Final Curtain - Falco Testbericht
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Auf yopi.de gelistet seit 09/2003
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Summe aller Bewertungen
- Cover-Design:
- Klangqualität:
Erfahrungsbericht von Musical-World
Falco als Musicalheld
Pro:
-
Kontra:
-
Empfehlung:
Ja
Am 01.04.00 fand im Ronacher in Wien die Uraufführung eines "Musicals", oder sollte ich lieber sagen eine "Cyber Show", über das Leben einer Kultfigur der 90er Jahre statt: Hans Hölzel, alias Falco, steht im Mittelpunkt der aufwendigen Pop/Computer-Show "F@ALCO - A CYBER SHOW" mit dem Kampf eines Menschen gegen seinen Golem. Nach dem Motto "Es kann nur einen geben" kämpft auf der Bühne der Künstler gegen seine Kunstfigur frei zu den Falco-Stücken von "Rock Me Amadeus" bis "Out Of The Dark". Soweit die inhaltlichen Erklärungen im CD-Booklet.
Die 11 zusammenhangslosen Titel der CD werden neben dem Hauptdarsteller Andre Eisermann, der zwar mit viel Wiener Schmäh gesegnet doch nicht vollständig das "gewisse Etwas" eines Falcos erreicht, von so illustren Charakteren wie Jeanny, Citizen Kain, Kathleen Turner (?) und einer Menge Dämonen (Demon Child, Alcohol, Death, Sax, D, ...) interpretiert. Die bekannteren Songs (Sound Of Musik, Der Kommissar, Rock Me Amadeus, Out Of The Dark) sind nett nachgesungen, bieten hohen Wiedererkennungswert für ehemalige Discobesucher aber ansonsten nichts Neues. Über "Naked" und "Push Push" kann ich als Musicalfan nur den Kopf schütteln, Hard-Rocker werden in kräftiges head-banging einstimmen und "Mutter, der Mann mit dem Koks ist da" spricht eigentlich für sich...
Interessanter ist dann schon der CD-ROM Teil der CD-Plus. Am Homecomputer kann man eine imaginäre 3D-Tour durch das Theater machen, in kurzen Interviewpassagen (in Englisch) hören, was der Produzent der Show sich dabei bloß gedacht hat, zwei Diashows mit Bildern vom Making Of betrachten und in einem Video Ausschnitte aus der Aufführung sehen.
Fazit: Nach Prinzessin Diana und Roy Black nun auch ein Musical über Falco: alte Songs mit Pop- und Hard-Rock-Elementen für Falco-Fans, die mit dem Original sicher mehr anfangen können.
Technische Daten:
Original Cast Soundtrack mit Andre Eisermann, Debriaa Brown, Roman Gregory
Musik und Texte: Falco, Hölzel, Bolland, Voyce, Bick, u.v.a.
46 min, 28 sec + CD-ROM-Teil
Intonation Recordings 2000
Gleiches Thema - andere Umsetung: wenn Falco auf Amadeus trifft... und das auf DVD:
"Der musikalische Aufstieg und Fall eines Genies" - so ist Burkhard Driests Musical "FALCO MEETA AMADEUS", welches am Theater des Westens in Berlin und am 4.4.02 im oberhausener TheatrO CentrO unter der Regie von Elmer Ottenthal zu sehen ist, untertitelt. Zu 13 klassischen Falco-Songs gesellen sich 3 klassische Lieder von Wolfgang Amadeus Mozart und schon ist der Titel des Stückes gerechtfertigt. Aber was steckt wirklich hinter der Kombination der beiden österreichischen Multitalente, die hier so schonungslos miteinander verglichen werden? Mit der DVD- und Videoproduktion können Sie sich dieses Machwerk in die eigen vier Wände holen und selbst urteilen...
Falco ist in der Krise: seine Platten verkaufen sich schlecht und ihm fällt partout kein neuer Song ein. Und als ihn seine Freundin Jeanny verläßt, schmiedet Manager Zuweger den Plan, Falco verschwinden und für Tod erklären zu lassen, denn merke: Platten von Toten verkaufen sich besser. Um den Ruhm wieder anzuheizen, geht der von Ödipus-Komplexen gejagte Künstler sogar einen Pakt mit Tod und Teufel in der Gestalt des Kommissars ein. Doch bei seiner opulenten Beerdigung tritt der Sänger plötzlich wieder ins Leben. Konny will er auch noch heiraten, obwohl sie heimlich schwanger vom eifersüchtigen Manager ist. Baby Europa hat demnach auch einen dunklen Teint, aber Papa Falco erkennt im Drogenwahn eh nicht mehr die Wahrheit. Nur gut, daß er in seinem Alter Ego Amadeus einen inspirativen Freund gefunden hat. Erst sein Diener klärt Falco über die katastrophalen Folgen der Drogenexzesse auf: Falco kein Papa und pleite, aber dafür mit unzähligen Affären. Klar das der Tod seinen Pakt nun einfordert. Im Himmel treffen sich dann alle beim Sound Of Musik wieder...
Wenn Sie nun glauben, verehrter Leser, daß ich diese Inhaltsangabe rein aus dem Genuß der DVD gezogen habe, muß ich Sie enttäuschen. Ohne Vorkenntnisse des beiliegenden Booklets erschließt sich der geschilderte Handlungsverlauf nicht. Viel zu wirr ist das Kauderwelsch aus Deutsch, Englisch und Französisch, das in hohen Reimen oft unverständlich über die Bühne schwebt, als daß man genau wüßte, was dort gerade abgeht. Das ganze Stück ist wie im Drogenrausch szenenhaft unzusammenhängend erzählt. Hinzu kommt ein textlich gänzlich unverständlicher Martin Moss (vormals der ausgeflippte Puppet-Master in Gaudi), der bei “Dance Mephisto” zwar eine tänzerisch brillante Show abliefert und gesanglich so mancher Christine das zweigestrichene "C" buchstäblich aus dem Munde singen kann, aber man versteht halt kein Wort...
Aber ist FMA deshalb ein Flop? Eindeutig nein! Denn sieht man mal von dem grauenhaften Buch ab, bekommt man hier einiges geboten. Zunächst einmal erklingen die wohlbekannten Falco-Songs im modernen, durch Orchester aufgepepptem Sound. Bühnenbild und Kostüme überraschen immer wieder durch stilvolle und imposante Einfälle, die durch raffiniertes Lichtdesign richtig zur Geltung kommen und selbst einem Madonna-Video den Rang ablaufen könnten. Der größte Pluspunkt der Show ist die von Kim Duddy und Jochen Ulrich kreierte Choreographie mit wirklich guten Tänzern und - last but not least - die guten Hauptdarsteller.
Hier nahm Regisseur Elmer Ottenthal so manchen "Star" aus seinen Werken "Gaudi" und "Gambler" mit nach Berlin: Martin Moss als Manager, Leon van Leeuwenberg als Diener Joseph und Annika Bruhns als Kommissar und Tod. Barbara Ferun steuert durch ihre wohlklingende Opernstimme als Ehefrau Konny bei der Interpretation ihrer Mozart-Arien einen gelungenen Kontrast zum bassbetonten Rock-Pop der übrigen Songs bei. Axel Herrig gibt seinen Falco schon rein äußerlich perfekt wieder (auch wenn ihm noch ein letzter Tick Coolness des Originals fehlt) und Joachim Schweizzer ist als Amadeus auch nicht aus dem letzten Jahrtausend.
Die DVD vermag dieses wirre Bühnenspektakel in satten 4:3-Bildern einzufangen, auch wenn die Schittechnik zu viel Wert auf die Hauptakteure legt und man nicht immer die grandiosen Tanzsequenzen mitbekommt. Doch dafür haben die Produzenten die Multiangel-Funktion als nettes Extra eingeführt, so daß man alle Schlüsselszenen gleich in 2 Kameraperspektiven erleben kann. Leider ist es mit dem Ton nicht so optimal gelaufen. Die Live-Aufnahme ist nicht immer perfekt ausgesteuert (ganz anders als die ebenfalls erhältliche Studio-Aufnahme auf CD) und so verzichtete man von vornherein auf 5.1 Dolby Digitalsound - Schade!
Fast sehenswerter als die Show ist das 45 minütige Making Of, bei dem man vom ersten Casting bis zur Premiere dabei ist und alles von den Hauptdarstellern erfährt. Mein Tipp: zum besseren Verständnis der Handlung sollte man sich das Making Of vor dem "Hauptfilm" ansehen oder aber zumindest das Booklet aufmerksam gelesen haben. Denn erst dann kann "Falco Meets Amadeus" überzeugen.
Fazit: Wenn schon Falco als Musical, dann FMA anstatt der mißlungenen Cyber-Show!
Technische Daten:
Regionalcode: 2
Sprachen: Deutsch Dolby-Digital 2.0
Untertitel: keine
Länge: 100 min + 45 min Making Of
Hersteller: Universal
Die 11 zusammenhangslosen Titel der CD werden neben dem Hauptdarsteller Andre Eisermann, der zwar mit viel Wiener Schmäh gesegnet doch nicht vollständig das "gewisse Etwas" eines Falcos erreicht, von so illustren Charakteren wie Jeanny, Citizen Kain, Kathleen Turner (?) und einer Menge Dämonen (Demon Child, Alcohol, Death, Sax, D, ...) interpretiert. Die bekannteren Songs (Sound Of Musik, Der Kommissar, Rock Me Amadeus, Out Of The Dark) sind nett nachgesungen, bieten hohen Wiedererkennungswert für ehemalige Discobesucher aber ansonsten nichts Neues. Über "Naked" und "Push Push" kann ich als Musicalfan nur den Kopf schütteln, Hard-Rocker werden in kräftiges head-banging einstimmen und "Mutter, der Mann mit dem Koks ist da" spricht eigentlich für sich...
Interessanter ist dann schon der CD-ROM Teil der CD-Plus. Am Homecomputer kann man eine imaginäre 3D-Tour durch das Theater machen, in kurzen Interviewpassagen (in Englisch) hören, was der Produzent der Show sich dabei bloß gedacht hat, zwei Diashows mit Bildern vom Making Of betrachten und in einem Video Ausschnitte aus der Aufführung sehen.
Fazit: Nach Prinzessin Diana und Roy Black nun auch ein Musical über Falco: alte Songs mit Pop- und Hard-Rock-Elementen für Falco-Fans, die mit dem Original sicher mehr anfangen können.
Technische Daten:
Original Cast Soundtrack mit Andre Eisermann, Debriaa Brown, Roman Gregory
Musik und Texte: Falco, Hölzel, Bolland, Voyce, Bick, u.v.a.
46 min, 28 sec + CD-ROM-Teil
Intonation Recordings 2000
Gleiches Thema - andere Umsetung: wenn Falco auf Amadeus trifft... und das auf DVD:
"Der musikalische Aufstieg und Fall eines Genies" - so ist Burkhard Driests Musical "FALCO MEETA AMADEUS", welches am Theater des Westens in Berlin und am 4.4.02 im oberhausener TheatrO CentrO unter der Regie von Elmer Ottenthal zu sehen ist, untertitelt. Zu 13 klassischen Falco-Songs gesellen sich 3 klassische Lieder von Wolfgang Amadeus Mozart und schon ist der Titel des Stückes gerechtfertigt. Aber was steckt wirklich hinter der Kombination der beiden österreichischen Multitalente, die hier so schonungslos miteinander verglichen werden? Mit der DVD- und Videoproduktion können Sie sich dieses Machwerk in die eigen vier Wände holen und selbst urteilen...
Falco ist in der Krise: seine Platten verkaufen sich schlecht und ihm fällt partout kein neuer Song ein. Und als ihn seine Freundin Jeanny verläßt, schmiedet Manager Zuweger den Plan, Falco verschwinden und für Tod erklären zu lassen, denn merke: Platten von Toten verkaufen sich besser. Um den Ruhm wieder anzuheizen, geht der von Ödipus-Komplexen gejagte Künstler sogar einen Pakt mit Tod und Teufel in der Gestalt des Kommissars ein. Doch bei seiner opulenten Beerdigung tritt der Sänger plötzlich wieder ins Leben. Konny will er auch noch heiraten, obwohl sie heimlich schwanger vom eifersüchtigen Manager ist. Baby Europa hat demnach auch einen dunklen Teint, aber Papa Falco erkennt im Drogenwahn eh nicht mehr die Wahrheit. Nur gut, daß er in seinem Alter Ego Amadeus einen inspirativen Freund gefunden hat. Erst sein Diener klärt Falco über die katastrophalen Folgen der Drogenexzesse auf: Falco kein Papa und pleite, aber dafür mit unzähligen Affären. Klar das der Tod seinen Pakt nun einfordert. Im Himmel treffen sich dann alle beim Sound Of Musik wieder...
Wenn Sie nun glauben, verehrter Leser, daß ich diese Inhaltsangabe rein aus dem Genuß der DVD gezogen habe, muß ich Sie enttäuschen. Ohne Vorkenntnisse des beiliegenden Booklets erschließt sich der geschilderte Handlungsverlauf nicht. Viel zu wirr ist das Kauderwelsch aus Deutsch, Englisch und Französisch, das in hohen Reimen oft unverständlich über die Bühne schwebt, als daß man genau wüßte, was dort gerade abgeht. Das ganze Stück ist wie im Drogenrausch szenenhaft unzusammenhängend erzählt. Hinzu kommt ein textlich gänzlich unverständlicher Martin Moss (vormals der ausgeflippte Puppet-Master in Gaudi), der bei “Dance Mephisto” zwar eine tänzerisch brillante Show abliefert und gesanglich so mancher Christine das zweigestrichene "C" buchstäblich aus dem Munde singen kann, aber man versteht halt kein Wort...
Aber ist FMA deshalb ein Flop? Eindeutig nein! Denn sieht man mal von dem grauenhaften Buch ab, bekommt man hier einiges geboten. Zunächst einmal erklingen die wohlbekannten Falco-Songs im modernen, durch Orchester aufgepepptem Sound. Bühnenbild und Kostüme überraschen immer wieder durch stilvolle und imposante Einfälle, die durch raffiniertes Lichtdesign richtig zur Geltung kommen und selbst einem Madonna-Video den Rang ablaufen könnten. Der größte Pluspunkt der Show ist die von Kim Duddy und Jochen Ulrich kreierte Choreographie mit wirklich guten Tänzern und - last but not least - die guten Hauptdarsteller.
Hier nahm Regisseur Elmer Ottenthal so manchen "Star" aus seinen Werken "Gaudi" und "Gambler" mit nach Berlin: Martin Moss als Manager, Leon van Leeuwenberg als Diener Joseph und Annika Bruhns als Kommissar und Tod. Barbara Ferun steuert durch ihre wohlklingende Opernstimme als Ehefrau Konny bei der Interpretation ihrer Mozart-Arien einen gelungenen Kontrast zum bassbetonten Rock-Pop der übrigen Songs bei. Axel Herrig gibt seinen Falco schon rein äußerlich perfekt wieder (auch wenn ihm noch ein letzter Tick Coolness des Originals fehlt) und Joachim Schweizzer ist als Amadeus auch nicht aus dem letzten Jahrtausend.
Die DVD vermag dieses wirre Bühnenspektakel in satten 4:3-Bildern einzufangen, auch wenn die Schittechnik zu viel Wert auf die Hauptakteure legt und man nicht immer die grandiosen Tanzsequenzen mitbekommt. Doch dafür haben die Produzenten die Multiangel-Funktion als nettes Extra eingeführt, so daß man alle Schlüsselszenen gleich in 2 Kameraperspektiven erleben kann. Leider ist es mit dem Ton nicht so optimal gelaufen. Die Live-Aufnahme ist nicht immer perfekt ausgesteuert (ganz anders als die ebenfalls erhältliche Studio-Aufnahme auf CD) und so verzichtete man von vornherein auf 5.1 Dolby Digitalsound - Schade!
Fast sehenswerter als die Show ist das 45 minütige Making Of, bei dem man vom ersten Casting bis zur Premiere dabei ist und alles von den Hauptdarstellern erfährt. Mein Tipp: zum besseren Verständnis der Handlung sollte man sich das Making Of vor dem "Hauptfilm" ansehen oder aber zumindest das Booklet aufmerksam gelesen haben. Denn erst dann kann "Falco Meets Amadeus" überzeugen.
Fazit: Wenn schon Falco als Musical, dann FMA anstatt der mißlungenen Cyber-Show!
Technische Daten:
Regionalcode: 2
Sprachen: Deutsch Dolby-Digital 2.0
Untertitel: keine
Länge: 100 min + 45 min Making Of
Hersteller: Universal
12 Bewertungen, 1 Kommentar
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21.03.2002, 14:24 Uhr von Hexchen69
Bewertung: sehr hilfreichich habe FMA in München gesehen und war total begeistert . Viele Grüße Nadine
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