Fight Club (DVD) Testbericht

ab 3,55
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Erfahrungsbericht von borderlineP

Es existiert kein Fightclub!

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Ja

Fight Club
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Frei ab: 18.


Inhalt:
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kurz und bündig:
Ein an Langeweile und Schlaflosigkeit leidender Mann gerät durch die Bekanntschaft mit einem charismatischen Seifenverkäufer Tyler immer weiter in ein geniales Netz aus Anarchie, Selbstzerstörung und fast schon Sektenartige Organisation, bis er die unglaubliche Wahrheit über diesen „Tyler“ erfährt.

Ausführlich (Verrät Details des Filmes!)
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Jack sitzt in einem Hochhaus mit einer Waffe im Mund und macht sich Gedanken darüber ob diese wohl sauber ist. Die Sprengladungen die überall in den Häuserblocks angebracht sich werden in wenigen Sekunden die Schulden der Menschen löschen indem sie die Behören – und ihre Computer - in Schutt und Asche legen.
Doch fangen wir vorne an:
Jack ist in einer Selbsthilfegruppe für Menschen die Todkrank sind. Jack ist aber nicht Todkrank sondern leidet an Schlafstörungen und Langeweile. Nachdem der Arzt ihm nichts verschreiben wollte und Jack sagt er würde leiden, erwiderte der Arzt er solle sich einmal die Leute in diesen Selbsthilfegruppen ansehen – dann sieht er echtes Leiden.
Jack hört – Jack tut.
Hier in diesen Gruppen, in denen ihm die Leute wirklich zuhören wenn er etwas sagt und aus denen er geht in dem guten Gewissen das ER nicht Todkrank ist, findet er endlich eine Bestätigung und schafft es Nachts wieder zu schlafen – bis Marla auftaucht. Eine „Todes-Touristin“ wie er. Nach einem kurzen Streitgespräch teilen sie sich gegenseitig die Gruppen auf an denen sie Teilnehmen um sich nicht mehr sehen zu müssen.

Soweit, so Gut. Bei einem seiner vielen Reisen lernt Jack „ Tyler Durden „ kennen, ein unglaublich charismatischer Seifenverkäufer.
Nachdem Jack wieder zuhause ankommt, findet er dort sein – explodiertes – Heim vor. Nun sitzt er auf der Straße – also was tun? Er beschließt Tyler anzurufen und trifft sich wenig später mit ihm in einer Bar.
Nachdem sie etwas geredet haben und viel getrunken, willigt Tyler vor der Bar ein, dass Jack bei ihm Wohnen kann. Als Gegenleistung verlangt er, dass Jack ihm ins Gesicht schlägt.
Nach einigem hin und her macht er das auch und bekommt auch direkt einen Schlag zurück. Eine kleine Schlägerei entflammt und am Ende sitzen die beide nebeneinander am Boden und sagen „ Das hat gut getan – das sollten wir irgendwann mal wieder tun. „

Da auch andere die beiden dabei gesehen haben und mitmischten, entwickelt sich schnell eine art kleine Gesellschaft. Durch das Benutzen des Kellers einer Bar wird das ganze zu einem Club – dem Fight Club.

Die Mitglieder treffen sich dort um zu kämpfen. Unter strengen Regeln. Einer gegen Einen. Immer nur ein Kampf auf einmal. Wenn einer Aufgibt ist der Kampf vorbei.
Außerhalb des Clubs verhalten sich alle ganz normal, die oberste Regel: „ Der Fight Club existiert nicht! „

Nach einigen Treffen beginnt Tyler „ Hausaufgaben „ zu verteilen. Die Mitglieder des Clubs sollen etwa andere Menschen auf der Straße einfach so dazu bringen gegen sie zu Kämpfen und sie dann gewinnen lassen.
Marla meldet sich zu diesem Zeitpunkt auch wieder bei Jack und sagt das sie gerade Tabletten geschluckt habe und wohl demnächst sterben würde. Jack lässt das Telefon einfach liegen und geht weg, wohl weil ihm das ganze zu psychopatisch wird. Tyler nimmt den Hörer durch Zufall auf und lernt so Marla kennen. Die beiden entwickeln daraufhin eine wahre Sex-Beziehung.
Tylers Ideen werden unter dessen immer größer angelegt und schließlich schart er die Fight Club Mitglieder in einer regelrechten „ Tyler Armee „ um sich.
Jacks abweisende Art Marla gegenüber bringt diese schließlich dazu wieder zu verschwinden.

„ Tylers Armee „ führt immer verrücktere und größere Aktionen durch – ohne jemanden zu verletzen – um die großen Firmen zu schädigen oder die Menschen auf den „ richtigen „ Weg zu bringen. Bis einer der Männer erschossen wird. Tyler, der inzwischen verschwunden zu sein scheint, wird von Jack nun gesucht weil diese ihn von seinem Wahnsinn abbringen will.
Egal wo Jack nun hinfliegt um Tylers weg zu folgen, er findet dort Zeichen von Fight Clubs vor, überall verteilt im Land. Schließlich findet er Tyler, nach einem Kampf befinden sich die beiden in besagtem Hochhaus und die Zeit läuft…

Achtung: Wer den Film noch nicht gesehen hat und nichts über das Ende erfahren will sollte hier nicht weiter lesen.









Tyler IST Jack! Jack hat sich ein „ besseres Ich „ erschaffen, welches in Tyler personifiziert wird. Erst jetzt ergibt alles sinn – das Marla so auf seine (für sie plötzliche) Abweisung reagiert, warum die Leute ihn alle als Tyler erkennen. Und Tylers Forderung an ihn, dass er ihn NIEMALS jemand anderem gegenüber erwähnen soll.
Schließlich besiegt Jack Tyler indem er sich selbst in den Kopf schießt (glatter Durchschuss durch den Mund/Hals – Jack überlebt) und er sieht noch mit Marla neben ihm wie die Gebäudekomplexe um ihn herum einstürzen…


Realismus ?
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Realistisch ist der Film eigentlich nicht. Das sich so eine Organisation bildet, aus einer Prügelei heraus, dass sich so viele einfach dafür Begeistern und Tyler als „ Chef „ anerkennen. Aber das stört einen bei dem Film auch nicht.
Was dagegen sehr realistisch ist, ist das Bild dieses Mannes der an Schlafstörungen und Langeweile leidet und einen Weg sucht diesem zu entfliehen!

Meinung:
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Fight Club ist einer der besten Filme die ich je gesehen habe! Soviel versteckte Philosophie, soviel ironischer Humor. Soviel Zynismus der Gesellschaft gegenüber.
Man muss sich diesen Film aber auf jedenfall zweimal ansehen, weil man beim erstenmal manche Szenen nicht voll verstehen kann, Fight Club ist wohl der erste Film der beim zweiten Anschauen noch perfekter und Lustiger ist als beim ersten Mal.
Der Film lebt vor allem durch die Details. Wenn man aufpasst entdeckt man ständig Dinge die einem ein „ genial „ durch den Kopf jagen.


Bild / Ton:
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Bild und Ton sind sehr gut. Jacks stimme wenn er gelangweilt über sein Leben sinniert ist unglaublich gut getroffen und hört sich meiner Meinung nach in der Deutschen Version noch um einiges besser und charismatischer als in der Englischen Version an.
Auch sonst ist der Sound sehr gut und die Musik passt wunderbar zum Ambiente.


Schauspieler / Leistung:
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Niemand – wirklich NIEMAND hätte Tyler besser spielen können als der einzigartige Brad Pitt! Man könnte manchmal wirklich denken Brad Pitt IST Tyler. Dieser Charakter ist irgendwie eine Mischung aus einem knallhart berechnenden Führer, einem Durchgeknallten Jugendlichen und einem spielerischen Kind.
Edward Norton ist ebenfalls sehr gut in der Rolle als Jack. Man sieht im die Lustlosigkeit wirklich an und seinen Wandel vom „Im Büro Langweiler“ zum Todes-Tourist und schließlich Fight Club Mitglied ist super umgesetzt.
Helena Bonham Carter, welche Marla spielt, spielt diese ebenso Gut wie Selbstmörderisch. Man kann sie eigentlich nicht wirklich in eine Kategorie stecken. Sie ist einfach da und könnte jeden Moment sterben. ( Nicht weil sie muss oder will, sondern weil’s ihr egal wäre )

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