Feenbuntbarsch Testbericht
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Auf yopi.de gelistet seit 09/2003
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Summe aller Bewertungen
- Futterkosten:
- Pflegeaufwand:
Erfahrungsbericht von BlackBird
Bonzo, die Steinchen und die Aquariumscheibe
Pro:
sehr schöner Fisch, kann sehr gut vergesellschaftet werden
Kontra:
revierbildend; Nachkauf ist schwierig, da schlechte Unterscheidung von Männlein und Weiblein
Empfehlung:
Ja
Ist es eigentlich wirklich so bescheuert, seinen Fischen im Aquarium einen Namen zu verpassen? Finde ich nicht, aber einige von meinen Freunden haben mir des öfteren einen Vogel gezeigt.
Bonzo, so heißt mein Feenbuntbarsch. Und über Bonzo möchte ich euch heute etwas erzählen.
Wer oder was ist Bonzo?
Bonzo ist ein Albino Feenbuntbarschmännchen. Lange Zeit war Bonzo nach dem Tod von Bini (das Weibchen von Bonzo) allein in meinem 112 Liter Becken. Leider ist es sehr schwer, ein Weibchen im Handel zu finden. Warum es so schwer ist? Die Geschlechtsunterschiede sind in den jungen Jahren der Tiere nicht erkennbar.
Lateinischer Name von Bonzo.
Der lateinische Name des Feenbarsches, oder auch Gabelschwanzbuntbarsch genannt, lautet: Neolamprogolus brichardi.
Wie sieht Bonzo aus?
Bonzo hat eine sehr anmutige Körperform. Er kann bis zu 10 cm Körperlänge erreichen. Der Fischmund ist endständig. Hierzu muss ich erklären, daß der Sitz des Fischmundes auf dreierlei Art ausfallen kann. Es gibt den oberständigen Sitz, zum Beispiel bei einem Beilbauch. Auch gibt es die unterständige Variante. Hier kann ich den Wels nennen. Und eben endständig. Das bedeutet, dass der Mund nicht oben und unten am Fischkopf ist, sondern eher mittig.
Die Bauchflossen sind brustständig, was bedeutet, dass sich diese unter den Brustflossen befinden. Auch hier gibt es nämlich Unterschiede, die ich auch gleich einmal erklären möchte. Es gibt auch die bauchständigen und die kehlständigen Varianten. Bei der bauchständigen Variante sind die Bauchflossen hinter den Brustflossen. Die kehlständige Variante hat die Bauchflossen vor den Brustflossen.
Die Schwanzflosse ist schön weit gebogen. Demnach kommt wohl auch der Name Gabelschwanzbuntbarsch. Zudem möchte ich auch gleich erklären, wie man Männlein und Weiblein unterscheiden kann, was wirklich sehr schwer ist. Das Männlein, so wie mein Bonzo, hat eine Schwanzflosse, die stark ausgezogen ist. Bei einem Weibchen ist diese eher stumpf, also nicht so stark gegabelt. Auch kann man sich nach der Rückenflosse richten, die bei einem Männleich eher stark ausgezogen ist. Bei einem Weibchen verläuft diese stumpf, also eher rundlich endend zu.
Die Afterflosse ist eher länglich zur Schwanzflosse hin führend und stark ausgezogen.
Was ich auch ganz faszinierend finde ist, dass man ganz leicht die ganz kleinen spitzen Zähnchen erkennen kann. Die tun sicherlich weh, wenn ich Fisch wäre und gezwickt werden würde.
Die Grundfarbe des Feenbuntbarsches ist eher hellbraun würde ich sagen. Die Schuppen des Fisches sind sehr gut zu erkennen. An den Rändern und an den Enden der Flossen schimmern die Fische eher bläulich. Bei richtigem Licht im Aquarium kann man auch erkennen, dass am Kopf des Fisches ein bläuliches Schimmern ist. Das sieht man aber eher schlecht finde ich. Oder ich habe nicht das richtige Licht, das kann auch sein.
Mein Bonzo hingegen ist ein Albino mit roten Augen. Komplett weiß, aber die beschriebenen Merkmale bleiben bestehen.
Woher kommt denn der schöne Fischli?
Der Gabelschwanzbuntbarsch kommt aus Afrika. Um es noch näher zu bringen, vom Tanganjikasee. Er bevorzugt die felsige Uferzone.
Wie kamen Bonzo und Bini zu mir nach Hause?
Nein, ich war nicht in Afrika. Bini und Bonzo habe ich in einem kleinen Laden in Erding entdeckt. Irgendwie haben mich diese Fische nicht nur wegen der abnormalen Farbe fasziniert. Die eleganten Bewegungen, die schöne Form und die Charaktere der Fische ließen mich damals pro Fisch ca. 5,00 Euro ausgeben.
Kurz nachdem ich meine beiden neuen Lieblinge in das Becken setzte, konnte ich erkennen, dass die beiden sogleich mit dem Bau einer Höhle begannen. Wobei ich sogleich auf…
… das Verhalten…
der Fische eingehen möchte. Bonzo und alle Feenbuntbarsche sind Höhlenbrüter. Somit ist es sehr wichtig, diesen Fischen Höhlen anhand von zum Beispiel Steinaufbauten zu bieten. Dort kann er sich auch einfach nur verstecken. Bonzo braucht ja auch mal ein wenig Privatsphäre. Nicht wahr?
Ich habe erkannt, dass mein Bonzo sehr gerne die Kieselsteinchen quer durch das Becken befördert bis er irgendwann einmal an die Beckenscheibe bumbst und das Steinchen fallen lässt. Naja, er bumbst nicht so richtig doll dagegen, er will nur die hinderlichen Steinchen so weit wie möglich von seinem Versteck weg bringen. Aus dem Grunde habe ich Schieferplatten flach auf den Boden gelegt. Links und rechts von der Platte habe ich Steine zur Stütze in den Kies gegraben. So kann Bonzo nun eine Höhle ganz nach seinem Geschmack bauen.
Wenn die Zeit zur Paarung gekommen ist, werden Reviere gebildet, die auch verbittert verteidigt werden. So ist es wichtig, dass darauf geachtet wird, das nicht unbedingt weitere Arten der Höhlenbrüter im Becken sind. Ich habe sehr schlechte Erfahrungen damit gemacht. Nun habe ich eine Art Trennwand aus Stein erstellt. Auf der einen Seite meine Zicke (Schlankchichlide) und auf der anderen Bonzo. Es sei denn, man hat so ein großes Becken, wo es wirklich kein Problem ist, den verschiedenen Arten den nötigen Freiraum zu überlassen.
Wenn sich ein Pärchen gefunden hat, kann man sehr gut das Paarungsverhalten erkennen. Das Pärchen umschwimmt sich eher zitternd und seitlich zum Partner. Es scheint, das sich die Fische so auffordern, in die Höhle zum paaren zu schwimmen. Das sieht wirklich sehr seltsam und doch beeindruckend aus.
Über das Brutverhalten würde ich gern noch etwas mehr erzählen. Nur habe ich bisher keine Erfahrungen machen können. Wie schon geschrieben, Bonzo war eine lange Zeit gezwungendermaßen ein Einzelgänger. Ich habe aber aus einigen Quellen erfahren, dass diese Barsche sehr gut und gerne Nachwuchs hervorbringen, wenn sie sich wohlfühlen. Auch sollen wohl die Jungtiere nicht nach Geburt aufgefuttert werden. Aber, ich habe es nur vom Hörensagen erfahren und kann nicht aus Erfahrung sprechen/ schreiben.
Insgesamt möchte ich sagen, dass es überhaupt kein Problem ist, diese Fische zu vergesellschaften. Nur zu anderen eher agressiveren Arten sollte man diese Tiere nicht setzen, da es sonst leicht zu einem Gemetzel ausarten kann. Wie schon geschrieben, dieser Fisch ist revierbildend!
Wie fühlt sich Bonzo wohl?
Sicherlich nicht in einem 60 Liter-Aquarium. Das ist ganz einfach zu eng. Der Fisch möchte schwimmen, rumtollen, knuffen und Höhlen bauen.
Das Wasser darf auch nicht so kalt sein, dass der Fisch friert. Die Temperatur muss zwischen 25 – 30 Grad liegen. Ich habe das Wasser auf 27 Grad temperiert. Reicht völlig aus, finde ich.
Bonzo futtert am liebsten alles was sich bewegt wie rote Mückenlarven. Denen kann er immer hinterherjagen. Das findet er ganz toll. Aber er ist auch mit Flockenfutter rundum zufrieden. Da ich meinen Fischli abwechslungsreiches Futter biete, gibt es auch öfters einmal Tubifex-Würfel, Granu-Green (spezielles Futter für Cichliden) und gefriergetrocknete Salinenkrebse. Mein Freund hatte in einer kurzen Abwesenheit von mir (ich war auf der Toilette) irgendwie Langeweile gehabt und eine Fliege gefangen. Diese hat er, noch lebend, in das Becken geworfen. Bonzo stand voll drauf. Ich nicht! Da gabs Schimpfe an Mister Freund. Sowas!
Pflanzen müssen sich nicht unbedingt im Becken befinden. Im Tanganjikasee gibt es nämlich größtenteils nur Steine und sehr wenig Pflanzen. Aber ich finde Pflanzen sehr schön und demnach habe ich einiges im Aquarium angepflanzt. Das ist überhaupt kein Problem, weil Bonzo nicht knappert. Ich habe zumindestens noch keine Knapperspuren gefunden. Bonzo versteckt sich auch sehr gerne in den Pflanzen.
Bonzo fühlt sich auch sehr wohl, wenn noch mehr von seiner Art gehalten werden. Es ist kein Problem, einen kleinen Schwarm zu halten. Nur sollte berücksichtigt werden, dass jedes Paar ein Revier bildet. So ist es natürlich ratsam, dies aufgrund der Größe eines Aquariums zu entscheiden.
Happy End?
Ja. Seit Juli dieses Jahres habe ich noch 2 weitere Feenbuntbarsche aufgenommen. Ihr dürft raten: Es sind 2 Männchen, Felix und King. Leider konnte ich beim Kauf nicht erkennen, was für Geschlechter diese beiden Fische haben. Aber Bonzo und Felix und King fühlen sich dennoch rundum pudelwohl. Oder sollte ich schreiben: Fischwohl?
Das Ende und meine Meinung!
Ich möchte meine 3 kleinen Biester nicht mehr hergeben. Sie sind so schöne Tiere, teilweise so witzig anzusehen, wie sie durch das Becken fegen und die Steinchen verteilen (gegen die Scheibe bumsen – nur Bonzo). Mit meiner Zicke verstehen sie sich nicht so allzu besonders gut, aber es ist nicht so arg. Die nötigen Maßnahmen zum Zusammenleben habe ich durchgeführt, wie ich beschrieben habe. Mit meinen Kongosalmern und Schönsalmern verstehen sie sich wunderbar.
Für ein kleines Becken sind sie mit Sicherheit nicht geeignet. Es sollte schon ein Becken vorhanden sein, daß an die 100 Liter fasst.
Außerdem sollte auf jeden Fall der Aufwand vorhanden sein, sich um die Steinaufbauten zu kümmern. Ich meine damit, die Fische nicht einfach so in das Becken zu setzen, sondern den Ansprüchen im größten Maß gerecht zu werden. Denn ein Aquarium sollte doch einigermaßen Artgerecht eingerichtet sein, damit sich die Lieblinge rundum wohl fühlen.
Ansonsten finde ich die Haltung der Art nicht sehr anstrengend. Dadurch würde ich sagen, dass auch gut und gerne Anfänger diese Fische kaufen können.
Den Nachkauf finde ich eher schrecklich, da die Geschlechter so schlecht zu erkennen sind in jungen Jahren der Tiere. So kam es, dass ich einiges an Benzin verfahren habe, bis ich eine Entscheidung getroffen hatte.
Wie ich schon geschrieben habe, hatte ich für Bonzo und Bini gut 5,00 Euro bezahlt. Für Felix und King hatte ich einen Kostenaufwand pro Tier von 3,50 Euro. Ich finde, dass es auch in diesem Bezug nötig ist, verschiedene Handlungen abzufahren. Natürlich steht die Sauberkeit und Haltung der Tiere in den Handlungen im Vordergrund.
Wenn ihr euch für einen solchen Fisch entscheiden solltet, bitte beachtet, dass ein Feenbuntbarsch an die 9 Jahre alt werden kann! Somit wäre dies eine Anschaffung, die man eine längere Zeit hat. Das sollte demnach auch in den Überlegungen zur Anschaffung einbezogen werden!
Ich hoffe, ich konnte euch ganz viel nützliches von Bonzo und seinen beiden neuen Gefährten erzählen. Vielleicht konnte ich euch auch überzeugen? Das liegt an euch.
Viele Grüsse
BB
18.10.2004
Bonzo, so heißt mein Feenbuntbarsch. Und über Bonzo möchte ich euch heute etwas erzählen.
Wer oder was ist Bonzo?
Bonzo ist ein Albino Feenbuntbarschmännchen. Lange Zeit war Bonzo nach dem Tod von Bini (das Weibchen von Bonzo) allein in meinem 112 Liter Becken. Leider ist es sehr schwer, ein Weibchen im Handel zu finden. Warum es so schwer ist? Die Geschlechtsunterschiede sind in den jungen Jahren der Tiere nicht erkennbar.
Lateinischer Name von Bonzo.
Der lateinische Name des Feenbarsches, oder auch Gabelschwanzbuntbarsch genannt, lautet: Neolamprogolus brichardi.
Wie sieht Bonzo aus?
Bonzo hat eine sehr anmutige Körperform. Er kann bis zu 10 cm Körperlänge erreichen. Der Fischmund ist endständig. Hierzu muss ich erklären, daß der Sitz des Fischmundes auf dreierlei Art ausfallen kann. Es gibt den oberständigen Sitz, zum Beispiel bei einem Beilbauch. Auch gibt es die unterständige Variante. Hier kann ich den Wels nennen. Und eben endständig. Das bedeutet, dass der Mund nicht oben und unten am Fischkopf ist, sondern eher mittig.
Die Bauchflossen sind brustständig, was bedeutet, dass sich diese unter den Brustflossen befinden. Auch hier gibt es nämlich Unterschiede, die ich auch gleich einmal erklären möchte. Es gibt auch die bauchständigen und die kehlständigen Varianten. Bei der bauchständigen Variante sind die Bauchflossen hinter den Brustflossen. Die kehlständige Variante hat die Bauchflossen vor den Brustflossen.
Die Schwanzflosse ist schön weit gebogen. Demnach kommt wohl auch der Name Gabelschwanzbuntbarsch. Zudem möchte ich auch gleich erklären, wie man Männlein und Weiblein unterscheiden kann, was wirklich sehr schwer ist. Das Männlein, so wie mein Bonzo, hat eine Schwanzflosse, die stark ausgezogen ist. Bei einem Weibchen ist diese eher stumpf, also nicht so stark gegabelt. Auch kann man sich nach der Rückenflosse richten, die bei einem Männleich eher stark ausgezogen ist. Bei einem Weibchen verläuft diese stumpf, also eher rundlich endend zu.
Die Afterflosse ist eher länglich zur Schwanzflosse hin führend und stark ausgezogen.
Was ich auch ganz faszinierend finde ist, dass man ganz leicht die ganz kleinen spitzen Zähnchen erkennen kann. Die tun sicherlich weh, wenn ich Fisch wäre und gezwickt werden würde.
Die Grundfarbe des Feenbuntbarsches ist eher hellbraun würde ich sagen. Die Schuppen des Fisches sind sehr gut zu erkennen. An den Rändern und an den Enden der Flossen schimmern die Fische eher bläulich. Bei richtigem Licht im Aquarium kann man auch erkennen, dass am Kopf des Fisches ein bläuliches Schimmern ist. Das sieht man aber eher schlecht finde ich. Oder ich habe nicht das richtige Licht, das kann auch sein.
Mein Bonzo hingegen ist ein Albino mit roten Augen. Komplett weiß, aber die beschriebenen Merkmale bleiben bestehen.
Woher kommt denn der schöne Fischli?
Der Gabelschwanzbuntbarsch kommt aus Afrika. Um es noch näher zu bringen, vom Tanganjikasee. Er bevorzugt die felsige Uferzone.
Wie kamen Bonzo und Bini zu mir nach Hause?
Nein, ich war nicht in Afrika. Bini und Bonzo habe ich in einem kleinen Laden in Erding entdeckt. Irgendwie haben mich diese Fische nicht nur wegen der abnormalen Farbe fasziniert. Die eleganten Bewegungen, die schöne Form und die Charaktere der Fische ließen mich damals pro Fisch ca. 5,00 Euro ausgeben.
Kurz nachdem ich meine beiden neuen Lieblinge in das Becken setzte, konnte ich erkennen, dass die beiden sogleich mit dem Bau einer Höhle begannen. Wobei ich sogleich auf…
… das Verhalten…
der Fische eingehen möchte. Bonzo und alle Feenbuntbarsche sind Höhlenbrüter. Somit ist es sehr wichtig, diesen Fischen Höhlen anhand von zum Beispiel Steinaufbauten zu bieten. Dort kann er sich auch einfach nur verstecken. Bonzo braucht ja auch mal ein wenig Privatsphäre. Nicht wahr?
Ich habe erkannt, dass mein Bonzo sehr gerne die Kieselsteinchen quer durch das Becken befördert bis er irgendwann einmal an die Beckenscheibe bumbst und das Steinchen fallen lässt. Naja, er bumbst nicht so richtig doll dagegen, er will nur die hinderlichen Steinchen so weit wie möglich von seinem Versteck weg bringen. Aus dem Grunde habe ich Schieferplatten flach auf den Boden gelegt. Links und rechts von der Platte habe ich Steine zur Stütze in den Kies gegraben. So kann Bonzo nun eine Höhle ganz nach seinem Geschmack bauen.
Wenn die Zeit zur Paarung gekommen ist, werden Reviere gebildet, die auch verbittert verteidigt werden. So ist es wichtig, dass darauf geachtet wird, das nicht unbedingt weitere Arten der Höhlenbrüter im Becken sind. Ich habe sehr schlechte Erfahrungen damit gemacht. Nun habe ich eine Art Trennwand aus Stein erstellt. Auf der einen Seite meine Zicke (Schlankchichlide) und auf der anderen Bonzo. Es sei denn, man hat so ein großes Becken, wo es wirklich kein Problem ist, den verschiedenen Arten den nötigen Freiraum zu überlassen.
Wenn sich ein Pärchen gefunden hat, kann man sehr gut das Paarungsverhalten erkennen. Das Pärchen umschwimmt sich eher zitternd und seitlich zum Partner. Es scheint, das sich die Fische so auffordern, in die Höhle zum paaren zu schwimmen. Das sieht wirklich sehr seltsam und doch beeindruckend aus.
Über das Brutverhalten würde ich gern noch etwas mehr erzählen. Nur habe ich bisher keine Erfahrungen machen können. Wie schon geschrieben, Bonzo war eine lange Zeit gezwungendermaßen ein Einzelgänger. Ich habe aber aus einigen Quellen erfahren, dass diese Barsche sehr gut und gerne Nachwuchs hervorbringen, wenn sie sich wohlfühlen. Auch sollen wohl die Jungtiere nicht nach Geburt aufgefuttert werden. Aber, ich habe es nur vom Hörensagen erfahren und kann nicht aus Erfahrung sprechen/ schreiben.
Insgesamt möchte ich sagen, dass es überhaupt kein Problem ist, diese Fische zu vergesellschaften. Nur zu anderen eher agressiveren Arten sollte man diese Tiere nicht setzen, da es sonst leicht zu einem Gemetzel ausarten kann. Wie schon geschrieben, dieser Fisch ist revierbildend!
Wie fühlt sich Bonzo wohl?
Sicherlich nicht in einem 60 Liter-Aquarium. Das ist ganz einfach zu eng. Der Fisch möchte schwimmen, rumtollen, knuffen und Höhlen bauen.
Das Wasser darf auch nicht so kalt sein, dass der Fisch friert. Die Temperatur muss zwischen 25 – 30 Grad liegen. Ich habe das Wasser auf 27 Grad temperiert. Reicht völlig aus, finde ich.
Bonzo futtert am liebsten alles was sich bewegt wie rote Mückenlarven. Denen kann er immer hinterherjagen. Das findet er ganz toll. Aber er ist auch mit Flockenfutter rundum zufrieden. Da ich meinen Fischli abwechslungsreiches Futter biete, gibt es auch öfters einmal Tubifex-Würfel, Granu-Green (spezielles Futter für Cichliden) und gefriergetrocknete Salinenkrebse. Mein Freund hatte in einer kurzen Abwesenheit von mir (ich war auf der Toilette) irgendwie Langeweile gehabt und eine Fliege gefangen. Diese hat er, noch lebend, in das Becken geworfen. Bonzo stand voll drauf. Ich nicht! Da gabs Schimpfe an Mister Freund. Sowas!
Pflanzen müssen sich nicht unbedingt im Becken befinden. Im Tanganjikasee gibt es nämlich größtenteils nur Steine und sehr wenig Pflanzen. Aber ich finde Pflanzen sehr schön und demnach habe ich einiges im Aquarium angepflanzt. Das ist überhaupt kein Problem, weil Bonzo nicht knappert. Ich habe zumindestens noch keine Knapperspuren gefunden. Bonzo versteckt sich auch sehr gerne in den Pflanzen.
Bonzo fühlt sich auch sehr wohl, wenn noch mehr von seiner Art gehalten werden. Es ist kein Problem, einen kleinen Schwarm zu halten. Nur sollte berücksichtigt werden, dass jedes Paar ein Revier bildet. So ist es natürlich ratsam, dies aufgrund der Größe eines Aquariums zu entscheiden.
Happy End?
Ja. Seit Juli dieses Jahres habe ich noch 2 weitere Feenbuntbarsche aufgenommen. Ihr dürft raten: Es sind 2 Männchen, Felix und King. Leider konnte ich beim Kauf nicht erkennen, was für Geschlechter diese beiden Fische haben. Aber Bonzo und Felix und King fühlen sich dennoch rundum pudelwohl. Oder sollte ich schreiben: Fischwohl?
Das Ende und meine Meinung!
Ich möchte meine 3 kleinen Biester nicht mehr hergeben. Sie sind so schöne Tiere, teilweise so witzig anzusehen, wie sie durch das Becken fegen und die Steinchen verteilen (gegen die Scheibe bumsen – nur Bonzo). Mit meiner Zicke verstehen sie sich nicht so allzu besonders gut, aber es ist nicht so arg. Die nötigen Maßnahmen zum Zusammenleben habe ich durchgeführt, wie ich beschrieben habe. Mit meinen Kongosalmern und Schönsalmern verstehen sie sich wunderbar.
Für ein kleines Becken sind sie mit Sicherheit nicht geeignet. Es sollte schon ein Becken vorhanden sein, daß an die 100 Liter fasst.
Außerdem sollte auf jeden Fall der Aufwand vorhanden sein, sich um die Steinaufbauten zu kümmern. Ich meine damit, die Fische nicht einfach so in das Becken zu setzen, sondern den Ansprüchen im größten Maß gerecht zu werden. Denn ein Aquarium sollte doch einigermaßen Artgerecht eingerichtet sein, damit sich die Lieblinge rundum wohl fühlen.
Ansonsten finde ich die Haltung der Art nicht sehr anstrengend. Dadurch würde ich sagen, dass auch gut und gerne Anfänger diese Fische kaufen können.
Den Nachkauf finde ich eher schrecklich, da die Geschlechter so schlecht zu erkennen sind in jungen Jahren der Tiere. So kam es, dass ich einiges an Benzin verfahren habe, bis ich eine Entscheidung getroffen hatte.
Wie ich schon geschrieben habe, hatte ich für Bonzo und Bini gut 5,00 Euro bezahlt. Für Felix und King hatte ich einen Kostenaufwand pro Tier von 3,50 Euro. Ich finde, dass es auch in diesem Bezug nötig ist, verschiedene Handlungen abzufahren. Natürlich steht die Sauberkeit und Haltung der Tiere in den Handlungen im Vordergrund.
Wenn ihr euch für einen solchen Fisch entscheiden solltet, bitte beachtet, dass ein Feenbuntbarsch an die 9 Jahre alt werden kann! Somit wäre dies eine Anschaffung, die man eine längere Zeit hat. Das sollte demnach auch in den Überlegungen zur Anschaffung einbezogen werden!
Ich hoffe, ich konnte euch ganz viel nützliches von Bonzo und seinen beiden neuen Gefährten erzählen. Vielleicht konnte ich euch auch überzeugen? Das liegt an euch.
Viele Grüsse
BB
18.10.2004
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