Fever - Kylie Minogue Testbericht

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Erfahrungsbericht von McCoize

Alles Lüge!*g*

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Ja

Da wollte ich Euch doch glatt in meiner letzten Meinung wahr machen, dass ich nur fünf weibliche Künstler in meiner bescheidenen Plattensammlung (ähm... etwas mehr als 200) hätte. Alles Lüge, sage ich Euch jetzt!!! Denn nach genaueren Nachforschungen fand ich in der obersten Reihe an zweiter Stelle die „All Saints“ und in Reihe 4, an Stelle 5 (bald 6, da bald ein neues Album hinzukommt *g*), „Kylie Minogue“.
Wie konnte mir das nur entgehen? Liegt es etwa daran, dass uns Kylie einfach zu klein ist? Ja, selbst kleiner als ich, was nun wirklich nicht so leicht ist? Oder hatte ich einfach nur vergessen meine Brille aufzusetzen? Letzter und wahrscheinlichster Grund ist wohl, dass ich nach Madonna einfach aufgehört habe zu suchen.;-)
Tja, Schande über mein Haupt. Und damit mir Miss Minogue das alles nicht zu übel nimmt, habe ich mich heute dazu entschlossen ihrem Album „Fever“ eine Meinung zu widmen.

Nach langer Überlegung bin ich dann auch zu dem Schluss gekommen, dass ich Euch nicht mit einer ellenlangen Biografie behelligen möchte, sondern es bei einigen, wenigen Worten belasse.

Kylie Minogue wurde 1968 in Melbourne/Australien geboren. In ihrer Heimat spielte sie in einigen (Kinder-) Fernsehserien mit, eine der bekanntesten, die selbst ich noch schaute, war die Soap „Neighbours“ („Nachbarn“ – lief an Anfang der 90er bei Sat. 1, soweit ich mich erinnern kann).
Im Jahre 1987 versuchte sie sich dann als Sängerin. Mit dem Cover-Song „Locomotion“ landete sie in zahlreichen Ländern auf Platz 1, darunter Großbritannien, USA, Australien etc. Neben einigen netten Hits und einigen weniger netten Flops meldete sie sich vor einiger Zeit wieder erfolgreich zurück... ich spreche vom 2001er Album „Fever“.


Bei meiner Version des Albums handelt es sich um eine Specialedition, einer Doppel-CD. Auf CD 1 ist das herkömmliche Album mit den 12 Tracks zu finden. CD 2 hingegen verfügt über 6 Remixe und einem Bonussong.
Da die Specialedition mit Sicherheit nicht überall zu bekommen ist, möchte ich mich auch nur auf die regulären Albumtracks der ersten CD beschränken...


01. more more more
Schon gleich der erste Song des Albums bietet Dancefloor vom Feinsten mit einer zuckersüßen Stimme Kylies, die uns da so erotisch ins Ohr haucht.
Eine eingängige, fröhlich dahintänzelnde Melodie ohne viel Drumherum und Schnickschnack, der eventuell ablenken könnte, simpel aber dennoch sehr schön und ein schöner Track zum Abtanzen, Hinwegträumen oder wahlweise auch einfach nur dahinschmelzen. Mit den leichten Gitarreneinspielern erhält das Ganze sogar einen leichten 70es Touch.

02. love at first sight
Mit „Love at first sight“ komme ich hier auch gleich zu einem meiner liebsten Stücken des Albums.
Der Song mit Ohrwurmqualität ist nicht nur ein wunderschönes Liebeslied, sondern ist wie auch schon sein Vorgänger ein nettes Stück um die Disco zu rocken. Kylie singt mit lieblich-leichtem Gesang von ihrer „Liebe auf den ersten Blick“, und klingt dabei so schmeichelnd und süß, dass man eigentlich nur noch schmachtend vor dem Lautsprecher sitzen mag, um von der großen Liebe zu träumen.

03. can’t get you of my head
Wer diesen Song nicht kennt, hat die letzten zwei Jahre verpennt.*g*
Ein cooler Dancetrack, der mit Kylies sexy-laszivem Gesang zu DEM Song schlechthin wurde. Wer erinnert sich nicht ihr eingängiges „Lalalalalala“, und summte es wohl zu jeder sich ergebenden Situation vor sich hin. Während es den meisten heute wohl aus den Ohren hängt, kann ich es mir aber immer noch sehr gerne, besonders bei besonders hoher Lautstärke *g*, anhören, ohne gleich in Panik aus dem Raum laufen zu müssen.;-) Meiner Meinung ein zeitloser Song, der an niemanden spurlos vorbeigehen kann.

04. fever
Der Titeltrack des Albums, aber deshalb auch gleich gut?
Mit fiependen Keyboardtönen und einer gewöhnungsbedürftigen Melodie erscheinen die Anfangsstrophen schon recht merkwürdig, und ich als anerkannter Musikliebhaber würde da auch schon mal zum Vorzappen neigen, ja wenn mich da nicht der Refrain wieder entschädigen würde. Denn hier ist er wieder: der Zucker in dieser Stimme. Sicherlich nicht der beste Song des Albums, aber besser als gar nichts.*lach*

05. give it to me
Etwas härter und nicht ganz so sehr das Schmusekätzchen - bei diesem Song geht es wirklich ab.
Neben den Gitarren spielen auch hier fiepende Geräusche eine wichtige Rolle, doch im Gegensatz zu „Fever“ sind sie hier doch sehr angebracht und bringen den nötigen Pepp (Wann wurde dieses Wort wohl das letzte Mal benutzt?*g*). Mit schnellen Beats und interessanten Stimmvariationen erhält der Song seine ganz eigene Note. Tanzbar ist er aber nicht so wirklich, da Staccato noch nie so wirklich für die Disco geeignet war.:-)

06. fragile
Noch so ein lieblicher Track.*schmacht*
Bei diesem Song wirkt einfach alles nur zart: Beats, Stimme und Melodie verschmelzen zu einem großen Wattebausch in den man sich einkuscheln möchte. Von großen songtechnischen Überraschungen bleibt dieses Lied, Gott sei Dank, verschont, denn jegliche Veränderung in der Stimmung oder Lautstärke würde das Feeling des Tracks sofort zu Nichte machen. So hingegen bleibt uns ein netter Song, der ganz tief innen drin doch tatsächlich etwas melancholisch wirkt.

07. come into my world
Wie kann man diesen Song nur beschrieben? Ich versuche es mal mit den Worten „sorglos“, „elegant“ und auch irgendwie „verspielt“. „Come into my world“ zählt auf diesem Album auch zu meinen liebsten Liedern. Auch hier spielt sich der Song sofort in die Gehörgänge und vermag dort auch eine Weile zu bleiben. Ein Lied das ebenso fröhlich wie auch sinnlich ist und damit eine ganz eigene Harmonie erschafft, die den Zuhörer in den Bann zieht.

08. in your eyes
Aus irgendeinem Grund mag ich diesen Song so rein gar nicht. Woran liegt das bloß? Er ist fröhlich und überschwänglich, und ja, man kann mit Sicherheit auch recht gut dazu tanzen, aber irgendwie macht es bei mir nicht „Klick“. Mit fehlt hier einfach das gewisse Etwas, was dem Song noch den letzten Schliff verpassen müsste. So bleibt der Song für mich einfach nur ein Lied wie jedes Andere, sorry, Kylie.

09. dancefloor
Inhaltlich erzählt uns Kylie hier von ihrer Liebe zur Disco und zum –Überraschung- „Dancefloor“ – wer hätte das gedacht.:-)
Dieser Song präsentiert sich ausgelassen und fröhlich mit einer schnellen Melodie und fetten Beats, die das nötige Dancefloorpotential bieten. Auch hier gibt sich Kylie wieder lieblich in ihrem Gesang und zusammen ergibt das Ganze schließlich einen schönen Partysong ohne große Schnörkel.

10. love affair
Dieser Song beginnt mit harten Beats und blechernen Gitarren, die schließlich in Kylies Gesang münden. Während das anfangs noch etwas unterkühlt wirkt, bekommt der Song im Refrain schließlich seine nötige Würze und wird zu einem großartigen, sorglosen Dancetrack. Er ist nicht nur abwechslungsreich im Gesang, nein auch das Wechselspiel der Melodie macht so manches her und verschafft ihm ein ganz besonders Gefühl.

11. your love
Zum Ende des Albums wird es dann fast sogar etwas besinnlich. Mit zarten Akustikgitarren und zurückhaltenden Drums erhält dieser Song eine ganz angenehme Atmosphäre. Verträumt singt Kylie davon, welche Gefühle ihr die Liebe bereitet. Dabei wirkt sie zerbrechlich, jedoch so wunderschön, dass man glatt auf einer rosa Wolke davonschweben möchte.

12. burning up
Und wer schon dachte, dass es nicht noch sanfter gehen könnte, der hat sich geirrt. Noch sanftere Akustikgitarren und eine noch zartere Stimme erwarten uns hier am Anfang des Tracks. Doch kurz bevor uns die rosa Wolke wieder in Besitz nehmen möchte, wird aus der zarten Melodie plötzlich ein klasse Dancesong. Und so wechselt das Zarte (=Strophen) mit dem Tanzbaren (=Refrain) und der Song erhält seinen ganz eigenen, kaum beschreibbaren Antrieb. Auch Kylies Gesang passt sich den unterschiedlichen Stimmungen des Lieds an, so ist einmal das zarte Blümchen und dann ganz plötzlich wieder die Rockröhre vom Dienst.
„Burning up“ ist auf jeden Fall ein würdiges Ende für ein rundum gelungenes Dance-Album.


FAZIT:
Was bleibt mir da noch zu sagen? Kylie hat hier 12 wunderbare Dancesongs zusammengebracht, wobei keiner schlechter (oder besser) als der andere ist.
Da mir als Vergleichsmöglichkeit nur ihr erstes Album bleibt, kann ich nur sagen: bitte kaufen, um die Veränderung feststellen zu können.;-)
Ansonsten bleibt mir jetzt nur noch die Vorfreude auf neue Songs der Australierin und euch ein hoffentlich bald eine neue CD für den Plattenschrank.;-)