El Grande (PC Denkspiel) Testbericht
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Auf yopi.de gelistet seit 09/2003
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Erfahrungsbericht von 11Ama
Kompliziert, aber das ist's wert
Pro:
-
Kontra:
-
Empfehlung:
Ja
Klar, als Spielefreak habe ich auch dieses Spiel des Jahres ausprobiert. Und bin bis heute - immerhin 5 Jahre später - dabeigeblieben. Das ist längst nicht bei allen Spielen der Fall!
El Grande spielt im mittelalterlichen Spanien. Man hat einen König, einen Hof mit \"Hofschranzen\", den Rittern, und die Provinz. Das Spielfeld ist aufgeteilt in die einzelnen Staaten Spaniens, also z.B. Katalanien, Andalusien, etc. Dazu gibt es noch ein Kastell, in das verdeckt Ritter eingestellt werden können.
Mit relativ komplizierten Regeln geht es nun darum, seine Ritter aus der PRovinz an den Hof zu befördern und in den einzelnen Staaten Einfluß zu gewinnen. Dazu bedient man sich bei maximal fünf Spielern der in jeder Runde neu aufgedeckten fünf Strategiekarten. Den Zugriff darauf hat man je nach vorher ermittelter, strategisch zu bestimmender Reihenfolge. Einzige immergleiche Karte ist dabei die \"König Versetzen\" Karte. Die anderen Karten enthalten Befehle wie \"beliebig viele Ritter aus einem Staat entfernen\" oder \"alle Mitspieler müssen vier Ritter zurück in die Provinz schicken\" oder \"Sonderwertung aller 5er Regionen\". Der Wert dieser Karten bestimmt sich aus mehreren Faktoren - deshalb auch der Hinweis auf die Kompliziertheit des Spiels. Denn einmal steht auf jeder Karte, wieviele Ritter vom Hof auf\'s Spielfeld gebracht werden dürfen. Dies kann entscheidend sein für die Rolle, die man in einer Provinz spielt - es kann also wichtig sein, eine Karte zu nehmen, ganz unabhängig von ihrem Ausführungsbefehl, die einem möglichst viele Ritter aufzustellen erlaubt. Andererseits hängt die Bedeutung des Ausführungsbefehls natürlich auch davon ab, wer vorher welche andere Karte genommen und dadurch die Spielsituation verändert hat. Möglichst viele Ritter aus der Provinz an den Hof zu holen (und sie für die nächste Runde aufzusparen) lohnt sich eben nur, wenn sicher ist, daß die Karte \"Alle Mitspieler müssen alleRitter vom Hof zurück in die Provinz schicken\" bereits von einem anderen ausgespielt worden ist.
Nach dem Ausspielen aller (möglichen) Karten ist eine Runde jeweils zu Ende und die nächste beginnt. Alle drei Runden wird der Stand der Spieler auf einem umlaufenden Band festgehalten anhand eines zunächst recht kompliziert erscheinenden Mechanismus. Diese Wertung wird festgehalten als Zwischenstand, der auch auf den Endstand maßgeblichen Einfluß (dieser ist das addierte Ergebnis aller Zwischenstände) hat. Nach maximal neun Runden ist das Spiel - nach ca. 1 - 1/2 Stunden Spielzeit - zu Ende.
Die einzelnen Regeln sind hochgradig kompliziert und ausgetüftelt. Das macht es notwendig, das Spiel mehr als einmal zu spielen, bis man sich anfängt, wohlzufühlen. Aber gerade diese Spielregeln machen aus einem zunächst simpel erscheinenden Strategiespiel einen wirklichen Knüller, der auch nach vielen Spielen noch Spaß macht.
Ein absolutes Plus ist übrigens die Spielanleitung, die einem sicher durch die Klippen hilft und nie versagt. Man sollte auf alle Fälle dem Hinweis der Erfinder folgen, erst einmal das angegebene Probespiel (es nimmt eine eigene Din-A-4-Karte ein) nachzuspielen. In der Tat lösen sich viele Fragen von alleine, und die notwendige Routine wird zumindest ein bißchen gestärkt. Die Spielanleitung selbst ist die beste, die ich je gesehen habe: Sehr umfassend, dabei überhaupt nicht verwirrend oder konfus, sehr klar, umfassend - ich habe noch nie erlebt, daß die Fragen, die sich während eines Spiels stellen, seitens der Anleitung nicht beantwortet werden konnte. Das ist, glaube ich, äußerst bemerkenswert.
Überhaut ist El Grande ein unglaublich durchdachtes und komplexes Spiel, dessen wirkliche Qualitäten sich erst nach ca. 5 Runden erschließen. Diese sollte man sich daher auf alle Fälle gönnen!
Ein absolutes Top-Spiel, das ich nur empfehlen kann.
Ich bedanke mich für Euer Interesse und wünsche Euch viel Spaß beim Spielen,
Eure
Ama
El Grande spielt im mittelalterlichen Spanien. Man hat einen König, einen Hof mit \"Hofschranzen\", den Rittern, und die Provinz. Das Spielfeld ist aufgeteilt in die einzelnen Staaten Spaniens, also z.B. Katalanien, Andalusien, etc. Dazu gibt es noch ein Kastell, in das verdeckt Ritter eingestellt werden können.
Mit relativ komplizierten Regeln geht es nun darum, seine Ritter aus der PRovinz an den Hof zu befördern und in den einzelnen Staaten Einfluß zu gewinnen. Dazu bedient man sich bei maximal fünf Spielern der in jeder Runde neu aufgedeckten fünf Strategiekarten. Den Zugriff darauf hat man je nach vorher ermittelter, strategisch zu bestimmender Reihenfolge. Einzige immergleiche Karte ist dabei die \"König Versetzen\" Karte. Die anderen Karten enthalten Befehle wie \"beliebig viele Ritter aus einem Staat entfernen\" oder \"alle Mitspieler müssen vier Ritter zurück in die Provinz schicken\" oder \"Sonderwertung aller 5er Regionen\". Der Wert dieser Karten bestimmt sich aus mehreren Faktoren - deshalb auch der Hinweis auf die Kompliziertheit des Spiels. Denn einmal steht auf jeder Karte, wieviele Ritter vom Hof auf\'s Spielfeld gebracht werden dürfen. Dies kann entscheidend sein für die Rolle, die man in einer Provinz spielt - es kann also wichtig sein, eine Karte zu nehmen, ganz unabhängig von ihrem Ausführungsbefehl, die einem möglichst viele Ritter aufzustellen erlaubt. Andererseits hängt die Bedeutung des Ausführungsbefehls natürlich auch davon ab, wer vorher welche andere Karte genommen und dadurch die Spielsituation verändert hat. Möglichst viele Ritter aus der Provinz an den Hof zu holen (und sie für die nächste Runde aufzusparen) lohnt sich eben nur, wenn sicher ist, daß die Karte \"Alle Mitspieler müssen alleRitter vom Hof zurück in die Provinz schicken\" bereits von einem anderen ausgespielt worden ist.
Nach dem Ausspielen aller (möglichen) Karten ist eine Runde jeweils zu Ende und die nächste beginnt. Alle drei Runden wird der Stand der Spieler auf einem umlaufenden Band festgehalten anhand eines zunächst recht kompliziert erscheinenden Mechanismus. Diese Wertung wird festgehalten als Zwischenstand, der auch auf den Endstand maßgeblichen Einfluß (dieser ist das addierte Ergebnis aller Zwischenstände) hat. Nach maximal neun Runden ist das Spiel - nach ca. 1 - 1/2 Stunden Spielzeit - zu Ende.
Die einzelnen Regeln sind hochgradig kompliziert und ausgetüftelt. Das macht es notwendig, das Spiel mehr als einmal zu spielen, bis man sich anfängt, wohlzufühlen. Aber gerade diese Spielregeln machen aus einem zunächst simpel erscheinenden Strategiespiel einen wirklichen Knüller, der auch nach vielen Spielen noch Spaß macht.
Ein absolutes Plus ist übrigens die Spielanleitung, die einem sicher durch die Klippen hilft und nie versagt. Man sollte auf alle Fälle dem Hinweis der Erfinder folgen, erst einmal das angegebene Probespiel (es nimmt eine eigene Din-A-4-Karte ein) nachzuspielen. In der Tat lösen sich viele Fragen von alleine, und die notwendige Routine wird zumindest ein bißchen gestärkt. Die Spielanleitung selbst ist die beste, die ich je gesehen habe: Sehr umfassend, dabei überhaupt nicht verwirrend oder konfus, sehr klar, umfassend - ich habe noch nie erlebt, daß die Fragen, die sich während eines Spiels stellen, seitens der Anleitung nicht beantwortet werden konnte. Das ist, glaube ich, äußerst bemerkenswert.
Überhaut ist El Grande ein unglaublich durchdachtes und komplexes Spiel, dessen wirkliche Qualitäten sich erst nach ca. 5 Runden erschließen. Diese sollte man sich daher auf alle Fälle gönnen!
Ein absolutes Top-Spiel, das ich nur empfehlen kann.
Ich bedanke mich für Euer Interesse und wünsche Euch viel Spaß beim Spielen,
Eure
Ama
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