Fight Club (DVD) Testbericht

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Auf yopi.de gelistet seit 11/2011
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Erfahrungsbericht von tobberich
Ihr ganzes Leben besteht aus Wiederholungen?
Pro:
Darsteller , Story , Regisseur
Kontra:
? Gewalt ?
Empfehlung:
Ja
Sie machen Tag für Tag für Tag das selbe?
Sie suchen einen Weg wie sie ihrem Alltag entfliehen können und fühlen sich ausserdem in ihrem Job unterfordert?
Dann kann ich ihnen auch nicht helfen, aber ich kenne jemanden dem es ganz genauso geht!
Lassen sie mich ihnen diese Person kurz vorstellen!
Er arbeitet in einer Autofirma und ist dort für die Überprüfung von Unfallursachen an Autos verantwortlich.
Seine Berichte entscheiden ob ein Auto weiter gebaut wird oder ob die vorhandenen Mängel so groß sind da die Produktion eingestellt werden muss. Er ist gelangweilt und leidet unter Schlafstörungen. Seine Wohnung ist sein größter Schatz und in Ikeakatalogen findet er ständig Dinge die sie weiter perfektionieren. Wenn er einen JinJang-Tisch sieht dann kauft er ihn den er findet etwas außergewöhnliches an ihm und ausserdem stillt er seinen Sammlertrieb mir diesem Kauf, er hat ein gutes Gefühl dabei. Aber um es auf den Punkt zu bringen:
Sein ganzes Leben besteht aus Wiederholungen.
Er macht Tag für Tag das selbe.
Er möchte seinem Alltag entfliehen...
Um Abwechslung zu finden und seine Gefühlswelt zu erforschen geht er zu Selbsthilfegruppen für Hodenkrebspatienten oder andere Unheilbar Kranke. Er hat ein gutes Gefühl dabei sich in ihren Armen auszuweinen und so seinen Gefühlen freien Lauf zu lassen. Diese Selbsthilfegruppen geben ihm wieder Auftrieb und langsam fühlt er sich wieder besser... bis Marla Singer in sein Leben tritt. Sie geht auch zu den Selbsthilfegruppen, zu den gleichen wie er, sie ist eine Betrügerin, wie er und das nervt ihn. Ihre Heuchelei wurmt ihn gewaltig den er weiß jetzt das es einen Menschen gibt wie ihn, der das Leiden anderer Menschen benutzt um sich selber besser zu fühlen! So kann das nicht weiter gehen den durch diese Erkenntnis geht es ihm wieder schlecht. Er will es dieser miesen Schlampe Marla ins Gesicht schreien das sie eine Betrügerin ist, aber er ist es ja auch und so einigen sie sich auf einen Kompromiß und teilen ihre Gruppen nach Tagen ein. Somit nähert sich sein Leben der scheinbaren Perfektion...
Doch sein Allerheiligstes wird zerstört... als er des Abends nach Hause kommt ist seine Wohnung zerstört... durch eine Gasexplosion! Was soll er tun?
Da er niemanden hat dem er sein Leid erzählen kann ruft er in seiner Verzweiflung eine Telephonnummer an die er von jemanden auf einem seiner Flugreisen bekommen hat. Er verabredet sich mit diesem jemand in einem Restaurant. Doch wer ist dieser jemand werden sie mich jetzt zurecht fragen?
Dieser jemand ist Tyler Durden. Er stellt alles dar was unser Bürohengst nicht ist. Er ist provokant, unangepasst um es kurz zu sagen er ist ein Rebell und er verkauft Seife aber dazu später mehr.
Tyler nimmt unseren Obdachlosen mit zu sich nach Hause in eine heruntergekommene Kaschemme am Rande der Stadt.
Im Laufe der Zeit finden sie immer mehr Spaß daran sich zu prügeln.
Doch offenbar sind die beiden nicht die einzigen die Hunger nach Nervenkitzel haben den als bald kommen immer mehr „Haudegen“ hinzu. So kommt es das Tyler den „Fight Club“ gründet. Dessen erste Regel lautet: „Kein Wort über den Fight Club“. Die Gemeinschaft wächst und wächst und im ganzen Lande bilden sich Untergrundorganisationen die den „Fight Club“ zum Vorbild haben...
Währenddessen beginnt unser Bürohengst sich von seinem alten Leben abzunabeln, er kündigt seinen Job schafft es aber durchzusetzen trotzdem weiter Gehalt zu bekommen... er widmet jetzt sein ganzes Leben dem Fight Club.
Doch für Tyler ist der Fight Club nicht genug, er strebt nach höheren Zielen. Er initiiert „Projekt Chaos“ das zum Ziel hat die Finanzzentren der USA zu zerstören. Als unser „Held“ versucht herauszubekommen was es mit Projekt Chaos auf sich hat erlebt er allerlei Merkwürdige Dinge. Überall wo er nach Tyler fragt hält man ihn für eben diesen und auch Marla hält ihn für Durden.
In ihm wächst eine Vermutung welche zu absurd wäre um war zu sein. Oder?
Ist er Tyler?
Damit komme ich zum Ende meines kleinen Portraits über einen Mann der im Laufe des Films von einem durchschnittlichem Langweiler zu einem Schizophrenen Wrack, das zwischen Wirklichkeit und Wahn nicht mehr unterscheiden kann, mutiert.
In der Rolle des Bürohengstes glänzt Edward Norton der seinen Charakter brillant interpretiert und auch als Sprecher aus dem Off zu überzeugen weis. Er bewies auch schon seine Künste als Regisseur in „Glauben ist alles“.
Er schafft es sogar Brad Pitt, welcher Tyler Durden verkörpert, an die Wand zuspielen. Doch auch Pitts Leistung ist nicht zu unterschätzen den er verkörpert in diesem Film keinen Schönling, sondern einen knallharten Anführer und er ließ sich für diese Rolle sogar einen Zahn herausschlagen.
Helena Bonham Carter ( Marla Singer) glänzt ebenfalls als das was man eine Schlampe nennen möchte.
Die knackige Rock-Techno Musikuntermalung der Dust Brothers muss sich meiner Meinung nach auch nicht verstecken den sie ist perfekt auf die Szenen zugeschnitten.
Auch in Fight Club fällt das was ich den „Fincher-Style“ nennen möchte auf den der Film ist gespickt mit zackigen Schnitten und Kamerafahrten ähnlich denen eines Videoclips. Fincher drehte auch das Film-Noir Meisterwerk Sieben.
Meiner Meinung nach ist Fight Club ein Film an dem sich die Geister scheiden.
Für die einen ( wie mich) ist er ein Film der, der Gesellschaft gekonnt einen Spiegel vorhält und dabei auch die Abgründe der Menschlichen Seele beleuchtet.
Für die anderen ist er ein Film der durch seine explizite Gewaltdarstellung ( die ich nicht abstreiten will)Aufmerksamkeit und damit Publikum erhaschen will und durch seine Videoclipästhetik perfekt auf die Zielgruppe von 16-25 zugeschnitten ist.
Doch für alle die Ungewöhnliche Filme lieben ist Fight Club sicherlich das Richtige doch erst ab 16 den die Gewaltdarstellung ist für jüngere höchstwahrscheinlich etwas zu derbe und außerdem dürfte er für sie nicht zu verstehen sein.
Regie:
David Fincher
Darsteller: Brat Pitt, Edward Norton, Helena Bonham Carter, Meat Loaf,Jared Leto
Länge: ca.135 Minuten
USA 1999/ FSK 16
Sie suchen einen Weg wie sie ihrem Alltag entfliehen können und fühlen sich ausserdem in ihrem Job unterfordert?
Dann kann ich ihnen auch nicht helfen, aber ich kenne jemanden dem es ganz genauso geht!
Lassen sie mich ihnen diese Person kurz vorstellen!
Er arbeitet in einer Autofirma und ist dort für die Überprüfung von Unfallursachen an Autos verantwortlich.
Seine Berichte entscheiden ob ein Auto weiter gebaut wird oder ob die vorhandenen Mängel so groß sind da die Produktion eingestellt werden muss. Er ist gelangweilt und leidet unter Schlafstörungen. Seine Wohnung ist sein größter Schatz und in Ikeakatalogen findet er ständig Dinge die sie weiter perfektionieren. Wenn er einen JinJang-Tisch sieht dann kauft er ihn den er findet etwas außergewöhnliches an ihm und ausserdem stillt er seinen Sammlertrieb mir diesem Kauf, er hat ein gutes Gefühl dabei. Aber um es auf den Punkt zu bringen:
Sein ganzes Leben besteht aus Wiederholungen.
Er macht Tag für Tag das selbe.
Er möchte seinem Alltag entfliehen...
Um Abwechslung zu finden und seine Gefühlswelt zu erforschen geht er zu Selbsthilfegruppen für Hodenkrebspatienten oder andere Unheilbar Kranke. Er hat ein gutes Gefühl dabei sich in ihren Armen auszuweinen und so seinen Gefühlen freien Lauf zu lassen. Diese Selbsthilfegruppen geben ihm wieder Auftrieb und langsam fühlt er sich wieder besser... bis Marla Singer in sein Leben tritt. Sie geht auch zu den Selbsthilfegruppen, zu den gleichen wie er, sie ist eine Betrügerin, wie er und das nervt ihn. Ihre Heuchelei wurmt ihn gewaltig den er weiß jetzt das es einen Menschen gibt wie ihn, der das Leiden anderer Menschen benutzt um sich selber besser zu fühlen! So kann das nicht weiter gehen den durch diese Erkenntnis geht es ihm wieder schlecht. Er will es dieser miesen Schlampe Marla ins Gesicht schreien das sie eine Betrügerin ist, aber er ist es ja auch und so einigen sie sich auf einen Kompromiß und teilen ihre Gruppen nach Tagen ein. Somit nähert sich sein Leben der scheinbaren Perfektion...
Doch sein Allerheiligstes wird zerstört... als er des Abends nach Hause kommt ist seine Wohnung zerstört... durch eine Gasexplosion! Was soll er tun?
Da er niemanden hat dem er sein Leid erzählen kann ruft er in seiner Verzweiflung eine Telephonnummer an die er von jemanden auf einem seiner Flugreisen bekommen hat. Er verabredet sich mit diesem jemand in einem Restaurant. Doch wer ist dieser jemand werden sie mich jetzt zurecht fragen?
Dieser jemand ist Tyler Durden. Er stellt alles dar was unser Bürohengst nicht ist. Er ist provokant, unangepasst um es kurz zu sagen er ist ein Rebell und er verkauft Seife aber dazu später mehr.
Tyler nimmt unseren Obdachlosen mit zu sich nach Hause in eine heruntergekommene Kaschemme am Rande der Stadt.
Im Laufe der Zeit finden sie immer mehr Spaß daran sich zu prügeln.
Doch offenbar sind die beiden nicht die einzigen die Hunger nach Nervenkitzel haben den als bald kommen immer mehr „Haudegen“ hinzu. So kommt es das Tyler den „Fight Club“ gründet. Dessen erste Regel lautet: „Kein Wort über den Fight Club“. Die Gemeinschaft wächst und wächst und im ganzen Lande bilden sich Untergrundorganisationen die den „Fight Club“ zum Vorbild haben...
Währenddessen beginnt unser Bürohengst sich von seinem alten Leben abzunabeln, er kündigt seinen Job schafft es aber durchzusetzen trotzdem weiter Gehalt zu bekommen... er widmet jetzt sein ganzes Leben dem Fight Club.
Doch für Tyler ist der Fight Club nicht genug, er strebt nach höheren Zielen. Er initiiert „Projekt Chaos“ das zum Ziel hat die Finanzzentren der USA zu zerstören. Als unser „Held“ versucht herauszubekommen was es mit Projekt Chaos auf sich hat erlebt er allerlei Merkwürdige Dinge. Überall wo er nach Tyler fragt hält man ihn für eben diesen und auch Marla hält ihn für Durden.
In ihm wächst eine Vermutung welche zu absurd wäre um war zu sein. Oder?
Ist er Tyler?
Damit komme ich zum Ende meines kleinen Portraits über einen Mann der im Laufe des Films von einem durchschnittlichem Langweiler zu einem Schizophrenen Wrack, das zwischen Wirklichkeit und Wahn nicht mehr unterscheiden kann, mutiert.
In der Rolle des Bürohengstes glänzt Edward Norton der seinen Charakter brillant interpretiert und auch als Sprecher aus dem Off zu überzeugen weis. Er bewies auch schon seine Künste als Regisseur in „Glauben ist alles“.
Er schafft es sogar Brad Pitt, welcher Tyler Durden verkörpert, an die Wand zuspielen. Doch auch Pitts Leistung ist nicht zu unterschätzen den er verkörpert in diesem Film keinen Schönling, sondern einen knallharten Anführer und er ließ sich für diese Rolle sogar einen Zahn herausschlagen.
Helena Bonham Carter ( Marla Singer) glänzt ebenfalls als das was man eine Schlampe nennen möchte.
Die knackige Rock-Techno Musikuntermalung der Dust Brothers muss sich meiner Meinung nach auch nicht verstecken den sie ist perfekt auf die Szenen zugeschnitten.
Auch in Fight Club fällt das was ich den „Fincher-Style“ nennen möchte auf den der Film ist gespickt mit zackigen Schnitten und Kamerafahrten ähnlich denen eines Videoclips. Fincher drehte auch das Film-Noir Meisterwerk Sieben.
Meiner Meinung nach ist Fight Club ein Film an dem sich die Geister scheiden.
Für die einen ( wie mich) ist er ein Film der, der Gesellschaft gekonnt einen Spiegel vorhält und dabei auch die Abgründe der Menschlichen Seele beleuchtet.
Für die anderen ist er ein Film der durch seine explizite Gewaltdarstellung ( die ich nicht abstreiten will)Aufmerksamkeit und damit Publikum erhaschen will und durch seine Videoclipästhetik perfekt auf die Zielgruppe von 16-25 zugeschnitten ist.
Doch für alle die Ungewöhnliche Filme lieben ist Fight Club sicherlich das Richtige doch erst ab 16 den die Gewaltdarstellung ist für jüngere höchstwahrscheinlich etwas zu derbe und außerdem dürfte er für sie nicht zu verstehen sein.
Regie:
David Fincher
Darsteller: Brat Pitt, Edward Norton, Helena Bonham Carter, Meat Loaf,Jared Leto
Länge: ca.135 Minuten
USA 1999/ FSK 16
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