Esoterik Testbericht

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Erfahrungsbericht von paksekk

Traumdeutung nach C.G. Jung

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Nein

Zuerst einmal möchte ich loswerden, dass meiner Meinung nach die Traumdeutung
unter Esoterik falsch eingeordnet. Viele praktizierende Psychotherapeuten greifen
auf diese Behandlungsmöglichkeit zurück, Freud's wichtigstes Werk heißt
"Die Traumdeutung" und eben auch der Schweizer Psychologe Carl Gustav Jung hat
viele Bücher über Traumdeutung oder verwandte Themen wie z.B. Archetypen
(auf die ich später eingehen werde) verfasst.
Ich möchte hier nun auf die Methode der Traumdeutung nach Jung eingehen.

Was ist überhaupt ein Traum ?

Ein Traum ist ein Stück unwillkürlicher psychischer Tätigkeit, das gerade soviel
Bewußtsein besitzt, damit der Traum im Wachzustand reproduzierbar ist.
Träume zeichnen sich durch ihre Willkürlichkeit, Fehlen von Logik und schnellen
unvermittelten Ortswechsel aus. Durch alle diese Dinge erscheinen uns Träume oft
sinnlos und nichtssagend. Freud war nun der erste, der hinter der Fassade der
scheinbaren Sinnlosigkeit etwas zu finden suchte.
Freud's großer Verdienst war unter anderem, dass er erkannte, dass eine sinnvolle
Deutung eines Traumes nur mit Hilfe des Patienten (Klienten) möglich ist.
Dieses Prinzip hat Jung in seine Traumdeutung einbezogen und ein Verfahren ent-
wickelt, dass er "Aufnehmen des Kontextes" nennt.
Dabei schreibt der Patient seinen Traum detailliert auf und muss anschließend
zu allen Einzelheiten des Traumes seine Assoziationen nennen.
Ein Beispiel von Jung:

In einem Traum kommt ein Tisch vor. Für den Therapeuten ist der Tisch wahrscheinlich
nichts besonders, für den Patienten kann dieser Tisch aber z.B. der Tisch sein,
an dem sein Vater saß, als er dem Sohn jegliche finanzielle Hilfe versagte und ihn
aus dem Haus warf.

oder:

Ein Patient assoziert mit dem Wort "Auto" vielleicht Gefahr, während der Therapeut
eher Lärm mit "Auto" verbindet.


Patient und Therapeut müssen also zuerst auf eine gemeinsame Ebene kommen, ehe
eine Deutung möglich wird.

Für Jung besitzt der Traum eine kompensatorische Wirkung. Eine Kompensation
ist eine Gegeneinanderhaltung und Vergleichen von verschiedenen Standpunkten,
wodurch ein Ausgleich oder eine Berichtigung entsteht.
Hier unterscheidet Jung nun 3 Möglichkeiten:

1.Ist die Einstellung des Bewußtseins in hohem Grad einseitig, stellt sich der Traum
auf die Gegenseite.

2.Hat das Bewußtsein eine der "Mitte" relativ angenäherte Stellung, so begnügt sich
der Traum mit Varianten.

3.Ist die Einstellung des Bewußtsein aber "korrekt", so koinzidiert der Traum und
unterstreicht somit die Einstellung des Bewußtsein


Die kompensatorische Wirkung des Traumes ist eine Hypothese, die allerdings schon
tausendfach empirisch belegt ist.
Die Kompensation zielt auf die Herstellung eines seelischen Gleichgewichtes, und
genau dort setzt auch die Neurosenbehandlung an.
Die Traum gilt somit bei vielen Psychologen als Hilfsmittel, da aus ihm direkt das
Unterbewußtsein spricht und auf "Fehlentwicklungen" aufmerksam macht.
(für detaillierte Informationen zur Traumdeutung nach Jung gibt's zahlreiche
Bücher)

Nun möchte ich auf eine weitere Erkenntnis Jungs eingehen, die mit seinem Namen
sehr oft in Verbindung gesetzt wird: "Das kollektive Unbewußte" und die "Archetypen"

Das Modell der Archetypen gehört zu den Grundpfeilern der Psychologie nach C.G. Jung.
Was sind Archetypen? Vereinfacht gesagt: die im kollektiven Unbewußten angesiedelten
Urbilder menschlicher Vorstellungsmuster. Vor allem elementare Erfahrungen wie Geburt, Ehe,
Mutterschaft, Trennung und der Tod haben in der Seele der Menschen eine archetypische
Verankerung. Sie haben zu allen Zeiten und in den unterschiedlichsten Kulturen ähnliche Bilder
hervorgebracht und können als kollektive Menschheitserfahrungen gelten.
Archetypen tauchen oft in Symbolform in "großen" Träumen auf, an die man sich
eventuell sogar ein Leben lang erinnert. Oft zeichnen sich solche Träume durch ihre
besondere plastische Gestaltung aus.

(auch hier gibt's mehr Info's im Buchangebot von Jung (z.B. "Archetypen"))

Ciao

27 Bewertungen, 6 Kommentare

  • sunnyday

    14.09.2002, 22:58 Uhr von sunnyday
    Bewertung: sehr hilfreich

    sehr gut

  • Luckybrina

    05.07.2002, 11:39 Uhr von Luckybrina
    Bewertung: sehr hilfreich

    Ich denke, die Grenzen zwischen "psychologischer" und "esoterischer" Traumdeutung verschwimmen... von daher kann man sie nicht wirklich einordnen, da hast du recht. Allgemein, ein sehr guter ausführlicher Beitrag.

  • Mandinka

    06.04.2002, 13:16 Uhr von Mandinka
    Bewertung: sehr hilfreich

    echt interessant

  • guardien

    15.03.2002, 10:27 Uhr von guardien
    Bewertung: sehr hilfreich

    du alter schweinehund;)

  • butterkeks

    23.02.2002, 18:31 Uhr von butterkeks
    Bewertung: sehr hilfreich

    Ich habe schon öfter versucht mit Hilfe von Traumdeutungsbüchern meine Träume zu analysieren, doch ich bin nicht ganz dahinter gestiegen. Ist für mich aber ein sehr interessantes Thema. Gruß Drea

  • Maeuschen21

    23.02.2002, 18:08 Uhr von Maeuschen21
    Bewertung: sehr hilfreich

    Wünsche dir noch einen schönen Samstag!! VLG Mandy ;o)