Family Man (VHS) Testbericht

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ab 6,55
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Erfahrungsbericht von political

Ferrari fahren oder Windeln wechseln?

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Ja

Gestern Abend sollte es mal wieder was anderes sein. Die letzten beiden Filme waren wohl auch mit Nicolas Cage, aber doch aus einem ganz anderen Genre. Dieser Film „The family man“ ist auf den ersten Blick ein Familienfilm mit viel Kitsch und Schmuserei. Doch bei näherer Betrachtung – doch zuerst zum Inhalt.

Inhalt:
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Jack Campbell (Nicolas Cage) steht vor einer Entscheidung. Soll er nach London gehen und dort ein Praxisjahr als Broker absolvieren, oder soll er zu Hause bleiben, wozu ihn seine große Liebe Kate bewegen möchte. Jack steigt in das Flugzeug und Kate bleibt allein zurück. 13 Jahre später ist Jack einer der erfolgreichsten Geschäftsmänner der Wall Street. Er fährt einen hübschen Ferrari, vergnügt sich mit den schönsten Frauen und auch sonst scheint er sehr zufrieden zu sein. Er arbeitet hart, beinahe rund um die Uhr und auch zu Weihnachten ist er voll im übliche Stress.

Am Abend vor Weihnachten geht Jack in einen Laden, wo er nur kurz etwas einkaufen will, da begegnet er Cash (Don Cheadle), der gerade einen gefälschten Lottoschein in Bargeld verwandeln will. Jack und Cash kommen ins Gespräch und schon bald stellt sich heraus, dass das Treffen der zwei kein Zufall war. Jack soll eine Lektion lernen, die ihm ein anderes Leben zeigen soll. Als Jack also am nächsten Morgen erwacht, ist nichts mehr wie es war. Auf seinem Bauch liegt eine Blondine und im Nebenzimmer scheinen Kinder zu schreien. Die Blonde erwacht und nennt ihn „Schatz“. Da wird Jack bewusst, das er in einem anderen Leben wieder erwacht ist. Er verlässt fluchtartig das kleine Haus irgendwo in einer Vorstadt und da merkt er, dass er keine Ferrari mehr fährt. Bei seinem Penthouse angelangt, bemerkt er, dass ich dort keiner kennt und auch der Portier seiner Firma hat ihn nie zuvor gesehen.

Da taucht Cash wieder auf und erklärt Jack, er müsse etwas entdecken und dazu sei er von der „Organisation“ in dieses Leben versetzt worden. Dieses Leben ist Jack zu wider. Seine Frau Kate (Tea Leoni) arbeitet als Anwältin ohne Bezahlung, Jack hat 2 Kinder (Anni und Josh) und arbeitet als Reifenverkäufer. Die Familie hat wenig Geld und Jack hat all seinen Luxus verloren. Keine Anzüge, keine tollen Autos und ein geregeltes Familienleben lassen Jack fast verzweifeln. Erst langsam aber sicher wird sich Jack seiner Situation bewusst und versucht ihr Herr zu werden. Sein jetziges Leben ist jenes, das er gehabt hätte, wäre er 13 Jahre früher nicht nach London gegangen. Jack muss sich also entscheiden, welches Leben er wählen wird. Wie er sich entscheidet, müsst ihr euch selbst ansehen.

Daten zum Film:
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-) Der Film stammt aus dem Jahr 2000, dauert etwa 110 Minuten und ist ab 6 Jahre freigegeben, was durchaus passend ist.

-) Regie führte Brett Ratner der für Filme wie „Rush Hour“ oder „Money talks“ verantwortlich zeichnet.

-) Die Filmmusik stammt übrigens von Danny Elfman, der schon die Musik zu Filmen wie „Planet der Affen“, „Mission Impossible“ oder „Mars Attacks“ lieferte.

-) Die Hauptdarsteller sind Nicolas Cage (spielte schon in Con Air, Face Off, Red rock west, 8 mm, ...), Tea Leoni (spielte schon in Bad Boys, Deep Impact und Jurassic Park III) und Don Cheadle (spielte brillant in Traffic)

-) Der Film ist auf VHS und DVD erschienen und bietet auf DVD viele gute Features (leider gibt’s den Film in dieser Rubrik nicht. Die DVD bietet einige Trailer, Kommentare der Darsteller, Ratner und Elfman. Darüber hinaus findet man viele Untertitel und auch Produktionsnotizen zum Film)


Fazit:
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Ein Film der bei bloßem Durchlesen der Inhaltsangabe schlimmen Kitsch vermuten lässt, in Wahrheit aber wesentlich kritischer an das Problem beleuchtet. Jack ist ein erfolgreicher Mann und käme nie auf die Idee, dass ihm irgendetwas fehlen könnte, was er sich nicht kaufen könnte. Erst als er von einer höheren Macht (die Organisation) dazu gezwungen wird das Leben eines anderen zu leben, wacht Jack langsam auf. Doch anfangs hasst er dieses neue Leben, mit Geldsorgen, zwei Kindern und einer Ehefrau. Er kann sich nicht damit abfinden auf all seinen Luxus verzichten zu müssen. Auf seine Designeranzüge, die Callgirls und den silbernen Ferrari. Er lernt zwar damit umzugehen, aber glücklich kann er so nicht werden. Also versucht er weiterhin vergeblich, sein altes Leben zurückzubekommen.

Der Film ist nicht das was ich einen typischen Familienfilm nennen würde, denn dazu ist er nicht seicht genug. Es wird nicht wie sonst üblich, die Familie als höchstes Gut gepriesen, wofür man sämtliche Reichtümer hergeben würde. Vielmehr ist Jack eher dazu geneigt, auf die Familie zu verzichten und dafür mit seinem Reichtum weiterzuleben, an den er sich so gewöhnt hat. Dadurch bleibt auch während des ganzen Films die Frage offen, wie sich Jack entscheiden wird, es wird nur klar, dass es eine Entscheidung wird geben müssen...

Der Film ist meiner Meinung nach wirklich empfehlenswert und erhält dafür von mir die Note \\

7 Bewertungen, 2 Kommentare

  • Tuvok

    17.09.2003, 23:48 Uhr von Tuvok
    Bewertung: sehr hilfreich

    gute kritik

  • owesen

    17.04.2002, 12:35 Uhr von owesen
    Bewertung: sehr hilfreich

    Hier auch lesenswert ! *g* Gruß, Sönke (ec_owi13)