Fight Club (DVD) Testbericht

ab 3,55
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Erfahrungsbericht von Kuhli

Testosteron und Tenside

Pro:

genialer Film, Bild- und Tonqualität, ungeschnitten

Kontra:

kein Bonusmaterial, schlichtes Menü

Empfehlung:

Ja

### FILM – KRITIK ###

STORY – Eins plus eins gleich eins

Monotonie, Sinnlosigkeit, Leere. Der namenlose Erzähler (Edward Norton) ist nicht wirklich ausgefüllt in seinem „portionierten“ Leben und leidet dadurch an Schlaflosigkeit. Einen Ausweg aus seiner Situation findet er als „Tourist“ in Selbsthilfegruppen. Er schleicht sich bei den Hodenkrebspatienten, den Tubakuloseopfern, den Sichelzellenerkrankten und anderen Gruppen ein und spielt ihnen den Kranken vor, um sich dort auszuheulen. Doch als er in all seinen Selbsthilfegruppen Marla (Helena Bonham-Carter) entdeckt, die ebenfalls als „Touristin“ ihrem Leben etwas Abwechslung bereitet, kommt er wieder in seinen alten Trott, da sie ihn aus seinem Konzept bringt. Nach einer Aussprache teilen sich die Beiden die Gruppen gerecht auf, so dass sie sich nicht mehr in die Quere kommen, doch für den Erzähler ist es nicht mehr so befriedigend wie zuvor.
Doch als er eines Tages im Flugzeug den Seifenverkäufer Tyler Durdan (Brad Pitt) kennen lernt, verändert sich sein Leben so, dass er gar keine Zeit mehr hat, den wirklich Kranken sein Leid vorzuspielen.
Nachdem er von einer Arbeitsreise wiedergekommen, vor seiner durch einen Gasherd explodierten Wohnung steht, ruft er den einzigen Mensch an, dessen Nummer er hat – Tyler Durdan.
Nachdem die Beiden in einer Bar etwas getrunken haben, stellt Tyler den entscheidenden Satz „Ich will dass du mich schlägst, so hart du nur kannst!“. Nachdem der Erzähler verständlicherweise etwas verdutzt ist, lässt er sich doch überreden und die zwei fangen sich an ohne Grund vor der Bar zu prügeln. Doch bei diesem einmaligen Kampf bleibt es nicht, so dass die zwei von nun an regelmäßig vor der Bar ihre kleinen „Fights“ anfangen. Schnell werden auch immer mehr andere Männer darauf aufmerksam und fangen an sich ebenfalls dort zu prügeln und ehe sie sich versehen wird im Keller der Bar der erste offizielle „Fight Club“ eröffnet, in dem sich Rechtsanwälte, Ärzte, Bauarbeiter, Kellner, Väter wöchentlich gegenseitig vermöbeln, um eine neue Zugehörigkeit zu entwickeln und ihrem Leben einen Sinn zu geben.
Doch auch dabei bleibt es nicht lange. Mit und mit entwickelt Tyler aus diesem Club eine Untergrundorganisation die sich mit kleinen terroristischen Aktionen auf kapitalistische Einrichtungen berühmt macht. Erst zu spät merkt der Erzähler, dass Tyler aus dem kleinen Kampf eine landesweite Terrorgruppe aufgebaut hat, die ihren ganz großen Coup plant, um den Kapitalismus auf Ground Zero zu bringen, in dem sämtliche Finanzinstitute in die Luft gesprengt werden sollen...


KRITIK - Selbstverbesserung ist Masturbation

Basierend auf dem gleichnamigen Buch von Chuck Palahniuk inszenierte Regisseur David Fincher eine Geschichte über Männer die nur empfinden können wenn sie leiden, doch genauso ist dieser Film eine beißende Satire über ein soziales, kapitalistisches System dem wir alle untergeordnet sind. Wie auch schon damals eine vielversprechend-primitive Mädchenband feststellte „Ist der Ruf erst ruiniert, lebt es sich ganz ungeniert“ zeigt dieser Film, dass anscheinend nur Anarchie der Weg zur vollkommenen Freiheit ist. Traurig. Aber Wahr?

Fincher geht dabei wieder genauso „sensibel“ an dieses Thema, wie schon bei seinen vorherigen Filmen. Mit jedem seiner Filme sprengte er Konventionen und stieß der Gesellschaft vor den Kopf indem er Erwartungen komplett außen vor ließ.
In seinem Erstlingswerk Alien³ schaffte er es sowohl die lieb gewonnenen Nebendarsteller von Anfang an schon ins Jenseits zu befördern, genauso wie letztendlich die Serienheldin das gleiche Schicksal zu teil kommen zu lassen. Im Sequel-geilen Hollywood setzte er sich trotzdem durch (obwohl Alien 4 ja dann doch nicht aufzuhalten war) und schaffte mit seinem nächsten Film dann den endgültigen Durchbruch und erfand ein komplett neues Genre mit dem Meilenstein des Mytery-Polizisten-Thrillers „SIEBEN“. Auch hier wieder schockte er nicht nur mit seiner konsequenten Darstellung einer Gesellschaft am Abgrund, sondern überraschte auch hier wieder am Ende indem er Opfer- und Täterrollen makaber und bitterböse verwischte. Er ließ Gwyneth’s Kopf rollen und entdeckte Brad Pitt für sich.
Während andere Regisseure (wie z.B. M.N. Shyamalan) ihr Anfängererfolgkonzept kopieren müssen, da man ihnen nichts anderes (zu Recht!?!) zutraut, hat Fincher anscheinend genug Spaß und auch innovative Ideen, um selbst bei Film 3 „The Game“ wieder eine Gesellschaft zu zerrütten und mit dem Ende zu überraschen, ohne das jemand auch nur einen Gedanken erweckt hat, dass Fincher von sich selbst geklaut haben könnte. Einfach zu viele neue Ideen und Überraschungen stecken in jedem seiner Filme und da macht dann auch Fight Club keine Ausnahme, im Gegenteil, denn zum eher verhältnismäßig harmlosen „The Game“ zieht Fight Club noch mal kräftig an der Bösheitsschraube, wenn auch dann eher weniger subtil als die Vorgänger, sondern durch drastische Tabubrüche, eine verstörend-coole Atmosphäre und eine Schlusspointe, die einen mit offenem, unfassbarem Mund alleine lässt.

Man kann sich durchaus über die Intentionen des Films streiten. Für viele ist er ein Machomärchen in dem Schweiß und Testosteron überkocht, in dem Männer wieder Männer sein können, animalisch und simpel, für andere ist er ein berechnender, möchtegern-hipper auf Kult getrimmter, versteckter Mainstreamfilm. Während ich ersteres nicht ganz ausschließen möchte, sieht es beim zweiten doch in Wahrheit schon anders aus.

Sicher zeigt der Film Männer wie sie sich sehen wollen, denn während der Erzähler, der von seiner Existenz angeödet und ein durch die Technik verschwächlichter Langweiler ist, erhält der Film mit dem Auftreten von Tyler Durdan den Inbegriff eines jeden Männerhelden. Er fickt wenn er’s so will, er ist cool und lässig, hart, rücksichtslos und lässt sich nichts sagen. Genau das wovon Softies träumen. Er ist der Held, der aus unserem Erzähler und all diesen gestressten Bürohengsten wieder den Mann in sich erweckt.
Oberflächlich wirkt der Film so, aber wenn man sich mal so seine Gedanken macht und vielleicht auch ein paar andere Fincherfilme im Hinterkopf behält, dann kann man sich schon vorstellen, dass das Gezeigte nicht unbedingt gleich dem Gemeinten ist. Gerade zum Ende entdecken wir das in jedem harten Kerl auch ein Softie steckt und in jedem Softie ein harter Kerl stecken kann, zudem zeigt Fincher, dass seine Filmmänner sich anscheinend nur durch primitivste Verhaltensweisen erleben und entdecken können und das er das alles ganz ohne Ironie gefilmt hat, ist sehr unwahrscheinlich.

Dass die zerstörerische Story aber lediglich dazu dient um den Film durch Provokation bekannt und berüchtigt zu machen, halte ich nicht für belegbar. Es gibt sicherlich genug Filme, die es lediglich darauf anlegen Gesprächsthema zu werden indem Tabus gebrochen werden, diese Filme haben aber dann meistens nichts anderes zu bieten. David Fincher aber, da bin ich mir sicher, wusste von dem Potential von Fight Club, er braucht keine Werbung, um mit seinem Film glücklich zu werden und der Beweis liegt eindeutig dabei in seiner Konsequenz. Kein einziges Mal wird hier der Schwanz eingezogen, der Film flacht nicht ab, um seine Moral aufzudrücken, er hat eine wenig massenkonforme Story und scheut auch keine Konventionsbrüche.
Sei es der Anfang des Films indem unser „Held“ sich am Leiden anderer aufgeilt oder das Ende in dem dem Terrorismus eine romantische Seite abverlangt wird. Auch die 2 Stunden dazwischen strotzen vor bösen Dialogen und Handlungen, die eindeutig gegen die bestehende Gesellschaft gerichtet sind. Zumindest aus Sicht der Charaktere, denn Fincher hält sich eben mit seiner Meinung zurück. Wollen wir eine Welt in der nicht wir, sondern der Kapitalismus herrscht und wir somit keine Freiheit haben oder wollen wir Anarchie und damit Freiheit aber auch Zerstörung?

Die Welt des Kapitalismus zeichnet sich für Fincher vor allem durch den Verlust der Individualität ab und somit schuf er eine ganz neue vorm des Product Placement, dass die erwähnten Firmen aber sicher so nicht mit Geld unterstützt haben. IKEA, Starbucks, VW, Microsoft und wie sie alle heißen. Diese weltweiten Konzerne, die sich überall finden lassen, dienen Fincher um seine bösen Witze damit zu treiben. Gerade als Inbegriff des Kapitalismus eignen sich diese bekannten Firmen und somit fliegt schon mal eine mit Ikeamöbeln ausgestattete Wohnung in die Luft, ein Starbucks wird überrollt, ein VW Beetle mit Baseballschlägern bearbeitet und Computerladen sieht nach dem Anschlag auch nicht besser aus als vorher. Gerade dadurch das diese Konzerne wirklich namentlich genannt werden wird die Aussage des Films noch bissiger.

Sowieso ist der Humor dieses Filmes nichts für zarte Gemüter. Wenn der Erzähler uns zeigt wie Tyler so arbeitet und man ihn sieht wie er als Filmvorführer Szenen aus Sexfilmen in Kinderfilme schneidet und somit die Kleinen zum weinen bringt, findet nicht jeder das lustig, oder wenn Tyler und der Erzähler in der Schönheitsklinik Fett klauen, dass Menschen dort abgesaugt wurde nur um daraus Seife zu machen, die nachher wieder an die schönen Reichen ausgeteilt wird und der Erzähler das dann so kommentiert „Wir verkauften reichen Weibern ihre eigenen fetten Ärsche zurück“. Sehr bitter und sehr wahr. Wie alle Kommentare des Erzählers. Das dieser keinen Namen hat ist mir anfangs nicht wirklich aufgefallen, erst nach mehrmaligem betrachten ging mir ein Licht auf, aber seine trocken-lakonischen Kommentare von dem was man sieht dagegen bringen einen schon von der ersten Szene an zum schmunzeln, dass einem dabei aber gleichzeitig sofort im Halse stecken bleibt. Denn auch beim Humor gilt, dass gleiche wie bei der Story und der Inszenierung – böse und nicht für Kinder unter 3 Jahren geeignet.
Die Szenen die mir dabei aber persönlich am nahesten geht ist verständlicherweise die, in der Tylers Mannen mit einem Elektro-Magnet schön an den Videobändern in der Videothek vorbei gehen. Die schönen Filme…nee, dann doch lieber Kapitalismus…

Auch optisch bietet sich uns ein finchereskes Bild (um mal eine neue Wortkreation von mir anzubringen). Düster wie eh und je, dabei aber nicht mehr so dreckig wie noch Alien³ und Sieben, sondern schon noch mehr durchgestylt und vergleichbar mit Finchers letztem Film Panic Room. Auch die Farbgebung spielt hier eine besondere Rolle. Ich persönlich gebe „eingefärbten“ Filmen gerne mal Pluspunkte, da ich so ein Gesamtkonzept gerne sehe. Alien war durch und durch rot, Sieben war ein dreckiges braun, bei The Game ist es schwieriger, auch eher bläulich, und manchmal dann aber im warmen ocker, Fight Club ist auch sehr schwankend, selten braun und meistens kühles blau gemischt mit warmem grün-gelb.
Kameratechnisch spielt Fincher wieder mit allen möglichen Mitteln und bietet uns schon im Intro den wohl größten Zoom der Filmgeschichte aus der Zelle eines Menschen hin zu der Pistole, die in seinem Mund steckt. Diese Optik wird den kompletten Film lang durchgezogen, durch den Computer unterstützte Kamerafahrten begeistern immer wieder und schnelle, aber nicht hektische Schnitte unterstützen die rabiate Story.
Also wird uns hier nicht nur storytechnisch etwas Innovatorisches aufgetischt, denn jedes Bild weis zu gefallen und die ganzen optischen Einfälle binden sich nahtlos in die Atmosphäre ein.

Beim Filmstart sehr kontrovers aufgenommen, wurde der Film unter anderem dadurch wohl auch zum Flop an den Kinokassen. Die explizite Gewaltdarstellung dient hier aber nicht zur reinen Selbstfeierung und Provokation, sondern sie zeigt die Brutalität einer Gesellschaft ohne Ziele und Emotionen. Wäre der Film hier nicht so drastisch wäre er unehrlich und feige, denn dadurch das der Zuschauer diese Gewalt annimmt, beschäftigt er sich damit und wird Teil. Angedeutet Gewalt hätte den Film wohl zu brav und inkonsequent aussehen lassen. Zumal muss man sagen, dass diese visuelle Gewalt sich fast ausschließlich auf die Faustkämpfe und somit auf blutende Gesichter bezieht, lediglich eine Person stirbt in dem Film, was böse Kritiker, die den Film nicht kennen, wahrscheinlich sowieso nicht glauben. Die Altersfreigabe ab 18 ist meiner Meinung nach dabei völlig gerechtfertigt, da Jüngere wohl erstens kaum die satirische Seite des Films erkennen möchten und lediglich an der Gewaltorgie begeistert sein werden (wie aber wohl leider auch genug Leute über 18) und zudem die Kämpfe mit Terence Hill und Bud Spencer wenig zu tun haben. Gerade die wohl kontroverseste Szene in der Angel Face nach einem Kampf wohl seinen Spitznamen ändern muss in Brei Face ist hier ein gutes Beispiel, aber auch die nette Handverätzung zum Beispiel lässt einen schon nicht ganz unberührt.

Edward Norten, der bekannt ist für seine eher düsteren, morbiden Rollen wie in Zwielicht oder American History X, überraschte wohl alle mit seinem Regiedebüt. Nein, nicht Fight Club, denn mittlerweile müsste noch dem verpeiltesten Menschen klar sein, dass der in diesem Bericht kaum erwähnte David Fincher der Regisseur ist. Mit „Glauben ist Alles“ inszenierte er nach diesem Fight Club eine sehr lustige, originelle Liebeskomödie mit ihm auch selbst in der Hauptrolle. Doch natürlich zählen seine dunklen Rollen zu denen, die einem einfach im Gedächtnis bleiben. Kongenial verkörpert er den namenlosen Erzähler und überzeugt als „Schwächling“ wie auch als Schlägertyp. Seine Mimik spielt dabei eine nicht zu unterschätzende Rolle, gerade wenn er in die Kamera schaut und dem Zuschauer die Situation auf seine Weise erklärt. Aber genauso effektiv sind natürlich seine Kommentare aus dem Off, nur da ist seine Mimik dann weniger erwähnenswert. Wie geboren für diese Rolle wirkt er in jeder Szene in der er auftritt.

Brad Pitt, eher bekannt als Six-Pack-Schönling oder Mr. Jennifer Aniston spielt erstmals einen Bösen (Naja, Halb-Bösen). Cool wie immer gibt er sich und zeigt, dass er nicht nur aussieht (das gut verkneife ich mir mal, wahrlich nicht mein Typ, außerdem hat er keine Brusthaare *g*) sondern auch wirklich was drauf hat. Gerade unter der Obhut von Fincher scheint er dabei sein Talent immer wieder voll entfalten zu können, denn schon in SIEBEN begeisterte mich sein Spiel.

Helene Bonham-Carter, die eigentlich in eher „subtileren“ Filmen mitwirkte gibt sich hier für mich sehr ungewohnt und überraschend genial. Eher kühl und dreist und eher wenig typisch weiblich.

In Nebenrollen ebenso passen kann man Rocksänger und Gelegenheitsschauspieler Meatloaf bewundern oder auch Jared Leto, als spätere Matschbirne. Und Dauerschauer von Dawson’s Creek können ebenfalls Jen’s Ex aka Eion Bailey als erstes Mitglied des Project Mayhem erspähen. Zudem gibt’s zum Schluss noch einen kleinen Cameo des Live Frontmann Edward Kowalczyk als Kellner.

Erwähnt werden muss auch noch, die Wirkung des Films nach dem 11. September, denn geradezu erschreckend sind hier einige Parallelen. Eine Untergrundorganisation will das Finanzzentrum von Amerika schwächen indem die Inbegriffe des Kapitalismus, die Hochhäuser der Finanzanstalten, zerstört werden. Als Grund dafür sehen sie einen Neuanfang, wenn sie Amerika zum Ground Zero, dem Nullpunkt, gebracht haben und sie so dann eine neue Welt schaffen wollen, die auf ihrem „Konzept“ basiert. Der einzige Unterschied besteht darin, dass in Fight Club die Bedrohung innerhalb Amerikas entsteht. Film imitiert Leben, das Film imitiert. So oder so ähnlich hat man es schon oft gehört und wird es wohl auch noch in Zukunft hören.


FAZIT – Hau drauf!!!

Bitter, böse, drastisch. Wieder einmal hat David Fincher es geschafft unsere Gesellschaft zu karikieren und zu untergraben und dabei geht er direkter zur Sache und schafft es wieder einmal auch seinen Fans Überraschungen zu bieten, indem er Filmkonventionen umgeht, auf die Spitze treibt und zersetzt. Nichts für zarte Gemüter und Männer die jedes Wochenende in ihrem VW ins IKEA fahren.


### DVD – KRITIK ###

Während es in den USA und in England eine wunderbare Fight Club-Special Edition schon längst erschienen sind, müssen wir darauf in Deutschland wohl vergebens warten. Obwohl gerade 20th Century Fox für ihre guten DVDs bei mir beliebt sind, ist Fight Club wenigstens teilweise eine Ausnahme.

* Bildqualität *

Perfekt. Das war’s dazu. Das Bild ist ruhig, frei von Verschmutzung, und sehr klar und scharf. Gerade bei einem Film mit überwiegend düsteren Bildern ist so ein kontrastreiches bild sehr wichtig und somit kann man hier kein bisschen meckern, zudem liegt das Bild natürlich in Widescreen 16:9 (2,40:1) vor.

* Tonqualität *

Siehe oben. Genau wie das Bild ist auch der Ton bombastisch. Die Dialoge sind klar, die hämmernde Musik der Dust Brothers und viele nette Effekte bieten ein fein abgestimmtes sehr räumliches Klangbild. Gerade der Flugzeugabsturz und der Autounfall lassen Wände beben und Augen Ausschau halten nach umher fliegenden Metallteilen. Gerade der Bass hat auch in diesen Szenen viel zu tun, aber genauso auch in den Kampfszenen, so dass mit diesem Ton jeder Treffer noch mehr schmerzt. Der Ton liegt in Deutsch und Englisch in Dolby Digital 5.1 vor und Untertitel sind vorzüglich ausblendbar.

* Menüs *

Und genau hier fängt’s an mit der Katastrophe. Kein animiertes Intro, keine Animationen irgendwo und keine Musikuntermalung. Dafür ist es wenigstens übersichtlich und das Standbild ist auch nett anzusehen, denn es besteht aus der rosa Fight Club-Seife. Aber sonst sehr enttäuschend…

* Booklet *

Das übliche Werbebooklet findet sich hier ein, das war’s. Die Kapitelliste befindet sich quasi dahinter auf der Rückseite des Deckblatts.

* Extras *

- der Original.Kinotrailer
-…
-…

*peinlichestille* *einestecknadelfallenhör*

Mehr hab ich hier leider nicht zu sagen. Jaaa, der Trailer, darauf haben die Fans schon lange gewartet.


FAZIT

Bild und Ton sind perfekt, das nicht vorhandene Bonusmaterial dagegen ist sehr ernüchternd. Dafür ist der Film aber ungeschnitten und somit für Fans trotzdem ein Muss, da eine Neuauflage wohl nicht so schnell kommen wird.

### DATEN ###

Fight Club USA’99
Regie: David Fincher
Drehbuch: Jim Uhls nach dem Roman von Chuck Palahnuik
Mit Brad Pitt, Edward Norton, Helena Bonham Carter, Meat Loaf, Jared Leto …
Musik: The Dust Brothers
FSK 18
Ca. 134 Minuten

### ANHANG ###

Was für einen Einfluß Fincher-Filme auf die Filmwelt haben, sieht man nicht nur anhand der XXL-Kampagne von Pro Sieben, sonder aktuell auch an der Seat-Kampagne, in der nicht nur Edward Nortons Synchronstimme an Fight Club erinnert.

23 Bewertungen, 1 Kommentar

  • anonym

    03.01.2015, 22:56 Uhr von anonym
    Bewertung: besonders wertvoll

    So ein Bericht muss belohnt werden. :-) LG Stephan