Essen Testbericht

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Erfahrungsbericht von Gimmick404

Zwischen Tradition & Moderne, Industrie & Natur

Pro:

viel Natur, viel Kultur, gute Einkaufsmöglichkeiten

Kontra:

wer sucht, der findet

Empfehlung:

Ja

Anfang 2003 musste ich aus beruflichen Gründen meine Heimat, das Bergische Land, verlassen. Aus der Natur hinein in eine der am dichtesten besiedelten Gegenden Deutschlands, genauer: mitten hinein in den Pott, nach Essen. Mittlerweile hab ich mich schon recht gut eingelebt, so dass es immerhin für erste Eindrücke ausreicht. Naturgemäß kann das hier natürlich kein allumfassender Bericht werden, der stupide die Sehenswürdigkeiten und sonstige statistische Daten auflistet. Ebenso würde es den Rahmen sprengen, würde ich auf jeden einzelnen Stadtteil eingehen – zumal ich natürlich auch nicht jeden bisher ausgiebig erkunden konnte. Für derartige Informationen gibt es aber auch bereits jede Menge Seiten im Net, eine Auswahl füge ich dem Bericht an, die wirklich wichtigen Daten werde ich aber versuchen zu berücksichtigen.

Zunächst mal zu den „technischen Daten“. Essen hat momentan (2004) ungefähr 585.000 Einwohner und ist damit nicht mehr zweitgrößte Stadt in Nordrhein-Westfalen. Beim Prestigerennen um den Titel größte Stadt des Ruhrgebiets muss man sich heute Dortmund knapp geschlagen geben. Oder anders gesagt: Köln ist größte Stadt in NRW, Essen war größte im Ruhrgebiet. Dortmund war drittgrößte in NRW und zweitgrößte im Ruhrgebiet, und jetzt ist Essen zwar nach wie vor zweitgrößte Stadt, aber nicht mehr in NRW sondern nur noch im Ruhrgebiet, wo es vorher größte Stadt war. Vergleicht man die heutige Einwohnerzahl mit der von 1963 (731.000), so sieht man schnell, dass Essen erheblich an Einwohnern verloren hat. Nichtsdestotrotz gilt Essen immer noch als Mittelpunkt des Ruhrgebiets. Das hat die Stadt nicht nur ihrer zentralen Lage zu verdanken, sondern auch der Tatsache, dass einige der größten Konzerne Deutschlands hier ihren Unternehmenssitz haben. RWE, Karstadt-Quelle, WAZ-Konzern oder der RAG-Konzern seien hier nur stellvertretend genannt. Auch in kultureller Hinsicht haben nur wenige Städte in NRW mehr zu bieten. Theater, Museen, Industriedenkmäler, dazu viel (nicht unbedingt zu erwartende) Natur und hervorragende Einkaufsmöglichkeiten machen Essen zu einem (in vielen Stadtteilen) durchaus angenehmen Wohnort. Natürlich gibt es auch so einige weniger schöne Ecken, die man zu bestimmten Tageszeiten (oder besser Nachtzeiten) besser meidet – aber die gibt es wohl in nahezu jeder größeren Stadt.

Essen liegt mitten im Pott, verkehrstechnisch auch gut zu erreichen. Düsseldorf ist auch mit unter 40 KM nicht weit entfernt. Angebunden an das Verkehrsnetz ist die Stadt über die Autobahnen A 2 (allerdings führt die nicht über das Stadtgebiet), die A 40, 42 und die 52. Da andere Städte wie Oberhausen , Dortmund oder Duisburg allerdings an strategisch wichtigeren Punkten gelegen sind, findet man Essen auf Hinweisschildern an Autobahnen eher selten und eigentlich taucht der Name der Stadt zumeist erst kurz vor der Stadtgrenze das erste Mal auf, eigentlich ein Witz, bedenkt man ihre Größe.

Essen nennt sich selbstbewusst „Die Einkaufsstadt“. Ein Slogan, der, soweit ich weiß, noch aus den Sechzigern stammt und damals sicherlich noch mehr Wahrheit in sich trug, als heute. Diesem Slogan begegnet, wer mit der Bahn am Essener Hauptbahnhof ankommt, dem Zug entsteigt und den ziemlich hässlichen Hauptbahnhof verlässt. Flüchtet man allerdings durch den "falschen" Ausgang, landet man schon fast im Südviertel, steht vor dem mondänen RWE-Tower und direkt am Ruhrschnellweg, der A 40, die quasi mitten durch Essen führt. Auf der anderen Seite des Hauptbahnhofs beginnt die Haupteinkaufsstraße, die Kettwiger Straße. Auf das sehenswerte Mövenpick-Hotel an der Hollestraße fällt jedoch wohl der erste Blick, auf seinem Dach liest man die bereits zitierten Worte mit der Einkaufsstadt.

Auf der weitläufigen Kettwiger Straße findet man vor allem die großen Filialisten: Galeria Kaufhof, Peek & Cloppenburg, H & M; C & A und zahlreiche weitere bundesweit vertretenen Ketten. Das alteingesessene und ehrwürdige Buchkaufhaus Baedeker lädt zum Stöbern ein, hat jedoch 2003 harte Konkurrenz bekommen durch eine Neueröffnung der Mayerschen. Diese findet man am Flachsmarkt, der der andere Eckpfeiler der Kettwiger ist. An ihr schließt sich einmal das City-Center, eine Art Einkaufscenter, in dem man neben Saturn auch Walmart findet, an. Außerdem beginnt dort die (oft übersehene und schlecht frequentierte) Viehofer Straße mit zahlreichen Computerläden und Fundgruben . Der Kennedyplatz, einer der größten Plätze der Stadt sowie zu guter Letzt die Limbecker Straße erreicht man ebenfalls vom Flachsmarkt aus. Die Limbecker Straße ist die zweite große, allerdings deutlich engere Einkaufsstraße. Hier findet man vor allem viele kleinere Klamottenläden, dazu noch am Ende der Straße, am Limbecker Platz, Karstadt und Sinn / Leffers. Geplant ist, in den nächsten Jahren hier ein riesiges Einkaufszentrum zu bauen, um die in den letzten Jahren an Oberhausen (CentrO) und Mülheim (Rhein-Ruhr-Zentrum) verloren gegangenen Kunden zurückzugewinnen.

Die Limbecker Straße endet am Berliner Platz. An diesem findet man die Weststadttürme sowie das Cinemaxx. Nicht weit entfernt, hinter einer Brachlandschaft, sieht man die Gebäude der Universität Duisburg-Essen. Was aus dieser öden Gegend einmal werden soll? Momentan ist es unklar, was aus den Hinterlassenschaften der Firma Krupp einmal werden soll. Teile der Weststadt wurden bereits neu aufgebaut, andere Teile wuchern wild vor sich hin. Verschenktes Potenzial in zentraler Lage, so manche Stadt wäre neidisch auf solchen Boden. Das Erbe Krupps ist aber momentan zum Teil noch ungenutzt und folgerichtig ziemlich unansehnlich.

Überhaupt, Krupp. Der Name dieses Industriegiganten der Industriellen Revolution ist in der Stadt unübersehbar. Überall stolpert man über den Namen dieses Industriellen, der der Stadt wie kein anderer seinen Stempel aufgedrückt hat. Im Essener Westen, vor allem in den Stadtteilen Frohnhausen, Holsterhausen und Altendorf, wohnten einst die Arbeiter. Und noch heute sind diese Stadtteile kaum durch Industrie geprägt, statt dessen sind sie sehr dicht besiedelt, Wohnraum in zentraler Lage, der Preis dafür: wenig grün.

Fährt man von Frohnhausen aus Richtung Süden, landet man recht schnell auf der Margarethenhöhe. Heimat des Handballclubs TuSEM Essen (TuSEM steht für TuS Essen-Margarethenhöhe), entstand diese Wohnsiedlung zu Beginn des 20. Jahrhunderts. Eine in sich geschlossene Gartenstadt, benannt nach Margarethe Krupp, die auch heute noch ihren Reiz auf den Besucher auszuüben vermag. Ruhe, enge Gassen, verwinkelte und Efeubehangene Häuser, eingerahmt von Wäldern, diese Attribute machen die Siedlung auch heute noch zu einer sehr beliebten Wohngegend und verleihen ihr einen fast dörflichen Charakter. Im Osten der Margarethenhöhe schließt sich der Grugapark an, einst anlässlich der Bundesgartenshow errichtet, bietet er sich heute für einen Familienausflug an. Die Messe und die Grugahalle findet man auch hier.

Fährt man weiter in Richtung Süden, so landet man in Bredeney. Hier scheint das Geld zu wohnen. Haus und Boden dürften generell im landschaftlich schönen Essener Süden für Normalsterbliche kaum zu bezahlen sein. Große Villen, noch größere Gärten, dazu viel Grün, so würden wohl viele gerne leben. So langsam nähert man sich jetzt auch der Ruhr, die dem gesamten Gebiet den Namen gegeben hat. In Bredeney erreicht man die Ruhrhöhen, entsprechend geht es steil hinab zur Ruhr, man landet man Baldeneysee. Vor allem im Sommer ist diese Ecke hoffnungslos überlaufen, der Rundweg um den See herum übervölkert von Spaziergängern, Radfahrern und sonstigen Bladern. Eine Oase der Stille und Ruhe ist dieses Ausflugsziel einer ganzen Region sicherlich nicht, landschaftlich reizvoll ist es aber allemal. Am Westufer des Baldeneysees liegt der Stadtteil Werden mit seinen schönen Gässchen, seiner so ganz anders scheinenden Architektur und der Abtei Werden (einer imposanten Kirche, auch genannt die Basilika St. Ludgerus). Deutlich erkennt man die Einflüsse des Bergischen Landes, dessen Ausläufer südlich der Ruhr beginnen, unschwer zu erkennen an vergleichsweise hohen Bergen und tiefen Tälern. Vor allem südlich des Baldeneysees hat man längst vergessen, dass hier noch das Ruhrgebiet ist. Stattdessen fühle ich mich an meine Heimat, das Oberbergische Land, erinnert. Viel Wald, ein See, Bergische Schieferhäuser – der man auch im historisch "wertwollen" Stadtteil Kettwig wieder begegnet. Dort fühlt man sich endgültig wie im Bergischen Land.

Von Werden aus bietet es sich an, südlich des Baldeneysees seine Rundreise fortzusetzen Richtung Kupferdreh und Heisingen im Osten des Baldeneysees. Hier findet man auch eher wenig Industrie, dafür kann man hier umso besser wohnen. Vor allem das idyllisch vom Baldeneysee im Südenwesten, der Ruhr im Osten und dem Schellenberger Wald im Norden eingeschlossene Heisingen bietet sich als Ausgangspunkt für Spaziergänge an. Am Nordhang des Baldeneysees findet man die Villa Hügel in einer riesigen Parklandschaft. Die Villa war einst der Wohnsitz der Familie Krupp und lohnt wirklich einen Abstecher, zumal es in der Villa auch recht häufig Ausstellungen zu sehen gibt.

Nun kann man über die B 224 wieder zurück fahren in Richtung Norden. Der Essener Norden hat mit dem Süden so gar nichts gemein. Der Norden ist geprägt durch Arbeitersiedlungen und – allerdings längst stillgelegte – Zechen. Tatsächlich gibt es in Essen, der Stadt mit den einst meisten Zechen Europas, keine einzige mehr, die noch in Betrieb ist. Entsprechend ist die Luft auch nicht mehr so dreckig wie noch früher und man muss morgens nicht mehr den Kohlenstaub vom Autofenster wischen. Im Nordwesten finden sich u.a. die Stadtteile Dellwig und Borbeck. Zumindest Borbeck hat mit seinem Wasserschloss eine hübsche Attraktion zu bieten. Ansonsten finden sich etliche ruhige Seitenstraßen, in denen man teilweise auch in Einfamilienhäusern leben kann. Oft war ich in dieser Ecke der Stadt allerdings noch nicht, doch bin ich letzten Sommer einmal durch den Nordwesten geradelt und war doch recht positiv überrascht, dass man durch die Seitenstraßen gut radeln konnte, ohne allzu vielen Autos zu begegnen. Zum Thema Rad und Essen komme ich aber später noch etwas ausführlicher.... Im Norden findet man auch die Heimat des ehemaligen Bundesligisten Rot-Weiß Essen, nämlich das Georg-Melches-Stadion an der Hafenstraße.

Altenessen, einer der größeren Stadtteile, macht sich im Essener Norden breit. Städtebaulich nicht sonderlich auffallend, ist diese Ecke besonders betroffen vom Einwohnerverlust. Ganz im Norden, zwischen Altenessen und Karnap, verläuft die Emscher und der Rhein-Herne-Kanal, sozusagen eine Art grüner Streifen, gut zum Rad fahren geeignet. Ansonsten auch stark industriell geprägt. Ähnliches gilt auch für Katernberg im Nordosten. Katernberg allerdings hat eine besondere Attraktion zu bieten: das Weltkulturerbe Zollverein. Hierbei handelt es sich um eine der größten Zechen, seit 1986 still gelegt aber dankenswerter weise nicht abgerissen, ist noch sehr gut erhalten und wird auch gut gepflegt. Dieses beeindruckende Industriedenkmal lohnt auf jeden Fall einen Abstecher, allein von der schieren Größe ist man schon sehr ergriffen.

Wenn man nun mag, kann man noch durch Atze Schröders Kray fahren, oder durch die Fußgängerzone von Steele bummeln, all zu viel zu sehen gibt es im Essener (Süd-)Osten allerdings nicht.

Daher bietet es sich wohl eher an, sich dem Zentrum noch einmal aus einer anderen Sicht zu nähern. Habe ich zu Beginn vor allem die Einkaufsmöglichkeiten erwähnt, gehe ich jetzt mehr auf die Stätten ein, in denen man nichts kaufen kann.

Da wäre natürlich das Essener Münster bzw. der Essener Dom zu erwähnen. Natürlich kann man den nicht mit dem Kölner Dom vergleichen, dafür fehlt es schon an der Höhe. Interessanterweise liegt er direkt an der Kettwiger Straße, also mitten in der Fußgängerzone und trotzt so dem Wandel und dem hektischen Treiben. Besonders krass fällt der Kontrast zwischen Dom im Vordergrund und dem modernen (und Deutschlands angeblich höchsten Rathaus im Hintergrund von der Kettwiger Straße aus gesehen. Auch nicht weit vom Zentrum entfernt findet man die Alte Synagoge, die 1938 von den Nazis in Brand gesetzt wurde. Nach dem krieg wieder aufgebaut, ist es heute eine Gedenkstätte.

Ansonsten bietet Essen auch in kultureller Hinsicht eine ganze Menge. Zum Beispiel das Colosseum, eine alte Fabrikhalle am Berliner Platz, die zu einem Theater umfunktioniert wurde. Dort wird momentan AIDA, ein Musical von Elton John und Tim Rice, aufgeführt. Von außen sieht es vor allem bei Nacht, wenn es von innen hell erleuchtet ist, sehr beeindruckend aus. Weitere Theater der Stadt sind das Aalto-Theater im Essener Stadtgarten und das Grillo-Theater inmitten der Innenstadt. Nicht vergessen werden darf an dieser Stelle natürlich auch die Essener Lichtburg. Ein Kino ganz im Stil der alten Zeit. Einst war es ein Premierenkino, 1928 eröffnet, doch in den letzten Jahrzehnten hatte es an Bedeutung und Gloria stark verloren. Im letzten Jahr, 2003, erlebte das Kino eine glanzvolle Wiederauferstehung. Nach einer gründlichen Renovierung strahlt es wieder in altem Glanz. Wie passend, dass rein zufällig auch im selben Jahr „Das Wunder von Bern“ hier seine Premiere erlebte, spielt doch dieser Film (neben Bern) hauptsächlich im Essen der Nachkriegszeit.

Museen gibt es natürlich auch. Besonders sehenswert sind das Folkwangmuseum, in dem zahlreiche Werke bedeutender Künstler des 19. und 20. Jahrhunderts zu bewundern sind, sowie das Ruhrlandmuseum mit seinen Bereichen Geologie, Archäologie, Geschichte und Fotografie.

Hat man nun den Tag hinter sich gebracht, so stellt sich natürlich die Frage, was man denn nun mit dem Abend anfangen soll. Einerseits bietet sich dafür ein Blick über die Stadtgrenzen an, Bochums Bermudadreieck ruft. Falls man den Tag aber in Essen beenden möchte, so bietet sich hier in der Innenstadt der Kornmarkt an mit einigen Läden wie Extrablatt oder der Barcelona. Und natürlich darf auch Rüttenscheid im Süden nicht unerwähnt bleiben. Rüttenscheid gilt nicht umsonst als die heimliche Flaniermeile der Ruhrmetropole. Zahlreiche Kneipen und Biergärten laden ein zum bummeln und trinken, am besten bestellt man dann ein Stauder, das Bier der Stadt.

Ein Wort der Kritik sei zum Ende aber noch gestattet. In den letzten Jahren hat Essen versucht, sich als Radfahrer freundliche Stadt einen Namen zu machen. Immer öfter sieht man auch Hinweisschilder für Radfahrer. Das ganze scheint aber am Geldmangel zu kranken. Einerseits fehlen oft schlicht Radwege, so dass oft nur der Ausweg auf stark befahrene Straßen bleibt. Andererseits stehen aber auch oft Schilder an Weggabelungen, die einen in die oder die andere Ecke schicken, aber an der nächsten Kreuzung fehlt dann jeglicher Wegweiser. Ohne Karte steht man dann auf verlorenem Posten. Hier gibt es also noch eine ganze Menge zu tun.

Die Auswahl an Tageszeitungen überzeugt mich auch nicht wirklich. Ein Verlag dominiert, einen zweiten gibt es nicht. Zwar gibt es neben der WAZ auch die NRZ, doch beide gehören dem WAZ-Konzern. Vielfalt sieht anders aus.

Ansonsten lohnt in der Vorweihnachtszeit auch immer der Essener Weihnachtsmarkt mit seiner Decke aus Lichterketten auf dem Kennedyplatz sowie die Essener Lichtwochen, die jedes Jahr Symbole eines anderen Landes „beleuchten“.

Auch im Sommer gibt es zahlreiche Veranstaltungen: Während der "Essen Original" verwandelt sich die Fußgängerzone in eine Art riesiges Open-Air-Konzert, während bei "Essen verwöhnt" die Gourmets zu ihrem Recht kommen: in der ganzen Innenstadt findet man dann zahlreiche Stände, Zelte und Buden, an denen die Gastronomen der Stadt ihre Köstlichkeiten anbieten. Da fehlt dann nur noch gutes Wetter.

Ein Tipp am Rande: verläßt man das Essener Stadtgebiet im Norden und steuert den Tetraeder in Bottrop an, so bietet diese 50 Meter Stahlkonstruktion auf einer 65 Meter hohen Halde einen tollen Ausblick auf Essen (und auch die anderen angrenzenden Städte). Allerdings kann einem bei windigem Wetter schon einmal "anders" werden, mit anderen Worten: nur für Schwindelfreie geeignet. (http://www.ruhrerlebnis.de/bottrop/emscherblick.html)

Insgesamt gesehen habe ich mich in Essen aber sehr schnell eingelebt und fühle mich sehr wohl hier. Die meisten Vorurteile, die im Rest der Republik herumgeistern, stimmen so nicht (mehr), die zahlreichen Vorteile der Stadt habe ich aus meiner Sicht oben beschrieben. Ein Besuch der Region lohnt sich also durchaus. Insgesamt gesehen ist Essen eine interessante Stadt, geprägt durch ihre Gegensätze: im Norden typischer Ruhrpott, im Süden die Ausläufer des Bergischen Landes. Natur und Industrie auf engstem Raum. All zu viele historisch wertvolle Häuser sollte man allerdings - abgesehen von den südlichen Stadtteilen Kettwig und Werden - nicht erwarten: aufgrund ihrer Bedeutung für die Rüstungsindustrie (Krupp-Standort) wurde Essen im 2. Weltkrieg weitgehend zerstört.

Links (Auswahl):

http://www.essen.de
http://www.kvr.de/freizeit/sehenswuerdigkeiten/essen.shtml
http://www.villahuegel.de/
http://www.zollverein.de/
http://www.industriedenkmal.de/zollveress/ze_text.html
http://www.essen-margarethenhoehe.de/
http://www.hvv-kettwig.de/
http://www.essen-werden.de/
http://www.route-industriekultur.de/
http://www.ruhrerlebnis.de

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