Evil (DVD) Testbericht
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Auf yopi.de gelistet seit 11/2011
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Erfahrungsbericht von Saturn1985
Was ist das Böse?
Pro:
-ein wirklich bewegender und autenthischer Film -regt auch nach dem Ende noch zum Nachdenken an
Kontra:
-nix
Empfehlung:
Ja
EVIL- 2 DVD Special Edition
(nominiert für den Oscar 2004)
Spannung: 3 von 5 Punkten
Humor: 1 von 5 Punkten
Action:2 von 5 Punkten
Erotik: 1 von 5 Punkten
Drama: 5 von 5 Punkten
Genre: Drama
Erschienen: Schweden 2003
FSK: Freigegeben ab 12 Jahren
Laufzeit: 109 Minuten, Bonus 63 Minuten
Darsteller: Andreas Wilson (Erik Ponti), Linda Gyllenberg (Marja), Henrik Lundström (Pierre Tanguy), Gustav Skarsgard (Otto Silverhielm)
Regie: Mikael Hafstrom
Specials auf DVD:
Darstllerprofile, Making of, Interview mit Drehbuchautor Jan Guillou, nicht verwendete Szenen, Artworkgalerie
Handlung:
Der Film spielt in den '50er Jahren in Schweden. Der 16-jährige Erik lebt bei seiner Mutter und seinem gewalttätigen und tyrannischen Stiefvater. Dieser schlägt ihn regelmäßig beim geringsten Widerstand oder um ihn einfach zu schikanieren. Erik gibt diese Gewalt an der Schule weiter, er verprügelt schwächere und lässt sich dafür feiern. Als er es zu übertreiben beginnt, fliegt er von der Schule und seine letzte Chance für einen Schulabschluss und damit für ein ordentliches Leben ist die Aufnahme am Elite-Internat Stjärnsberg. Hier sind die Hierarchien streng geordnet, die Schüler sorgen untereinander für Ordnung, die Älteren "erziehen" und bestrafen die Jüngeren, die Lehrer halten sich aus allem raus. Erik beginnt dieses System zu hinterfragen, während er sich in die Küchengehilfin Marja verliebt und sich eng mit dem Außenseiter Pierre anfreundet. Er beginnt sich den Befehlen und Regeln der Älteren zu widersetzen und zieht somit immer mehr deren Ärger auf sich. Und das größte Problem dabei ist, dass er sich nicht mal wehren kann, denn wenn er zuschlägt, wird er der Schule verwiesen und hätte damit auch die letzte Chance auf ein "ordentliches" Leben vertan.
Fazit:
Dieser Film ist in meinen Augen nicht umsonst für den Oscar nominiert worden, wobei ich damit natürlich nicht sagen will, dass diese Auszeichnung das höchste aller Gefühle ist, allerdings war "Evil" wirklich berechtigt nominert. Der Film plädiert eindrucksvoll für Werte wie Individualität, Freundschaft, Toleranz und Liebe, ohne dabei erzieherisch zu wirken. Außerdem fällt es wirklich schwer sich vorzustellen, dass diese Umgangsformen früher Normalität an den Privatschulen waren und vielleicht heute noch sind. Außerdem wird hier auch intelligent das Böse in Frage gestellt, ob es nun der Stiefvater ist, der unberechtigt seinen Sohn verprügelt, dies aber selbst wahrscheinlich für richtig hält, ob es Erik ist, der gegen alles rebelliert und selber brutal zuschlägt, ob es die Lehrer sind, die bis auf eine Ausnahme den Schülern mehr Verantwortung geben, als diese in der Lage zu tragen sind oder ob es die Älteren sind, die die Jüngeren psychisch und körperlich malträtieren?! Natürlich ist klar, dass die Beschuldigung des alten Rektors, Erik sei das absolut Böse, totaler Quatsch ist und auch das Pierres Erklärung, die Älteren Schüler würden sich an den Jüngeren dafür rächen, dass sie früher auch von den älteren Schülern schickaniert wurden, nicht wirklich befriedigend ist. Und gerade diese Unklarheiten und diese vielseitigen Charaktere machen diesen Film so intensiv und lassen einen wirklich nachdenken.
MfG,ich habe diesen Bericht für ciao und yopi geschrieben, freue mich über jeden Kommentar.
(nominiert für den Oscar 2004)
Spannung: 3 von 5 Punkten
Humor: 1 von 5 Punkten
Action:2 von 5 Punkten
Erotik: 1 von 5 Punkten
Drama: 5 von 5 Punkten
Genre: Drama
Erschienen: Schweden 2003
FSK: Freigegeben ab 12 Jahren
Laufzeit: 109 Minuten, Bonus 63 Minuten
Darsteller: Andreas Wilson (Erik Ponti), Linda Gyllenberg (Marja), Henrik Lundström (Pierre Tanguy), Gustav Skarsgard (Otto Silverhielm)
Regie: Mikael Hafstrom
Specials auf DVD:
Darstllerprofile, Making of, Interview mit Drehbuchautor Jan Guillou, nicht verwendete Szenen, Artworkgalerie
Handlung:
Der Film spielt in den '50er Jahren in Schweden. Der 16-jährige Erik lebt bei seiner Mutter und seinem gewalttätigen und tyrannischen Stiefvater. Dieser schlägt ihn regelmäßig beim geringsten Widerstand oder um ihn einfach zu schikanieren. Erik gibt diese Gewalt an der Schule weiter, er verprügelt schwächere und lässt sich dafür feiern. Als er es zu übertreiben beginnt, fliegt er von der Schule und seine letzte Chance für einen Schulabschluss und damit für ein ordentliches Leben ist die Aufnahme am Elite-Internat Stjärnsberg. Hier sind die Hierarchien streng geordnet, die Schüler sorgen untereinander für Ordnung, die Älteren "erziehen" und bestrafen die Jüngeren, die Lehrer halten sich aus allem raus. Erik beginnt dieses System zu hinterfragen, während er sich in die Küchengehilfin Marja verliebt und sich eng mit dem Außenseiter Pierre anfreundet. Er beginnt sich den Befehlen und Regeln der Älteren zu widersetzen und zieht somit immer mehr deren Ärger auf sich. Und das größte Problem dabei ist, dass er sich nicht mal wehren kann, denn wenn er zuschlägt, wird er der Schule verwiesen und hätte damit auch die letzte Chance auf ein "ordentliches" Leben vertan.
Fazit:
Dieser Film ist in meinen Augen nicht umsonst für den Oscar nominiert worden, wobei ich damit natürlich nicht sagen will, dass diese Auszeichnung das höchste aller Gefühle ist, allerdings war "Evil" wirklich berechtigt nominert. Der Film plädiert eindrucksvoll für Werte wie Individualität, Freundschaft, Toleranz und Liebe, ohne dabei erzieherisch zu wirken. Außerdem fällt es wirklich schwer sich vorzustellen, dass diese Umgangsformen früher Normalität an den Privatschulen waren und vielleicht heute noch sind. Außerdem wird hier auch intelligent das Böse in Frage gestellt, ob es nun der Stiefvater ist, der unberechtigt seinen Sohn verprügelt, dies aber selbst wahrscheinlich für richtig hält, ob es Erik ist, der gegen alles rebelliert und selber brutal zuschlägt, ob es die Lehrer sind, die bis auf eine Ausnahme den Schülern mehr Verantwortung geben, als diese in der Lage zu tragen sind oder ob es die Älteren sind, die die Jüngeren psychisch und körperlich malträtieren?! Natürlich ist klar, dass die Beschuldigung des alten Rektors, Erik sei das absolut Böse, totaler Quatsch ist und auch das Pierres Erklärung, die Älteren Schüler würden sich an den Jüngeren dafür rächen, dass sie früher auch von den älteren Schülern schickaniert wurden, nicht wirklich befriedigend ist. Und gerade diese Unklarheiten und diese vielseitigen Charaktere machen diesen Film so intensiv und lassen einen wirklich nachdenken.
MfG,ich habe diesen Bericht für ciao und yopi geschrieben, freue mich über jeden Kommentar.
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