Fettes Brot Testbericht
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Auf yopi.de gelistet seit 09/2003
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Erfahrungsbericht von Lisa2002
Demotape
Pro:
-
Kontra:
-
Empfehlung:
Ja
Ich bin Fettes Brot-Fan der ersten Stunde, deshalb hab ich mich auch sehr gefreut als mir König Boris im Sommer beim Flash-Festival mitteilte, daß im Herbst ein neues Album zu erwarten sei. Irgendwann stand als Releasetermin auch der erste Oktober fest, der in meinem Kalender sofort vermerkt wurde. Normalerweise renn ich an Releasetagen immer direkt in den Plattenladen, aber nachdem ich von der ersten Singleauskopplung \"Schwule Mädchen\" so enttäuscht war, hab ich mir das \"Demotape\" erst Weihnachten gegönnt.
Fettes Brot ist eine HipHop-Gruppe aus dem hohen Norden, nämlich Hamburg. König Boris, Schiffmeister und Doktor Renz, wie sich die drei ursprünglich nannten, machen seit 1992 deutschen Sprechgesang und hatten ihren großen Durchbruch 1996 mit dem Stück \"Nordish by nature\". Auch \"Jein\", das den Jungs eine Top 10 Plazierung einbrachte, sollte einigen ein Begriff sein. 2001 haben Fettes Brot ihre alten Pseudonyme abgelegt und nennen sich fortan Speedy Konsalik (Doktor Renz), Rock´n´Roll Coseng (König Boris) und Björn Beton (Schiffmeister). Der Änderung des Namens spielt auch gleichzeitig eine Änderung des Styles mit und trägt dazu bei, daß ich das Album nicht mag.
Tracks:
******
1. Next Episode
2. Lichterloh
3. Kinder im Hof
4. Motherfucker
5. Schwule Mädchen
6. The Grosser
7. O La La
8. Ich hasse das
9. Deniz´ Grill
10. Fast 30 (feat. Skunk Funk)
11. Hier drinne
12. So richtig glücklich
13. Bolzplatz
14. Könnten sie mich kurz küssen
15. Bahnsteigkante
16. Bring mich nach Haus
Wie bereits gesagt, war ich von der schnellen \"Fetts Brot goes Techno\"-Nummer \"Schwule Mädchen\" kein bischen begeistert, da der für den Underground provozierend gewollte Text einfach nur schwach war und der Beat nichts mehr mit HipHop zu tun hatte. Da ich aber auch wie gesagt Fan bin, wollte ich den Jungs eine Chance geben und hab im Plattenladen erstmal in die CD reingehört. Durch die ganzen kurzen Einspieler, auch Interludes genannt, wie \"Kinder im Hof\", \"Deniz´ Grill\", \"Bolzplatz\" und \"Bahnsteigkante\", bei der irgendwelche Leute irgendetwas labern, was witzig sein soll, erinnerte mich die Platte im ersten Moment an Deichkind, weil die ebenfalls immer solche kurzen Inters haben. Mit so einer Nachahmung komm ich mal gar nicht klar, wäre aber nicht das schlimmste am \"Demotape\". Viel schlimmer sind so Lieder wie \"So richtig glücklich\" und \"Könnten sie mich kurz küssen\". Ich hab ja nichts dagegen, wenn jemand seinen Liebeskummer in seinen Texten verarbeitet, aber wenn dabei so etwas schmalzig-schnulziges rauskommt, dann sollte man die Texte doch besser im Tagebuch lassen und nicht auch noch einen melodiösen Schmalzbeat drunter bauen.
Es gibt aber nicht nur grottenschlechte Songs auf dem Album. Durchaus sind hier auch Lichtblick vorhanden, wie zum Beispiel das sehr schnelle \"Ich hasse das\", wo Schiffmeister auf Solopfaden auf einem schnellen, einfachen Beat über Dinge rappt, die ihn so täglich aufregen. Leute, die Jeanshosen und Haarfrisuren sagen, kennt bestimmt jeder und jeder sollte in diesem Song Sachen wiederfinden, die auch ihn nerven.
Auch mit \"Fast 30\" kann ich mich identifizieren, da ich ja auch schon etwas älter bin, aber nicht so aussehe und auch nicht wirklich das Leben führe, was andere in meinem Alter führen. Über diese Gegebenheiten lassen sich Fettes Brot zusammen mit der HipHop-Formation Skunk Funk aus.
Mein absolutes Lieblingslied ist das letzter des Albums. \"Bring mich nach Haus\" enthält auch sehr viele meiner Gedanken. Ich steck zwar nicht tief in einer Lebenskrise, aber ab und zu denke ich doch über mein Leben nach und frag mich, ob ich meinen Idealen immer treu geblieben bin und \"wo wäre ich als Kind der Ära Kohl ohne De La Soul?\". \"Bring mich nach Haus\" ist eine sehr langsame Nummer, in der jeder der drei Jungs eine Strophe beisteuert und über seine kleinen Problemchen rappt. Der Refrain hat es mir besonders angetan \"Bring mich nach Haus, seitdem ich fort bin, will ich dort hin, wo jeder weiß wie ich heiß´\".
Mein Fazit:
*********
Ich hab mir die Platte zu Weihnachten gewünscht, weil ich keine anderen Wünsche hatte und ich denke, daß man als Fan auch alle Platten haben sollte. Schaden tut es ja nicht. So richtig überzeugt haben mich die drei Nordischen keineswegs, auch, wenn die Platte einige Lichtblicke hat. Nett fand ich die Idee, daß jeder der drei ein Solo auf dem Album hat, aber dabei kann auch nur Schiffmeister mit \"Ich hasse das\" überzeugen. König Boris hat einfach nur den Song \"The Joker\" von der Steve Miller Band gecovert und \"The Grosser\" draus gemacht und Doktor Renz schnulzt sich bei \"Können sie mich kurz küssen\" einen ab.
Hätten die drei dieses Album damals wirklich als Demotape an die Plattenfirmen geschickt, würden sie wahrscheinlich immer noch als Vorgruppe die Gemeindesäle rocken.
Achso, in meinen anderen Berichten wurde immer bemängelt, daß ich keinen Preis angebe und man nicht weiß, wo man die CD bekommen kann. Also: aufgepaßt!!!
CD´s gibt es im Plattenladen oder in großen Supermärkten und können für einen Preis von 32,99 bis 36,99 DM (16,87 - 18,91 Euro) an der Kasse erworben werden. ;-)
Fettes Brot ist eine HipHop-Gruppe aus dem hohen Norden, nämlich Hamburg. König Boris, Schiffmeister und Doktor Renz, wie sich die drei ursprünglich nannten, machen seit 1992 deutschen Sprechgesang und hatten ihren großen Durchbruch 1996 mit dem Stück \"Nordish by nature\". Auch \"Jein\", das den Jungs eine Top 10 Plazierung einbrachte, sollte einigen ein Begriff sein. 2001 haben Fettes Brot ihre alten Pseudonyme abgelegt und nennen sich fortan Speedy Konsalik (Doktor Renz), Rock´n´Roll Coseng (König Boris) und Björn Beton (Schiffmeister). Der Änderung des Namens spielt auch gleichzeitig eine Änderung des Styles mit und trägt dazu bei, daß ich das Album nicht mag.
Tracks:
******
1. Next Episode
2. Lichterloh
3. Kinder im Hof
4. Motherfucker
5. Schwule Mädchen
6. The Grosser
7. O La La
8. Ich hasse das
9. Deniz´ Grill
10. Fast 30 (feat. Skunk Funk)
11. Hier drinne
12. So richtig glücklich
13. Bolzplatz
14. Könnten sie mich kurz küssen
15. Bahnsteigkante
16. Bring mich nach Haus
Wie bereits gesagt, war ich von der schnellen \"Fetts Brot goes Techno\"-Nummer \"Schwule Mädchen\" kein bischen begeistert, da der für den Underground provozierend gewollte Text einfach nur schwach war und der Beat nichts mehr mit HipHop zu tun hatte. Da ich aber auch wie gesagt Fan bin, wollte ich den Jungs eine Chance geben und hab im Plattenladen erstmal in die CD reingehört. Durch die ganzen kurzen Einspieler, auch Interludes genannt, wie \"Kinder im Hof\", \"Deniz´ Grill\", \"Bolzplatz\" und \"Bahnsteigkante\", bei der irgendwelche Leute irgendetwas labern, was witzig sein soll, erinnerte mich die Platte im ersten Moment an Deichkind, weil die ebenfalls immer solche kurzen Inters haben. Mit so einer Nachahmung komm ich mal gar nicht klar, wäre aber nicht das schlimmste am \"Demotape\". Viel schlimmer sind so Lieder wie \"So richtig glücklich\" und \"Könnten sie mich kurz küssen\". Ich hab ja nichts dagegen, wenn jemand seinen Liebeskummer in seinen Texten verarbeitet, aber wenn dabei so etwas schmalzig-schnulziges rauskommt, dann sollte man die Texte doch besser im Tagebuch lassen und nicht auch noch einen melodiösen Schmalzbeat drunter bauen.
Es gibt aber nicht nur grottenschlechte Songs auf dem Album. Durchaus sind hier auch Lichtblick vorhanden, wie zum Beispiel das sehr schnelle \"Ich hasse das\", wo Schiffmeister auf Solopfaden auf einem schnellen, einfachen Beat über Dinge rappt, die ihn so täglich aufregen. Leute, die Jeanshosen und Haarfrisuren sagen, kennt bestimmt jeder und jeder sollte in diesem Song Sachen wiederfinden, die auch ihn nerven.
Auch mit \"Fast 30\" kann ich mich identifizieren, da ich ja auch schon etwas älter bin, aber nicht so aussehe und auch nicht wirklich das Leben führe, was andere in meinem Alter führen. Über diese Gegebenheiten lassen sich Fettes Brot zusammen mit der HipHop-Formation Skunk Funk aus.
Mein absolutes Lieblingslied ist das letzter des Albums. \"Bring mich nach Haus\" enthält auch sehr viele meiner Gedanken. Ich steck zwar nicht tief in einer Lebenskrise, aber ab und zu denke ich doch über mein Leben nach und frag mich, ob ich meinen Idealen immer treu geblieben bin und \"wo wäre ich als Kind der Ära Kohl ohne De La Soul?\". \"Bring mich nach Haus\" ist eine sehr langsame Nummer, in der jeder der drei Jungs eine Strophe beisteuert und über seine kleinen Problemchen rappt. Der Refrain hat es mir besonders angetan \"Bring mich nach Haus, seitdem ich fort bin, will ich dort hin, wo jeder weiß wie ich heiß´\".
Mein Fazit:
*********
Ich hab mir die Platte zu Weihnachten gewünscht, weil ich keine anderen Wünsche hatte und ich denke, daß man als Fan auch alle Platten haben sollte. Schaden tut es ja nicht. So richtig überzeugt haben mich die drei Nordischen keineswegs, auch, wenn die Platte einige Lichtblicke hat. Nett fand ich die Idee, daß jeder der drei ein Solo auf dem Album hat, aber dabei kann auch nur Schiffmeister mit \"Ich hasse das\" überzeugen. König Boris hat einfach nur den Song \"The Joker\" von der Steve Miller Band gecovert und \"The Grosser\" draus gemacht und Doktor Renz schnulzt sich bei \"Können sie mich kurz küssen\" einen ab.
Hätten die drei dieses Album damals wirklich als Demotape an die Plattenfirmen geschickt, würden sie wahrscheinlich immer noch als Vorgruppe die Gemeindesäle rocken.
Achso, in meinen anderen Berichten wurde immer bemängelt, daß ich keinen Preis angebe und man nicht weiß, wo man die CD bekommen kann. Also: aufgepaßt!!!
CD´s gibt es im Plattenladen oder in großen Supermärkten und können für einen Preis von 32,99 bis 36,99 DM (16,87 - 18,91 Euro) an der Kasse erworben werden. ;-)
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