Fight Club (DVD) Testbericht

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Auf yopi.de gelistet seit 11/2011
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Erfahrungsbericht von schweitzman
Ich bin der singende, tanzende Abschaum der Welt.
Pro:
-
Kontra:
-
Empfehlung:
Ja
David Finchers „Fight Club“ nach der Romanvorlage von Chuck Palahniuk ist derjenige Film, der mich persönlich am stärksten beeinflusst hat, ein Werk sehr dicht am Plus der Zeit, das wahre Gefühl der Generation X.
„Fight Club“ ist das Meisterwerk in David Finchers Schaffen und stellt sogar sein geniales Werk „Sieben“ in den Schatten, meiner Meinung nach der beste Film der letzten Dekade, unangefochten mein Favorit.
In den Hauptrollen spielen sich Edward Norton (Erzähler) und Brad Pitt (Tyler Durden) gegenseitig an die Wand, leider ohne Beachtung der Academy.
Finchers schonungslose Kritik an der Kommerzgesellschaft hat gerade zum Geburtstag unseres Heilandes einen sehr hohen Aktualitätswert.
„Mit einem Pistolenlauf zwischen den Zähnen kriegt man nur noch Vokale raus.“
Mit diesem Monolog des Erzählers wird der Zuschauer in dieses perfekt inszenierte Schauspiel hineinkatapultiert. Die Story ist sehr dicht und vielschichtig aufgebaut, Längen sucht man hier vergeblich weder inhaltlicher noch handwerklicher Natur, die Bildgewalt, die Tristess der Farben, die Monologe Edward Nortons fügen sich zu einem komplexen Gesamtkunstwerk erster Güte. Da die Story einen essenziellen Wendepunkt beinhaltet werde ich hier NICHT auf den Inhalt explizit eingehen, sonst ist der ganze Spaß schon vorbei, bevor man angefangen hat.
„Haltet mir eine Pistole an den Kopf und streicht die Wände mit meinem Gehirn.“
„Fight Club“ ist ein sehr drastischer Streifen und daher nicht umsonst erst ab 18 freigegeben, die Kampfszenen sind äußerst brutal, nicht nur in der visueller Hinsicht, sie unterstrichen vielmehr die Sinnlosigkeit des Daseins der „2. Generation“. Die Abwendung von kommerziellen Werten „auf dem Weg zu absoluten Nullpunkt“ wird mit diesem Stilmittel unterstrichen, der „Fight Club“ als Gleichmacher der Gesellschaft, hier geht es nur um den Kampf und sonst nichts. Der Kampf als Akt ohne Wertung, keine Gewinner, keine Verlierer, der Kampf als Akt der Befreiung vom gesellschaftlichen ich hin zur Essenz der Existenz.
„Selbstverbesserung ist Masturbation – Selbstzerstörung dagegen...“
Der „Fight Club“ ist die Flucht aus einer fremdbestimmten Existenz hin zu einem selbstbestimmten ich, die verspätete Pubertät „einer Generation Männer, die von Frauen erzogen worden“. Tyler Durden (Brad Pitt) ist das „Rolemodel“ für diese Generation, er ist nicht an die Werte und Normen der Gesellschaft gebunden, er ist der James Dean der 90er, er ist der Rebell und er spielt ihn.
„Ich bin Jacks grinsende Rache“
David Fincher hat mit diesem Werk Neuland betreten, die genial abstruse Story, die perfekte Umsetzung und nicht zu letzt die schauspielerischen Leistungen von Edward Norton und Brad Pit machen diesen Film zum Besten was ich je gesehen habe. In Verbindung mit dem genialen Soundtrack der Dust Brothers, der electro, industrial und alternative Elemente zu einem Soundteppich erster Güte vereint wirkt der Film noch eindringlicher.
Ohne zu viel in diesen Streifen hineinzuinterpretieren, „Fight Club“ regt zum Nachdenken an, eine Abrechnung mit der Kommerzgesellschaft, einer bedauernswerten Gesellschaft von Versagern.
Gut, ich werde, obwohl die Versuchung groß ist keinen „Fight Club“ gründen oder mir ein alter Ego zulegen, obwohl, reizvoll wäre das allemal.... Vielleicht existieren ja schon welche in Deutschland, wundern würde es mich nicht.
Ein eindringlicher Film, perfekt umgesetzt mit vielen Überraschungen – David Fincher auf der Höhe seines Schaffens, wie will er das noch toppen?
Manchmal macht er Lust auf mehr...
Die DVD bietet perfekte Bild und Tonqualität, nur wo sind die Extras?
Da findet man nur einen schäbigen Kinotrailer im englischen Original. Das ist mies. Das müsste mehr sein - ich bin stinksauer. Wäre der Film nicht so genial...egal die 25 Euroöcken war und ist der Spaß allemal wert - ich würds immer wieder tun.
ICH bin der singende, tanzende Abschaum der Welt!
schweitzman et al.
Intressanter Kontrast zu momentanen Schizophrenieschlager "A Beautiful Mind"...
„Fight Club“ ist das Meisterwerk in David Finchers Schaffen und stellt sogar sein geniales Werk „Sieben“ in den Schatten, meiner Meinung nach der beste Film der letzten Dekade, unangefochten mein Favorit.
In den Hauptrollen spielen sich Edward Norton (Erzähler) und Brad Pitt (Tyler Durden) gegenseitig an die Wand, leider ohne Beachtung der Academy.
Finchers schonungslose Kritik an der Kommerzgesellschaft hat gerade zum Geburtstag unseres Heilandes einen sehr hohen Aktualitätswert.
„Mit einem Pistolenlauf zwischen den Zähnen kriegt man nur noch Vokale raus.“
Mit diesem Monolog des Erzählers wird der Zuschauer in dieses perfekt inszenierte Schauspiel hineinkatapultiert. Die Story ist sehr dicht und vielschichtig aufgebaut, Längen sucht man hier vergeblich weder inhaltlicher noch handwerklicher Natur, die Bildgewalt, die Tristess der Farben, die Monologe Edward Nortons fügen sich zu einem komplexen Gesamtkunstwerk erster Güte. Da die Story einen essenziellen Wendepunkt beinhaltet werde ich hier NICHT auf den Inhalt explizit eingehen, sonst ist der ganze Spaß schon vorbei, bevor man angefangen hat.
„Haltet mir eine Pistole an den Kopf und streicht die Wände mit meinem Gehirn.“
„Fight Club“ ist ein sehr drastischer Streifen und daher nicht umsonst erst ab 18 freigegeben, die Kampfszenen sind äußerst brutal, nicht nur in der visueller Hinsicht, sie unterstrichen vielmehr die Sinnlosigkeit des Daseins der „2. Generation“. Die Abwendung von kommerziellen Werten „auf dem Weg zu absoluten Nullpunkt“ wird mit diesem Stilmittel unterstrichen, der „Fight Club“ als Gleichmacher der Gesellschaft, hier geht es nur um den Kampf und sonst nichts. Der Kampf als Akt ohne Wertung, keine Gewinner, keine Verlierer, der Kampf als Akt der Befreiung vom gesellschaftlichen ich hin zur Essenz der Existenz.
„Selbstverbesserung ist Masturbation – Selbstzerstörung dagegen...“
Der „Fight Club“ ist die Flucht aus einer fremdbestimmten Existenz hin zu einem selbstbestimmten ich, die verspätete Pubertät „einer Generation Männer, die von Frauen erzogen worden“. Tyler Durden (Brad Pitt) ist das „Rolemodel“ für diese Generation, er ist nicht an die Werte und Normen der Gesellschaft gebunden, er ist der James Dean der 90er, er ist der Rebell und er spielt ihn.
„Ich bin Jacks grinsende Rache“
David Fincher hat mit diesem Werk Neuland betreten, die genial abstruse Story, die perfekte Umsetzung und nicht zu letzt die schauspielerischen Leistungen von Edward Norton und Brad Pit machen diesen Film zum Besten was ich je gesehen habe. In Verbindung mit dem genialen Soundtrack der Dust Brothers, der electro, industrial und alternative Elemente zu einem Soundteppich erster Güte vereint wirkt der Film noch eindringlicher.
Ohne zu viel in diesen Streifen hineinzuinterpretieren, „Fight Club“ regt zum Nachdenken an, eine Abrechnung mit der Kommerzgesellschaft, einer bedauernswerten Gesellschaft von Versagern.
Gut, ich werde, obwohl die Versuchung groß ist keinen „Fight Club“ gründen oder mir ein alter Ego zulegen, obwohl, reizvoll wäre das allemal.... Vielleicht existieren ja schon welche in Deutschland, wundern würde es mich nicht.
Ein eindringlicher Film, perfekt umgesetzt mit vielen Überraschungen – David Fincher auf der Höhe seines Schaffens, wie will er das noch toppen?
Manchmal macht er Lust auf mehr...
Die DVD bietet perfekte Bild und Tonqualität, nur wo sind die Extras?
Da findet man nur einen schäbigen Kinotrailer im englischen Original. Das ist mies. Das müsste mehr sein - ich bin stinksauer. Wäre der Film nicht so genial...egal die 25 Euroöcken war und ist der Spaß allemal wert - ich würds immer wieder tun.
ICH bin der singende, tanzende Abschaum der Welt!
schweitzman et al.
Intressanter Kontrast zu momentanen Schizophrenieschlager "A Beautiful Mind"...
23 Bewertungen, 3 Kommentare
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07.04.2002, 17:45 Uhr von susisponsel
Bewertung: sehr hilfreichgut geschrieben gefällt mir.......
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27.03.2002, 09:46 Uhr von sidhe
Bewertung: sehr hilfreichextrem guter Film!!!
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24.03.2002, 12:49 Uhr von Mummy
Bewertung: sehr hilfreichSchade, dass keine Extras vorhanden sind. Die gehören einfach zu einer rundum guten DVD.
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