Esoterik Testbericht

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Erfahrungsbericht von Andreas68

Karma (?) - sind uns die Folgen unseres Handelns bestimmt? Eigene Gedanken unter Berücksichtigu

Pro:

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Kontra:

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Empfehlung:

Nein

Eine Freundin, von der ich viel lernte, erklärte mir einst: \"Kein Mensch wird nur böse geboren.\" Ich schränkte ein, es seie denn, er ist krank - indem ihm die seelische Fähigkeit zum Lieben fehlt, die zu eines Menschen vollständigen Anlagen gehört. Dieser Einschränkung widersprach sie nicht.
Wie ist es aber mit denjenigen, von denen Verletzungen vorsätzlich ausgehen? Sie erscheinen uns oft als glücklicher, als Sieger. Möglicherweise können sie diese Rolle einige Zeit genießen, manche vielleicht ein Leben lang. Aber es könnte sein, dass der Schein trügt.
Denn es ist Weisheit in dem Hexensprichwort und der Lehre vieler Religionen, wonach alles Böse, das von einem ausgeht, sich dreifach gegen einen wendet, dreifach verstärkt auf einen zurückfällt. Wie dem auch sei, Schicksal, Karma, Darma, Kismet oder Menschsein: Ich glaube dieses Prinzip erkannt u. wohl auch schon erfahren zu haben. Deshalb bin ich mir gewiss, nicht Gleiches mit Gleichem vergelten zu müssen, wenn Handeln, das mein Gegenüber vielleicht mit Genugtuung erfüllt, dessen er sich womöglich ohne Kontrollmöglichkeit seinerseits nicht erwehren kann, mich verletzt. Dies gilt besonders für einst geliebte Menschen. Ich werde wieder für sie da sein, nicht nur aus Selbstgerechtigkeit, sondern weil Liebe für mich mehr ist als ein Wort.
Ich glaube daran, dass es uns selbst gegeben ist, zu entscheiden, wie wir handeln. Ich weiß aber auch, dass manche Menschen sich bis zur Unfähigkeit, noch liebevoll entscheiden zu können, entfremdet sind. Andere wiederum sind eben einfach überwiegend rücksichtslos, boshaft oder sadistisch strukturiert.

Mir vermittelte sich das Prinzip des Zurückfallens des von einem ausgegangenen Bösen auf einen selbst auch schon zu Zeiten, in denen ich mich eher als Atheisten verstand. Umgekehrt schien mir Gutes, das von mir ausging, selbstloses, duldsames oder liebevolles Verhalten, manchmal unerwartet, z.B. in Form einer Rettung, vergolten zu werden.
Irgendwann beschäftigte ich mich mit der Frage, wie es denn dem Atheisten erklärlich wäre, würde sich das Hexensprichwort bewahrheiten.

Es mag am unterschwellig selbst beim bösesten Menschen vorhandenen Gewissen liegen, das subtil irgendwie in den Vordergrund von Handeln u. Denken eindringt u. einen selbstzerstörerischen Impuls freisetzt, um Schuld abzubauen. Man (mit)-entscheidet auf einmal einfach dumm und falsch und oftmals von einem selbst unbemerkt gegen seine Interessen, gegen sein Glück und stellt sich sich selbst in den Weg.
Scheinbar wirkt dieser Mechanismus nicht nur auf Menschen.
Es ist eine Strömung, die die Welt durchzieht, ein Prinzip der Göttin als weise Alte, aber auch als Liebende.
Mag es sein, dass die Mächtigen davon frei sind, denn sie beschäftigen auch Magier. Davon kann man immer wieder lesen, wenn man sich entsprechend interessiert. Selbst in der für die Masse herausgegebenen Presse wie im Spiegel, Focus o. Stern, taucht schon mal ein Artikel auf über z.B. Astrologen, die Präsidenten beraten u.ä.
Dieses gerne als karmisch bezeichnete Prinzip betrifft nicht nur Individuen, sondern auch andere lebende Strukturen: Völker z.B., wie man an unserer Geschichte u. Gegenwart erkennen kann, Rassen, wenn man die demographische Entwicklung der einst die farbigen vernichtenden u. quälenden Weißen betrachtet - nunmehr noch 8% der Weltbevölkerung (2002). Selbst Tiere und Pflanzen sind betroffen. Insektenpopulationen brechen nach Massenvermehrungen mit verheerendem Kahlfraß völlig zusammen, obwohl noch Futterreserven vorhanden sind, in der Regel durch Krankheiten. Pflanzen, die sich als Monokultur die Artenvielfalt verdrängend ausgebreitet haben, bieten bequemes Futter für sie verzehrende Konsumenten, die sich entsprechend vermehren o. ihre Populationen brechen an Bodenauszehrung durch sie selbst zusammen. Die weise Alte, die Bemesserin, Ceridwen, ist als Morrigan u. Cathubodva auch Rächerin und überall. Diese Aussage kann man natürlich auch als allegorisch o. metaphorisch verstehen.

Uns jedenfalls scheint diese Urströmung, die Archetype des Gewissens u. des Ausgleichs, in voller Härte zu treffen, selbst wenn wir es nicht bewusst wahrnehmen. Über die Folgen für spätere Inkarnationen, die Belastung des Karmas, wage ich es gar nicht nachzudenken. Rein spekulativ - was ist mit von Geburt an Behinderten, früh erkrankenden o. auch nur vom Unglück verfolgten Menschen? Wenn es so etwas alles gibt, ist es dann nicht möglich, dass sie, obwohl in diesem Dasein unschuldig, Belastungen aus dem Vorleben abzubauen haben? Welche Perspektive ergibt sich daraus für die Betrachtung des Leids, das uns selbst widerfährt? Sollen wir daran wachsen? Was geschieht, wenn wir es vermeiden oder umgehen? Holt es uns wieder ein - und wann? War es das, was Walther Flex mit seinen Worten meinte: \"Lerne leiden ohne zu klagen\"?
Ich weiß es nicht u. will jedem seine eigenen Schlussziehungen belassen. Wenn ich aber an den Urknall glauben kann, einer unvorstellbar gewaltigen Explosion von nichts aus dem Nichts im Nichts, kann ich an alles glauben, auch an ein höheres Prinzip von Gerechtigkeit, sei es nun göttlich oder nicht, das sich im Prinzip des Ausgleichs manifestiert. Es ist auch möglich, hierin das Wesen der Großen Göttin zu sehen.
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