Fackelmann Nussknacker Chrom Testbericht
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Erfahrungsbericht von topfmops
Verheißungsvolle Formen
Pro:
Ewiges Design
Kontra:
Die Suche danach dauert manchmal
Empfehlung:
Ja
Warum halten sich eigentlich die wenigsten Menschen an das einfachste Prinzip der Ordnung?
Vor allem in der Küche?
Warum wird ein Gegenstand nicht wieder dahin gelegt, wo er weggenommen wurde??
Warum findest du nie etwas, wenn du danach suchst??
Die Antwort ist einfach: Weil du nicht da nachguckst, wo das vermaledeite Ding liegt! Und ‚suchen’ ist ja so etwas von frustrierend, wohingegen ‚finden’ immer ein Erfolgserlebnis ist.
Wenn ich jetzt noch wüsste, wo dieses Ungeheuer ursprünglich mal gelegen hat, wäre ich schon ein großes Stück weiter.
Scharf nachdenken, einen Entschluss fassen und aufreißen: Die ‚Kruscht-Schublade’. Das ist interne Familiensprache. Hinein kommt alles, was sonst nur Platz wegnimmt oder nur drei- oder viermal im Jahr gebraucht wird.
Das faszinierendste Beispiel interner Familiensprache hab’ ich mal bei meiner Schwiegermutter erlebt, die mit ihren Töchtern in der Küche versammelt war und beiläufig meinte: „Hol’ mir mal das Ding von dem Ding runter!“
Und ich schwöre: Jede der vier Töchter wusste, was gemeint war!!
Aha, da ist es ja: Dieses Gerät, das speziell zu dieser Jahreszeit seine Dienste tut: Der Nussknacker!!
Nicht irgendein Nussknacker! Nein, der von einem führenden Hersteller Deutschlands von Haushaltsgeräten, von Fackelmann.
Die Firma ist über das Internet mit www.fackelmann.de zu erreichen. Diese etwas betuliche Seite, die seit über einem Jahr nicht mehr bearbeitet worden ist – es wird noch von Schumi’s 7. Weltmeisterschaft und den olympischen Spielen in Athen geschwärmt – gibt u.a. Auskunft über die Filialen, die Fackelmann in der BRD hat.
Der erste Teil des Erfolgserlebnisses ist geschafft: Ich hab’ ihn!! Verchromt, griffig, glänzend. Ein relativ einfach konstruiertes Gerät, zwei Arme, jeder etwa 17 cm lang, die an der Spitze mit einem Gelenk zusammengehalten werden.. Allerdings mit verheißungsvollen Kurven, in die erste Rundung passen Nüsse mit einem Durchmesser ab 1 cm, kleinere rutschen durch, und die zweite Öffnung zermalmt größere wie Wal- oder Paranüsse bei entsprechendem Kraftaufwand. Über die Hebelgesetze möchte ich mich jetzt nicht auslassen. Die Jüngeren werden vielleicht etwas enttäuscht sein, aber das Ding funktioniert im Handbetrieb, keine Kabel, keine Batterien, lediglich rohe Kraft.
Ob es schon antiquarischen Wert hat? Schließlich stammt es – genau wie ich – aus dem letzten Jahrtausend und hat damals um die fünf Mark gekostet. Der Wahrheit die Ehre: Ich bin dann doch einige Tage älter als der Nussknacker, der mich irgendwie an die DGB-Vizepräsidentin Ursula Engelen-Kefer erinnert oder assoziiere ich die Kinnpartie der Dame mit einem Nussknacker? Aber dass ich zu lästerlichen Vergleichen neige, wisst Ihr ja inzwischen.
Beide Rundungen sind innen nicht glatt, sondern mit Riefen und Kerben versehen, damit die Nüsse nicht durch rutschen und an der Außenseite der Griffe sind fein ziselierte Muster, die dem Auge schmeicheln und das Festhalten erleichtern. Diese Riefen und Kerben haben auch den Zweck, Menschen davon abzuhalten, mit der einen Hand den Nussknacker zu betätigen, während sie mit zwei oder mehr Fingern der anderen Hand die Nuss festhalten. Diese Technik ist nicht empfehlenswert: Das gibt schweres Aua!!
Dieses Ding hat ein Gewicht von 566 Gramm, ist also auch vom Material her entsprechend preiswert. Allerdings weiß ich nicht, was das örtliche Pfandhaus dafür bieten würde.
Und das Versetzen empfiehlt sich augenblicklich auch nicht, denn dann bringe ich mich um den zweiten Teil des Erfolgserlebnisses: Ich gehe jetzt spazieren und Nüsse, nein nicht ‚suchen’, sondern ‚finden’.
topfmops, der auch auf anderen Plattformen zu Gange ist, bedankt sich für’s Lesen und Bewerten und freut sich auf lesenswerte Kommentare.
39 Bewertungen, 10 Kommentare
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07.11.2005, 15:58 Uhr von Tweety30
Bewertung: sehr hilfreichSchöner Bericht. Liebe Grüße, Tweety30!
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06.11.2005, 21:04 Uhr von animaldream
Bewertung: sehr hilfreichsehr informativ und witzig! LG animaldream
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06.11.2005, 16:30 Uhr von Cicila
Bewertung: sehr hilfreichFamiliensprache kenne ich auch ;-) Hat auch schon komische Gesichtsausdrücke bei Familienfremden ausgelöst *lach* <br/>LG Cicila
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06.11.2005, 16:05 Uhr von redwomen
Bewertung: sehr hilfreich*ggg* Wenn ich mir so den Bericht und die Kommentare lese gibt es anscheinend in JEDEM Haushalt eine "solche" Schublade. *lach* Allerdings Nussknacker müssen bei uns richtig "gut" sein, vor allem z.B. für die Paranüsse. -verdammt harte
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06.11.2005, 15:49 Uhr von antjeeule
Bewertung: sehr hilfreichDa habe ich doch jetzt glatt einen Kommentar wiedererkannt, den ich neulich von dir zu meinen Ausführungen über ein bestimmtes Buch erhalten habe. So eine Kramschublade haben wir auch. Da finde ich auch immer das Dingsbums und alles mögliche andere auch. B
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06.11.2005, 15:47 Uhr von anonym
Bewertung: sehr hilfreichSo amüsant habe ich es aber nicht scheiben können *gg*
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06.11.2005, 14:47 Uhr von Fluetie
Bewertung: sehr hilfreich1. Prinzip der Ordnung: Lege es da wieder hin, wo du es hergenommen hast. <br/>2. Prinzip der Ordnung: Vergiss das 1. Prinzip und lege den Krempel hin wo du Lustig bist. Die Anderen sollen auch suchen! <br/>sehr nützlich ( Sprache: Altyopi ) :-) lg Dirk
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06.11.2005, 14:45 Uhr von Flute
Bewertung: sehr hilfreichWir haben auch solche Schubladen, nennen sie aber Abenteuerschubladen. Denn darin findest du alles, Nagel, Klebstoff, Flaschenöffner, Pinsel, Kabel.....Lg. Dunja
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06.11.2005, 14:15 Uhr von anonym
Bewertung: sehr hilfreichmehr als nett!
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06.11.2005, 14:04 Uhr von Sternenhimmel
Bewertung: sehr hilfreichsehr hilfreich
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