Euro-Sammelalbum Testbericht
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Auf yopi.de gelistet seit 09/2003
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Erfahrungsbericht von jozeil
Jetzt hat das Münzen suchen sich erübrigt.
Pro:
-
Kontra:
-
Empfehlung:
Ja
Hallöchen, meine kleine Wohnung ist eigentlich schon rammelvoll, denn eine meiner Schwächen ist es, Dinge, die ich im Moment nicht mehr benötige, so einfach über den Jordan zu werfen und vor dem Mülleimer davon Abschied zu feiern. Sammeln, ja das macht wohl ein jeder, ob Briefmarkensammler, von denen gibt es ja vor allem in der Disko zur Genüge *fg*, Bierdeckelsammler oder eben Münzsammler, unter die ich gewissermassen gezwungener Weise nun auch gegangen bin. Gut, eigentlich sammle ich ja schon länger, den Wiener Philharmoniker, einige silberne Hunderter aus der alten Schillingzeit und wenige andere Münzen habe ich in meinem Besitz, aber wirklich darauf aus war ich nie, sondern, wie es der Zufall so will, waren das alles Geschenke, die sich mit der Zeit so angehäuft hatten.
Nach dem, mit Tränen in den Augen ;-), letztes Jahr der Euro eingeführt wurde, über dessen Nutzen sich wohl elend lange streiten lässt, kam schon ein Gedanke des Sammelns in mir auf, doch, aus nicht wissendem Grund, hab ich nie wirklich damit begonnen. Bis, ja bis einen Tag vor Weihnachten ein kleines Päckchen aus euren Landen, von Hessen her kommend, durch einen netten Postbeamten bei mir zu Hause abgeliefert wurde. Gedrängt durch Neugier wurde es sodann, auch gleich mal einen Tag vor dem großen Feste, von Papier und Karton befreit.
Die Überraschung
_/_/_/_/_/_/_/_/_/
Hervor gekommen ist dann ein etwa 37 x 26 cm großes Album, welches eine Außenhaut aus 3 mm dicker Pappe zu Schützen weiß. Doch sehr überrascht und nicht wissend, was ich damit machen sollte, wurde selbst mir bei genauerer Betrachtung klar, was es damit auf sich hatte. Geziert durch einen großen, die Vorderseite zeigenden und mit den 12 Europa-Sternen umrandeten Euro, wurde meine Vermutung auch noch durch den güldenen Hinweis EURO und den in Silber verfassten Verweis “Sammelalbum“ gestärkt. Da war es also nun, das Album, welches von mir die nächsten Jahre wenn nicht Jahrzehnte gefüttert werden wollte und mir dank der Landkarte auf der Rückseite die Weiten des Eurolandes näher zu bringen vermag.
Aufgeklappt hat es mich dann aber doch etwas überrascht, als statt der mir bekannten Kunststoffhüllen für die Münzen lediglich ein 6 Seiten umfassendes Heftchen mit näheren Infos über jedes der vom Euro heimgesuchten Länder zu erblicken war. Des Rätsels Lösung, wo sich denn die Münzen niederlassen sollten, aber wurde dann schnell gefunden. Denn für die Münzen, mir bisher unbekannt, sollen in die auf den Innenseiten der Pappendeckelhaut vorgesehenen und bereits mit Papiermünzen gefüllten 8 Felder pro Land ihr Dasein fristen.
Die Informationen
_/_/_/_/_/_/_/_/_/
Jetzt lag es also da, das Album, leer und öd, wartend auf Münzen frisch aus der Presse. Doch hat ich ja bisher noch nicht gesammelt und so begnügte ich mich vorerst einmal, mir das Heftchen vorzunehmen. Jede Menge an Infos über die Mitgliedsstaaten kann ich daraus lesen. Wie groß ist Deutschland, wie viele Menschen tummeln sich dort, seit wann lassen die Einwohner durch Euroland mobben, und und und.
Auch die Münzen werden penibel genau beschrieben. Nicht das Material, aus dem sie sind, nein, die länderspezifische Prägung auf der Rückseite soll es sein, dessen Sinn und Motiv genauer beschrieben wird, sodass auch ich endlich, wichtig oder nicht, weiß, was mir z. B. Frankreich mit den Abbildungen näher bringen möchte.
Trotz dieser Informationen, und das bewerte ich als kleines Manko, kann ich aus diesen 6 Seiten nicht wirklich alles Erfahren, was ich als Unwissender, die EU betreffend, über meine Nachbarländer wissen möchte. Dennoch will ich hier mal ein Auge zudrücken, denn für ein Münzalbum, denk ich mal, enthält es die wichtigsten Fakten und um mehr an Wissen anzusammeln, greif ich halt zum guten alten Lexikon..
Das Füllen
_/_/_/_/_/_/
Die erste wirklich Sammeltaugliche noch glänzende und wenig abgegriffene Münze war dann ein Euro, aus meinem Lande, die sich in das Album verirren durfte. Mit sanften Fingerspitzen entfernte ich die Pappe aus dem entsprechenden Loch, nahm die Münze und drückt sie, mit der Länderseite nach oben, in die richtige Position. Doch was mussten meine Äuglein sehen, hab ich doch, obwohl auf Vorsicht bedacht, den Rand leicht beschädigt, wodurch doch das Aussehen etwas beeinträchtigt wurde. Grad noch mal mit viel Geduld etwas zum Schöneren gewendet, gings dann wieder und ich nahm mir vor, das nächste Mal eine Pinzette zum Entfernen des Vordruckes zu verwenden.
Ein Tipp
_/_/_/_/
Ganz stolz ;-) blickte ich auf die neue Münze, welche durch das etwas kleiner vorgestanzte Loch, deshalb auch das Eindrücken, einen guten Halt garantierte. Jedoch, und das will ich hier nicht außer acht gelassen haben, solltet ihr darauf achten, die Münze gleich richtig einzulegen, da Nachträgliches verschieben und zurechtdrehen doch eher schwer fällt, das Loch ausgeweitet und der Halt beeinträchtigt werden könnte.
Fazit
_/_/_/
Etwas erbärmlich für wirkliche Sammler reicht es für meine Bedürfnisse mal aus. Einfach und doch ganz schön steht es im Regal und wartet darauf, wertvoller und schwerer zu werden. Auch wenn ich nicht denke, jemals alle Vordrucke durch Metall ersetzen zu können, ich denke da nur mal an die Münzen des Vatikans, die schon jetzt horrende Preise am Markt erzielen und wohl kaum durch Zufall in meiner Brieftasche landen werden, will ich mal damit weitermachen. Immerhin, und das innerhalb von nicht einmal 1 Monat, habe ich Österreich, Deutschland, Italien und Frankreich voll, was ich mal einfach so auf den doch regen Fremdenverkehr in der Alpenrepublik zurückzuführen will.
Schön glänzend, nicht zu alt und doch nur von geringem Wert. Denn wirklich für Sammler interessante Prägungen, wie in Münzgeschäften erhältlich, etwa die erste Prägung oder polierte Platte, kann und will ich mir nicht leisten.
Für mich würde bei einer solchen Beschaffung der Anreiz verloren gehen.
Tauchen nur noch zwei Fragen auf:
Was ist, sollten sich, was gar nicht so unwahrscheinlich ist, die einzelnen Länder dazu durchringen, die Abbildungen zu ändern?
Was ist, wenn jetzt, in gar nicht allzu langer Zukunft neue Länder sich der EU unterwerfen?
Dann hab ich Pech, denn trotz des unter Berücksichtigung der Ausarbeitung und verwendeten Materialien etwas hoch angesetzten Preises von knapp 8 Euro, muss ich dann erneut in die Geldbörse greifen, um ein neues aktualisiertes Mäppchen zu erwerben.
Und jetzt verabschiede ich mich, sammle weiter und hoffe vergebens, dass sich kein anderer Staat dazu durchringt, die Gesetze und Regeln der EU zu übernehmen, um seine Selbständigkeit zu verlieren.
Ad rem
Euer Jörg
© by Jozeil 1/2003
Nach dem, mit Tränen in den Augen ;-), letztes Jahr der Euro eingeführt wurde, über dessen Nutzen sich wohl elend lange streiten lässt, kam schon ein Gedanke des Sammelns in mir auf, doch, aus nicht wissendem Grund, hab ich nie wirklich damit begonnen. Bis, ja bis einen Tag vor Weihnachten ein kleines Päckchen aus euren Landen, von Hessen her kommend, durch einen netten Postbeamten bei mir zu Hause abgeliefert wurde. Gedrängt durch Neugier wurde es sodann, auch gleich mal einen Tag vor dem großen Feste, von Papier und Karton befreit.
Die Überraschung
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Hervor gekommen ist dann ein etwa 37 x 26 cm großes Album, welches eine Außenhaut aus 3 mm dicker Pappe zu Schützen weiß. Doch sehr überrascht und nicht wissend, was ich damit machen sollte, wurde selbst mir bei genauerer Betrachtung klar, was es damit auf sich hatte. Geziert durch einen großen, die Vorderseite zeigenden und mit den 12 Europa-Sternen umrandeten Euro, wurde meine Vermutung auch noch durch den güldenen Hinweis EURO und den in Silber verfassten Verweis “Sammelalbum“ gestärkt. Da war es also nun, das Album, welches von mir die nächsten Jahre wenn nicht Jahrzehnte gefüttert werden wollte und mir dank der Landkarte auf der Rückseite die Weiten des Eurolandes näher zu bringen vermag.
Aufgeklappt hat es mich dann aber doch etwas überrascht, als statt der mir bekannten Kunststoffhüllen für die Münzen lediglich ein 6 Seiten umfassendes Heftchen mit näheren Infos über jedes der vom Euro heimgesuchten Länder zu erblicken war. Des Rätsels Lösung, wo sich denn die Münzen niederlassen sollten, aber wurde dann schnell gefunden. Denn für die Münzen, mir bisher unbekannt, sollen in die auf den Innenseiten der Pappendeckelhaut vorgesehenen und bereits mit Papiermünzen gefüllten 8 Felder pro Land ihr Dasein fristen.
Die Informationen
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Jetzt lag es also da, das Album, leer und öd, wartend auf Münzen frisch aus der Presse. Doch hat ich ja bisher noch nicht gesammelt und so begnügte ich mich vorerst einmal, mir das Heftchen vorzunehmen. Jede Menge an Infos über die Mitgliedsstaaten kann ich daraus lesen. Wie groß ist Deutschland, wie viele Menschen tummeln sich dort, seit wann lassen die Einwohner durch Euroland mobben, und und und.
Auch die Münzen werden penibel genau beschrieben. Nicht das Material, aus dem sie sind, nein, die länderspezifische Prägung auf der Rückseite soll es sein, dessen Sinn und Motiv genauer beschrieben wird, sodass auch ich endlich, wichtig oder nicht, weiß, was mir z. B. Frankreich mit den Abbildungen näher bringen möchte.
Trotz dieser Informationen, und das bewerte ich als kleines Manko, kann ich aus diesen 6 Seiten nicht wirklich alles Erfahren, was ich als Unwissender, die EU betreffend, über meine Nachbarländer wissen möchte. Dennoch will ich hier mal ein Auge zudrücken, denn für ein Münzalbum, denk ich mal, enthält es die wichtigsten Fakten und um mehr an Wissen anzusammeln, greif ich halt zum guten alten Lexikon..
Das Füllen
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Die erste wirklich Sammeltaugliche noch glänzende und wenig abgegriffene Münze war dann ein Euro, aus meinem Lande, die sich in das Album verirren durfte. Mit sanften Fingerspitzen entfernte ich die Pappe aus dem entsprechenden Loch, nahm die Münze und drückt sie, mit der Länderseite nach oben, in die richtige Position. Doch was mussten meine Äuglein sehen, hab ich doch, obwohl auf Vorsicht bedacht, den Rand leicht beschädigt, wodurch doch das Aussehen etwas beeinträchtigt wurde. Grad noch mal mit viel Geduld etwas zum Schöneren gewendet, gings dann wieder und ich nahm mir vor, das nächste Mal eine Pinzette zum Entfernen des Vordruckes zu verwenden.
Ein Tipp
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Ganz stolz ;-) blickte ich auf die neue Münze, welche durch das etwas kleiner vorgestanzte Loch, deshalb auch das Eindrücken, einen guten Halt garantierte. Jedoch, und das will ich hier nicht außer acht gelassen haben, solltet ihr darauf achten, die Münze gleich richtig einzulegen, da Nachträgliches verschieben und zurechtdrehen doch eher schwer fällt, das Loch ausgeweitet und der Halt beeinträchtigt werden könnte.
Fazit
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Etwas erbärmlich für wirkliche Sammler reicht es für meine Bedürfnisse mal aus. Einfach und doch ganz schön steht es im Regal und wartet darauf, wertvoller und schwerer zu werden. Auch wenn ich nicht denke, jemals alle Vordrucke durch Metall ersetzen zu können, ich denke da nur mal an die Münzen des Vatikans, die schon jetzt horrende Preise am Markt erzielen und wohl kaum durch Zufall in meiner Brieftasche landen werden, will ich mal damit weitermachen. Immerhin, und das innerhalb von nicht einmal 1 Monat, habe ich Österreich, Deutschland, Italien und Frankreich voll, was ich mal einfach so auf den doch regen Fremdenverkehr in der Alpenrepublik zurückzuführen will.
Schön glänzend, nicht zu alt und doch nur von geringem Wert. Denn wirklich für Sammler interessante Prägungen, wie in Münzgeschäften erhältlich, etwa die erste Prägung oder polierte Platte, kann und will ich mir nicht leisten.
Für mich würde bei einer solchen Beschaffung der Anreiz verloren gehen.
Tauchen nur noch zwei Fragen auf:
Was ist, sollten sich, was gar nicht so unwahrscheinlich ist, die einzelnen Länder dazu durchringen, die Abbildungen zu ändern?
Was ist, wenn jetzt, in gar nicht allzu langer Zukunft neue Länder sich der EU unterwerfen?
Dann hab ich Pech, denn trotz des unter Berücksichtigung der Ausarbeitung und verwendeten Materialien etwas hoch angesetzten Preises von knapp 8 Euro, muss ich dann erneut in die Geldbörse greifen, um ein neues aktualisiertes Mäppchen zu erwerben.
Und jetzt verabschiede ich mich, sammle weiter und hoffe vergebens, dass sich kein anderer Staat dazu durchringt, die Gesetze und Regeln der EU zu übernehmen, um seine Selbständigkeit zu verlieren.
Ad rem
Euer Jörg
© by Jozeil 1/2003
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