Das Traumfresserchen Testbericht

Das-traumfresserchen
ab 4,46
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Erfahrungsbericht von VampirKatz

Traumfresserchen, Traumfresserchen, dich lad ich ein!

Pro:

kinderfreundlich, hilfreich für geplagte Eltern und Kinder, schöne Story

Kontra:

ein bisschen teuer für so ein dünnes Buch (aber es lohnt sich trotzdem)

Empfehlung:

Ja

Die Geschichte


Wir sind im Schlummerland. Und da ist das Wichtigste für alle Leute – das Schlafen! Aber nicht, wie viel oder wie lange einer schläft, ist dabei wichtig, sondern, wie gut einer schlafen kann. Denn wer gut schläft, hat tags darauf ein freundliches Gemüt und einen klaren Kopf. Deswegen machen die Schlummerländer denjenigen aus ihrem Volk, der am besten schlafen kann, zu ihrem König! Der König und die Königin haben eine kleine Tochter mit Namen Schlafittchen. Nur am Abend macht sie ihren Eltern Sorgen. Denn sie will nie ins Bett gehen und erfindet immer neue Vorwände, um noch auf zu bleiben. Aber in Wirklichkeit fürchtet sie sich vor dem Einschlafen, weil sie dann oft sehr böse Träume hat. Sie wird immer magerer und blasser. Ihre Eltern werden immer besorgter. „Was können wir bloß tun?“ seufzen sie. Der König lässt alle Ärzte und Professoren des Landes kommen. Sie stehen um das große Bett der Prinzessin herum, reden viel auf Lateinisch und verschreiben ihr eine Unmenge Medizin. Aber nichts hilft. Eines Tages sagt der König: „Dann werde ich mich eben selbst auf die Suche machen!“ „Tu das!“ antwortet die Königin hoffnungsvoll. Sie bügelt ihm seinen Reiseanzug und packt ihm einen Rucksack voll Proviant. So geht der König in die Welt hinaus. Auf seiner Reise fragt der König jeden Menschen, der ihm begegnet: Aber er findet nicht einen Menschen, der ein Mittel gegen böse Träume weiß. Schließlich ist der König ganz müde und mutlos geworden. Er weiß nicht mehr, wen er noch fragen soll. Er geht einfach immer weiter, ohne auf den Weg zu achten. Es wird immer dunkler. Die Nacht bricht herein. Ein eisiger Wind weht, und Schnee fällt vom Himmel. Er kommt auf eine große große Heide. Die Büsche um ihn herum sehen aus wie allerlei seltsame und unheimliche Gestalten. Aber der König ist viel zu müde, um sich zu fürchten. Nach einer Weile sieht er zwischen den Büschen etwas glitzern und funkeln. Als er näher kommt, sieht es aus wie ein Stückchen Mondlicht, das Arme und Beine hat und einen großen Kopf voller Stacheln. Es hüpft geschwind hin und her. Und es hat einen ungeheuer großen Mund, den es immerfort aufsperrt, wie ein hungriger Vogel seinen Schnabel. Das stachelige Männchen ruft mit feiner, knisternder Stimme: „Ach, wer lädt mich ein? Ach, wer lädt mich ein? Ich hab’ so schrecklichen Hunger!“ Es klappt seinen Mund so weit auf, dass er größer wird als seine kleine Gestalt. „Ich habe mich verirrt“, sagt der König. „Bitte, sag mir, wie ich aus dieser Heide wieder hinaus finde!“ „Hier findet niemand hinaus“, antwortet das Männchen, „außer mit mir gemeinsam. Und nur, wenn mich jemand zum Essen einlädt.“ „Ich würde dir gern ein Butterbrot geben“, sagt der König. „Aber leider habe ich nichts mehr. Mein Rucksack ist leer.“ „Du glaubst, Butterbrote schmecken mir? Pfui!!!“ ruft das Männchen grob. „Du kennst mich wohl gar nicht, he? Was suchst du hier überhaupt?“ Der König erwidert: „Ich suche jemand, der meine kleine Tochter von ihren bösen Träumen befreien kann.“ Da springt das Männchen vor Freude in die Luft: „Man lädt mich ein, man lädt mich ein!! Rasch, gib mir deinen Mantel, deinen Stock und deine Stiefel! Dann kann uns allen dreien geholfen werden. Vor allem mir, dem Traumfresserchen!“ Der König ist so verdutzt, dass er ihm alles gibt, ohne sich zu wehren. Das Männchen pfeift und schnalzt mit der Zunge, und schon haben sich die Sachen verwandelt. Aus dem Mantel wird ein großer Bogen weißes Papier, aus dem Stock ein Federhalter und aus dem Stiefel ein Tintenfass. Das Kerlchen tunkt die Feder in die Tinte und malt in Windeseile einen Spruch auf das Papier, schneller, als der König lesen kann. „Los, sag den Spruch auf!“ Der König rollt das Papier auseinander. Das Traumfresserchen zieht aus seiner rechten Tasche ein Messer, aus seiner linken Tasche eine Gabel und stellt sich in Startposition auf, wie ein Schnellläufer. Da fällt dem König etwas ein: „Hör mal, Traumfresserchen“, sagt er besorgt, „wenn du weg bist - was wird dann aus mir? Allein finde ich aus dieser Wildnis nie wieder nach Hause. Und ohne Mantel und Schuhe erfriere ich.“ „Ach, seid ihr Menschen Umstandskrämer!“ brummt das Kerlchen. „Los, setz dich auf meine Schultern!“ Dem König bleibt nichts anderes übrig, als sich vorsichtig auf die stacheligen Schultern des Männchens zu setzen. Er rollt von Neuem das Papier auseinander und liest jetzt den Spruch vor:
„Traumfresserchen, Traumfresserchen!
Komm mit dem Hornmesserchen!
Komm mit dem Glasgäbelchen!
Sperr auf dein Schnapp-Schnäbelchen!
Träume, die schrecken das Kind,
die lass dir schmecken geschwind!
Aber die schönen, die guten sind mein,
drum lass sie sein!
Traumfresserchen, Traumfresserchen, dich lad ich ein!"
Und kaum hat der König zu Ende gelesen, saust das Traumfresserchen schon los, dass die Welt unter ihm nur so vorbei fliegt. Der König hält sich erschrocken den Hut fest und fragt das Traumfresserchen: „Sag mir, frisst du wirklich so gern böse Träume?“ „Mhmm, ja! Mit Stumpf und Stiel!“ ruft das Männchen, „je böser, desto lieber und je mehr, desto besser!“ „Und die guten und schönen Träume, die magst du nicht?“ fragt der König. „Igitt!! Weißt du nicht, dass Igel am liebsten Schlangen und Schnecken essen? Ich bin sozusagen ein Traum-Igel. Aber man muss mich einladen. Dann lass’ ich mir die bösen Träume schmecken!“ Da macht es einen Plumps, und plötzlich sitzt der König wieder in seinem Schloss, mitten im Zimmer seiner kleinen Tochter auf dem Boden. Schlafittchen und die Königin machen große Augen. „Da bin ich wieder!“ ruft der König. „Und wir sind gerettet!“ Sie fallen sich alle drei vor Freude in die Arme. Er zeigt ihnen den Spruch auf dem Papier. Nun sagt Schlafittchen den Spruch auf und lädt das Traumfresserchen ein! Während sie einschläft, hört sie noch ein feines, knisterndes Stimmchen sagen: „Schlaf gut, mein Kind, keine Sorge! Ich pass’ schon auf. Und schönen Dank auch für die Einladung!“ Aber Schlafittchen sieht das Traumfresserchen nicht mehr, weil sie schon ganz tief schläft. Von nun an sagt die Prinzessin jedes Mal, wenn sie Angst vor bösen Träumen hat, den Spruch auf. Und sie hat keinen einzigen bösen Traum mehr. Ihre Backen werden wieder rot und rund, und alle Bewohner von Schlummerland sind stolz auf sie, denn so gut wie sie kann keiner schlafen. Nicht einmal der König und die Königin!


Ich finde, das ist doch eine wunderbare Geschichte. Eltern, deren Kinder gerade Akpträume haben, werden dieses Buch lieben. Wenn man mit seinem Kind jeden Abend vorm Schlafengehen den Spruch vom Traumfresserchen aufsagt, ist die Angst gleich nicht mehr so groß.

10 Bewertungen, 5 Kommentare

  • anonym

    19.05.2006, 14:16 Uhr von anonym
    Bewertung: sehr hilfreich

    schöner bericht...lg inspire

  • topware2002

    08.05.2006, 22:13 Uhr von topware2002
    Bewertung: sehr hilfreich

    ............................///......................... <br/>.........................(o o)....................... <br/>SH-------oOO--(_)--OOo----------- <br/>Und wieder einen Bericht auswendig gelernt, bis ich ihn bewerten durfte....! Danke Yopi

  • jockel2001

    08.05.2006, 21:52 Uhr von jockel2001
    Bewertung: sehr hilfreich

    Was ein für hilfreicher Bericht!ciao Jo

  • Mogry1987

    08.05.2006, 19:21 Uhr von Mogry1987
    Bewertung: sehr hilfreich

    Sehr hilfreich =)

  • morla

    08.05.2006, 16:00 Uhr von morla
    Bewertung: sehr hilfreich

    sehr hilfreich <br/>