Need for Speed: Hot Pursuit 2 (PS2 Spiel) Testbericht

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ab 19,16
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Summe aller Bewertungen
  • Grafik:  gut
  • Sound:  sehr gut
  • Bedienung:  sehr einfach
  • Wird langweilig:  nach wenigen Monaten
  • Suchtfaktor:  hoch
  • Spielanleitung:  gut

Erfahrungsbericht von Phipp

Rennspaß mit Fehlern

4
  • Grafik:  durchschnittlich
  • Sound:  gut
  • Bedienung:  einfach
  • Wird langweilig:  nach wenigen Wochen
  • Suchtfaktor:  durchschnittlich
  • Spielanleitung:  durchschnittlich
  • Altersbeschränkung:  ab 12 Jahren
  • Schwierigkeitsgrad:  Fortgeschrittene

Pro:

tolle Autos, super Musik, anfangs super, Strecken unterscheiden sich in der Fahrweise

Kontra:

schwierig, Autos und Strecken können nur schwer frei gespielt werden, Strecken sehen sich ähnlich, kein Schaden bei den Autos

Empfehlung:

Ja

Als ich meine Playstation 2 gekauft habe, gab es für mich 3 wichtige Spiele die ich unbedingt haben musste. Zum Einen NBA Basketball, weil Basketball einfach mein Sport ist und ich diesen seit Jahren auch auf dem Computer praktiziere, dann noch FIFA Fußball, welcher ebenfalls seit Jahren ein treuer Begleiter ist und zum Abschluss noch ein Rennspiel, weil ich sehr viel von diesen halte, vor allem wenn es sich um reale Autos handelt und nicht um Formel 1 Autos, mit denen ich sicher nie fahren werde. Umso besser war, dass gerade zu der Zeit das neue „Need for Speed - Hot Pursuit 2“ auf den Markt gekommen ist und da ich von Need for Speed bisher nur gute Dinge erfahren habe, kaufte ich mir dieses Spiel auch gleich. Vor allem wie ich in diversen Zeitschriften über die Autos in dem Spiel gelesen hatte. Angefangen von diversen Porsche, Ferrari oder Lamborghini bis hin zu den besten Streifenwagen die man überhaupt gesehen hat. Nun, das und meine Lust am Autorennen auf dem Fernseher machte den Kauf erst recht gut. Doch nun mehr zum Spiel an sich.

Die Strecken
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Anfangs findet man an den Strecken großes Gefallen. Mitten in der Wüste mit etlichen Abkürzungen, die man erst nach einigen Spielen entdeckt, Kurven die man einstudiert und Windstürme, die einem das Leben schwer machen. Dann gibt es Straßen die perfekt für schnelle Rennen geeignet sind und auf denen man die Maximalgeschwindigkeit gut testen kann. Doch es gibt leider zu viele Strecken, die auf rumpligen Straßen am Land sind, die nicht wirklich das Gefühl von Straßenrennen aufkommen lassen. Teilweise wirken viele Strecken sehr ähnlich, so dass ein Vorschaubild meist nicht genügt um die Strecke einwandfrei zu identifizieren. Und dann ist da noch die Einfallslosigkeit von Electronic Arts, welche die Strecke einfach gegen den Uhrzeigersinn als eigene Strecke verkaufen und somit die Eintönigkeit unterstreichen.

Nur eine Strecke gibt es, wo man durch eine Stadt fährt, aus meiner Sicht zu wenig, mehr illegale Straßenrennen, mehr verschiedene Strecken sind bei mir gefragt. Auch negativ zu erwähnen ist, dass viele Strecken gar nicht benutzt werden können, da sie erst frei gespielt werden müssen. Für Anfänger unbrauchbar und schnell ermüdend. Wer fährt schon gerne immer wieder dieselben Strecken. Frustrierend auch, wenn zwar neue Strecken vorhanden sind, aber bei fast allen dabei steht, dass man diese erst frei spielen muss. Im Ganzen sind die Strecken zwar abwechslungsreich zum Fahren, aber von der Kulisse her relativ langweilig, weil immer ähnlich. Es sollte eine Funktion geben, in der man alle Strecken frei schalten kann, damit der Langzeitspaß an diesem Spiel vorhanden bleibt.

Die Autos
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EA hat sich mit der Auswahl an Autos große Mühe gegeben. So gibt es alle gängigen Marken mit diversen schnellen Modellen wie den Porsche 911, Ferrari 360 Spider, Opel Speedster oder auch Ford, oder dem 3er BMW. Insgesamt 49 Boliden stehen zur Auswahl, wobei die meisten erst frei gespielt werden müssen. Und hier ist auch ein kleiner Negativpunkt dieses Spiels. Die 49 Autos stehen erst zur Verfügung, wenn das ganze Spiel durchgespielt wurde. Das heißt, man muss alle Rennen der Meisterschaft und alle Rennen des Ultimate Racer schaffen, was für Anfänger wie mich eigentlich unmachbar ist. Daher bleibe ich bei etwa 24 Autos, was gerade mal die Hälfte aller vorhandenen Autos darstellt stecken und komme nicht wirklich weiter.

Und hier endet dann auch der Spielspaß, denn wenn man vom Lamborghini nur träumen darf, obwohl er vorhanden ist, dann frustriert das einen schon. Nur durch Cheats aus dem Internet kommt man auch so zu seinen Traumautos, doch bleibt das nur für die Playstationsitzung erhalten und muss jedes Mal erneuert werden. Ähnlich wie bei den Strecken fehlt hier auch die Möglichkeit, es als Anfänger schnell bis ganz nach oben zu schaffen. Die 49 Autos sind alle sehr detailgenau gemacht, sehen wirklich dem Original ganz ähnlich und wie sie klingen, kann ich nicht wirklich mit dem Original vergleichen, zu selten bekomme ich diese zu Gesicht.

Die Rennen
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Auswahlmöglichkeiten gibt es ja genug. Noch dazu kann man sich aussuchen, in welcher Stufe man gegen die anderen Autos fahren möchte. 3 Schwierigkeitsgrad gibt es, wobei diese bei den doch eher schwierigen Rennen in der Meisterschaft und im Ultimate Racer keine Rolle spielen. Etliche Runden sind bei diesen beiden Modi zu überwinden und es gibt entweder die Möglichkeit gegen andere Autos alleine zu kämpfen, oder die Polizei auch noch hinter sich zu haben. Die Polizei ist dabei sehr lästig, nur schwer lassen diese sich abhängen, doch manchmal ist es recht hilfreich, wenn die Polizei mit den anderen Gegnern alle Hände voll zu tun haben.
Die ersten Runden übersteht man noch und man freut sich, dass man Autos sowie Strecken frei gespielt hat, doch schon bald hat diese Freude ein Ende und man muss erkennen, dass es doch nicht so leicht ist, wie man anfangs dachte. Es wird immer schwieriger und man verliert den Mut weiterzumachen. Teilweise werden Rundenzeiten verlangt, die man bei weitem nicht erreicht und man muss die ganze Strecke langsam abfahren um eventuelle Abkürzungen zu finden. Interessanter hingegen sind die Rennen gegen Freunde oder Familienmitglieder. Hier kann man sein Können unter Beweis stellen und es macht auch mehr Spaß gegen einen lebenden Gegner zu fahren, als nur gegen den Computer. Rennauswahlmöglichkeiten gibt es genug, doch irgendwie sind sich trotzdem alle sehr ähnlich.

Realismus
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Ein bisschen leid tut es mir, wenn es Funktionen wie „Schaden an/aus“ gibt und man davon nichts mitbekommt. Die Autos überleben einen Totalzusammenstoß mit einem LKW mit wenigen Blessuren, die Geschwindigkeit bleibt teilweise noch aufrecht und das Auto ist genauso zu lenken wie vorher. Hier fehlt ein wenig der Realismus. Das Auto soll zwar keinen Totalschaden haben, doch man sollte schon etwas an der Lenkung merken oder zumindest etwas Rauch aus der Motorhaube. Wofür gibt es sonst die Funktion „Schaden“. Gut finde ich hingegen, dass es Gegenverkehr gibt. Dieser ist zwar immer der Selbe und unterscheidet sich nur zwischen rund 5 verschiedenen Fahrzeugtypen, doch stört er einem bei der Fahrt. Ebenfalls lästig können Bäume sein, doch diese sind einfach nur Hindernisse, keine richtigen Gefahren. Ich denke mal, kein Lamborghini würde einen Totalcrash mit an die 300 km/h überstehen, doch bei diesem Spiel spielt das keine Rolle.

Ebenfalls irgendwie dumm ist, dass man in diesem Spiel ganz nach dem Motto „Wer bremst, verliert“ gehen kann. So gut wie nie darf man bremsen, Schäden können sowieso keine entstehen und wer bremst, dem entgehen wertvolle Sekunden. In manchen Situationen reicht es vollkommen, wenn man einfach vom Gas weggeht. Auch das ist irgendwie schade, denn so ist es zwar für Einsteiger recht nett weil man schnell ein paar Rennen gewinnt, doch man kann sich auch nicht wirklich steigern, denn der Rennstil und der Fahrstil bleibt auf einem Niveau.

Klar, ein Spiel dieser Art kann man nicht 100 % realistisch machen, denn sonst würden wohl die wenigsten Spieler bis ins Ziel finden. Doch zumindest ein wenig mehr Schaden an den Autos, eine Anzeige über die Schäden am Auto oder etwas Bemerkbares an der Lenkung wäre angebracht. Der Realismus leidet hier doch ziemlich.

Fazit
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Das Spiel hat mich im Grunde überzeugt, die Autos schauen toll aus, sind auch vom Fahren her immer etwas anders, der Realismus ist nicht allzu groß, was dem Spiel ein wenig schadet. Die Musik ist cool und zum Spiel passend, die Grafik sehr detailgenau gemacht. Mangelhaft sind nur die Strecken, die alle etwas ähnlich sind, zu wenig Städte, zu wenig Möglichkeiten ein bisschen die Umgebung zu verändern. Für Anfänger wie ich einer war ist das Spiel eine richtige Herausforderung aber teilweise auch zermürbend, da die tollen Autos nicht frei gespielt werden können und man teilweise auf einem Niveau stecken bleibt. Es gibt also noch einige Dinge, die man verbessern kann, doch für mich war und ist es das derzeit beste Rennspiel auf dem Markt für die Playstation 2. Meine Empfehlung gibt es auf jeden Fall, doch mehr als 4 Sterne gibt es nicht, denn geärgert habe ich mich mit dem Spiel auch schon öfter. Es fehlt einfach ein bisschen mehr Abwechslung und Realismus, dass man wirklich an dem Spiel hängen bleibt.

Liebe Grüße, Phipp © am 8. November 2003

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