Esbjerg Testbericht

No-product-image
ab 1216,22
Paid Ads from eBay.de & Amazon.de
Auf yopi.de gelistet seit 09/2003

5 Sterne
(2)
4 Sterne
(1)
3 Sterne
(0)
2 Sterne
(0)
1 Stern
(0)
0 Sterne
(0)

Erfahrungsbericht von LoMei

Räder im Sand von Fanö

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Ja

Wir wagten erst nicht drauf zu hoffen,
ob es wohl für uns möglich sei,
auf Fanö Kurzurlaub zu machen,
ganz alleine, nur wir zwei.

Es wurde wahr. Wir konnten kommen.
Ab ging es auf die Autobahn
nach Norden, tausend Kilometer,
wie wir es schon so oft getan.

Wir kennen manche Nordseeinsel
und einen Teil der Halligwelt.
Nachdem wir dann auf Fanö waren,
wußten wir, was noch gefehlt.

Hier gab es absolute Ruhe
und sehr viel Strand für uns allein.
Die herrliche Oktobersonne
schien weit in unser Fenster rein.

Wir blickten auf die stillen Dünen.
Dahinter grüßt’ ein Stückchen Meer.
Die Gäste waren abgefahren.
Am Strande stieg kein Drachen mehr.

Wir freuten uns der schönen Tage,
und über unser Strohdachhaus.
Und Janka malte durch das Fenster
die Dünen vor uns grade aus.

Wir gingen täglich Bernstein suchen,
und jeder fand ein kleines Stück.
Das war trotz manchen Nordseeurlaubs
das erste Mal. Ja - das ist Glück.

Das Autofahren dicht am Wasser
brachte Freud - und einmal Pech.
Am Nordstrand gab es weiche Stellen.
Die Antriebsräder sackten wech.

Wir wähnten uns in der Sahara.
Nur loser feiner Wüstensand.
Die Räder schaufelten sich tiefer.
Der Motorblock lag auf dem Strand.

Wir blickten nun besorgt zum Wasser
und merkten: Langsam kam die Flut.
Schon sah ich unser Auto schwimmen
und fühlt', daß mich verließ der Mut.

Fern vom Lande kamen Leute.
Wir winkten, und sie kamen her.
Wir baten sie um ihren Beistand
und zeigten ängstlich auf das Meer.

Mit Hilfe dieser jungen Truppe
ward unser Auto flott gemacht
und wurde nicht der Wellen Beute.
Wir fuhren jetzt mit mehr Bedacht.

Am Morgen gab es manchmal Nebel.
Ein Sandsturm fegte über’s Land.
Es gab viel Sonne, keinen Regen
und leichten Wellenschlag am Strand.

Wir hörten von den Inselleuten,
der Sommer sei dies Jahr nicht schön.
Für uns war dieses Spätherbstwetter,
geschaffen zum spazieren gehn

Wir gingen Hand in Hand die Wege
durch Dünen und durch Heideland
und immer wieder automatisch
zum Wellenschlag am Nordseestrand.

Wir ließen uns're Seele baumeln
und lauschten auf des Windes Traum
und auf das helle Vogelrufen,
das zu uns klang vom Meeressaum.


Diesen Besuch machten meine Frau und ich Ende Oktober 1993. Da wir im Ferienhaus eines dänischen Onkels wohnen durften, haben wir keine Erfahrungen mit dem Buchen und der Abwicklung von Formalitäten und können auch nichts über die aktuellen Preise sagen.
Die Insel Fanö liegt direkt vor Esbjerg und kann von dort mit einer regelmäßig verkehrenden Autofähre erreicht werden.

25 Bewertungen