Eizo Gartenzeit Testbericht

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Erfahrungsbericht von galeria

Ein singender Mistkäfer?

5
  • Benutzerfreundlichkeit:  sehr gut
  • Updatemöglichkeit:  sehr gut

Pro:

der Mistkäfer *g*

Kontra:

der Mistkäfer?

Empfehlung:

Ja

Als ich mir vor einigen Jahren das erste Mal einen Rechner zulegte (Gott ich hatte ja keine Ahnung *g*), da waren für mich zuerst die Bildschirmschoner von Windows total faszinierend. Aber das war nur die Anfangseuphorie, inzwischen hatte ich längst keinen Bildschirmschoner mehr in Betrieb. Für mich war`s einfach nur langweilig und Kinderkram. Bis ich auf die Gartenzeit von Eizo stieß. Ich installierte ihn und fand es einfach wunderbar, und irgendwann wurde die Festplatte formatiert und der Garten vergessen.

Aber das Hirn wäre kein richtiges Hirn, wenn da nicht irgendwo ein Langzeitspeicher vorhanden wäre, der mich eines schönen Tages daran erinnerte, da war doch was. Und ab zu www.eizo.de und heruntergeladen was das Zeug hält. Erst einmal muss man das Programm selber runterladen und installieren, dann hat man schon mal eine Basis, mit der man schon jede Menge anfangen kann, aber dazu später. Dazu sollte man sich ruhig sämtliche Specials auf die Platte holen, das lohnt sich wirklich. Diese Specials sind nämlich zusätzliche Pflanzen und Tiere für den Bildschirmgarten. Dann macht es erst richtig Spass. Aber man sollte die zusätzlichen Sachen in einen extra Ordner packen und von da aus installieren, weil es anders nicht gehen soll, hab ich irgendwo gehört. Ob es stimmt, weiß ich nicht, ich hab es so gemacht.

So, da ist nun der tolle Bildschirmschoner installiert und jetzt gehts ans Probieren und Herumgärtnern. Das ist übrigens sehr einfach und braucht echt nicht viel Zeit. In der Vogelperspektive sehen wir den Garten von oben - logisch *g* - und da können wir auch arbeiten. Man sieht einen kleinen Spaten, eine Grubbergabel und eine Gießkanne. Rechts ist ein Kasten mit den Samentüten, die übrigens nie ausgehen. Man macht nun alles genauso wie in einem richtigen Garten, nur ohne schmutzige Finger und krummen Rücken: Ansähen, Grubbern, Umgraben und Gießen alles per Mauszeiger.

In der Froschperspektive - also von ganz unten gesehen - sieht man nun wie alles wächst und gedeiht. Tag für Tag ist wieder was neues zu sehen, und auch die kleinen Insekten fehlen nie, ob es eine Spinne ist, die sich herabseilt, ob es summende Bienen sind, eine Gottesanbeterin, eine Schnecke, ein Grashüpfer, Schmetterlinge etc., alles tummelt sich zwischen den Pflanzen, die täglich ein Stückchen mehr wachsen. Vorausgesetzt, man pflegt auch immer sorgfältig. Ab und an geht auch bei größter Pflege mal eine Pflanze ein, wie im richtigen Leben, aber das ist nicht schlimm.

Hat man aber nun so ganz und gar keine Zeit oder den Garten gänzlich vergessen, verwildert er und es wachsen Fliegenpilze und Löwenzahn, was auch recht hübsch aussieht.

Gemüse ist auch drin, wie Radieschen, Kürbis und Salat, ebenso essbare Pilze etc., es ist eine Menge, was man anbauen kann. Selbst ein einfacher Rasen ist möglich, muss man nicht mal mähen, herrlich *g*. Die Blumenvielfalt reicht vom Schneeglöckchen zur Rose und geht weiter bis zum Tannenbaum im Winter, den ich allerdings noch nicht ausprobiert habe, weils den damals vor Festplattenformatierung noch nicht gab. Er soll wohl jeden Tag etwas anderes dran hängen haben, ich werd es ja sehen. Bin schon ganz gierig drauf.

Toll ist auch, es gibt Tag und Nacht und pünktlich um 6 oder 18 Uhr kräht der Hahn. Wenn es dämmert, fliegen Glühwürmchen und nachts sieht man die Sterne.

Außerdem hat man oben noch eine Funktion, um das Ganze auf Diskette zu speichern, das heißt das Basisprogramm. Die Specials gehen nur im Internet direkt von der Seite runter, oder man packt es auf CD, denn die Größe aller dieser Dateien passt nicht auf eine Diskette.

Daneben ist noch ein kleiner Korb, ein Symbol mit dem man direkt auf die Internetseite von Eizo kommt. Und dann liegt da noch ein aufgeschlagenes Gartenbuch mit Tipps und Tricks für die Gärtnerei auf dem Bildschirm herum, also quasi die Bedienungsanleitung.

Was man halt noch beachten sollte, hinten die großen Pflanzen, vorne die kleinen, sonst sieht man sie nachher nicht. Kann man ja alles ausprobieren wie man möchte, es gibt außer der Beetgrenze keine weiteren Grenzen.

Die Gottesanbeterin ist für meinen Geschmack irgendwie zu groß; später, wenn alles zugewuchert ist, sieht man sie aber eh nicht mehr, die tarnt sich recht gut, ähnlich wie `ne Stabheuschrecke. Einen Mistkäfer gibt es auch, der fleissig seine Pillen dreht und ab und an vergräbt. Das Tolle daran, er singt immer so vor sich hin. Das ist aber auch nur die erste Zeit ganz nett, später geht`s einem kräftig auf den Keks, besonders, wenn das eigene Kind den selben Tonfall immer und immer wieder nachahmt. Ist aber nicht weiter tragisch, was man nicht mag, schmeisst man halt wieder raus, indem man es deinstalliert (NICHT DAS KIND!!! DEN KÄFER NATÜRLICH!!). Einfach in den Ordner rein gehen, die Datei suchen, mit rechts anklicken und auf deinstallieren - und der Mistkäfer singt nicht mehr - aber das Kind singt unter Umständen weiter, vor allem dann, wenn Mama sich dabei so herrlich aufregen kann*g*.

Was vielleicht etwas unglücklich ist, ich hab 256 mb Arbeitsspeicher, aber trotzdem ich alles zu hab, merkt man doch, wenn im Garten schon alles ziemlich enorm hochgewachsen ist, dass der Rechner mehr Speicher braucht...kann aber an meiner miesen Grafikkarte liegen (ich glaub nur 8 mb?), die ist noch von anno dazumal und bringt echt keine Leistung. Egal, mein Rechner packt es trotzdem - toi toi toi!

Ich hab natürlich noch ein Fazit: Der Garten ist toll!

Nicht gut? Ok, ok, ok. Also es ist faszinierend, den in wahrer Natur oft ekligen Insekten zuzusehen, es ist noch viel faszinierender, wenn es wächst, blüht und gedeiht, noch toller dagegen aber die Sache, dass es wie im richtigen Leben auch mal schief gehen kann mit den Pflänzchen. Manche wollen einfach nicht leben *g* - Pech, pflanz ich eben was neues hin. Meine Empfehlung hat der Garten auf jeden Fall, denn 5 min hat man immer mal, um da kurz vorbei zu gucken. Und es ist kein Tamagotchi, denn der Garten lebt weiter, auch wenn man sich mal nicht drum schert.

Viel Spass beim Lesen

wünscht Galeria.

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