Fernsehsender Testbericht

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Erfahrungsbericht von topfmops

Metal-Freaks unter Kühen

Pro:

Hau' mich mit Metal auf den Schädel und ich fall' in Trance

Kontra:

Absolut nichts

Empfehlung:

Ja

Die Empfehlung dieses Mal sofort am Anfang:
02.02.2006 22:50 auf Arte!! Unbedingt reinsehen!!

„Für uns war das abartig.“ – so wie Mutter Staiger denken wohl die meisten Eltern, wenn ihre Kinder Heavy Metal hören.
Die Musik klingt brutal, die Platten sehen wirklich fies aus, die Musiker wie Untote.
Nur hat Mutter Staigers Sohn Markus aus seiner „abartigen“ Vorliebe einen Beruf gemacht: Er gründete „Nuclear Blast“, und das ist die inzwischen größte unabhängige Metal-Plattenfirma der Welt.

Diese in einem Kuhkaff im Schwäbischen gewachsene Erfolgsgeschichte ist Thema der Dokumentation
„Heavy Metal auf dem Lande“
Aber nicht nur: Es geht vielmehr um den Lebensstil Heavy Metal und die Fassungslosigkeit von Eltern, Nachbarn und Lehrern.
„Hilfe, unser Kind hört Metal! Wird es morgen an der Schule ein Massaker anrichten? Ist seine Seele auf ewig verdammt? Wird es unsere Katze dem Teufel opfern?“
Das scheinen die üblichen Fragen zu sein, wenn ein Teenager plötzlich schwarze Kleidung trägt, die Haare wachsen lässt, Metal hört. In dieser Arte-Doku werden beide Seiten gezeigt: Die Bauern, die in der Dorfkneipe die Präsentation einer Metal-LP erleben und froh sind, wenn wieder Wumtata-Blasmusik läuft; die Leute von ‚Nuclear Blast’, allesamt Metal-Freaks und sicher keine braven Schwiegersohn-Typen, aber alles ziemlich normale Leute mit Frau und Familie und aufgeräumter Wohnung.

Weil das Schwaben-Kaff wirklich klein ist, mussten die so verschiedenen Leute lernen, miteinander zu leben – und das gelingt mittlerweile tadellos. Selbst der Dorfpfarrer hat sich bei der Plattenfirma umgesehen und gibt Entwarnung:
„Man darf eben nicht Vorurteilen gehen.“
Deshalb sollten gerade Eltern und sonstige Erziehungsberechtigte diese Dokumentation sehen: Von diesem Dorfpfarrer können viele in Sachen Toleranz einiges lernen.
Metaller sollten natürlich auch einschalten – von Dimmu Borgir bis Nightwish gibt es ordentlich was auf die Glocke.
Und weil ich in Jugendmaienblütenzeit mal selber auf so einem schwäbischen Kuhkaff gewohnt habe, amüsiert mich der ‚clash of the cultures’ doppelt und dreifach.

topfmops, der auch auf anderen Plattformen zu Gange ist, bedankt sich für’s Lesen und bewerten und freut sich auf lesenswerte Kommentare.

43 Bewertungen, 11 Kommentare

  • Cicila

    02.03.2006, 11:26 Uhr von Cicila
    Bewertung: sehr hilfreich

    Tja, verpasst :-P <br/>LG Cicila

  • Ibizagirl1977

    10.02.2006, 20:12 Uhr von Ibizagirl1977
    Bewertung: sehr hilfreich

    liebe grüße sonja

  • mami_online

    10.02.2006, 00:17 Uhr von mami_online
    Bewertung: sehr hilfreich

    Schade, habe ich verpasst...

  • Vicky

    04.02.2006, 21:13 Uhr von Vicky
    Bewertung: sehr hilfreich

    sehr hilfreich - Vic

  • angie1977

    03.02.2006, 21:27 Uhr von angie1977
    Bewertung: sehr hilfreich

    liebe grüße angie

  • Fluetie

    03.02.2006, 19:46 Uhr von Fluetie
    Bewertung: sehr hilfreich

    Ich arbeite mit Metall, da brauche ich mir die Musik nicht auch noch antun. <br/>:-) LG Dirk

  • Tweety30

    03.02.2006, 13:52 Uhr von Tweety30
    Bewertung: sehr hilfreich

    Interessant, aber leider nicht gesehen...(hab bis 20 Uhr gearbeitet, war dann müde). LG, Tweety30!

  • marina71

    03.02.2006, 13:43 Uhr von marina71
    Bewertung: sehr hilfreich

    hab ich leider nicht gesehn, hätt mich schon interessiert.lg

  • Baby1

    02.02.2006, 12:28 Uhr von Baby1
    Bewertung: sehr hilfreich

    super klasse Bericht, tja sicher ist es mit Vorurteilen schlacht. Wer im Ciao (Babyengel1) meinen FRUST-BERICHT gelesen hat über Tokio Hotel kann sich sicher vorstellen, das es nicht mein Ziel wäre, die auch noch näher kennenzulernen Lieben Gruss Anita

  • morla

    02.02.2006, 12:19 Uhr von morla
    Bewertung: sehr hilfreich

    sehr hilfreich <br/>

  • mattha

    02.02.2006, 12:12 Uhr von mattha
    Bewertung: sehr hilfreich

    Am Thema Musik scheiden sich seit Generationen die Gemüter - da kann jede Form von Akzeptanzschaffung nur begrüsst werden