Eizo Gartenzeit Testbericht

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Summe aller Bewertungen
  • Benutzerfreundlichkeit:  sehr gut
  • Updatemöglichkeit:  sehr gut

Erfahrungsbericht von vampire-lady

der singenden klingende Pillendreher

5
  • Benutzerfreundlichkeit:  gut
  • Updatemöglichkeit:  sehr gut

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Ja

Ausnahmsweise hat Ciao mal wieder seine Nützlichkeit bewiesen, da man manchmal dadurch auf Dinge gestoßen wird, die man alleine nie entdeckt hätte. Beispielsweise Bildschirmscho-ner, die eigentlich immer eher langweilig waren und nur Platz auf der Festplatte wegnahmen. Den Bildschirmschoner bekommt man bei www.eizo.de in interaktiv. Unter Downloads findet man die Grundversion der Gartenzeit mit 1245 KB (daneben gibt es noch die „Morker“ und „Paul“ eine Art Bildschirmtamagotchi, aber niedlich). Die Grundversion bietet 4 Pflanzen und ein Gemüse.

Wenn man die Gartenzeit nicht als Bildschirmschoner haben möchte, kann man sie auch wie ein Spiel laufen lassen und ein Desktopsymbol hinterlegen. Startet man zum ersten Male fin-det man einen schwarzen Bildschirm, den ein paar Ameisen durchqueren. Dies führt erst ein-mal dazu, daß man mit der Maus wild herumfuchtelt, schließlich will man ja wissen wo die Interaktivität liegt. Oben links in der Ecke ist ein Vogelsymbol, wenn man das anklickt tut sich endlich etwas. Die Perspektive wird gewechselt.

Nun sieht man insgesamt 32 Beete, besitzt eine Gießkanne, eine Harke, einen Spaten und ei-nen Komposthaufen. Links ist eine Bildlaufleiste über die man sich die Pflanzen aussuchen kann, welche man aussähen möchte. Der Rest erklärt sich selbst:
Mit der Harke den Boden locker, mit der Kanne wässern, der Spaten dient zum Entsorgen Richtung Kompost. Hilfreich ist noch ein Icon, daß einen direkt mit der Page von Eizo ver-bindet (Gartencenter), aber auch ein kurzes Handbuch, daß noch einmal Einblicke in das Pro-gramm gibt. Dann gibt es noch ein Diskettensymbol worüber man wohl die Grundversion auf Diskette speichern kann. Der Sinn ist mir da allerdings noch unklar – schließlich habe ich alles auf mein Back-Up-Laufwerk gewuchtet.

Nachdem das Spiel verstanden ist, also nach spätestens fünf Minuten bricht akute Langeweile oder Neugierde aus, die den User schnell wieder nach eizo.de treibt. Dort findet man nämlich ein Gartencenter, welches alles bietet, was das Herz des Neugärtners begehrt. Hier können über 60 Dateien zwischen 82 und 1126 KB heruntergeladen werden, die den Garten mit Hin-tergrundgeräuschen, tierischen Besuchern und zahlreichen Pflanzen, Steinen und Pilzen berei-chern. Heruntergeladen habe ich 22,5 MB, wobei 3 Dateien kaputt waren und ich nicht weiß, ob ich die eine oder die andere vergessen habe. Nervig war, daß ich jede Datei einzeln herun-terladen mußte, was auch auf die Installation zutraf. Die Bildschirmschonerdatei hockt nun im Ordner Windows/System und hat eine Größe von 5830 KB. Da man sich so im Laufe der Zeit sehr viele Dateien zusammensucht, sollte man von vornherein einen Ordner dafür anlegen, Chaos auf dem Rechner ist das einzige Chaos was ich gar nicht ertragen kann.

Etwas schade finde ich, daß die Pflanzen im Schoner selbst nur mit ihren lateinischen Namen angegeben worden sind, das macht die Orientierung leider etwas schwierig, da man ja auch drauf achten muß, daß man die richtigen Pflanzen zur richtigen Jahreszeit anlegt, um ein op-timales Ergebnis zu erhalten. Pflanzt man zur falschen Jahreszeit gehen die Pflanzen dann schon mal ein. Man sollte dann täglich nachsehen, wo gegossen werden muß, oder ob es not-wendig ist, den Boden zu lockern, einige Pflanzen benötigen nämlich mehr Wasser als andere, das gleiche gilt für die Bodenbeschaffenheit.

Hat man nun den Garten das erste Mal bepflanzt, sieht man in der anderen Perspektive am unteren Bildschirmrand kleine grüne Setzlinge. Am nächsten Tag sind sie schon gewachsen, rechte Begeisterung kommt aber erst auf, wenn man so nach 2 bis 3 Tagen die ersten Blüten erkennt. Veränderungen im Garten nimmt man etwa zweimal am Tag wahr.
Das Angebot an Pflanzen reicht für einen gutbestückten Gemüsegarten, ebenso wie für einen Blumengarten. Man kann aber auch Rosen züchten oder einen Naturgarten anlegen, denn auch Gras und Gänseblümchen sind im Angebot.

Putzig sind auch die Tiere:
Ein Leguan klebt direkt am Bildschirm, eine Spinne hat oben links ihr Netz in dem sich Tau-tropfen fangen, Bienen und Libellen besuchen die Blüten, ein Grashüpfer und ein Maulwurf schauen vorbei, Schmetterlinge kann man anklicken, woraufhin sie dem Mauszeiger folgen. Berührt man dagegen die etwas überdimensionierte Schnecke, legt diese eine Endspurt hin. Das Highlight ist aber sicherlich der Pillendreher der seine Mistkugel singend über den Bild-schirm schiebt und manchmal aber von ihr überrollt wird.

Natürlich gibt es im Garten auch verschiedene Tageszeiten, zum Abend hin kommen die Glühwürmchen heraus und bei Nacht (ich meine ab 21 Uhr) ist es selbstverständlich auch Dunkel.

Die tägliche Pflege des Gartens ist im Übrigen Minutenarbeit – ist einem das immer noch zuviel, übernimmt das gute alte Unkraut im Zusammenspiel mit Fliegenpilzen die Regie im Garten. Gleiches passiert auch, wenn man der Neugierde halber an der Datumsanzeige von Windows herumspielt, um beispielsweise zu gucken, wie der Garten im Januar aussehen wird. Leider wird aber der Garten nicht zurückgesetzt, wenn man die Zeit wieder zurückdreht. Auf diese Art und Weise habe ich meinen ersten Garten kaputt gemacht.

Etwas schade ist allerdings, daß man den Garten nicht drehen kann. Man sieht ihn immer nur aus der Gärtner- und der Schonerperspektive. Damit ist es leider fast schon notwendig darauf zu achten, dass große Pflanzen in die obere Beetreihe kommen und kleine in die untere – wenn man denn weiß, welche groß oder klein sind.

Dieser Bildschirmschoner wird bestimmt nie langweilig werden – schon allein aus dem Grun-de, daß sich jeder seinen Schoner individuell anlegen kann, wobei es zig Millionen Möglich-keiten gibt. Jeden Tag ist man aufs Neue neugierig, wie es wohl aussehen mag im Garten. Das allerschönste aber: man kann buddeln und pflanzen, die Finger bleiben sauber, der Rücken schmerzt nicht – und auch die Insekten sind putzig, denn sie fliegen einem nicht um den Kopf herum.

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