Feenbuntbarsch Testbericht
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Auf yopi.de gelistet seit 09/2003
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Summe aller Bewertungen
- Futterkosten:
- Pflegeaufwand:
Erfahrungsbericht von TimoNowak
In meinem Aquarium schwimmen Märchengestalten ...
Pro:
Sehr interessanter Fisch, was das Verhalten, das Familienleben, etc. betrifft; sehr schöner Fisch (bei nähere Betrachtung); für Buntbarsche sehr friedfertig und anspruchslos; relativ günstig in der Anschaffung und den Haltungskosten;
Kontra:
Man sollte schon ein möglichst großes Aquarium besitzen (mindestens ein Meter lang); andere Buntbarsche sollte man möglichst nicht halten, da ansonsten unerbittliche Kämpfe stattfinden, die einem der Fische meistens den Tod bringt; ansonsten s. Text
Empfehlung:
Ja
...na gut, es sind keine wirklichen Märchengestalten, sondern vielmehr Buntbarsche, die durch ihr graziöses Aussehen den deutschen Namen „Feenbarsch“ tragen dürfen, was aber auch wirklich auf diese Fische paßt, denn kaum ein anderer Buntbarsch, den ich je gehalten habe, ist mit solch schönen Flossen bestückt.
Aber fangen wir ganz vorne an, ich möchte mich heute in meinem Beitrag mit diese Fischen beschäftigen und meine Erfahrungen in den fast vier Monaten, die ich meine Feenbarsche nun pflege, an Euch weitergeben :
(1) Allgemeines zu den Feenbarschen
***********************************
Für mich ist es immer sehr interessant und wichtig zu wissen, woher meine neuen Pfleglinge stammen, was sie gerne Fressen, wie das Wasser beschaffen sein soll und andere wissenswerte Dinge rund um den neuen Fisch. Darum bringe ich auch des öfteren meinen Zoofachhändler zur Verzweiflung, da ich ihn mit meinen Fragen löcher, mir ist es nun einmal wichtig, daß den Tieren, die ich Zuhause halte auch optimale Bedingungen schaffe.
Der Feenbarsch, ist wenn man ihn nur kurz betrachtet, eigentlich recht unscheinbar, denn der Großteil seines Körpers ist in grau gehalten, nur um die Augenpartien ist eine schwarze Färbung, die den Eindruck entstehen läßt, daß der Fisch geschminkt ist, irgendwie sieht er dadurch auch eher asiatisch aus, obwohl seine ursprüngliche Heimat in Afrika zu finden ist, dort kommt er nur endemisch (d.h. nur in abgegrenzten Gebieten) des Tanganjikasees vor, wo er vornehmlich felsige Regionen bevorzugt, da er gerne Verstecke (Höhlen) zwischen den Felsen aufsucht. Dort legt er auch seine Eier ab und zieht seine Jungen groß.
Die Flossen dieses Fisches sind die eigentliche „Attraktion“, wirklich schön anzusehen, da sie sehr groß sind und durch eine weiße bzw. leuchtende Umrandung dem Fisch eine Optik verleihen, die irgendwie faszinierend ist (leider ist es sehr schwer, daß Aussehen bis in jede Einzelheit zu beschreiben, man muß diesen Fisch einfach selbst einmal gesehen haben !).
(2) Wo bekommt man diesen Fisch zu kaufen ?
**************************************
Als ich diesen Fisch das erste mal in einer Aquaristikzeitschrift zu Gesicht bekam, mußt ich mir natürlich erst einmal Informationen einholen, wo ich diesen Fisch bekommen kann, da ich gleich nachdem ich das Foto und den Beitrag zum Feenbarsch gelesen hatte, hin und weg war und unbedingt ein Pärchen in meinem 1,60 m Aquarium halten wollte.
In Zoofachhandlungen, die nicht speziell auf Fische und Aquaristik spezialisiert sind, wird man auch nur recht selten fündig, ich mußte ganze 40 Km zurücklegen um mir bei einem auf Buntbarsche spezialisierten Fachhändler die „Feen des Aquariums“ zu kaufen.
Die Kosten sind eigentlich nicht besonders hoch, was die Anschaffung angeht, mich kostete ein Fisch 6 .- Euro, was ganze 12 Euro für ein Pärchen ausmachten, ein Preis den man nun wirklich hinnehmen kann, wenn man bedenkt, daß andere Buntbarsche und Fische weitaus teurer sind und man mit den Fischen mehrere Jahre seines Lebens teilen kann.
(3) Zucht und Haltung
********************
Der recht günstige Preis liegt auch daran, daß dieser Fisch sehr leicht nach zu züchten ist, er pflanzt sich wirklich sehr schnell fort, wenn man ihm gute Bedingungen bietet, was die Wasserqualität und das Futter angeht.
Ein Aquarium von mindestens einem Meter Länge sollte es schon sein, damit der recht groß werdende Fisch (Männchen bei mir stolze 10cm, Weibchen ist etwas kleiner, dafür aber etwas schöner) auch den nötigen Schwimmraum bekommt.
Wichtig sind auch zahlreiche Verstecke, die ich aus Lochgestein aufgebaut habe, dort haben meine Feenbarsche bereits nach einem Tag, nachdem ich sie eingesetzt hatte, eine Höhle als ihr neues Zuhause und Brutstätte für ihre Nachkommen „ausgesucht“, wirklich interessant ist es anzusehen, wie vor allem das Männchen die Umgebung um die ausgesuchte Höhle in einem Lochgesteinshaufen säubert, alle umherschwimmenden Pflanzenteile werden fein säuberlich aus dem gewählten Revier befördert.
Andere Fische werden von diesen, recht friedlichen Buntbarschen meist unbehelligt gelassen, wenn sie allerdings Nachkommen haben, werden Fische, die zu nah an den Nachwuchs und das Revier kommen erbarmungslos mit bissen und schieben wieder verscheucht, ernsthafte Verletzungen haben dabei keine Fische genommen. Neben dem Pärchen Feenbarsche halte ich in diesem Becken auch noch eine Reihe siamesicher Rüsselbarben und blaue Antennenwelse (beide für die Beseitigung unschöner Algen) und noch zwei Netzschmerle, noch keiner dieser Fisch wurde durch meine Feenbarsche verletzt oder gar getötet, wenn es auch manchmal ein wenig ruppig zugeht.
Pflanzen sind nicht unbedingt nötig, da in der Heimat dieser Fische ja auch fast keine Pflanzen wachsen, trotzdem lassen die Feenbarsche Pflanzen, die nicht in ihrem Revier stehen unbehelligt und buddeln diese nicht aus, wie man es von anderen Buntbarschen her kennt.
Ganz toll war es, als meine Feenbarsche das erste Mal Nachwuchs bekamen, mehrere Hundert winziger Feenbarsche (die man natürlich nicht als solche erkennen konnte) schwammen um die Höhle (in der sie geboren wurden) umher, sorgsam bewacht durch Vater und Mutter, leider haben es trotzdem „nur“ ganze fünf des ersten Nachwuchses geschafft, diese sind jetzt aber auch schon stolze drei Zentimeter lang und beschützen die Nachkommen der nachfolgenden Gelege meiner Feenbarsche. Denn alle vier bis fünf Wochen ziehen sich meine Feenbarsche in ihre Höhe zurück um neue Nachkommen zu erzeugen, so daß man Feenbarsche verschiedener Größen in seinem Becken beobachten kann, was der Fachmann als Etagenzucht bezeichnet.
(4) Futter und Fazit / Resümee
**************************
Was das Futter angeht sind die Feenbarsche eigentlich total anspruchslos, sie fressen eigentlich alles was man ihnen gibt, am liebsten natürlich Lebendfutter (Mückenlarven, Tubifex, etc. zu bekommen im Zoofachhandel). Ich füttere täglich Flockenfutter und spezielles Buntbarschfutter, einmal die Woche gibt es auch Lebendfutter. Bisher haben sich meine Fische immer wohlgefühlt, egal was ich gefüttert hatte, was man an der großen Gebärfreude meine Lieblinge erkennen kann, Fische die sich nicht Wohl fühlen werden wohl kaum alle vier Wochen neue Nachkommen zeugen...
Ich kann jedem, der die Haltungsbedingungen erfüllen kann, also ein Becken von mindestens einem Meter Länge sein Eigen nennt und auch für eine optimale Wasserqualität sorgen kann, diesen Buntbarsch empfehlen, da er einerseits sehr schön ist, ein interessantes Verhalten und Familienleben ins Aquarium bringt und dabei recht friedfertig mit anderen Fischen umgeht.
Wer also jetzt nach meinem Beitrag auch solche Fische haben möchte, der sollte sich auch nicht aufhalten lassen, es lohnt sich auf jeden Fall !
Servus,
Euer Timo
Aber fangen wir ganz vorne an, ich möchte mich heute in meinem Beitrag mit diese Fischen beschäftigen und meine Erfahrungen in den fast vier Monaten, die ich meine Feenbarsche nun pflege, an Euch weitergeben :
(1) Allgemeines zu den Feenbarschen
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Für mich ist es immer sehr interessant und wichtig zu wissen, woher meine neuen Pfleglinge stammen, was sie gerne Fressen, wie das Wasser beschaffen sein soll und andere wissenswerte Dinge rund um den neuen Fisch. Darum bringe ich auch des öfteren meinen Zoofachhändler zur Verzweiflung, da ich ihn mit meinen Fragen löcher, mir ist es nun einmal wichtig, daß den Tieren, die ich Zuhause halte auch optimale Bedingungen schaffe.
Der Feenbarsch, ist wenn man ihn nur kurz betrachtet, eigentlich recht unscheinbar, denn der Großteil seines Körpers ist in grau gehalten, nur um die Augenpartien ist eine schwarze Färbung, die den Eindruck entstehen läßt, daß der Fisch geschminkt ist, irgendwie sieht er dadurch auch eher asiatisch aus, obwohl seine ursprüngliche Heimat in Afrika zu finden ist, dort kommt er nur endemisch (d.h. nur in abgegrenzten Gebieten) des Tanganjikasees vor, wo er vornehmlich felsige Regionen bevorzugt, da er gerne Verstecke (Höhlen) zwischen den Felsen aufsucht. Dort legt er auch seine Eier ab und zieht seine Jungen groß.
Die Flossen dieses Fisches sind die eigentliche „Attraktion“, wirklich schön anzusehen, da sie sehr groß sind und durch eine weiße bzw. leuchtende Umrandung dem Fisch eine Optik verleihen, die irgendwie faszinierend ist (leider ist es sehr schwer, daß Aussehen bis in jede Einzelheit zu beschreiben, man muß diesen Fisch einfach selbst einmal gesehen haben !).
(2) Wo bekommt man diesen Fisch zu kaufen ?
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Als ich diesen Fisch das erste mal in einer Aquaristikzeitschrift zu Gesicht bekam, mußt ich mir natürlich erst einmal Informationen einholen, wo ich diesen Fisch bekommen kann, da ich gleich nachdem ich das Foto und den Beitrag zum Feenbarsch gelesen hatte, hin und weg war und unbedingt ein Pärchen in meinem 1,60 m Aquarium halten wollte.
In Zoofachhandlungen, die nicht speziell auf Fische und Aquaristik spezialisiert sind, wird man auch nur recht selten fündig, ich mußte ganze 40 Km zurücklegen um mir bei einem auf Buntbarsche spezialisierten Fachhändler die „Feen des Aquariums“ zu kaufen.
Die Kosten sind eigentlich nicht besonders hoch, was die Anschaffung angeht, mich kostete ein Fisch 6 .- Euro, was ganze 12 Euro für ein Pärchen ausmachten, ein Preis den man nun wirklich hinnehmen kann, wenn man bedenkt, daß andere Buntbarsche und Fische weitaus teurer sind und man mit den Fischen mehrere Jahre seines Lebens teilen kann.
(3) Zucht und Haltung
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Der recht günstige Preis liegt auch daran, daß dieser Fisch sehr leicht nach zu züchten ist, er pflanzt sich wirklich sehr schnell fort, wenn man ihm gute Bedingungen bietet, was die Wasserqualität und das Futter angeht.
Ein Aquarium von mindestens einem Meter Länge sollte es schon sein, damit der recht groß werdende Fisch (Männchen bei mir stolze 10cm, Weibchen ist etwas kleiner, dafür aber etwas schöner) auch den nötigen Schwimmraum bekommt.
Wichtig sind auch zahlreiche Verstecke, die ich aus Lochgestein aufgebaut habe, dort haben meine Feenbarsche bereits nach einem Tag, nachdem ich sie eingesetzt hatte, eine Höhle als ihr neues Zuhause und Brutstätte für ihre Nachkommen „ausgesucht“, wirklich interessant ist es anzusehen, wie vor allem das Männchen die Umgebung um die ausgesuchte Höhle in einem Lochgesteinshaufen säubert, alle umherschwimmenden Pflanzenteile werden fein säuberlich aus dem gewählten Revier befördert.
Andere Fische werden von diesen, recht friedlichen Buntbarschen meist unbehelligt gelassen, wenn sie allerdings Nachkommen haben, werden Fische, die zu nah an den Nachwuchs und das Revier kommen erbarmungslos mit bissen und schieben wieder verscheucht, ernsthafte Verletzungen haben dabei keine Fische genommen. Neben dem Pärchen Feenbarsche halte ich in diesem Becken auch noch eine Reihe siamesicher Rüsselbarben und blaue Antennenwelse (beide für die Beseitigung unschöner Algen) und noch zwei Netzschmerle, noch keiner dieser Fisch wurde durch meine Feenbarsche verletzt oder gar getötet, wenn es auch manchmal ein wenig ruppig zugeht.
Pflanzen sind nicht unbedingt nötig, da in der Heimat dieser Fische ja auch fast keine Pflanzen wachsen, trotzdem lassen die Feenbarsche Pflanzen, die nicht in ihrem Revier stehen unbehelligt und buddeln diese nicht aus, wie man es von anderen Buntbarschen her kennt.
Ganz toll war es, als meine Feenbarsche das erste Mal Nachwuchs bekamen, mehrere Hundert winziger Feenbarsche (die man natürlich nicht als solche erkennen konnte) schwammen um die Höhle (in der sie geboren wurden) umher, sorgsam bewacht durch Vater und Mutter, leider haben es trotzdem „nur“ ganze fünf des ersten Nachwuchses geschafft, diese sind jetzt aber auch schon stolze drei Zentimeter lang und beschützen die Nachkommen der nachfolgenden Gelege meiner Feenbarsche. Denn alle vier bis fünf Wochen ziehen sich meine Feenbarsche in ihre Höhe zurück um neue Nachkommen zu erzeugen, so daß man Feenbarsche verschiedener Größen in seinem Becken beobachten kann, was der Fachmann als Etagenzucht bezeichnet.
(4) Futter und Fazit / Resümee
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Was das Futter angeht sind die Feenbarsche eigentlich total anspruchslos, sie fressen eigentlich alles was man ihnen gibt, am liebsten natürlich Lebendfutter (Mückenlarven, Tubifex, etc. zu bekommen im Zoofachhandel). Ich füttere täglich Flockenfutter und spezielles Buntbarschfutter, einmal die Woche gibt es auch Lebendfutter. Bisher haben sich meine Fische immer wohlgefühlt, egal was ich gefüttert hatte, was man an der großen Gebärfreude meine Lieblinge erkennen kann, Fische die sich nicht Wohl fühlen werden wohl kaum alle vier Wochen neue Nachkommen zeugen...
Ich kann jedem, der die Haltungsbedingungen erfüllen kann, also ein Becken von mindestens einem Meter Länge sein Eigen nennt und auch für eine optimale Wasserqualität sorgen kann, diesen Buntbarsch empfehlen, da er einerseits sehr schön ist, ein interessantes Verhalten und Familienleben ins Aquarium bringt und dabei recht friedfertig mit anderen Fischen umgeht.
Wer also jetzt nach meinem Beitrag auch solche Fische haben möchte, der sollte sich auch nicht aufhalten lassen, es lohnt sich auf jeden Fall !
Servus,
Euer Timo
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