Squier Affinity Stratocaster Testbericht

Squier-affinity-stratocaster
ab 122,24
Paid Ads from eBay.de & Amazon.de
Auf yopi.de gelistet seit 07/2008
5 Sterne
(0)
4 Sterne
(2)
3 Sterne
(1)
2 Sterne
(0)
1 Stern
(0)
0 Sterne
(0)
Summe aller Bewertungen
  • Design:  sehr gut

Erfahrungsbericht von SCOTTMASTER

VALUE FOR MONEY GUITAR

Pro:

Preis, Design

Kontra:

Sound, Bespielbarkeit,

Empfehlung:

Ja

Hey Yopi!
IIIIIIIIIIIII

Ich weiß nicht mehr genau, wie das angefangen hat, aber seit ich voll berufstätig bin, habe ich einfach begonnen, mir ein paar Herzenswünsche zu erfüllen und so auch diverse Gitarren gekauft. Während ich mir mit der Fender Yngwie Malmsteen und der Musicman John Petrucci zwei teure aber auch schon alte Träume erfüllen durfte, habe ich aber auch in günstigeren Preis-Gewässern nach Bereicherungen für die Musik gefischt. Obwohl ich eigentlich schon eine wirklich gute Fender Strat besitze, bin ich durch eine Anzeige auf die Squier Afinnity Stratocaster gestoßen und eines Tages nach der Arbeit nach Köln in den Music Store gefahren. Gesehen, gespielt, gekauft - hier meine Erfahrungen.


SQUIER by Fender - Affinity Stratocaster MN
IIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIII
Unter der Marke "Squier" vertreibt Fender, der Gitarren Gigant, lizensierte Low Budget Versionen ihrer Produkt Klassiker. Allen voran natürlich diverse erschwingliche Stratocasters.
Diese werden in Asien unter Überwachung des Mutterkonzerns gefertigt.

DESIGN & MATERIAL
IIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIII

Das Modell "Affinity" (= Affinität, Zuneigung) soll die Freunde des klassischen 70s Stratocaster Looks ansprechen. Als Markenzeichen dessen steht vor allem der große geschwungene 70s Kopf der Strat, wie er bei den klassischen 70s Strats, zum Beispiel eben auch bei der guten alten Malmsteen Stratocaster verbaut ist.
Funktional macht diese Kopfplatte keinen Unterschied, ein reiner Design Aspekt, versteht sich.
In allen weiteren Belangen ist diese Gitarre rein äußerlich betrachtet eine waschechte Fender Strat. In meinem Fall in wunderschöner und WIRKLICH hochwertiger Candy Apple Red Lackierung, so wie sie z.B. Ritchie Sambora bei einem seiner älten Signature Modelle gespielt hat. Der Lack hat kommt mit einem wirklich schönen "Bowling Kugel" Glitzer Effekt daher, wie ich es beschreiben würde.
Darin eingelassen ist das klassische mehrschichtige weiße Kratzbrett, auch Pick Guard gennant, in dem die drei weißen Single Coils ruhen.(einspulige Tonabnehmer - Gegensatz währen Humbucker = Doppelspulige, meist - wenn auch nicht zwingend - auch optisch dickere Tonabnehmer… )

Bestens sauber verarbeitet ist der angenehm helle und natürlich wirkende Maple Neck, also Ahorn Hals eingelassen. (Daher rüht das Kürzel MN)
Die Bünde bei meinem Exemplar sind akkurat verarbeitet, sowie auch die am Kopf befindlichen Chrom Look Mechaniken.
Allein von der Optik her ist die Gitarre eine echte 10, sofern einen nicht stört, dass auf dem Kopf eben NICHT Fender und schön geschwungen "STRATOCASTER" steht, sondern schlicht Squier by Fender Stratocaster ;-).


SOUND & BESPIELBARKEIT
IIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIII
Zunächst sei gesagt, die Gitarre ist im Gewicht nah an einer echten Strat, wenn überhaupt dann etwas schwerer, jedenfalls habe ich das Gewicht als angenehm und Bühnen kompatibel empfunden. Auch die anschmiegsame Strat Bauweise ist, wie beim Mutter Instrument, altbewährt und praktisch.

Jetzt aber heißt es: Gitarre an dem Verstärker und spielen.
Wie schon in meinem letzten Gitarrenbericht erwähnt, kann ich nur nochmal erwähnen: bei Tonabnehmern setzen die günstigen hersteller den Rot Stift an und sparen. Das ist leider auch mein erster Eindruck beim Heim Test gewesen. Keiner der drei Single Coils, auch nicht der in Steg Position (sprich "unten") konnte wirklich druck und feuer vermitteln. Es fehlt dem Sound einfach an "Boost". Besonders, da seinerzeit noch eine mit Dimarzio Pick Ups versehene Petrucci daneben stand und als direkter vergleich diente, fiel das Resumee hier doch eher bescheiden aus.

An sich ist die Klangfarbe durchaus strat-typisch bluesig und rockig. Besonders der Solo Sound klingt gefällig und authentisch, wenn auch mit den eben erwähnten Abstrichen.
Unter moderatem Einsatz des Standard Tremolos (welches an das Fender Standard Tremolo angelehnt ist), konnte ich keine Verstimmungen des Tunings feststellen, was bei günstigen Gitarren leider nur selten der Fall ist.
Keine Frage, bei der echten Bespielbarkeit trennt sich die Spreu vom Weizen. Wie lassen sich die Saiten biegen? Wie laufen die schnellen Solo Licks, wie flüssig fügen sich die Saiten dem Spieler….

Ich kann hier leider nur eine befriedigende Schulnote vergeben. Je höher sich das Spielgeschehen in die höhren Tonregionen, also auch weiter den Hals hinauf bewegt, desto widerspenstiger fühlte sich das Spielen an. Ich habe sicherlich schon schlimmeres erlebt, aber eben auch wesentlich besseres. Ich hatte den persönlichen Eindruck, dass man hier oftmals um Töne kämpfen muss und diese nicht einfach heraussprudeln, wie es manchmal ist, wenn die Physik zwischen Spieler und Instrument stimmt.
Auch das sogenannte Sustain (Wie lange ein Ton stehen bleibt, bevor er verstummt) kommt bei der Squier nicht über das Mittelmaß hinaus.

PREISLEISTUNG & FAZIT
IIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIII

Es fällt mir nicht unbedingt leicht, eine Richtung in Sachen Fazit einzuschlagen. Diese Stratocaster ist keine "schlechte" Gitarre. Ich denke nur, ein ambitionierter Gitarrist wird in diesem Instrument keine Erfüllung finden. Auch, ob ich einem Anfänger das Instrument empfehlen würde, weiß ich nicht wirklich. Ich vertrete den Standpunkt, dass GERADE Anfänger ein Top Instrument brauchen, da sie ansonsten, wie ich es bei mehreren Leuten beobachten konnte, zusätzlich zu den Hürden, die das Musik machen in sich birgt, auch noch über die Stolpersteine in der Hardware stolpern und dann dieses großartige Hobby wieder fallen lassen.
Ich spreche daher eine eingeschränkte Kaufempfehlung aus. Was hier hauptsächlich ins Gewicht fällt ist, dass der Preis von ca. 150 € wirklich TOP ist. Wer soo wenig einsetzt, kann im Grunde wenig verlieren. Man erhält für das Geld eine schlichte Einsteigergitarre, auf der man zwar keine großen Sprünge machen kann, die aber sicherlich reicht um als Rhytmusgitarrist in der Hobby Band die "Smoke on the Water" Chords zu dreschen und auf der Bühne schick auszusehen.

Auch wenn man in die Welt der E-Gitarre hineinschuppern will, oder einfach eine Faszination für E-Gitarren hegt und eine zum bewundern ins Wohnzimmer stellen will sollte man hier zuschlagen. Ich bereue den Kauf jedenfalls nicht, auch wenn ich meine Squier bereits wieder abgegeben habe…

Carpe Diem,
Scottmaster (aka. Juke bei Ciao.de)

26 Bewertungen, 8 Kommentare

  • frankensteins

    02.04.2011, 01:45 Uhr von frankensteins
    Bewertung: sehr hilfreich

    super beschrieben lg und schönes Wochenende

  • catmum68

    09.03.2011, 05:37 Uhr von catmum68
    Bewertung: sehr hilfreich

    sehr hilfreicher Bericht, LG

  • giselamaria

    18.03.2010, 13:03 Uhr von giselamaria
    Bewertung: sehr hilfreich

    toll berichtet!!! - Baß-Spielen ist schon toll, vor Jahren habe ich mal innerhalb eines Seminars auch ein paar Stunden am Contrabass gehabt, also dem großen Holzbass ;-))) - interessant war da halt, dass man den Bassschlüssel lesen muss. - schon toll. -. LG gisela

  • sigrid9979

    15.03.2010, 16:46 Uhr von sigrid9979
    Bewertung: sehr hilfreich

    Wünsche einen schönen Montag mittag..Lg Sigi

  • Iris1979

    15.03.2010, 16:00 Uhr von Iris1979
    Bewertung: sehr hilfreich

    Super Bericht. LG Iris

  • struppitoeter

    15.03.2010, 15:48 Uhr von struppitoeter
    Bewertung: sehr hilfreich

    Sehr hilfreich! Gegenlesung wäre nett!

  • rainbow90

    15.03.2010, 15:40 Uhr von rainbow90
    Bewertung: sehr hilfreich

    Toller Bericht. LG

  • minasteini

    15.03.2010, 15:29 Uhr von minasteini
    Bewertung: sehr hilfreich

    Sh und lg von Marina.