Fight Club (DVD) Testbericht

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Erfahrungsbericht von ManicSkunk

ALLES WAS DU HAST HAT IRGENDWANN DICH!!!

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Ja

Also Leute. Weil keiner aus meinem Freundeskreis mehr meine Meinung über diesen Film hören will, weil ihn alle entweder «komisch» oder «langweilig» finden.
Genau deshalb wende ich mich nun an die Ciao-Community.

-) Einleitung
1) Die Handlung
2) Meine Meinung zum Film


1) Die Handlung
Die Handlung ist ziemlich kompliziert, aber ich werds mal versuchen.

Ein Geschäftsmann, tätig bei einer grossen (welche genau wird nicht gesagt) Autofirma leidet unter Schlafstörungen übelster Sorte, die wahrscheinlich daher rührt, dass er mit seinem Leben in keinster Weise zufrieden ist, es sich aber immer wieder vorgaukelt.
Seine Hauptlektüre sind Möbelkataloge, die er durchblättert, um eine Wohnzimmergarnitur zu finden die am besten «seinen charakter beschreibt». Ihr seht also er ist ein typisch- materiell ausgerichteter Yuppi. typisch für grossstädte in Amerika halt.

Schon sechs Monate hat er kein Auge zu getan, und auch der Arzt, den er besucht, kann ihm nur erklären, dass man daran nicht stirbt. Eben diesem Arzt erklärt er, dass er leide, worauf der Arzt nur sagt er solle zur Hodenkrebsselbsthilfegruppe gehen, wenn er wissen will was Leid ist.
Er geht hin, und die Nacht darauf schläft er wie ein Baby.
Doch dabei bleibt es nicht, und mit der Zeit besucht er immer mehr dieser Gruppen, was sich schliesslich zu einer Sucht entwickelt von der er nicht mehr loskommen soll.
Doch wie er bald bemerkt ist er nicht der einzige \"Elendstourist\", denn es gibt noch jemanden, der diese Selbsthilfegruppen besucht: Marla Springer.
Richtig erkannt! Sie ist eine Frau. Und trotzdem besucht sie eine Hodenkrebs Selbsthilfegruppe! naja wenigstens hat sie wirklich keine Eier :)!
Als Er seine Mittouristin nicht mehr sehen kann, platzt ihm der Kragen, und er stellt sie zur Rede, und macht ihr zum Vorwurf, was er schon seit Monaten machen kann, den - wie er es nennt - «Elendstourismus», den er braucht um schlafen zu können. Sie einigen sich, indem sie die Woche und die damit verbundenen Selbsthilfegruppen unter sich aufteilen. Von da an laufen sie sich nicht mehr über den Weg, doch Er lässt sich vorsichtshalber noch ihre Telefonnummer geben. Doch erstmal ist das Kapitel «Marla» für ihn beendet.

Das sollte sich auch so schnell nicht ändern, doch nach einer Weile macht er auf einem Geschäftsflug eine neue Bekanntschaft: «Tyler Durden», die Zentralfigur des Films, brilliant verkörpert durch Brad Pitt. Er stellt sich ihm als Geschäftsmann vor, der Seife macht und verkauft und überreicht ihm eine seiner Visitenkarten.
Schon in dieser ersten kurzen Begegnung im Flugzeug sind Ansätze für seine politisch- gesellschaftliche Einstellung zu erkennen, die sich später als fast schon kommunistisch erweist.


Als der Flug zuende ist glaubt Er, dass nun auch seine «portionierte» Bekanntschaft mit Tyler Durden beendet ist, da irrt er sich jedoch gewaltig.
Den als er nach Hause kommt findet er nicht mehr sein schönes fast komplett ausgerichtetes Appartment, sondern nur das was davon nach einer gewaltigen Explosion übrig geblieben ist vor.

Völlig sprachlos geht er ohne viel zu überlegen zur nächsten Telefonzelle und kramt aus seiner Hosentasche die Nummer von ... Marla Singer raus. Er ruft sie an, legt jedoch als sie rangeht sofort wieder auf.
Er überlegt kurz, und ruft dann Tyler Durden an, der jedoch nicht drangeht.
Als er gerade entmutigt die Telefonzelle verlassen will klingelt plötzlich das Telefon. Er geht ran und am andern Ende ist Tyler. Als ob es etwas völlig normales wäre erklärt er, er gehe nie dran, sonder schalte höchstens auf Rückruf, wenn es ihn interessiere.
Er trifft sich mit Tyler in einer Bar und sie leeren ein paar Bier.
Schliesslich kommt es wie es kommen musste, und nach einigem Zögern fragt Er ob er bei Tyler übernachten könnte.
Dieser stimmt sofort zu, mit einer kleinen Bitte «Schlag mich so fest du nur kannst» .. im Prinzip eine einfache Bitte, die Er nach einigem Zögern auch erfüllt.
Doch Tyler schlägt zurück, und Ihm scheint es zu gefallen: «Komm schon schlag nochmal zu»
Schliesslich entsteht aus dieser harmlosen 2Mann Schlägerei der \'Fight Club\'.

Sein Leben verändert sich dadurch natürlich radikal:
Er zieht in Tylers völlig geschrottetes Haus, von dem Tyler Besetzer oder Besitzer gleichermassen sein könnte; Er schaut kein Fernsehn mehr; Er blättert keine Möbelkataloge mehr durch; .. materielle Dinge werden durch Tylers sehr starken einfluss auf ihn immer unwichtiger für Ihn, und er vermisst das Appartement Leben schon bald nicht mehr.


Irgendwann bekommen immer mehr Leute Wind von dem Fightclub, und seine Mitgliederzahl steigt rasant.
Doch Tyler will es bei dem einfachen Fightclub nicht mehr belassen, sondern er macht eine Terrororganisation daraus.
zunächst stellen sie Regeln für den Fight-Club und ihre Mitglieder auf, deren ersten zwei lauten: «Ihr verliert kein Wort über den Fight-Club», woran sich viele jedoch nicht halten, und so nimmt die Mitgliederzahl weiter zu. Doch Tyler belässt es nicht dabei, und mit der Zeit fängt er an Hausaufgaben zu verteilen, die in ihren Ausmassen, sowie in ihrem Kriminalitätsgehalt immer mehr zunehmen.
Irgendwann geht er sogar so weit, Mitglieder auf ein Hochhausdach steigen zu lassen und alle Fernsehantennen herunterzureissen, oder Vogelfutter auf dächern von Autohäusern verteilen zu lassen, damit am nächsten Morgen die ganzen Luxuskarossen vollgeschissen sind.


Er und Tyler beteiligen sich natürlich auch daran, und es dauert nicht lange, dass Tyler im Keller ihres Hauses Hochbetten installiert, und der erste Rekrut vor der Tür steht, der bereit ist von den beiden ausgebildet zu werden.
So geht es weiter, bis Er und Tyler das ganze Haus voller solcher Rekruten haben, die allerlei diverse Anschläge, wie ein Kot-Katapult, kleine Bombenanschläge etc. verüben.
Der Polizeipräsident ist von alledem nicht wirklich begeistert, und verspricht seiner Stadt, geziehlter gegen diese Anschläge und die Gruppe, die sie verübt vorzugehen.
Doch zu diesem Zeitpunkt ist der Fight-Club schon zu etwas herangewachsen, über dessen Ausmasse sich weder Er noch der Polizeipräsident sich je im Klaren waren.

Denn Tyler war nicht faul gewesen, und hatte überall in amerika Filialen aufgemacht´, die ihrerseits völlig unabhängig arbeiteten.

Als es Ihm zu bunt wird, und ihm die Aktionen allmälich zu weit gehen, will er aussteigen, doch Tyler lässt ihn nicht wirklich.
So beschliesst Er auf eigene Faust zu versuchen alles rückgängig zu machen, was sich als nicht einfach erweisen sollte, denn in Wirklichkeit war Er die ganze Zeit gleichzeitig Tyler gewesen ... in gewisser Weise also ein an Schizophrenie erkrankter ... Typ.
Das klingt zugegebenermassen nicht einfach, aber wenn ihr den Film seht werdet ihr merken, dass es nich so kompliziert ist, wie es jetz vielleicht scheint!


Erst als Tyler den Höhepunkt seiner Terroranschläge erreicht hat: nämlich die Hauptgebaeude von den namhaften Kreditinstituten in die Luft zu sprengen, damit alle Schulden gelöscht sind, und wieder alle von null beginnen können, kann Er sich durch eine echt verrückte aktion (wird jetz nich verraten :)) von seinem fanatisch- kommunistischen Ich trennen: von Tyler.

So das war echt nur ne oberflächliche kurzinhaltbeschreibung, womit keiner der den Film kennt und zu schätzen weiss zufrieden sein wird ... ich bin es selber nicht, aber es sollte ja auch nur ein grober Überblick übers Geschehen vermittelt werden.


Meine Meinung zum Film
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Also egal was mir die andern sagen:
Es ist und bleibt mein absoluter Lieblingsfilm.
Er vermittelt eine Einstellung, die materielle Werte ablehnt. Die ganze Einstellung ist auf dem einen Basissatz aufgebaut, den Tyler fast gleich zu Beginn des Films von sich gibt
« ALLES WAS DU HAST, HAT IRGENDWANN DICH! »
Ich finde den kompletten film gut gelungen.
Er hebt sich jedoch ziemlich stark von der typischen 08/15Kacke ab, die ihr vielleicht gerade von Brad Pitt gewohnt seid.
Also vorsicht: Dieser Film ist nichts für Mainstream-Fuzzies, sondern eher für Weltverbesserer.
Der Film hat jedenfalls einiges in meinem Leben geändert, was mir auf jeden Fall gut getan hat.

Ich kann also nur jedem empfehlen, diesen Streifen zu sehen, der sich durch diese Beschreibung nicht abgeschreckt fühlt!

Alles klar ... bis denne, Euer Manic!

11 Bewertungen, 2 Kommentare

  • Gobolino

    30.05.2003, 23:49 Uhr von Gobolino
    Bewertung: sehr hilfreich

    Aha, die Ciao-Community - - - schon klar

  • Calistra

    25.03.2002, 12:01 Uhr von Calistra
    Bewertung: sehr hilfreich

    ist ein klasse Film!