Erziehungswissenschaften Testbericht
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Auf yopi.de gelistet seit 09/2003
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Erfahrungsbericht von danisoel
Frühförderung-Was ist das?
Pro:
-
Kontra:
-
Empfehlung:
Nein
Frühförderungs - seminar; 9.11., 10.11.2001
Unter Frühförderung versteht man die weitgehende Förderung der allgemeinen Entwicklung des behinderten oder von Behinderung gefährdeten Kindes und die Begleitung der Familie bis zum Kindergarteneintritt. Wobei man beachten muss, dass nicht nur das Kind im Vordergrund der Arbeit steht, sondern auch die Elternarbeit ein wesentlicher Aspekt darstellt. Schließlich sollte nicht die Therapie den wichtigsten Teil der Frühförderung einnehmen, sondern vielmehr auf die momentanen Lebensverhältnisse, Gefühlslagen und Probleme der Familie eingegangen werden. Auf diesem Wege soll der gesamten Familie ein Stück an Erfahrung, Wissen und Selbstsicherheit für das weitere Leben mitgegeben werden.
Ansätze der Frühförderung gibt es schon in der Antike (Plato), während der Begriff „Frühförderung“ selbst erst 1972 in der Öffentlichkeit erwähnt wurde. Ursprünglich entstand sie in der Schweiz und Deutschland. Nach der Pionierphase, wo Ansatzgedanken entstanden, entwickelten sich einige Ideen (z.B.: Bobathmetode). In den 70 er Jahren wurden erste Einrichtungen gegründet, die es ermöglichten Wissen der Frühförderung in der Praxis umzusetzen. Frühförderung findet man heute in verschiedensten Institutionen (Therapien) unter anderem aber auch als mobile Form, d.h. die Frühförderin besucht die Familien pro Woche einmal für 1-einhalb Stunden zuhause, in ihrer vertrauten Umgebung. Es ist nicht immer einfach in einer Familie, wo individuelle Werte und Normen bereits gefestigt sind den Zugang zu den Eltern zu finden und eigene Vorstellungen zu vermitteln. Ein feinfühliges Gespür (regelmäßige Kontakte) ist sicherlich wichtig, da viele Gefühle, Sorgen und Probleme der Eltern noch in einem Verarbeitungsprozess sind. Außerdem ist es auch bedeutsam verschiedene Reaktionen und Einstellungen der Eltern zu respektieren und ihnen nicht das Gefühl der Therapie - Überforderung zu vermitteln. Neben der Arbeit mit Eltern und der Geschwister (nahen Umwelt des Kindes) ist natürlich auch die Förderung des jeweiligen Kindes wichtig, die nicht defizitorientiert ist. Der Entwicklungsstand wird immer wieder festgelegt, Fördermaterial wird angeboten, Fähigkeiten werden gefördert und Schwächen abgebaut. Darüber hinaus achtet die Frühförderung darauf befriedigende Beziehungen zwischen den Familienmitgliedern entwickeln zu lassen.
Neben dem ökologischen (= systemischen) Ansatz, der in der Kindesentwicklung die gesamte Umwelt miteinbezieht („Netzwerk“) geht die funktionalistische Theorie davon aus, dass bestimmte Bereiche mit einem spezifischen Training bewusst beeinflussbar und „einübbar“ sind. Speck erwähnt das neben der neurologischen Grundbasis Interaktionen die Gesamtentwicklung des Kindes enorm beeinflussen. Schon allein deshalb ist die Zusammenarbeit in der Frühförderung sehr wichtig!
Im Artikel „Handeln statt Be – handeln“ geht man darauf ein, dass derzeit noch ein Umdenken des Verständnisses der kindlichen Entwicklung stattfindet. Wogegen man früher das Kind als ein „unfähiges“ Wesen bezeichnete das man be – handeln müsse, beginnt man heute die Entwicklung auf selbstständige Prozesse zurückzuführen z.B.: das .Kind sucht sich selbstständig jene Aufgaben die seinen Interessen, Fähigkeiten und Entwicklungsstand entspricht. Außerdem wird erwähnt, dass egal ob bei behinderten oder gesunden Kindern nicht der Zeitpunkt der Entwicklungsphasen, sondern überhaupt das Erleben dieser Vorgänge zu beachten sein müsse.
Interessant ist auch, dass viele weitere Begriffe, die uns weitläufig bekannt sind ebenfalls mit Früh... beginnen. Früherkennung, Früherfassung, Früherziehung,...Frühmaßnahmen zu treffen bedeutet z.B.: so früh wie möglich Entscheidungen im Leben eines Kindes zu treffen um Behinderungen zu erkennen, vorzubeugen und Fortschritte erzielen zu können.
Im weiterem Sinne wird die mobile Frühförderung heute von den sozialen Diensten finanziert und den jeweiligen Familien gratis zur Verfügung gestellt. Die Frühförderin selbst hat die Möglichkeit in einem interdisziplinären Team (Psychologin, Ärzten, Sozialarbeiter,...) in Form von Fallbesprechungen, Supervision, Rahmenbedingungen,...Erfahrungen mitzuteilen, geeignete Möglichkeiten zu finden und Erlebnisse aufzuarbeiten.
Die Frühförderin greift nicht direkt in das Geschehen ein, sondern bringt Veränderungen in Gange!
Meiner Meinung nach war das Seminar sehr lehrreich und auch sehr gut aufgebaut. Die persönlichen Erfahrungen und Beispiele aus der Praxis erleichterten mir das Verstehen. Obwohl ein Themenbereich sehr mühsam nachzuvollziehen war (ökologischen Ansätze) habe ich das Seminar als absolut gut und gelungen empfunden.
Unter Frühförderung versteht man die weitgehende Förderung der allgemeinen Entwicklung des behinderten oder von Behinderung gefährdeten Kindes und die Begleitung der Familie bis zum Kindergarteneintritt. Wobei man beachten muss, dass nicht nur das Kind im Vordergrund der Arbeit steht, sondern auch die Elternarbeit ein wesentlicher Aspekt darstellt. Schließlich sollte nicht die Therapie den wichtigsten Teil der Frühförderung einnehmen, sondern vielmehr auf die momentanen Lebensverhältnisse, Gefühlslagen und Probleme der Familie eingegangen werden. Auf diesem Wege soll der gesamten Familie ein Stück an Erfahrung, Wissen und Selbstsicherheit für das weitere Leben mitgegeben werden.
Ansätze der Frühförderung gibt es schon in der Antike (Plato), während der Begriff „Frühförderung“ selbst erst 1972 in der Öffentlichkeit erwähnt wurde. Ursprünglich entstand sie in der Schweiz und Deutschland. Nach der Pionierphase, wo Ansatzgedanken entstanden, entwickelten sich einige Ideen (z.B.: Bobathmetode). In den 70 er Jahren wurden erste Einrichtungen gegründet, die es ermöglichten Wissen der Frühförderung in der Praxis umzusetzen. Frühförderung findet man heute in verschiedensten Institutionen (Therapien) unter anderem aber auch als mobile Form, d.h. die Frühförderin besucht die Familien pro Woche einmal für 1-einhalb Stunden zuhause, in ihrer vertrauten Umgebung. Es ist nicht immer einfach in einer Familie, wo individuelle Werte und Normen bereits gefestigt sind den Zugang zu den Eltern zu finden und eigene Vorstellungen zu vermitteln. Ein feinfühliges Gespür (regelmäßige Kontakte) ist sicherlich wichtig, da viele Gefühle, Sorgen und Probleme der Eltern noch in einem Verarbeitungsprozess sind. Außerdem ist es auch bedeutsam verschiedene Reaktionen und Einstellungen der Eltern zu respektieren und ihnen nicht das Gefühl der Therapie - Überforderung zu vermitteln. Neben der Arbeit mit Eltern und der Geschwister (nahen Umwelt des Kindes) ist natürlich auch die Förderung des jeweiligen Kindes wichtig, die nicht defizitorientiert ist. Der Entwicklungsstand wird immer wieder festgelegt, Fördermaterial wird angeboten, Fähigkeiten werden gefördert und Schwächen abgebaut. Darüber hinaus achtet die Frühförderung darauf befriedigende Beziehungen zwischen den Familienmitgliedern entwickeln zu lassen.
Neben dem ökologischen (= systemischen) Ansatz, der in der Kindesentwicklung die gesamte Umwelt miteinbezieht („Netzwerk“) geht die funktionalistische Theorie davon aus, dass bestimmte Bereiche mit einem spezifischen Training bewusst beeinflussbar und „einübbar“ sind. Speck erwähnt das neben der neurologischen Grundbasis Interaktionen die Gesamtentwicklung des Kindes enorm beeinflussen. Schon allein deshalb ist die Zusammenarbeit in der Frühförderung sehr wichtig!
Im Artikel „Handeln statt Be – handeln“ geht man darauf ein, dass derzeit noch ein Umdenken des Verständnisses der kindlichen Entwicklung stattfindet. Wogegen man früher das Kind als ein „unfähiges“ Wesen bezeichnete das man be – handeln müsse, beginnt man heute die Entwicklung auf selbstständige Prozesse zurückzuführen z.B.: das .Kind sucht sich selbstständig jene Aufgaben die seinen Interessen, Fähigkeiten und Entwicklungsstand entspricht. Außerdem wird erwähnt, dass egal ob bei behinderten oder gesunden Kindern nicht der Zeitpunkt der Entwicklungsphasen, sondern überhaupt das Erleben dieser Vorgänge zu beachten sein müsse.
Interessant ist auch, dass viele weitere Begriffe, die uns weitläufig bekannt sind ebenfalls mit Früh... beginnen. Früherkennung, Früherfassung, Früherziehung,...Frühmaßnahmen zu treffen bedeutet z.B.: so früh wie möglich Entscheidungen im Leben eines Kindes zu treffen um Behinderungen zu erkennen, vorzubeugen und Fortschritte erzielen zu können.
Im weiterem Sinne wird die mobile Frühförderung heute von den sozialen Diensten finanziert und den jeweiligen Familien gratis zur Verfügung gestellt. Die Frühförderin selbst hat die Möglichkeit in einem interdisziplinären Team (Psychologin, Ärzten, Sozialarbeiter,...) in Form von Fallbesprechungen, Supervision, Rahmenbedingungen,...Erfahrungen mitzuteilen, geeignete Möglichkeiten zu finden und Erlebnisse aufzuarbeiten.
Die Frühförderin greift nicht direkt in das Geschehen ein, sondern bringt Veränderungen in Gange!
Meiner Meinung nach war das Seminar sehr lehrreich und auch sehr gut aufgebaut. Die persönlichen Erfahrungen und Beispiele aus der Praxis erleichterten mir das Verstehen. Obwohl ein Themenbereich sehr mühsam nachzuvollziehen war (ökologischen Ansätze) habe ich das Seminar als absolut gut und gelungen empfunden.
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