Elektrotechnik Testbericht
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Auf yopi.de gelistet seit 08/2003
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Erfahrungsbericht von sfutterleib
Junge Leute mit Energie...
Pro:
-
Kontra:
-
Empfehlung:
Ja
... sind an der Fachhochschule Bielefeld genau richtig !
Im Fachbereich Elektrotechnik kann man zwischen drei verschiedenen Studienrichtungen im Hauptstudium wählen:
- klassische Energietechnik
- Regenerative Energien
- Energieberatung und -marketing
Ich möchte euch hier etwas über die Studienrichtung Energieberatung und -marketing erzählen, der in Deutschland in dieser Form einzigartig ist und ehemals als Modellprojekt von der FH Bielefeld als sogenanntes Frauenstudium ins Leben gerufen wurde. Mittlerweile ist die Studienrichtung jedoch auch für die männlichen Komilitonen offen ( um eine Diskriminierung auszuschliessen ).
Wie kommt man als Frau auf die Idee Elektrotechnik zu studieren ?
Ist es nicht schwer ein \"Männerstudium\" zu absolvieren ?
Diese Fragen habe ich seit Beginn meines Studiums sehr oft gehört und ich war es ziemlich bald leid darauf zu antworten. Also werde ich auch hier nicht weiter darauf eingehen.
Das Studium teilt sich generell in vier Abschnitte auf:
* 2-semestriges Grundstudium ( = Vordiplom )
* 4 -semestriges Hauptstudium ( einschl. Studienarbeit )
* Praxissemester
* Diplomarbeit
Ich empfand die Inhalte des Vordiploms als sehr schwer. Man bekommt trockene Mathematik und Grundlagen der Elektrotechnik gelehrt, Grundlagen der Informationsverarbeitung ( Programmierung C/C++ ), Werkstoffkunde, Physik und Technische Mechanik.
Zusätzlich gibt es zu den Vorlesung noch praktische Übungen ( Praktika ), wo man mehr oder minder lehrreiche Versuche macht und zur Nachbereitung einen Bericht einreichen muss.
Nach zwei mühsamen Semestern, in denen ich mich durch die Praktika im Programmieren und Physik gequält habe und zudem noch eine Vorliebe für Mathematik und im speziellen für Differentialrechnung und Taylor-Reihen entwickelte, hatte ich die erste grosse Hürde des Studiums bewältigt und konnte mein Vordiplomszeugnis im Prüfungsamt abholen.
Ab dem 3. Semester verkleinern sich die Vorlesungsgruppen. Im Grundstudium wurde die Gruppe noch nicht nach Neigungsschwerpunkt geteilt, erst nach dem Vordiplom muss man seine Studienrichtung angeben und kann dann natürlich unterschiedliche Fächer belegen und seine Wahlmöglichkeiten ausschöpfen.
Während man in den ersten zwei Semestern Grundlagen vermittelt bekommt folgt nun ( 3.Semester ) die Spezialisierung.
Im Bereich Energiemarketing findet man dann auf einmal Fächer wie Marketing, BWL, Regenerative Energienutzung, Moderne Energiepolitik, Sprachen, Energiewirtschaft und -recht, Dezentrale Energieversorgung ( Wasserstofftechnik ), Windkraftanlagen, Projektmanagement... auf seinem selbstgestaltetem Stundenplan.
Nun werden mehr Vorträge und Referate von den Professoren gefordert und Exkursionen werden auch angeboten. Exkursionen kann ich euch nur wärmstens empfehlen - viel Spaß und viele neue Eindrücke ( wie z.B. im Kernkraftwerk ) sind garantiert.
Ich spare es mir hier mal genauer auf einzelne Vorlesungsinhalte einzugehen - denn dann wird der Bericht viel zu lang und für viele sehr langweilig.
Wer Interesse hat kann sich ja bei mir melden ( ich beantworte jede Frage zum Studium sehr gern ) oder sich direkt bei der FH Bielefeld unter www.fh-bielefeld.de/fb2 informieren.
Es ist an der Zeit ein Fazit zu ziehen und das ist für mich gar nicht so leicht.
Das Vordiplom war für mich sehr hart, ist aber mit viel Fleiss durchaus für jeden zu schaffen. Man muss kein Mathematik- oder Physikgenie sein um den Schein zu bekommen, doch eine hohe Frustrationstoleranz und Durchhaltevermögen ist schon von Vorteil. Nicht umsonst ist die Abbrecherquote innerhalb der ersten zwei Semester sehr hoch, in meinem Jahrgang hat sich die Gruppe halbiert und nun besteht eine Studienrichtung im Schnitt aus 10 Leuten.
Im Hauptstudium kann man dann erstmal aufatmen, doch zum Ende des vierten Semesters hat man trotzdem schon viel geschafft und bereits einige Präsentationen/Vorträge hinter sich. Man lernt vor einer Gruppe zu reden und sich zu präsentieren.
Die Freizeit ist während des Studiums knapp bemessen und der Stoff ist oft nicht ganz leicht - doch die phänomenalen Berufsaussichten im Bereich Energiemarketing ( generell für Ingenieure ) motivieren immer wieder zum Durchhalten.
Auch die Möglichkeit das Praxissemester im Ausland zu absolvieren ist natürlich gegeben und mit einer Leonardo-Förderung ( Stipendium, innerhalb der EU ) sogar leicht zu finanzieren und sogar in der formellen Abwicklung sehr unkompliziert ( laut Erfahrungsberichten von höheren Semestern ).
Die Komilitonen sind mindestens 90 % Männer, was den Vorteil als Frau hat, dass man sehr gerne gesehen ist. Die Jungs sind einfach nur supernett und hilfsbereit ( *lob* an meine Jungs ) und einen \"Zickenkampf\" während des Studiums gibt es nicht wirklich. Kleine Reibereien kommen ja überall mal vor...
Auch die Professoren begrüssen grösstenteils den wachsenden Frauenanteil, manchmal stösst man jedoch auch auf Ablehnung ( schlägt sich jedoch nicht in der Benotung wieder ).
Ich fühle mich auf jeden Fall sehr wohl an der Fh Bielefeld und vielleicht sieht man sich ja mal...
Im Fachbereich Elektrotechnik kann man zwischen drei verschiedenen Studienrichtungen im Hauptstudium wählen:
- klassische Energietechnik
- Regenerative Energien
- Energieberatung und -marketing
Ich möchte euch hier etwas über die Studienrichtung Energieberatung und -marketing erzählen, der in Deutschland in dieser Form einzigartig ist und ehemals als Modellprojekt von der FH Bielefeld als sogenanntes Frauenstudium ins Leben gerufen wurde. Mittlerweile ist die Studienrichtung jedoch auch für die männlichen Komilitonen offen ( um eine Diskriminierung auszuschliessen ).
Wie kommt man als Frau auf die Idee Elektrotechnik zu studieren ?
Ist es nicht schwer ein \"Männerstudium\" zu absolvieren ?
Diese Fragen habe ich seit Beginn meines Studiums sehr oft gehört und ich war es ziemlich bald leid darauf zu antworten. Also werde ich auch hier nicht weiter darauf eingehen.
Das Studium teilt sich generell in vier Abschnitte auf:
* 2-semestriges Grundstudium ( = Vordiplom )
* 4 -semestriges Hauptstudium ( einschl. Studienarbeit )
* Praxissemester
* Diplomarbeit
Ich empfand die Inhalte des Vordiploms als sehr schwer. Man bekommt trockene Mathematik und Grundlagen der Elektrotechnik gelehrt, Grundlagen der Informationsverarbeitung ( Programmierung C/C++ ), Werkstoffkunde, Physik und Technische Mechanik.
Zusätzlich gibt es zu den Vorlesung noch praktische Übungen ( Praktika ), wo man mehr oder minder lehrreiche Versuche macht und zur Nachbereitung einen Bericht einreichen muss.
Nach zwei mühsamen Semestern, in denen ich mich durch die Praktika im Programmieren und Physik gequält habe und zudem noch eine Vorliebe für Mathematik und im speziellen für Differentialrechnung und Taylor-Reihen entwickelte, hatte ich die erste grosse Hürde des Studiums bewältigt und konnte mein Vordiplomszeugnis im Prüfungsamt abholen.
Ab dem 3. Semester verkleinern sich die Vorlesungsgruppen. Im Grundstudium wurde die Gruppe noch nicht nach Neigungsschwerpunkt geteilt, erst nach dem Vordiplom muss man seine Studienrichtung angeben und kann dann natürlich unterschiedliche Fächer belegen und seine Wahlmöglichkeiten ausschöpfen.
Während man in den ersten zwei Semestern Grundlagen vermittelt bekommt folgt nun ( 3.Semester ) die Spezialisierung.
Im Bereich Energiemarketing findet man dann auf einmal Fächer wie Marketing, BWL, Regenerative Energienutzung, Moderne Energiepolitik, Sprachen, Energiewirtschaft und -recht, Dezentrale Energieversorgung ( Wasserstofftechnik ), Windkraftanlagen, Projektmanagement... auf seinem selbstgestaltetem Stundenplan.
Nun werden mehr Vorträge und Referate von den Professoren gefordert und Exkursionen werden auch angeboten. Exkursionen kann ich euch nur wärmstens empfehlen - viel Spaß und viele neue Eindrücke ( wie z.B. im Kernkraftwerk ) sind garantiert.
Ich spare es mir hier mal genauer auf einzelne Vorlesungsinhalte einzugehen - denn dann wird der Bericht viel zu lang und für viele sehr langweilig.
Wer Interesse hat kann sich ja bei mir melden ( ich beantworte jede Frage zum Studium sehr gern ) oder sich direkt bei der FH Bielefeld unter www.fh-bielefeld.de/fb2 informieren.
Es ist an der Zeit ein Fazit zu ziehen und das ist für mich gar nicht so leicht.
Das Vordiplom war für mich sehr hart, ist aber mit viel Fleiss durchaus für jeden zu schaffen. Man muss kein Mathematik- oder Physikgenie sein um den Schein zu bekommen, doch eine hohe Frustrationstoleranz und Durchhaltevermögen ist schon von Vorteil. Nicht umsonst ist die Abbrecherquote innerhalb der ersten zwei Semester sehr hoch, in meinem Jahrgang hat sich die Gruppe halbiert und nun besteht eine Studienrichtung im Schnitt aus 10 Leuten.
Im Hauptstudium kann man dann erstmal aufatmen, doch zum Ende des vierten Semesters hat man trotzdem schon viel geschafft und bereits einige Präsentationen/Vorträge hinter sich. Man lernt vor einer Gruppe zu reden und sich zu präsentieren.
Die Freizeit ist während des Studiums knapp bemessen und der Stoff ist oft nicht ganz leicht - doch die phänomenalen Berufsaussichten im Bereich Energiemarketing ( generell für Ingenieure ) motivieren immer wieder zum Durchhalten.
Auch die Möglichkeit das Praxissemester im Ausland zu absolvieren ist natürlich gegeben und mit einer Leonardo-Förderung ( Stipendium, innerhalb der EU ) sogar leicht zu finanzieren und sogar in der formellen Abwicklung sehr unkompliziert ( laut Erfahrungsberichten von höheren Semestern ).
Die Komilitonen sind mindestens 90 % Männer, was den Vorteil als Frau hat, dass man sehr gerne gesehen ist. Die Jungs sind einfach nur supernett und hilfsbereit ( *lob* an meine Jungs ) und einen \"Zickenkampf\" während des Studiums gibt es nicht wirklich. Kleine Reibereien kommen ja überall mal vor...
Auch die Professoren begrüssen grösstenteils den wachsenden Frauenanteil, manchmal stösst man jedoch auch auf Ablehnung ( schlägt sich jedoch nicht in der Benotung wieder ).
Ich fühle mich auf jeden Fall sehr wohl an der Fh Bielefeld und vielleicht sieht man sich ja mal...
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