Fabian Ernst Testbericht


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Auf yopi.de gelistet seit 08/2003
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Erfahrungsbericht von Blumenstaengel
Und noch ein guter Spieler
Pro:
-
Kontra:
-
Empfehlung:
Ja
Fabian Ernst
Rückennummer: 4
Position: Mittelfeld
Status: Profi
Bei Werder seit: 01.07.2000
Geburtsdatum: 30.05.1979
Geburtsort: Hannover
Nationalität: deutsch
Größe: 1,83 m
Gewicht: 80 kg
Bisherige Vereine: Hannover 96
Hamburger SV
Bundesliga-Einsätze/Tore: 107/5
Europapokal-Einsätze/Tore: 6/1
Länderspiele/Tore: 32/3 x U 21
1/0 - A Länderspiel
Größte sportl. Erfolge: Vize-Europameister U 21
Aufstieg 2. Bundesliga mit Hannover 96
UEFA-Cup Qualifikation mit dem SV Werder 2001/2002
Persönliches: ledig
Ausbildung/Beruf: erweiterte Realschule
Hobbys: Musik, Basketball, Fußball
Bei den Fußball-Experten der Republik herrscht Einigkeit: Die ersten Monate der laufenden Saison waren auch die Monate des Fabian Ernst. \"Ich bin mit meinen Leistungen bisher sehr zufrieden\", urteilt der 23-Jährige über seine Fortschritte, die Chefcoach Thomas Schaaf so beschreibt: \"Fabian hat sich vom großen Talent zu einer bestimmenden Persönlichkeit unserer Mannschaft entwickelt.\" Gereift nennen es viele - eine Formulierung, die auch Fabian Ernst selbst nicht von der Hand weisen will und bestätigt: \"Im Vergleich zu meinen früheren Stationen Hannover und Hamburg ist es mir beim SV Werder gelungen, zunehmend mehr Konstanz in meine Leistungen zu bringen.\"
Fabian Ernst hat sich \"durchgeboxt\" - harte Arbeit war der Grundstein für diese Entwicklung, die dem Rekordnationalspieler der deutschen U21 (31 Einsätze/ 2 Tore) bei seinem Wechsel vom Hamburger SV zum SV Werder im Sommer 2000 viele nicht mehr zugetraut hatten. Erst recht, weil der ehrgeizige Ernst auch in Bremen zunächst über seine eigenen hohen Ansprüche stolperte. \"Früher wollte ich auf dem Spielfeld immer alles auf einmal machen\", erinnert er sich und hat daraus gelernt: \"Nun beschränke ich mich erst auf meine eigentliche Aufgabe. Wenn darüber hinaus noch etwas geht, ist es umso besser.\"
Es geht einiges. Im zentralen defensiven Mittelfeld fühlt sich Ernst wohl. Dort absolviert er in jedem Spiel ein enormes Laufpensum, geht weite Wege, ist ständig unterwegs und stopft die Löcher, die sich in der Werder-Defensive auftun. Die Beschattung des gegnerischen Spielmachers? Für Fabian Ernst kein Problem - zuletzt kapitulierte Herthas brasilianischer Regisseur Marcelinho vor den Zweikampfkünsten des Werder-Profis. Der Sturm der Berliner verkam zum lauen Lüftchen.
Doch nicht nur hinten setzt Ernst Akzente. \"‘Fabe’ ist ein guter Techniker und versteht es, das gesamte Spiel aus der Defensive zu lenken\", so Mannschaftskapitän Frank Baumann über seinen Mitspieler, den die Medien zum Nachfolger des Ex-Werderaners und jetzigen Dortmunders Torsten Frings auserkoren haben. Doch Ernst ist Ernst; darauf legt er zu Recht Wert und kann sowieso kaum Gemeinsamkeiten ausmachen. Grundverschiedene Fußballer seien die beiden, betont auch Werders Sportdirektor Klaus Allofs. Aber: \"Taktisch, was die Defensive angeht, ist Fabian stärker als Torsten Frings\", so der ehemalige Weltklasse-Stürmer.
Was die erfolgreiche Entwicklung des Torsten Frings im Werder-Dress anbelangt, ist Fabian Ernst das Nacheifern durchaus erlaubt. Im direkten Aufeinandertreffen klappte es vor einigen Wochen schon ganz gut. Auf Frings’ Führungstreffer im Weser-Stadion hatte Ernst die richtige Antwort parat und erzielte prompt den vorübergehenden Ausgleich. Auch in punkto Routine braucht sich Werders Nummer 4 nicht zu verstecken: \"Mit über 100 Bundesligaspielen und etlichen internationalen Einsätzen von der U18- bis zur U21-Nationalelf muss ich mich wohl zu den erfahrenen Spielern unserer Mannschaft zählen\", vermutet Ernst. Bereits mit 19 Jahren das Bundesliga-Debüt, mittlerweile vier Spielzeiten auf dem Buckel, in der fünften mittendrin. Doch der Traum, bei allen 34 Begegnungen dabei zu sein, platzte bereits am ersten Spieltag. Fabian Ernst sah beim Bundesligaauftakt in Bielefeld die Gelb-Rote Karte. Die Folge: Ein Spiel Sperre, ausgerechnet gegen den HSV. \"Selbst schuld\", bekannte Ernst. \"Das Foul an der Mittellinie, das zum Platzverweis führte, war total unnötig.\" Die kritische Auseinandersetzung mit der eigenen Leistung - auch in der Analyse der ersten Saisonspiele wird sie bei Fabian Ernst deutlich: \"In den entscheidenden Situationen unterliefen uns einfach zu viele grobe Schnitzer\", hat der \"Staubsauger\" der Werder-Defensive erkannt. Die bittere Konsequenz: das UEFA-Cup-Aus. \"Eine kleine Katastrophe\", gibt Ernst zu und kann seine Enttäuschung nicht verbergen. Ein Rückschlag auch für seine National-Mannschafts-Ambitionen? Nein, sagt der gebürtige Hannoveraner. \"Zurückwerfen wird mich unser Ausscheiden nicht. Aber noch weitere UEFA-Cup-Spiele zu bestreiten, hätte mich sicherlich voran gebracht.\"
Nun führt der Weg zum Ausbau der Länderspielbilanz über starke Leistungen in der Bundesliga. Im Mai streifte Ernst den Dress mit dem Bundesadler erstmals für das A-Team über. Dem 24-minütigen Debüt gegen Kuwait folgte im August ein weiterer Einsatz in Bulgarien. Ginge es nach Frank Baumann, dann wäre Ernst bereits nächstes Mal wieder im erlauchten Kreis der Nationalmannschaft dabei: \"Er kann schon bald den Durchbruch schaffen. Wenn er seine starken Leistungen weiter bestätigt, wird Rudi Völler ihn regelmäßig einladen\", prophezeit \"Baumi\". Derweil beurteilt Ernst seine Chancen mit einer Mischung aus Zurückhaltung und gesundem Selbstvertrauen: \"Sicherlich muss ich mich noch weiter beweisen und meine Leistungen stabilisieren.\" Doch auch ihm ist klar: \"Ich bin nicht weit davon entfernt und habe das Potenzial, in der Nationalmannschaft zu spielen.\"
Dass Erfolge mit dem SV Werder für das Ansehen bei DFB-Teamchef Rudi Völler und Bundestrainer Michael Skibbe förderlich sind, davon ist Ernst überzeugt. Auch davon, dass dies bei den Grün-Weißen möglich ist. \"Die ersten zwei Jahre beim SV Werder haben mir gezeigt, dass ich hier als junger Spieler eine gute Perspektive habe, hervorragend aufgebaut werde und immer wieder die Chance bekomme, mich zu beweisen.\" Die logische Folge: Bereits im März verlängerte Ernst seinen Vertrag beim SV Werder bis ins Jahr 2005. Startklar für den Angriff auf nationale und internationale Titel. Und auf den Stammplatz im Nationalteam. Einziger Haken: Dort hat ihm der Fußball-Gott ausgerechnet auf seiner Position eine Menge Konkurrenz aufgeladen. Mitbewerber, die ebenfalls noch jung sind und den Großteil ihrer Karriere noch vor sich haben. Doch mit seinen aktuellen Leistungen braucht Ernst auch diese Vergleiche nicht zu scheuen.
Dass der Führungsspieler Ernst auch außerhalb des Spielfelds Verantwortung für sein Team übernimmt, bewies er zuletzt mit seiner Rückendeckung für Pascal Borel. Er stellte sich hinter den Werder-Keeper und verteidigte ihn vehement gegen die Angriffe der Medien und der eigenen Fans. Auch Ernst hatte in den vergangenen Jahren so seine Erfahrungen mit öffentlicher Kritik gesammelt. \"Aber das was hier mit Pascal passiert ist, war absolut unfair\", so Ernst. \"Als junger Spieler so gnadenlos fertig gemacht zu werden, das habe ich in meiner Karriere noch nicht erlebt.\"
Ein Verantwortungsbewusstsein, das auch Rudi Völler wohlwollend registrieren wird. Genau wie die Tatsache, dass Fabian Ernst seine Ansprüche auf weitere Länderspieleinsätze anmeldet. \"Immer wieder muss Fabian seine Stärke dokumentieren. Es ist richtig, dass er sich die Ziele Stück für Stück setzt\", lobt Thomas Schaaf. Da passt es ins Bild, dass Ernsts offizielles Statement zur WM 2006 noch bescheiden ausfällt: \"Darüber zu spekulieren, ist noch viel zu früh. Ganz, ganz viele Spieler haben derzeit den Traum, bei der WM im eigenen Land dabei zu sein.\" Stimmt, aber nur wenige haben sich bereits so gute Voraussetzungen erarbeitet wie Werders Mittelfeldspieler.
Auch privat blickt Fabian Ernst in jüngster Zeit auf eine positive Entwicklung. Freundin Julia zog von Hamburg nach Bremen. \"Es war nicht einfach, immer nur an freien Tagen zwischen den beiden Wohnorten zu pendeln. Nun haben wir mehr Zeit für uns\", ist er erleichtert. Nicht nur für die sportliche Zukunft gilt: Fabian Ernst hat den richtigen Kurs gefunden.
Rückennummer: 4
Position: Mittelfeld
Status: Profi
Bei Werder seit: 01.07.2000
Geburtsdatum: 30.05.1979
Geburtsort: Hannover
Nationalität: deutsch
Größe: 1,83 m
Gewicht: 80 kg
Bisherige Vereine: Hannover 96
Hamburger SV
Bundesliga-Einsätze/Tore: 107/5
Europapokal-Einsätze/Tore: 6/1
Länderspiele/Tore: 32/3 x U 21
1/0 - A Länderspiel
Größte sportl. Erfolge: Vize-Europameister U 21
Aufstieg 2. Bundesliga mit Hannover 96
UEFA-Cup Qualifikation mit dem SV Werder 2001/2002
Persönliches: ledig
Ausbildung/Beruf: erweiterte Realschule
Hobbys: Musik, Basketball, Fußball
Bei den Fußball-Experten der Republik herrscht Einigkeit: Die ersten Monate der laufenden Saison waren auch die Monate des Fabian Ernst. \"Ich bin mit meinen Leistungen bisher sehr zufrieden\", urteilt der 23-Jährige über seine Fortschritte, die Chefcoach Thomas Schaaf so beschreibt: \"Fabian hat sich vom großen Talent zu einer bestimmenden Persönlichkeit unserer Mannschaft entwickelt.\" Gereift nennen es viele - eine Formulierung, die auch Fabian Ernst selbst nicht von der Hand weisen will und bestätigt: \"Im Vergleich zu meinen früheren Stationen Hannover und Hamburg ist es mir beim SV Werder gelungen, zunehmend mehr Konstanz in meine Leistungen zu bringen.\"
Fabian Ernst hat sich \"durchgeboxt\" - harte Arbeit war der Grundstein für diese Entwicklung, die dem Rekordnationalspieler der deutschen U21 (31 Einsätze/ 2 Tore) bei seinem Wechsel vom Hamburger SV zum SV Werder im Sommer 2000 viele nicht mehr zugetraut hatten. Erst recht, weil der ehrgeizige Ernst auch in Bremen zunächst über seine eigenen hohen Ansprüche stolperte. \"Früher wollte ich auf dem Spielfeld immer alles auf einmal machen\", erinnert er sich und hat daraus gelernt: \"Nun beschränke ich mich erst auf meine eigentliche Aufgabe. Wenn darüber hinaus noch etwas geht, ist es umso besser.\"
Es geht einiges. Im zentralen defensiven Mittelfeld fühlt sich Ernst wohl. Dort absolviert er in jedem Spiel ein enormes Laufpensum, geht weite Wege, ist ständig unterwegs und stopft die Löcher, die sich in der Werder-Defensive auftun. Die Beschattung des gegnerischen Spielmachers? Für Fabian Ernst kein Problem - zuletzt kapitulierte Herthas brasilianischer Regisseur Marcelinho vor den Zweikampfkünsten des Werder-Profis. Der Sturm der Berliner verkam zum lauen Lüftchen.
Doch nicht nur hinten setzt Ernst Akzente. \"‘Fabe’ ist ein guter Techniker und versteht es, das gesamte Spiel aus der Defensive zu lenken\", so Mannschaftskapitän Frank Baumann über seinen Mitspieler, den die Medien zum Nachfolger des Ex-Werderaners und jetzigen Dortmunders Torsten Frings auserkoren haben. Doch Ernst ist Ernst; darauf legt er zu Recht Wert und kann sowieso kaum Gemeinsamkeiten ausmachen. Grundverschiedene Fußballer seien die beiden, betont auch Werders Sportdirektor Klaus Allofs. Aber: \"Taktisch, was die Defensive angeht, ist Fabian stärker als Torsten Frings\", so der ehemalige Weltklasse-Stürmer.
Was die erfolgreiche Entwicklung des Torsten Frings im Werder-Dress anbelangt, ist Fabian Ernst das Nacheifern durchaus erlaubt. Im direkten Aufeinandertreffen klappte es vor einigen Wochen schon ganz gut. Auf Frings’ Führungstreffer im Weser-Stadion hatte Ernst die richtige Antwort parat und erzielte prompt den vorübergehenden Ausgleich. Auch in punkto Routine braucht sich Werders Nummer 4 nicht zu verstecken: \"Mit über 100 Bundesligaspielen und etlichen internationalen Einsätzen von der U18- bis zur U21-Nationalelf muss ich mich wohl zu den erfahrenen Spielern unserer Mannschaft zählen\", vermutet Ernst. Bereits mit 19 Jahren das Bundesliga-Debüt, mittlerweile vier Spielzeiten auf dem Buckel, in der fünften mittendrin. Doch der Traum, bei allen 34 Begegnungen dabei zu sein, platzte bereits am ersten Spieltag. Fabian Ernst sah beim Bundesligaauftakt in Bielefeld die Gelb-Rote Karte. Die Folge: Ein Spiel Sperre, ausgerechnet gegen den HSV. \"Selbst schuld\", bekannte Ernst. \"Das Foul an der Mittellinie, das zum Platzverweis führte, war total unnötig.\" Die kritische Auseinandersetzung mit der eigenen Leistung - auch in der Analyse der ersten Saisonspiele wird sie bei Fabian Ernst deutlich: \"In den entscheidenden Situationen unterliefen uns einfach zu viele grobe Schnitzer\", hat der \"Staubsauger\" der Werder-Defensive erkannt. Die bittere Konsequenz: das UEFA-Cup-Aus. \"Eine kleine Katastrophe\", gibt Ernst zu und kann seine Enttäuschung nicht verbergen. Ein Rückschlag auch für seine National-Mannschafts-Ambitionen? Nein, sagt der gebürtige Hannoveraner. \"Zurückwerfen wird mich unser Ausscheiden nicht. Aber noch weitere UEFA-Cup-Spiele zu bestreiten, hätte mich sicherlich voran gebracht.\"
Nun führt der Weg zum Ausbau der Länderspielbilanz über starke Leistungen in der Bundesliga. Im Mai streifte Ernst den Dress mit dem Bundesadler erstmals für das A-Team über. Dem 24-minütigen Debüt gegen Kuwait folgte im August ein weiterer Einsatz in Bulgarien. Ginge es nach Frank Baumann, dann wäre Ernst bereits nächstes Mal wieder im erlauchten Kreis der Nationalmannschaft dabei: \"Er kann schon bald den Durchbruch schaffen. Wenn er seine starken Leistungen weiter bestätigt, wird Rudi Völler ihn regelmäßig einladen\", prophezeit \"Baumi\". Derweil beurteilt Ernst seine Chancen mit einer Mischung aus Zurückhaltung und gesundem Selbstvertrauen: \"Sicherlich muss ich mich noch weiter beweisen und meine Leistungen stabilisieren.\" Doch auch ihm ist klar: \"Ich bin nicht weit davon entfernt und habe das Potenzial, in der Nationalmannschaft zu spielen.\"
Dass Erfolge mit dem SV Werder für das Ansehen bei DFB-Teamchef Rudi Völler und Bundestrainer Michael Skibbe förderlich sind, davon ist Ernst überzeugt. Auch davon, dass dies bei den Grün-Weißen möglich ist. \"Die ersten zwei Jahre beim SV Werder haben mir gezeigt, dass ich hier als junger Spieler eine gute Perspektive habe, hervorragend aufgebaut werde und immer wieder die Chance bekomme, mich zu beweisen.\" Die logische Folge: Bereits im März verlängerte Ernst seinen Vertrag beim SV Werder bis ins Jahr 2005. Startklar für den Angriff auf nationale und internationale Titel. Und auf den Stammplatz im Nationalteam. Einziger Haken: Dort hat ihm der Fußball-Gott ausgerechnet auf seiner Position eine Menge Konkurrenz aufgeladen. Mitbewerber, die ebenfalls noch jung sind und den Großteil ihrer Karriere noch vor sich haben. Doch mit seinen aktuellen Leistungen braucht Ernst auch diese Vergleiche nicht zu scheuen.
Dass der Führungsspieler Ernst auch außerhalb des Spielfelds Verantwortung für sein Team übernimmt, bewies er zuletzt mit seiner Rückendeckung für Pascal Borel. Er stellte sich hinter den Werder-Keeper und verteidigte ihn vehement gegen die Angriffe der Medien und der eigenen Fans. Auch Ernst hatte in den vergangenen Jahren so seine Erfahrungen mit öffentlicher Kritik gesammelt. \"Aber das was hier mit Pascal passiert ist, war absolut unfair\", so Ernst. \"Als junger Spieler so gnadenlos fertig gemacht zu werden, das habe ich in meiner Karriere noch nicht erlebt.\"
Ein Verantwortungsbewusstsein, das auch Rudi Völler wohlwollend registrieren wird. Genau wie die Tatsache, dass Fabian Ernst seine Ansprüche auf weitere Länderspieleinsätze anmeldet. \"Immer wieder muss Fabian seine Stärke dokumentieren. Es ist richtig, dass er sich die Ziele Stück für Stück setzt\", lobt Thomas Schaaf. Da passt es ins Bild, dass Ernsts offizielles Statement zur WM 2006 noch bescheiden ausfällt: \"Darüber zu spekulieren, ist noch viel zu früh. Ganz, ganz viele Spieler haben derzeit den Traum, bei der WM im eigenen Land dabei zu sein.\" Stimmt, aber nur wenige haben sich bereits so gute Voraussetzungen erarbeitet wie Werders Mittelfeldspieler.
Auch privat blickt Fabian Ernst in jüngster Zeit auf eine positive Entwicklung. Freundin Julia zog von Hamburg nach Bremen. \"Es war nicht einfach, immer nur an freien Tagen zwischen den beiden Wohnorten zu pendeln. Nun haben wir mehr Zeit für uns\", ist er erleichtert. Nicht nur für die sportliche Zukunft gilt: Fabian Ernst hat den richtigen Kurs gefunden.
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