz gewachsen. Die arroganten Bayern konnte ich noch nie ausstehen. Die Jungs aus Leverkusen werden wohl in den nächsten hundert Jahren kein Titel gewinnen. Die Borussia spielt viel zu häßlich. Und zu Schalke habe ich irgendwie gar keine Beziehung. Also entschied ich mich eine Etage runter zu gehen in die 2. Bundesliga zu meiner heimlichen Liebe. EINTRACHT FRANKFURT! Da ich lange Zeit in Frankfurt gelebt habe und mich auch immer noch wie ein echter Frankfurter fühle liegt es für mich natürlich Nah Fan dieses hessischen Traditionsvereins zu sein. Aber es ist nicht nur lokale Verbundenheit, die mich zu diesen Verein zieht sondern es ist mehr. Viele Leute, mich selbst eingeschlossen halten mich für ein bißchen verrückt (nicht geisteskrank aber verrückt eben oder ein wenig meschugge) . Ich hab mir selbst immer in dieser Beschreibung gefallen also war es für mich eben immer Pflicht verrückte Dinge zu tun, verrückte Musik zu hören, verrückte Sprüche abzulassen und Fan eines verrückten Fussballvereins zu sein. Und welcher Verein ist der verrückteste ganz Deutschlands? EINTRACHT FRANKFURT! (Warum erfahrt ihr weiter unten). Eintracht Frankfurt ist ein bißchen so das was der FC Barcelona in Spanien ist nur viel kleiner. Aber genau wie der große Spanier sind die Frankfurter ständig verstrieten (Deswegen heißen sie ja auch oft Zwietracht Frankfurt), in diverse Skandale verwickelt, absolut größenwahnsinnig und genau wie bei Barca liegen auch bei der Eintracht die letzten sportlichen Erfolge ewig zurück.
Um euch diesen Verein ein Stück näher zu bringen hab ich meinen Bericht gegliedert in:
Einleitung
Kurzinformationen
Die Erfolge
Geschichte des Vereins
Links zu Eintracht
Trainer
Die Mannschaftsteile in der Einzelkritik
Prognose
***Kurzinformationen
Anschrift: Sportplatz am Riederwald
Am Erlenbruch 25
60386 Frankfurt
Tel.: (0 69) 42 09 70-0
Fax: (0 69) 42 09 70-43
Stadion: Waldstadion (61 146)
Davon 30546 Sitzplätze
20362 überdachte Plätze
Anmerkung: Aufgrund der WM 2006 in Deutschland ist in Frankfurt ein neuer Stadionbau geplant
Vereinsfarben: Rot-Schwarz-Weiß
Gründungsjahr: 1899
Internetadresse: http://www.eintracht-frankfurt.de/home/
Präsident Peter Fischer
Manager Tony Woodcock
*** Erfolge
Uefapokalsieger: 1980
Deutscher Meister: 1959
DFB-Pokalsieger: 1974, 1975, 1981, 1988
Finalist Europapokal der Landesmeister: 1960
Finalist DFB-Pokal: 1988
*** Die Geschichte des Vereins
(1899-1930)
Die Geschichte der Eintracht beginnt damit, dass die beiden Frankfurter Vereine “Fußballclub Victoria” und “Fußballclub Kickers” (beide wurden 1899 gegründet) sich am 13 Mai 1911 zum “Frankfurter Fußballverein” zusammenschließen. Der Frankfurter FV gewinnt noch im selben Jahr die Meisterschaft des “Nordkreises”. 2 Jahre später schließt sich auch der “Turnsportverein 1897” dem Frankfurter FV an. 1919 kann der Frankfurter FV den Gewinn der Nordmain-Meisterschaft verbuchen. Im April 1920 findet eine zweite Fusion statt der „Frankfurter Fussbalverein und die Frankfurter Turngemeinde von 1861“ tun sich zu „Turn und Sportgemeinde Eintracht Frankfurt von 1861“ zusammen. Die Eintracht bezieht am 5.9.1920 ihr neues Stadion der Sportplatz am Riederwald (Heute ist das Metrogelände dort zu finden). 1927 lösen sich die Turner von der Eintracht ab, da der Bund des Deutschen Turnverbandes diese zu diesem Schritt drängte. Durch diese Spaltung entstanden die „Turngemeinde Eintracht Frankfurt von 1861“ und die „Sportgemeinde Eintracht Frankfurt von 1899“ (F.F.V.). 1928 und 29 kann die Eintracht zweimal die Main-Bezirksmeisterschaft gewinnen. 1930 wird sie sogar Süddeutsche Meister, scheitert in der Zwischenrunde zur Deutschen Meisterschaft an Holstein Kiel.
(1932-1959)
Auch zwei Jahre später wird die Eintracht wieder Süddeutscher Meister und besiegt im Finale Bayern München mit 2:0, welche dann die Eintracht aber mit 2:0 im Endspiel um die deutsche Meisterschaft 1932 besiegen. 1938 wird die Eintracht Meister der Gauliga Südwest. Von 1940 bis 1944 finden so gut wie keine Fußballspiele in Deutschland statt aufgrund des 2. Weltkrieges. Auch der Platz der Eintracht ist durch den Krieg so in Mitleidenschaft gezogen worden, dass die Eintracht ihre Spiele auf dem Roseneggerplatz austragen muß. Ein Jahr nach dem der Spielbetrieb wieder aufgenommen worden ist kann die Eintracht 46 des Hessenpokal erringen. 1948 richtet die Eintracht eine Vertragsspieler-Abteilung ein (d.h. der Wechsel vom Amateurfussball zum Profifussball wurde vollzogen, wenngleich zu dieser Zeit die erste Elf der Eintracht doch noch weitestgehend aus Amateuren bestand). 1949 die Eintracht feiert 50 jähriges Bestehen. 51 die Eintracht zieht erneut um auf den Platz am Riederwald.. 1953 wird Eintracht Frankfurt erneut Süddeutschermeister. In der anschließenden Endrunde um die Deutsche Meisterschaft scheitert aber die Eintracht am 1.FC Kaiserslautern, der auch in diesem Jahr die deutsche Meisterschaft gewinnt. 1954 wird die Eintracht Vizemeister der Oberliga Süd und scheitert dann zum zweiten mal am 1.FC Kaiserslautern im Endspiel um die deutsche Meisterschaft. 1956 wird eine Lichtanlage am Riederwaldstadion in Betrieb genommen. Ein Jahr später kann sich dann die Eintracht auch Deutscher Flutlicht-Pokalmeister nennen. 1959 gewinnt die Eintracht erneut die Süddeutsche Meisterschaft. Die Eintracht schafft es anschließend ins Endspiel um die deutsche Meisterschaft wo sie auf die Offenbacher Kickers treffen. Die Eintracht gewinnt das hoch dramatische Spiel und kann sich 1959 zum ersten Mal deutscher Meister nennen.
(1960-1980)
1960 kann die Eintracht auch aufgrund der gewonnen Meisterschaft in den Europapokal ziehen genau gesagt in den Pokal der Landesmeister (gewissermaßen der Vorgänger zu Championsleague). Hier schneiden die Hessen auch ausgesprochen erfolgreich ab und schaffen es als erste deutsche Mannschaft ins Finale eines europäischen Pokalwetbewerbs. Hier treffen sie auf Real Madrid, das zu dieser Zeit zweifelsohne die beste Mannschaft der Welt besaß. Der beste Spieler des Spiels ist zweifelsohne der geniale Ungar Puskas der mit 4 Toren die Eintracht nahezu im Alleingang abschießt. Auch sein kongenialer Sturmpartner der Argentinier und Reallegende di Stefano steuert 3 Tore zum vernichtenden 7:3 gegen die Eintracht bei.
1963 wird die Fussballbundesliga gegründet, die Eintracht zählt zu den 18 Gründungsmitgliedern. 1964 steht die Eintracht zum erstenmal im Finale des DFB-Pokals. Sie verliert 0:2 gegen den TSV 1860 München. Eintracht 64 muß gegen den Karlsruher SC mit 0:7 die höchste Heimschlappe der Vereinsgeschichte hinnehmen. 1968 fusioniert die „Sportgemeinde Eintracht Frankfurt“ mit der „Turn- und Fechtgemeinde Eintracht Frankfurt“ zu „Eintracht Frankfurt e.V.“ 1974 kann die Eintracht durch einen 3:1 Sieg gegen den Hamburger SV den DFB-Pokal zum ersten Mal in die Höhe stemmen. 1974 feiert Eintracht den höchsten Auswärtssieg in der Bundesligageschichte. Rot-weiß Essen wird mit 8:1 zerfleischt.
1980-1995
1980 feiert die Eintracht den größten Erfolg der Vereinsgeschichte den Gewinn des Uefacups durch ein 2:3 gegen Borussia Gladbach. Trainer ist damals Friedel Rausch. Ein Jahr später kann die Eintracht erneut den Gewinn des DFB-Pokals, durch ein 3:1 gegen den 1.FC Kaiserslautern für sich verbuchen. Am 29.101983 muß die Eintracht gegen den 1. FC Köln die höchste Auswärtsniederlage der Vereinsgeschichte hinnehmen. Das Spiel endet 7:0. 1988 gewinnt die Eintracht zum 4.mal den DFB-Pokal diesmal gegen VFL-Bochum. Das entscheidende Tor schießt der Ungar Lajos Detari der wenig später in einer Nacht und Nebelaktion für 15 Millionen DM nach Griechenland verkauft wird (15 Millionen waren in den 80er Jahren wahnsinnig viel für einen Fußballspieler und es zu bezweifeln ob die Griechen wirklich soviel Geld an die Eintracht zahlen, zumal die griechische Liga nicht gerade zu den finanzstärksten Europas zählt). 1990 wird der norwegische Eintrachtspieler Jörn Andersen Torschützenkönig der Bundesliga, er erzielt 18 Treffer. 1992 verspielt die Eintracht am letzten Spieltag die Meisterschaft durch eine 1:2 Niederlage gegen Rostock (in diesem Spiel wird der Eintracht ein klarer Elfmeter verweigert). Der 92er Kader stellte von den Einzelspielern zweifelsohne die beste Eintrachtmannschaft aller Zeiten da u.a. spielten da Uli Stein, Andreas Möller (zu jener Zeit der wahrscheinlich beste Mittelfeldspieler Deutschlands), Uwe Bein und Anthony Yeboah (Der damals stärkste Stürmer der Liga). 1993 wird Anthony Yeboah Torschützenkönig (20 Treffer) zusammen mit Ulf Kirsten. Auch ein Jahr später wird Yeboah Torschützenkönig und das obwohl er knapp 5 Monate aufgrund eines Innenbandrißes ausfällt. 1995 rebellieren die Eintrachtspieler Maurizio Gaudino und Jay-Jay Okocha (zu jener Zeit einer stärksten Mittelfeldspieler in der Bundesliga) gegen den neu geholten Trainer Jupp Heynckes. Der Diziplin Fanatiker Heynkes besteht darauf sich von den betreffenden Spielern zu trennen und so wird Yeboah nach England zu Leeds United verkauft. Die Eintracht hatte nie wieder einen Stürmer dieser Klasse in ihrem Reihen (Yeboah schoß in 123 Spielen 68 Tore) und hat sich vom Verlust von Yeboah und Gaudino nie wieder richtig erholt. Wenig später trennte sich die Eintracht auch von Heynkes.
1996
1996 steigt die Eintracht zum ersten Mal ab, mit Spielern wie Yeboah und Gaudino wäre der Abstieg sicherlich kein Thema gewesen so aber musste die Eintracht zusammen mit dem 1.FC Kaiserslautern den Gang in die zweite Liga antreten. Nach dem Abstieg verlassen nahezu alle namhaften Spieler das sinkende Schiff und wechseln zu 1.Liga Vereinen (U.a. :Andreas Köpke, Manfred Binz, Thomas Doll, Jay-Jay Okocha, Jörg Böhme). Die Eintracht startet äußerst schleppend in die neue Saison und ist schon bald in neue Skandale verwickelt. So muß der erst seit wenigen Tagen als Präsident tätiger Otto sowie sein Schatzmeister Thate aufgrund der massiven finanziellen Probleme der Eintracht zurücktreten. Nachfolger wir Rolf Heller. Am 7.12.96 wird Trainer Stepanovic aufgrund anhaltender Erfolglosigkeit gefeuert und durch Horst Ehrmantraut ersetzt. Dieser verhindert den Abstieg in die dritte Liga (bei Amtsantritt befand sich die Eintracht auf einem Abstiegssplatz) und schafft beinah noch den sofortigen Wiederaufstieg. Dieser erfolgt dann in der neuen Saison, bemerkenswert ist das es Ehrmantraut schafft aus einer Mannschaft aus lauter Nonames (z.B. Thomas Epp hat nur 20.000 gekostet) und Verrückten Ansgar Brinkmann (kam aus der 4.Liga) ein erfolgreiches Team zu formen. 1998 wird Ehrmantraut irsinnigerweise entlassen obwohl die Eintracht zu diesem Zeitpunkt noch nicht einmal auf einem Abstiegsplatz stand. Die Eintracht steigt im Jahr 1999 beinah wieder ab und Eintrachttrainer Jörg Berger kann erst am letzten Spieltag durch einen 5:1 Kantersieg gegen den 1.FC Kaiserslautern den Abstieg verhindern. Im Jahr 2000 kommt es dann aber wie es kommen muß die Eintracht steigt sang und klanglos ab.
*** Die Mannschaftsteile in der Einzelkritik
Tor (gute nationale Klasse)
Oka Nikolov (Geburtsjahr: 74 spielte zuvor bei: SV Darmstadt 98) ist die Nr.1 im Tor hat jedoch im Verlauf dieser Saison sowohl sein Kapitänsamt als auch seinen Stammplatz verloren, nachdem der Mazedonier sich einiger Patzer leistete. Nikolov ist vom Potential her durchaus bundesligatauglich und kann seiner Mannschaft, wenn er sein Potential voll ausschöpft durchaus einige Punkte sichern. Da er dies aber nicht konsequent genug abrief, erhielt sein Konkurrent Dirk Heinen (Geburtsjahr: 70 spielte zuvor bei: Bayer Leverkusen) eine Chance welche dieser nutze und was ihm einen Stammplatz bescherte. Auch Heinen ist bundesligatauglich und verfügt über gute Reflexe und ein intelligentes Stellungsspiel. Da aber auch Heinen in dieser Saison nicht fehlerfrei spielte konnte sich Nikolov seinen Stammplatz wieder zurück erkämpfen. Da Nikolov und Heinen von der Spielstärke etwa gleich stark sind wird es wohl zwischen ihnen einen erbitterten Konkurrenzkampf um den Stammplatz als Torwart geben. In diesen Kampf werden die beiden anderen Eintrachtkeeper Daniel Haas (Geburtsjahr: 83 spielte zuvor bei: BSC Elsenfeld) und Andreas Menger (Geburtsjahr: 72 spielte zuvor bei: MSV Duisburg) aufgrund mangelnden Talents kaum eingreifen können. Meiner Meinung nach wäre es besser sich entweder von Heinen oder von Nikolov zu trennen, da ein Torhüter das Vertauen des Trainers benötigt um sein ganzes Leistungspotenzial abzurufen, was in der jetzigen Situation nicht gewährleistet ist. Dennoch gibt es in der 2.Liga nahezu keine Mannschaft die auf dieser Position so stark besetzt ist wie die Eintracht.
Abwehr (schlechte nationale Klasse)
Die Abwehr ist zweifelsohne die Achillesferse der Eintracht bis auf Uwe Bindewald (Geburtsjahr: 68 spielte zuvor bei: Kickers Offenbach) sind hier eigentlich nur Wackelkandidaten anzutreffen. Bindewald ist ein durchschnittlicher Verteidiger von den man keine Geniestreiche erwarten braucht auf den man sich aber einigermaßen verlassen kann. So unterlaufen dem Eintrachturgestein nicht so viele Fehler. Seine Technischen Schwächen gleicht er durch Kampfeswillen aus eine Eigenschaft die man bei den anderen Eintrachtspielern schmerzlich vermißt, was nicht heißen soll dass sie statt dessen technisch beschlagen sind, das wäre nämlich gelogen. Neben Bindewald spielt meist Karel Rada (Geburtsjahr: 71 spielte zuvor bei: Slavia Praha) einer der Spieler die Felix Magath geholt hat. Rada ist bestimmt ein sehr guter Verteidiger immerhin spielt er für Tschechischen Nationalmannschaft also eines der stärkeren Teams in Europa. Dumm nur dass Rada nur für die Tschechen gut spielt bei der Eintracht torkelt der arme Mann meist völlig Orientierungssinns und hilflos über den Platz. Neben dem Tschechen spielt auch gelegentlich der Koreaner Jae Won Sim (Geburtsjahr: 77 spielte zuvor bei: Hyundai Pusan) welcher mit seiner Nervosität und Ungeschiktheit die ganze Mannschaft fast in den Wahnsinn treibt. Der Asiat ist im Eintrachtspiel einfach nur ein Bild des Jammers und es bleibt mir unverständlich wie man diese Null aufstellen kann oder gar kaufen konnte. Ansonsten ist in der Abwehr noch der ehemalige Bremer Andree Wiedener (Geburtsjahr: 70 spielte zuvor bei: Werder Bremen) zu finden der jedoch über die Rolle des Mitläufer noch nicht herausgekommen ist. Auf der Bank sitzen noch Michael Wenczel (Geburtsjahr: 77 spielte zuvor bei: VfR Mannheim) und Vladimir Maljkovic (Geburtsjahr: 82 spielte zuvor bei: NK Zagreb) die an spielerischer Armut wohl nicht zu überbieten sind. Ich denke wenn die Eintracht in diesem Mannschaftsteil nicht schnell und deutlich nachbessert, dann wird der Aufstieg in den nächsten Jahren Utopie bleiben.
Mittelfeld (nationale Klasse)
Das Mittelfeld der Eintracht ist für einen Verein der 2. Liga recht ordentlich besetzt. So finden wir hier mit Christoph Preuß (Geburtsjahr: 81 spielte davor bei: TSV Groß-Linden) und Michael Mutzel (Geburtsjahr: 79 spielte davor bei: FC Augsburg) zwei von Deutschlands hoffnungsvollsten Talenten. Für Preuß interessieren sich mittlerweile auch einige große Deutsche Clubs wie Bayer Leverkusen und Bayern München und da die Eintracht wieder mal große finanzielle Probleme hat wird er und vermutlich auch einige andere Spieler (wie Kryszalowicz) wohl verkauft werden müssen. Neben den beiden Talenten Preuß und Mutzel spielt zumeist auch immer der Österreicher Gerd Wimmer (Geburtsjahr: 77 spielte davor bei: Rapid Wien), der über eine solide Technik verfügt und in jedem Spiel 100 Prozent gibt. Eine echte Arbeitsbiene, ich denke auch er ist sicherlich Bundesligatauglich. Daneben spielen meist das Frankfurterurgestein Alexander Schur (Geburtsjahr: 71 spielte davor bei: FSV Frankfurt) oder Jens Rasiejewski (Geburtsjahr: 75 spielte davor bei: Hannover 96 )beides mehr Kämpfer als Künstler. Ansonsten kommen Marco Gebhardt (Geburtsjahr: 72spielte davor bei: SC Verl), der immer noch seiner Topform aus dem Vorjahr hinterherläuft, Ervin Skela (Geburtsjahr: 76 spielte davor bei: Waldhof Mannheim) der bei seinem neuen Verein deutlich nicht so gut spielt wie bei Waldhof Mannheim, sowie Serge Branco (Geburtsjahr: 80 spielte davor bei: Eintracht Braunschweig), Rolf-Christel Guie-Mien (Geburtsjahr: 77 spielte davor bei: Karlsruher SC) sporadisch zu Einsätzen. Viele dieser Spieler verfüge zweifelsohne über erhebliches Potential (Branco, Guie-Mien) doch meisten rufen sie dieses viel zu selten ab oder sind zu verletzungsanfällig (Gebhardt). Auch Fehlt der Eintracht ein echter Spielmacher, Wimmer und Rassiejewski fehlt die nötige Kreativität, Skela ist zu unkonstant und die beiden Youngster Preuß und Mutzel sind aufgrund mangelnder Erfahrung mit dieser Aufgabe schlichtweg überfordert. Mit diesem Mittelfeld kann man sicherlich in der 2. Liga ohne weiteres bestehen, aber um den Aufstieg zu bewerkstelligen muß sich auch in diesem Teil einiges ändern.
Der Sturm (gute nationale Klasse)
Der Sturm ist sicherlich mit dem Tor der Mannschaftsteil der bei der Eintracht am stärksten besetzt ist. Hier spielt mit dem Polen Pawel Kryszalowicz (Geburtsjahr: 74 spielte davor bei: Amica Wronki) ein Stürmer von internationaler Klasse. Dieser könnte ohne weiteres es zum Stammspieler bei einem etwas größeren Verein wie Weder Bremen oder den Totenham Hotspurs bringen. Deswegen ist es um so unverständlicher dass der ehemalige Eintrachttainer Andermatt (wurde ja in den letzten Tagen entlassen) nicht auf den Torriecher des Polen setzte der eigentlich zu gut für die Eintracht und die zweite Liga ist. Aufgrund der anhaltenden Finanzprobleme ist ein Verkauf des Polen ausgesprochen wahrscheinlich, was jedoch sportlich ein herber Verlust für die Eintracht bedeuten würde. Neben dem Polen spielt entweder der Mazedonier Sasa Ciric (Geburtsjahr: 68 spielte davor bei: Tennis Borussia Berlin) oder der Chinese Chen Yang (Geburtsjahr: 74 spielte davor bei: Guoan FC). Ciric ist ein alter Fuchs und wird sicherlich noch in dieser Saison und speziell in der nächsten noch sehr wichtig für die Eintracht werden, aufgrund seiner großen Erfahrung und seiner Kaltschnäuzigkeit vor dem Tor. Allerdings ist er nicht mehr der jüngste und die Zeit arbeitet gegen ihn, mehr als zwei Jahre wird er wohl seine derzeitige Form nicht halten können. Der Chinese Yang hingegen könnte durchaus noch etwas zulegen, besonders bemangelnswert bei Yang sind die fehlende Konstanz und seine Abschlußschwäche. Dennoch verfügt über erhebliches Potential und wenn seinem Trainer gelingt dieses aus ihm heraus zu kitzeln wird die Eintracht bestimmt noch viel Freude an dem schnellen und eleganten Stürmer haben. Mit Jermaine Jones (Geburtsjahr: 81 spielte davor bei: FV Bad Vilbel) verfügt die Eintracht über einen recht talentierten Nachwuchsspieler der jedoch noch zu grün ist um sich ernsthaft für die Stammelf zu empfehlen, aber der Junge kann ja noch zulegen. Ansonsten sitzt auf der Bank noch Ralf Schmidt (Geburtsjahr: 77 spielte davor bei: FV Speyer), der aber nur über geringes Potential meines Erachtens nach verfügt. Der Sturm ist damit mit dem Tor die einzige Position der Mannschaft die Bundesligatauglich ist. In der Abwehr und im Mittelfeld wird man wohl oder übel nachkaufen müssen, will man ernsthaft um den Aufstieg mitspielen
*** Prognose
Die Eintracht wird wahrscheinlich noch ein paar Jahre in der 2. Liga rumgurken müssen, ehe sie den Aufstieg bewältigt. Allgemein gilt jedoch dass Frankfurt in die Bundesliga gehört, da Stadt und Fans auf jeden Fall erstligareif sind.
*** Links zu Eintracht
Das Internet wimmelt neben den offizielle Seite (http://www.eintracht-frankfurt.de/home/) nur so von Fanpages, die besten sind meines Erachtens nach:
http://www.sge4ever.com/index2.htm (Downloads und vieles mehr) und
http://eintracht-stats.de (jede Menge Statistiken zur Eintracht)
*** Der Trainer
Nachdem Martin Andermatt vor kurzen entlassen wurde will die Eintracht mit dem bisherigen Cotrainer die Saison abschließen. Im Gespräch sind in erster Linie Piere Litbarski, Jan-Age Fjörtoft und Horst Ehrmantraut. Ich persönlich fände Ehrmantraut am ansprechendsten.
Erstellt am 13.03.2002 bei djaba 3105 Wörter
Normalerweise schreibe ich ja immer über die Spitzenteams der jeweiligen Ligen (Real, ManU, Juve, Barca usw.) bzw. über Favoriten bei der WM/EM (Deutschland, England, Italien) und so wollte ich es eigentlich auch hier halten. Jedoch ist mir keines der vier Spitzenteams der Bundesliga so recht ans Herz gewachsen. Die arroganten Bayern konnte ich noch nie ausstehen. Die Jungs aus Leverkusen werden wohl in den nächsten hundert Jahren kein Titel gewinnen. Die Borussia spielt viel zu häßlich. Und zu Schalke habe ich irgendwie gar keine Beziehung. Also entschied ich mich eine Etage runter zu gehen in die 2. Bundesliga zu meiner heimlichen Liebe. EINTRACHT FRANKFURT! Da ich lange Zeit in Frankfurt gelebt habe und mich auch immer noch wie ein echter Frankfurter fühle liegt es für mich natürlich Nah Fan dieses hessischen Traditionsvereins zu sein. Aber es ist nicht nur lokale Verbundenheit, die mich zu diesen Verein zieht sondern es ist mehr. Viele Leute, mich selbst eingeschlossen halten mich für ein bißchen verrückt (nicht geisteskrank aber verrückt eben oder ein wenig meschugge) . Ich hab mir selbst immer in dieser Beschreibung gefallen also war es für mich eben immer Pflicht verrückte Dinge zu tun, verrückte Musik zu hören, verrückte Sprüche abzulassen und Fan eines verrückten Fussballvereins zu sein. Und welcher Verein ist der verrückteste ganz Deutschlands? EINTRACHT FRANKFURT! (Warum erfahrt ihr weiter unten). Eintracht Frankfurt ist ein bißchen so das was der FC Barcelona in Spanien ist nur viel kleiner. Aber genau wie der große Spanier sind die Frankfurter ständig verstrieten (Deswegen heißen sie ja auch oft Zwietracht Frankfurt), in diverse Skandale verwickelt, absolut größenwahnsinnig und genau wie bei Barca liegen auch bei der Eintracht die letzten sportlichen Erfolge ewig zurück.
Um euch diesen Verein ein Stück näher zu bringen hab ich meinen Bericht gegliedert in:
Einleitung
Kurzinformationen
Die Erfolge
Geschichte des Vereins
Links zu Eintracht
Trainer
Die Mannschaftsteile in der Einzelkritik
Prognose
***Kurzinformationen
Anschrift: Sportplatz am Riederwald
Am Erlenbruch 25
60386 Frankfurt
Tel.: (0 69) 42 09 70-0
Fax: (0 69) 42 09 70-43
Stadion: Waldstadion (61 146)
Davon 30546 Sitzplätze
20362 überdachte Plätze
Anmerkung: Aufgrund der WM 2006 in Deutschland ist in Frankfurt ein neuer Stadionbau geplant
Vereinsfarben: Rot-Schwarz-Weiß
Gründungsjahr: 1899
Internetadresse: http://www.eintracht-frankfurt.de/home/
Präsident Peter Fischer
Manager Tony Woodcock
*** Erfolge
Uefapokalsieger: 1980
Deutscher Meister: 1959
DFB-Pokalsieger: 1974, 1975, 1981, 1988
Finalist Europapokal der Landesmeister: 1960
Finalist DFB-Pokal: 1988
*** Die Geschichte des Vereins
(1899-1930)
Die Geschichte der Eintracht beginnt damit, dass die beiden Frankfurter Vereine “Fußballclub Victoria” und “Fußballclub Kickers” (beide wurden 1899 gegründet) sich am 13 Mai 1911 zum “Frankfurter Fußballverein” zusammenschließen. Der Frankfurter FV gewinnt noch im selben Jahr die Meisterschaft des “Nordkreises”. 2 Jahre später schließt sich auch der “Turnsportverein 1897” dem Frankfurter FV an. 1919 kann der Frankfurter FV den Gewinn der Nordmain-Meisterschaft verbuchen. Im April 1920 findet eine zweite Fusion statt der „Frankfurter Fussbalverein und die Frankfurter Turngemeinde von 1861“ tun sich zu „Turn und Sportgemeinde Eintracht Frankfurt von 1861“ zusammen. Die Eintracht bezieht am 5.9.1920 ihr neues Stadion der Sportplatz am Riederwald (Heute ist das Metrogelände dort zu finden). 1927 lösen sich die Turner von der Eintracht ab, da der Bund des Deutschen Turnverbandes diese zu diesem Schritt drängte. Durch diese Spaltung entstanden die „Turngemeinde Eintracht Frankfurt von 1861“ und die „Sportgemeinde Eintracht Frankfurt von 1899“ (F.F.V.). 1928 und 29 kann die Eintracht zweimal die Main-Bezirksmeisterschaft gewinnen. 1930 wird sie sogar Süddeutsche Meister, scheitert in der Zwischenrunde zur Deutschen Meisterschaft an Holstein Kiel.
(1932-1959)
Auch zwei Jahre später wird die Eintracht wieder Süddeutscher Meister und besiegt im Finale Bayern München mit 2:0, welche dann die Eintracht aber mit 2:0 im Endspiel um die deutsche Meisterschaft 1932 besiegen. 1938 wird die Eintracht Meister der Gauliga Südwest. Von 1940 bis 1944 finden so gut wie keine Fußballspiele in Deutschland statt aufgrund des 2. Weltkrieges. Auch der Platz der Eintracht ist durch den Krieg so in Mitleidenschaft gezogen worden, dass die Eintracht ihre Spiele auf dem Roseneggerplatz austragen muß. Ein Jahr nach dem der Spielbetrieb wieder aufgenommen worden ist kann die Eintracht 46 des Hessenpokal erringen. 1948 richtet die Eintracht eine Vertragsspieler-Abteilung ein (d.h. der Wechsel vom Amateurfussball zum Profifussball wurde vollzogen, wenngleich zu dieser Zeit die erste Elf der Eintracht doch noch weitestgehend aus Amateuren bestand). 1949 die Eintracht feiert 50 jähriges Bestehen. 51 die Eintracht zieht erneut um auf den Platz am Riederwald.. 1953 wird Eintracht Frankfurt erneut Süddeutschermeister. In der anschließenden Endrunde um die Deutsche Meisterschaft scheitert aber die Eintracht am 1.FC Kaiserslautern, der auch in diesem Jahr die deutsche Meisterschaft gewinnt. 1954 wird die Eintracht Vizemeister der Oberliga Süd und scheitert dann zum zweiten mal am 1.FC Kaiserslautern im Endspiel um die deutsche Meisterschaft. 1956 wird eine Lichtanlage am Riederwaldstadion in Betrieb genommen. Ein Jahr später kann sich dann die Eintracht auch Deutscher Flutlicht-Pokalmeister nennen. 1959 gewinnt die Eintracht erneut die Süddeutsche Meisterschaft. Die Eintracht schafft es anschließend ins Endspiel um die deutsche Meisterschaft wo sie auf die Offenbacher Kickers treffen. Die Eintracht gewinnt das hoch dramatische Spiel und kann sich 1959 zum ersten Mal deutscher Meister nennen.
(1960-1980)
1960 kann die Eintracht auch aufgrund der gewonnen Meisterschaft in den Europapokal ziehen genau gesagt in den Pokal der Landesmeister (gewissermaßen der Vorgänger zu Championsleague). Hier schneiden die Hessen auch ausgesprochen erfolgreich ab und schaffen es als erste deutsche Mannschaft ins Finale eines europäischen Pokalwetbewerbs. Hier treffen sie auf Real Madrid, das zu dieser Zeit zweifelsohne die beste Mannschaft der Welt besaß. Der beste Spieler des Spiels ist zweifelsohne der geniale Ungar Puskas der mit 4 Toren die Eintracht nahezu im Alleingang abschießt. Auch sein kongenialer Sturmpartner der Argentinier und Reallegende di Stefano steuert 3 Tore zum vernichtenden 7:3 gegen die Eintracht bei.
1963 wird die Fussballbundesliga gegründet, die Eintracht zählt zu den 18 Gründungsmitgliedern. 1964 steht die Eintracht zum erstenmal im Finale des DFB-Pokals. Sie verliert 0:2 gegen den TSV 1860 München. Eintracht 64 muß gegen den Karlsruher SC mit 0:7 die höchste Heimschlappe der Vereinsgeschichte hinnehmen. 1968 fusioniert die „Sportgemeinde Eintracht Frankfurt“ mit der „Turn- und Fechtgemeinde Eintracht Frankfurt“ zu „Eintracht Frankfurt e.V.“ 1974 kann die Eintracht durch einen 3:1 Sieg gegen den Hamburger SV den DFB-Pokal zum ersten Mal in die Höhe stemmen. 1974 feiert Eintracht den höchsten Auswärtssieg in der Bundesligageschichte. Rot-weiß Essen wird mit 8:1 zerfleischt.
1980-1995
1980 feiert die Eintracht den größten Erfolg der Vereinsgeschichte den Gewinn des Uefacups durch ein 2:3 gegen Borussia Gladbach. Trainer ist damals Friedel Rausch. Ein Jahr später kann die Eintracht erneut den Gewinn des DFB-Pokals, durch ein 3:1 gegen den 1.FC Kaiserslautern für sich verbuchen. Am 29.101983 muß die Eintracht gegen den 1. FC Köln die höchste Auswärtsniederlage der Vereinsgeschichte hinnehmen. Das Spiel endet 7:0. 1988 gewinnt die Eintracht zum 4.mal den DFB-Pokal diesmal gegen VFL-Bochum. Das entscheidende Tor schießt der Ungar Lajos Detari der wenig später in einer Nacht und Nebelaktion für 15 Millionen DM nach Griechenland verkauft wird (15 Millionen waren in den 80er Jahren wahnsinnig viel für einen Fußballspieler und es zu bezweifeln ob die Griechen wirklich soviel Geld an die Eintracht zahlen, zumal die griechische Liga nicht gerade zu den finanzstärksten Europas zählt). 1990 wird der norwegische Eintrachtspieler Jörn Andersen Torschützenkönig der Bundesliga, er erzielt 18 Treffer. 1992 verspielt die Eintracht am letzten Spieltag die Meisterschaft durch eine 1:2 Niederlage gegen Rostock (in diesem Spiel wird der Eintracht ein klarer Elfmeter verweigert). Der 92er Kader stellte von den Einzelspielern zweifelsohne die beste Eintrachtmannschaft aller Zeiten da u.a. spielten da Uli Stein, Andreas Möller (zu jener Zeit der wahrscheinlich beste Mittelfeldspieler Deutschlands), Uwe Bein und Anthony Yeboah (Der damals stärkste Stürmer der Liga). 1993 wird Anthony Yeboah Torschützenkönig (20 Treffer) zusammen mit Ulf Kirsten. Auch ein Jahr später wird Yeboah Torschützenkönig und das obwohl er knapp 5 Monate aufgrund eines Innenbandrißes ausfällt. 1995 rebellieren die Eintrachtspieler Maurizio Gaudino und Jay-Jay Okocha (zu jener Zeit einer stärksten Mittelfeldspieler in der Bundesliga) gegen den neu geholten Trainer Jupp Heynckes. Der Diziplin Fanatiker Heynkes besteht darauf sich von den betreffenden Spielern zu trennen und so wird Yeboah nach England zu Leeds United verkauft. Die Eintracht hatte nie wieder einen Stürmer dieser Klasse in ihrem Reihen (Yeboah schoß in 123 Spielen 68 Tore) und hat sich vom Verlust von Yeboah und Gaudino nie wieder richtig erholt. Wenig später trennte sich die Eintracht auch von Heynkes.
1996
1996 steigt die Eintracht zum ersten Mal ab, mit Spielern wie Yeboah und Gaudino wäre der Abstieg sicherlich kein Thema gewesen so aber musste die Eintracht zusammen mit dem 1.FC Kaiserslautern den Gang in die zweite Liga antreten. Nach dem Abstieg verlassen nahezu alle namhaften Spieler das sinkende Schiff und wechseln zu 1.Liga Vereinen (U.a. :Andreas Köpke, Manfred Binz, Thomas Doll, Jay-Jay Okocha, Jörg Böhme). Die Eintracht startet äußerst schleppend in die neue Saison und ist schon bald in neue Skandale verwickelt. So muß der erst seit wenigen Tagen als Präsident tätiger Otto sowie sein Schatzmeister Thate aufgrund der massiven finanziellen Probleme der Eintracht zurücktreten. Nachfolger wir Rolf Heller. Am 7.12.96 wird Trainer Stepanovic aufgrund anhaltender Erfolglosigkeit gefeuert und durch Horst Ehrmantraut ersetzt. Dieser verhindert den Abstieg in die dritte Liga (bei Amtsantritt befand sich die Eintracht auf einem Abstiegssplatz) und schafft beinah noch den sofortigen Wiederaufstieg. Dieser erfolgt dann in der neuen Saison, bemerkenswert ist das es Ehrmantraut schafft aus einer Mannschaft aus lauter Nonames (z.B. Thomas Epp hat nur 20.000 gekostet) und Verrückten Ansgar Brinkmann (kam aus der 4.Liga) ein erfolgreiches Team zu formen. 1998 wird Ehrmantraut irsinnigerweise entlassen obwohl die Eintracht zu diesem Zeitpunkt noch nicht einmal auf einem Abstiegsplatz stand. Die Eintracht steigt im Jahr 1999 beinah wieder ab und Eintrachttrainer Jörg Berger kann erst am letzten Spieltag durch einen 5:1 Kantersieg gegen den 1.FC Kaiserslautern den Abstieg verhindern. Im Jahr 2000 kommt es dann aber wie es kommen muß die Eintracht steigt sang und klanglos ab.
*** Die Mannschaftsteile in der Einzelkritik
Tor (gute nationale Klasse)
Oka Nikolov (Geburtsjahr: 74 spielte zuvor bei: SV Darmstadt 98) ist die Nr.1 im Tor hat jedoch im Verlauf dieser Saison sowohl sein Kapitänsamt als auch seinen Stammplatz verloren, nachdem der Mazedonier sich einiger Patzer leistete. Nikolov ist vom Potential her durchaus bundesligatauglich und kann seiner Mannschaft, wenn er sein Potential voll ausschöpft durchaus einige Punkte sichern. Da er dies aber nicht konsequent genug abrief, erhielt sein Konkurrent Dirk Heinen (Geburtsjahr: 70 spielte zuvor bei: Bayer Leverkusen) eine Chance welche dieser nutze und was ihm einen Stammplatz bescherte. Auch Heinen ist bundesligatauglich und verfügt über gute Reflexe und ein intelligentes Stellungsspiel. Da aber auch Heinen in dieser Saison nicht fehlerfrei spielte konnte sich Nikolov seinen Stammplatz wieder zurück erkämpfen. Da Nikolov und Heinen von der Spielstärke etwa gleich stark sind wird es wohl zwischen ihnen einen erbitterten Konkurrenzkampf um den Stammplatz als Torwart geben. In diesen Kampf werden die beiden anderen Eintrachtkeeper Daniel Haas (Geburtsjahr: 83 spielte zuvor bei: BSC Elsenfeld) und Andreas Menger (Geburtsjahr: 72 spielte zuvor bei: MSV Duisburg) aufgrund mangelnden Talents kaum eingreifen können. Meiner Meinung nach wäre es besser sich entweder von Heinen oder von Nikolov zu trennen, da ein Torhüter das Vertauen des Trainers benötigt um sein ganzes Leistungspotenzial abzurufen, was in der jetzigen Situation nicht gewährleistet ist. Dennoch gibt es in der 2.Liga nahezu keine Mannschaft die auf dieser Position so stark besetzt ist wie die Eintracht.
Abwehr (schlechte nationale Klasse)
Die Abwehr ist zweifelsohne die Achillesferse der Eintracht bis auf Uwe Bindewald (Geburtsjahr: 68 spielte zuvor bei: Kickers Offenbach) sind hier eigentlich nur Wackelkandidaten anzutreffen. Bindewald ist ein durchschnittlicher Verteidiger von den man keine Geniestreiche erwarten braucht auf den man sich aber einigermaßen verlassen kann. So unterlaufen dem Eintrachturgestein nicht so viele Fehler. Seine Technischen Schwächen gleicht er durch Kampfeswillen aus eine Eigenschaft die man bei den anderen Eintrachtspielern schmerzlich vermißt, was nicht heißen soll dass sie statt dessen technisch beschlagen sind, das wäre nämlich gelogen. Neben Bindewald spielt meist Karel Rada (Geburtsjahr: 71 spielte zuvor bei: Slavia Praha) einer der Spieler die Felix Magath geholt hat. Rada ist bestimmt ein sehr guter Verteidiger immerhin spielt er für Tschechischen Nationalmannschaft also eines der stärkeren Teams in Europa. Dumm nur dass Rada nur für die Tschechen gut spielt bei der Eintracht torkelt der arme Mann meist völlig Orientierungssinns und hilflos über den Platz. Neben dem Tschechen spielt auch gelegentlich der Koreaner Jae Won Sim (Geburtsjahr: 77 spielte zuvor bei: Hyundai Pusan) welcher mit seiner Nervosität und Ungeschiktheit die ganze Mannschaft fast in den Wahnsinn treibt. Der Asiat ist im Eintrachtspiel einfach nur ein Bild des Jammers und es bleibt mir unverständlich wie man diese Null aufstellen kann oder gar kaufen konnte. Ansonsten ist in der Abwehr noch der ehemalige Bremer Andree Wiedener (Geburtsjahr: 70 spielte zuvor bei: Werder Bremen) zu finden der jedoch über die Rolle des Mitläufer noch nicht herausgekommen ist. Auf der Bank sitzen noch Michael Wenczel (Geburtsjahr: 77 spielte zuvor bei: VfR Mannheim) und Vladimir Maljkovic (Geburtsjahr: 82 spielte zuvor bei: NK Zagreb) die an spielerischer Armut wohl nicht zu überbieten sind. Ich denke wenn die Eintracht in diesem Mannschaftsteil nicht schnell und deutlich nachbessert, dann wird der Aufstieg in den nächsten Jahren Utopie bleiben.
Mittelfeld (nationale Klasse)
Das Mittelfeld der Eintracht ist für einen Verein der 2. Liga recht ordentlich besetzt. So finden wir hier mit Christoph Preuß (Geburtsjahr: 81 spielte davor bei: TSV Groß-Linden) und Michael Mutzel (Geburtsjahr: 79 spielte davor bei: FC Augsburg) zwei von Deutschlands hoffnungsvollsten Talenten. Für Preuß interessieren sich mittlerweile auch einige große Deutsche Clubs wie Bayer Leverkusen und Bayern München und da die Eintracht wieder mal große finanzielle Probleme hat wird er und vermutlich auch einige andere Spieler (wie Kryszalowicz) wohl verkauft werden müssen. Neben den beiden Talenten Preuß und Mutzel spielt zumeist auch immer der Österreicher Gerd Wimmer (Geburtsjahr: 77 spielte davor bei: Rapid Wien), der über eine solide Technik verfügt und in jedem Spiel 100 Prozent gibt. Eine echte Arbeitsbiene, ich denke auch er ist sicherlich Bundesligatauglich. Daneben spielen meist das Frankfurterurgestein Alexander Schur (Geburtsjahr: 71 spielte davor bei: FSV Frankfurt) oder Jens Rasiejewski (Geburtsjahr: 75 spielte davor bei: Hannover 96 )beides mehr Kämpfer als Künstler. Ansonsten kommen Marco Gebhardt (Geburtsjahr: 72spielte davor bei: SC Verl), der immer noch seiner Topform aus dem Vorjahr hinterherläuft, Ervin Skela (Geburtsjahr: 76 spielte davor bei: Waldhof Mannheim) der bei seinem neuen Verein deutlich nicht so gut spielt wie bei Waldhof Mannheim, sowie Serge Branco (Geburtsjahr: 80 spielte davor bei: Eintracht Braunschweig), Rolf-Christel Guie-Mien (Geburtsjahr: 77 spielte davor bei: Karlsruher SC) sporadisch zu Einsätzen. Viele dieser Spieler verfüge zweifelsohne über erhebliches Potential (Branco, Guie-Mien) doch meisten rufen sie dieses viel zu selten ab oder sind zu verletzungsanfällig (Gebhardt). Auch Fehlt der Eintracht ein echter Spielmacher, Wimmer und Rassiejewski fehlt die nötige Kreativität, Skela ist zu unkonstant und die beiden Youngster Preuß und Mutzel sind aufgrund mangelnder Erfahrung mit dieser Aufgabe schlichtweg überfordert. Mit diesem Mittelfeld kann man sicherlich in der 2. Liga ohne weiteres bestehen, aber um den Aufstieg zu bewerkstelligen muß sich auch in diesem Teil einiges ändern.
Der Sturm (gute nationale Klasse)
Der Sturm ist sicherlich mit dem Tor der Mannschaftsteil der bei der Eintracht am stärksten besetzt ist. Hier spielt mit dem Polen Pawel Kryszalowicz (Geburtsjahr: 74 spielte davor bei: Amica Wronki) ein Stürmer von internationaler Klasse. Dieser könnte ohne weiteres es zum Stammspieler bei einem etwas größeren Verein wie Weder Bremen oder den Totenham Hotspurs bringen. Deswegen ist es um so unverständlicher dass der ehemalige Eintrachttainer Andermatt (wurde ja in den letzten Tagen entlassen) nicht auf den Torriecher des Polen setzte der eigentlich zu gut für die Eintracht und die zweite Liga ist. Aufgrund der anhaltenden Finanzprobleme ist ein Verkauf des Polen ausgesprochen wahrscheinlich, was jedoch sportlich ein herber Verlust für die Eintracht bedeuten würde. Neben dem Polen spielt entweder der Mazedonier Sasa Ciric (Geburtsjahr: 68 spielte davor bei: Tennis Borussia Berlin) oder der Chinese Chen Yang (Geburtsjahr: 74 spielte davor bei: Guoan FC). Ciric ist ein alter Fuchs und wird sicherlich noch in dieser Saison und speziell in der nächsten noch sehr wichtig für die Eintracht werden, aufgrund seiner großen Erfahrung und seiner Kaltschnäuzigkeit vor dem Tor. Allerdings ist er nicht mehr der jüngste und die Zeit arbeitet gegen ihn, mehr als zwei Jahre wird er wohl seine derzeitige Form nicht halten können. Der Chinese Yang hingegen könnte durchaus noch etwas zulegen, besonders bemangelnswert bei Yang sind die fehlende Konstanz und seine Abschlußschwäche. Dennoch verfügt über erhebliches Potential und wenn seinem Trainer gelingt dieses aus ihm heraus zu kitzeln wird die Eintracht bestimmt noch viel Freude an dem schnellen und eleganten Stürmer haben. Mit Jermaine Jones (Geburtsjahr: 81 spielte davor bei: FV Bad Vilbel) verfügt die Eintracht über einen recht talentierten Nachwuchsspieler der jedoch noch zu grün ist um sich ernsthaft für die Stammelf zu empfehlen, aber der Junge kann ja noch zulegen. Ansonsten sitzt auf der Bank noch Ralf Schmidt (Geburtsjahr: 77 spielte davor bei: FV Speyer), der aber nur über geringes Potential meines Erachtens nach verfügt. Der Sturm ist damit mit dem Tor die einzige Position der Mannschaft die Bundesligatauglich ist. In der Abwehr und im Mittelfeld wird man wohl oder übel nachkaufen müssen, will man ernsthaft um den Aufstieg mitspielen
*** Prognose
Die Eintracht wird wahrscheinlich noch ein paar Jahre in der 2. Liga rumgurken müssen, ehe sie den Aufstieg bewältigt. Allgemein gilt jedoch dass Frankfurt in die Bundesliga gehört, da Stadt und Fans auf jeden Fall erstligareif sind.
*** Links zu Eintracht
Das Internet wimmelt neben den offizielle Seite (http://www.eintracht-frankfurt.de/home/) nur so von Fanpages, die besten sind meines Erachtens nach:
http://www.sge4ever.com/index2.htm (Downloads und vieles mehr) und
http://eintracht-stats.de (jede Menge Statistiken zur Eintracht)
*** Der Trainer
Nachdem Martin Andermatt vor kurzen entlassen wurde will die Eintracht mit dem bisherigen Cotrainer die Saison abschließen. Im Gespräch sind in erster Linie Piere Litbarski, Jan-Age Fjörtoft und Horst Ehrmantraut. Ich persönlich fände Ehrmantraut am ansprechendsten.
Erstellt am 13.03.2002 bei djaba 3105 Wörter
9 Bewertungen, 2 Kommentare
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28.03.2002, 16:44 Uhr von fingus-doctus
Bewertung: sehr hilfreichwehe dein nächsetr wird nicht genau so lang. Joke
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20.03.2002, 00:01 Uhr von Nico83
Bewertung: sehr hilfreichWenn du das alles selbst geschrieben hast, kann man nur sagen: HUT AB! Obwohl ich seit vielen Jahren nunmehr selbst SGE-Fan bind, habe ich in deinem Bericht noch unzählige neue Info's gefunden. Mfg, Nico83
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