Fever - Kylie Minogue Testbericht

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ab 2,99
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Erfahrungsbericht von MatthiasHuehr

Sex sells

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Ja

... und deshalb braucht sich Kylie Minogue nur in ihr kurzes Röckchen zu zwängen, etwas mit ihrem Hintern zu wackeln und aufreizend lasziv in das Mikrofon zu hauchen und die Fans liegen ihr zu Füßen. Bei einer derartig „körperbetonten“ Musik ist nicht verwunderlich, daß Kylie Minogue neben Madonna zu den Superstars der Gay-Community zählt. Und so ist es nicht verwunderlich, daß ich mir dieses Album zulegte, nicht nur damit es ein paar Kubikzentimeter Luft in meiner Wohnung verdrängt, sondern auch zum Hören.

Die Verpackung ist deutlich genug, um zu merken, worauf es ankommt. Kylie posiert in einem sehr knapp geschnittenen Kostüm und ihrem Mikrophon in einer eindeutigen Pose. Als ob das noch nicht reichen würde, ist das Booklett mit ähnlichen Bildern gestaltet. Auf einem der Bilder räkelt sie sich eingewickelt in dem Mikrophonkabel auf dem Boden. Damit die Ganzheit der dargestellten Erotik nicht zerstört wird, wurde auf die Angabe der Liedtexte verzichtet.

Beim ersten Anhören war ich ziemlich enttäuscht, da das vorherige Album „Light Years“ um Längen besser gewesen ist. Da ich die CD bei Amazon für etwa 11 Euro bekommen habe, war der finanzielle Verlust nicht mehr allzu hoch. Während der Vorgänger ein paar gute Stücke vorweisen konnte, bietet „Fever“ nicht wirklich Highlights. „I can ´t get you out my head“ ist zwar ein Hit, aber wer den Titel kennt, der weiß wie er gestrickt ist. Um eine Vorstellung über das Album zu bekommen, muß man sich nur noch weitere 11 ähnliche Titel hinzudenken und man weiß wie das Album ausgefallen ist.


„More, more, more“

Aber bitte nicht soviel für mich! Melodisch leicht und im gewohnten Discostil stöhnt Kylie ins Mikrofon. Besonders im Refrain, ich meine damit hauptsächlich die Stellen mit „more“, kommt es mir schon fast so vor, als ob sie einen Softporno synchronisieren wollte. Wenn man diesen Titel gehört hat, dann weiß man schon in etwa wie der Rest ausfällt.


„Love at first sight“

Etwas kräftiger, aber nur etwas, fällt der zweite Titel aus. Sie besingt die Liebe auf den ersten Blick in einer ziemlich einfach gestrickten musikalischen Untermalung. Etwas sehr schwach finde ich, sie es nicht, die Gefühlswelt musikalisch herüberzubringen.


„I can ´t get you out my head“

Den Titel kennt wohl bald jeder. Und wieder einmal gibt es einen Beweis, daß Mittelmaß die Hitparaden anführt. Während die Strophen noch genug Sinn erfüllen, ist der Refrain ein Witz. „La la la la la ...“ ist ja soetwas von intellektuell. Der Erfolg ist nur aufgrund der musikalischen Gestaltung zu erklären, da er sehr gut tanzbar ist.


„Fever“

Der Titelsong des Albums gefüllt mir von allen Titeln am besten. Er klingt zwar etwas sehr synthetisch, der Gesang ist aber nicht allzu lasziv wie der Rest, sondern eher etwas fröhlicher.


„Give it to me“

Die Klänge der Musik sind etwas experimentell ausgefallen. Putzige Töne aus dem Synthesizer, die an Computerspiele erinnern, dominieren die Musik. Es kann mit der Zeit ziemlich nervig sein, finde ich jedenfalls. Die Forderung, die sie in dem Lied stellt, bringt sie gesangstechnisch aber auch nicht glaubhaft rüber. Sie klingt eher gleichgültig, so daß es besser „Give it to me or not“ heißen sollte.


„Fragile“

„Fragile“ ist im Vergleich zum vorherigen Titel sehr viel besser ausgefallen. Er ist sehr ruhig ausgefallen und sehr melodisch. Die Musik ordnet sich ihrer Stimme unter und sie kann so mehr damit ausdrücken. Es ist für mich der Titel, bei dem ihre Stimme voll zum Tragen kommen kann.


„Come into my World“

Diese Aufforderung werde ich gerne dankend ablehnen. Wenn ihre Welt so langweilig ist, wie das Arrangement der Musik, dann schaue ich liefer Teleshopping. Der Gesang kennt keine Höhepunkte und wirkt irgendwie langweilig.


„In Your Eyes“

Schon besser ist dieser Titel, aber nur etwas. Kraftvoll ist der Beat und die Stimme wieder etwas erotischer. Es ist sehr gut zum Tanzen geeignet, zu mehr aber auch nicht.


„Dancefloor“

Und jetzt drehen wir wieder die Discokugel, denn der Titel erinnert sehr an die Discoära. Die Musik ist sehr leicht und man kann gut tanzen. Aber er ist auch nur mittelmäßig, und das nicht nur im musikalischen Sinne.


„Love Affair“

Sehr viel moderner ist „Love Affair“. Sphärische Klänge untermalen den recht harten Beat und deshalb erhält die Musik eine tragende Rolle. Der Gesang ordnet sich der Musik unter, was aber positiv zu bewerten ist, wenn man bestimmte andere Titel des Albums betrachtet. Er ist gut für die Disko, da er sehr eingängig und melodisch ist.


„Your Love“

„Your Love“ ´s Gitarrenklänge im Hintergrund haben etwas von einigen Titeln der Vorgängeralbums. Dieser Versuch der Kopie von sich selber bringt es nicht. Die Musik ist zu eintönig und der Gesang wirkt wie gewollt und nicht gekonnt.


„Burning up“

Am Schluß kommt der Rausschmeißer. Eigentlich sorgt man mit mäßig guter Musik dafür, daß die Leute die Party verlassen, aber man muß die Disco dazu nicht anzünden. Ein Langweiler am Ende sorgt eher, daß man auf Stop drückt und für mehr auch nicht.


Robbie Williams hat jetzt wohl Nicole Kidman lieber um sich, oder wie kann man sich sonst einen derartigen Absturz im Niveau erklären? Eine Wort um diese Musik zu beschreiben ist leicht gefunden: „Fuck me!“-Gedudel. Die Texte haben nur ein einziges Thema und die begleitenden Melodien sind dazu sehr einfach gestrickt. Kylie hat im Ganzen eindeutig nur mittelmäßige Stücke auf das Album gepackt, wenn man von wenigen Ausnahmen absieht. Gesangstechnisch ist sie sehr schwach. Oft singt sie die Lieder sehr lustlos und sorgt somit für wenig Begeisterung bei den Zuhörern. Stöhnen allein reicht nicht und das Herumhüpfen in kurzen Röcken läßt mich kalt. Kylie sollte lieber mehr die Musik in den Vordergrund stellen und nicht ihren Körper. Nachdem Madonna in „Dick Tracy“ und „Evita“ mitgespielt und gesungen hat, hat sich ihr künstlerischer Anspruch sehr stark erhöht. Kylie sollte sich daran ein Beispiel daran nehmen und etwas mehr auf Qualität setzen, denn irgendwann kann sie ihre Musik nur noch durch ihre Musik verkaufen.

Eine Bewertung für das Album ist leicht zu finden. Mittelmäßige Musik verdient eine mittelmäßige Bewertung. Und diese werde ich dem Album auch verpassen. Da ich mit geringen Erwartungen das Album gekauft habe, bin ich nicht so enttäuscht, wie andere Leute. Was die Empfehlung betrifft, kann ich nur sagen, daß man für 11 Euro noch OK sagen kann, wenn man viel mehr dafür bezahlen muß, dann sollte man es nur kaufen, wenn man ein richtiger Fan ist. Wenn man unbedingt ein Album von Kylie haben möchte, dann sollte man eher auf „Light Years“ zurückgreifen, daß um Längen besser ist.


Wenn das nächste Album auch so ... ausfällt, dann kaufe ich mir eine Scheibe von Britney Spears, die kann dann garantiert auch nicht viel schlechter sein...

57 Bewertungen, 9 Kommentare

  • anonym

    18.03.2007, 15:05 Uhr von anonym
    Bewertung: sehr hilfreich

    LG Damaris :-)

  • anonym

    20.08.2006, 12:44 Uhr von anonym
    Bewertung: sehr hilfreich

    *** sh & lg ***

  • anonym

    14.08.2006, 00:57 Uhr von anonym
    Bewertung: sehr hilfreich

    Lieben GrUsS, Manuela :o)

  • Zuckermaus29

    13.08.2006, 20:08 Uhr von Zuckermaus29
    Bewertung: sehr hilfreich

    sh von mir für Dich :o) Viele Grüße Jeanny

  • anonym

    13.08.2006, 15:10 Uhr von anonym
    Bewertung: sehr hilfreich

    Lieben Gruß :-)) Marianne

  • anonym

    13.08.2006, 13:55 Uhr von anonym
    Bewertung: sehr hilfreich

    sh, LG Birgit :-)

  • anonym

    13.08.2006, 03:17 Uhr von anonym
    Bewertung: sehr hilfreich

    sh :o)

  • Estha

    13.06.2006, 21:11 Uhr von Estha
    Bewertung: sehr hilfreich

    .•:*¨¨*:•. ... sh ... .•:*¨¨*:•.

  • schokofan

    11.06.2006, 21:43 Uhr von schokofan
    Bewertung: sehr hilfreich

    sh und liebe Grüße Dagmar