Final Fantasy 7 (PS1 Spiel) Testbericht




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- Grafik:
- Sound:
- Bedienung:
- Wird langweilig:
- Suchtfaktor:
- Spielanleitung:
Erfahrungsbericht von denjuandemarco
Ein mächtiger Rollenspiel-Kracher
Pro:
Bombasto-Grafik, wunderschöne Filmsequenzen, TOP-Sound, faszinierende Story, abwechslungsreicher Spielverlauf, interessantes Kampfsystem, intelligente Steuerung, mittlerweile sehr preiswert
Kontra:
Nee. Neee. Neeee. Neeeee.
Empfehlung:
Ja
Story
Im Mittelpunkt der Geschichte steht zunächst der junge Held namens Cloud Strife, welcher selbstredend ein sehr tapferes Kerlchen und mittlerweile auch von edler Gesinnung ist. Doch Letzteres war nicht immer so, denn noch vor kurzer Zeit war er im Dienste der mächtigen Konzerns Shinra in der Stadt Midgar tätig und zwar als Kämpfer bzw. eiskalter Söldner in der Elitetruppe „Soldier“. Seine Aufgabe bestand seinerzeit darin, jeglichen Widerstand gegen das Imperium jener Firma schon im Keim zu ersticken, aufrührerische Rebellen niederzuschlagen, um somit die Machtposition des Konzerns notfalls auch mit derber Gewalt weiter auszubauen. Das war wirklich nicht gerade nett. Das Problem liegt allerdings darin, dass der Megakonzern wahre Unmengen an Rohstoffen, an sogenannter „Makro-Energie“ verbraucht und leider Gottes sich der für unseren Planeten überlebenswichtigen Ressourcen bedient.
Eines Tages passiert es dann aber tatsächlich, dass sich unser junger Cloud der Verwerflichkeit seines Tuns bewusst wird und er quasi eine „180-Grad-Drehung“ vollführt. Ziemlich spät, aber noch nicht zu spät, bemerkt er die riesige Gefahr im Hinblick auf die Zukunft des Planeten aufgrund eines bevorstehenden Meteoriteneinschlags und entsagt dem Söldnertum, zumindest hinsichtlich der Dienste für die Shinra Corporation. Ihn verschlägt es genau auf die entgegengesetzte Seite, nämlich in das Lager der Öko-Krieger. Er nimmt einen Auftrag jener rebellischen Bewegung an und tritt der Untergrundgruppierung „Avalanche“ bei. Wie eine „Lawine“ überrollen diese Rebellen allerdings nicht den bösen Shinra-Konzern, vielmehr verüben sie gezielt einen Sprengstoffanschlag auf den dortigen Mako-Reaktor Nr.1. Die Ge-schichte von „Final Fantasy VII“ beeindruckte mich nicht nur durch den massig vorhandenen Einfallsreichtum, sondern zudem durch viele völlig überraschende Wendungen im Handlungsstrang. Die Storyline wird derart mitreißend präsentiert, dass ich mich des öfteren spät in der Nacht kaum noch von ihr loseisen konnte bzw. wollte. Es wird Euch ein richtiges Drama mit vielen Geheimnissen und einem gewaltigen Umfang präsentiert, welches den auch nur halbwegs an solchen Rollenspielen Interessierten von Euch garantiert bis zum Ende in seinen Bann zieht. Das Schicksal des Planeten steht jedenfalls somit in „Final Fantasy VII“ auf dem Spiel, ein langwieriger Kampf von existentieller Bedeutung für den Planeten beginnt. Des weiteren erschließen sich uns immer weitere Segmente aus der mysteriösen Vergangenheit unseres jungen Helden Clouds, ein ultraspannendes Abenteuer beginnt. Vorhang auf.
Spielablauf
Selbstverständlich ist unser junger Held nicht lange auf sich allein gestellt, es gesellen sich die niedliche Blumenverkäuferin Aeris Gainsborough, die knackige Bardame Tifa Lockheart, der kräftige Barrett Wallace und im weiteren Verlauf des Spiels weitere Protagonisten wie beispielsweise Pilot Cid Highwind, die etwas abgedrehte Yuffie Kisaragi, der geheimnisvolle Vincent Valentine und noch weitere Subjekte hinzu. Jede einzelne Person besticht sowohl durch ihre individuellen Fähigkeiten als auch ihre persönlichen Eigenarten, die immer wieder auf angenehme Art und Weise in den zahlreichen Dialogen deutlich werden. Genau dieser Punkt sorgt dafür, dass die Identifikation mit den Hauptfiguren extrem hoch ist, ein sehr wichtiger Aspekt in solch einem extrem umfangreichen Rollenspielen wie diesem hier. Ganz vergessen möchte ich auch nicht einen Protagonisten auf der „bösen“ Seite, nämlich den guten Sepiroth. Dieser dürfte aufgrund seiner interessanten Aura nicht nur die Frauenherzen (wofür primär die lange weißhaarige Löwenmähne verantwortlich sein dürfte) höher schlagen lassen, sondern beeindruckt auch durch gewitzte Äußerungen im Dialog mit unserer Rebellentruppe. Er ist der höchste Offizier der Eliteeinheit „Soldier“, also jener Gruppierung, welche ihr Leben für das Wohl des fiesen Shinra-Konzerns opfern würde. Merkwürdigerweise ist er für den heimtückischen Mord am Präsidenten der Shinra Corporation verantwortlich, was sich unser Heldentrupp eigentlich nicht so ganz zu erklären weiß. Sepiroth gilt es jedenfalls zunächst aus dem Weg zu räumen, soll das löbliche Unterfangen unserer tapferen Rebellentruppe „Avalanche“ tatsächlich von Erfolg gekrönt werden. So sieht es zumindest anfänglich aus. Doch nicht alles ist so wie es ursprünglich scheint. Pfeiff.
Erstmals ist es in „Final Fantasy“ hier beim siebten Teil möglich, in der 3D-Perspektive sich völlig frei umherzubewegen. In aller Seelenruhe (von den zahlreichen Zufallskämpfen zwischendurch einmal abgesehen) dürft Ihr die Umgebung in Midgar erforschen, wobei Euch im späteren Verlauf der Geschichte eine sehr nützliche Karte am unteren rechten Bildschirm die Orientierung erleichtert. Diese ist deswegen nicht gerade unwichtig, weil es aufgrund der riesigen Areale immer wieder sehr gut passieren kann, dass Ihr Euch verlaufen habt. Denn auf der riesigen Weltkarte sind nachher unzählige kleine Dörfer und Städtchen sowie zahlreiche Örtchen im Untergrund verzeichnet, oft vergehen Stunden, bis Ihr wieder an Euren ursprünglichen Ort zurückgekehrt seid, um dann wieder dem „roten Faden“ in der Geschichte zu folgen. Das liegt vor allem daran, dass Ihr sehr oft viel länger als ursprünglich geplant ein Schwätzchen mit den vielen Bewohnern an den weit verstreuten Orten haltet oder Eure Shopping-Tour in den verschiedenen Läden (Waffen, Ausrüstung, sonstige nützliche Gegenstände) mal wieder „unwesentlich“ länger gedauert hat. Und das, obwohl wir ursprünglich doch nur ganz kurz für 5 Minuten einen netten Plausch halten wollten. Oder unser Heldentrupp ist „ausnahmsweise“ zwecks Auffrischung des Reiseproviants (oder so ähnlich) in der örtlichen Kneipe abgesumpft. Na sowas. Kommt natürlich nie wieder vor. Das versteht sich von selbst. Hüstel.
Trotz alledem ist der Spielverlauf linear, was bedeutet, dass Ihr irgendwann einmal zu einem bestimmten Punkt gelangen müsst, ansonsten geht es nämlich in der Geschichte nicht voran. Zwar dürft Ihr ausgiebig „rechts“ und „links“ vom Spielgeschehen immer wieder aus Neue verweilen (nicht zuletzt um Eure Charaktere in unzähligen Kämpfen aufzumotzen), doch letztlich kehrt Ihr wieder an eine bestimmte Stelle zurück, um die Handlung vorantreiben zu können. Doch nicht nur das Aufsuchen und Verweilen in den Waffen-, Objekt-, Zubehör- und Materialäden nimmt gehörig Zeit in Anspruch; nein, insbesondere Ereignisspiele ziehen das Spiel (allerdings auf angenehme Art und Weise) in die Länge. Ohne diese näher beschreiben zu wollen, möchte ich diese als eine Art „Minispiele“ bezeichnen, in welchen vornehmlich Eure Geschicklichkeit (zum Beispiel beim Snowboarden) gefragt ist oder zum Beispiel erstmals auf der Playstation auch die niedlichen Chocobos mit von der Partie sind und somit ihr Debüt auf der PS feiern dürfen, was den Spielverlauf zwischendurch immer wieder nett auffrischt.
Der Schwerpunkt liegt natürlich in den zahlreichen Kämpfen, welche ganz zufällig urplötzlich über Euch hereinbrechen. Unterscheiden tun sich diese zunächst darin, dass Ihr per Präventivschlag womöglich zuerst an der Reihe seid oder unglücklicherweise Ihr diejenigen seid, welche von hinten oder von beiden Seiten angegriffen werdet. Die Kämpfe an sich laufen dabei ausnahmsweise nicht rundenbasiert ab, das heißt Ihr müsst Euch schon beim Eingeben der jeweiligen Kampfkommandos etwas beeilen. Das sogenannte ATB-System (Active-Battle-System) bedeutet, dass nicht jeder Kämpfer brav nacheinander an der Reihe ist, sondern jede Figur (egal ob Feind oder Verbündeter) zuerst an der Reihe ist, deren Zeitmesser sich am Schnellsten gefüllt hat. Dies hängt sowohl von den Eigenschaften bzw. Fähigkeiten des jeweiligen Charakters ab als auch von dem, was Ihr u.a. gerade als Befehl eingegeben habt. Denn mächtige Zaubersprüche (insbesondere, wenn die Figur noch nicht so mit diesen vertraut ist) brauchen i.d.R. natürlich deutlich mehr Zeit als eine „bloße“ physische Attacke mit einem Schwert oder einer sonstigen Waffe. Das taktische Element bekommt somit hier eine besondere Bedeutung, eine wohldosierte Befehlseingabe in puncto Angriffs-, Verteidigungs- und Heilsprüchen ist somit stets ratsam, fortwährend solltet Ihr den augenblicklichen Status jedes aktiven Kämpfers Eurer Truppe im Auge behalten, um somit dem Feind immer einen Schritt voraus sein zu können. Diese Art des Kämpfens verläuft demzufolge etwas hektischer ab als die doch eher besinnlichen rundenbasierten Kämpfe doch könnt Ihr Euch somit deutlich mehr in den Kampf an sich miteinbringen, vieles liegt dann an Euch bzw. an der Auswahl Eurer Schlachtbefehle.
Den Kernpunkt bilden hier bei „Final Fantasy VII“ ganz sicher die unterschiedlichen „Materia-Typen“, die sich in verschiedenartigen Materia-Substanzen manifestieren. Habt Ihr in den zahlreichen Kämpfen genügend AP (Fähigkeitspunkte) gesammelt, könnt Ihr weitere mächtigere Angriffs-, Verteidigungs- oder Heilzauber bewirken, in dem Ihr jene Substanzen an Eure Waffen oder Rüstungen koppelt. Zu sehr vertiefen möchte ich dieses Prozedere jedoch nicht, dies würde diesen bericht unnötig in die Länge ziehen und viele von Euch womöglich verwirren oder gar langweilen. Zudem steht Euch im Spiel ein umfangreiches Hilfsprogramm zur Verfügung, welches Euch jeden Schritt, aber wirklich auch jeden haarklein erläutert. Anwendungsprobleme wird es demzufolge ganz sicher nicht geben.
Wie in Rollenspielen so üblich, könnt Ihr die einzelnen Werte bzw. Fortschritte jedes Charakters an seinen Statuswerten ablesen. Jeder Protagonist verfügt über Stärken und Schwächen, die es natürlich aufzumotzen bzw. auszumerzen gilt. Insbesondere solltet Ihr das Hauptaugenmerk auf Stärke, Geschicklichkeit, Vitalität, Angriffs-, Verteidigungs- und Zauberkraft, Glück und Moral richten. Da Euch im weiteren Verlauf einige Hauptfiguren zur Verfügung stehen, Ihr aber regelmäßig nur in einer 3er-Truppe zu Werke gehen dürft, müsst Ihr auf schweren Herzens auf den ein oder anderen Helden verzichten oder zumindest einen regen Wechsel der Charaktere in den zahlreichen Kämpfen vollführen. Des weiteren gibt es auch tragische Momente im Spiel, was eventuell möglicherweise vielleicht zum Ausscheiden des ein oder anderen Hauptcharakters führen könnte. Natürlich nur möglicherweise. Flöt. Mehr werde ich an dieser Stelle natürlich nicht verraten. Schließlich könnt Ihr auch noch die Formation Eurer Truppe festlegen, was bedeutet, dass Ihr der jeweiligen Figur einen Platz in der vorderen oder hinteren Reihe zuweisen dürft, was somit ein weiteres taktisches Element dar-stellt. Schließlich beherrscht jeder wackerer Kämpfer der „Avalanche“ einen speziellen „Li-mit-Angriff“, welcher ausgeführt wird, sobald ein bestimmter Level erreicht ist. Wenig über-raschen dürfte auch hier sein, dass weitere Angriffsebenen auch in diesem Punkt noch von Euch zu erschließen sind, lasst Euch überraschen.
Für sehr viel Abwechslung ist im Verlauf des Spiels somit zweifellos gesorgt, sowohl die Figurenvielfalt als auch die massig unterschiedlichen Aktionen im Kampf lassen nie Langeweile aufkommen. Trotz des linearen Spielverlaufs könnt Ihr Euch so „wunderbar“ für mehrere Stunden in anderen Gebieten verfransen bzw. Eure Charaktere aufmotzen und neue Fähigkeiten erlernen lassen, dass Ihr Euch des vorgegebenen roten Fadens kaum bewusst werdet. Des weiteren sind die unzähligen Kämpfe nicht nur spannend sondern auch variantenreich inszeniert, so dass in diesem Punkt auf vorbildliche Art und Weise ganze Arbeit geleistet wurde.
Grafik, Filmsequenzen
Auch wenn ich mir dessen bewusst bin, dass das Wörtchen „Meilenstein“ mittlerweile sehr ausgelutscht ist, selten traf es so zu wie hier bei „Final Fantasy VII“. Was hier im Jahre 1997 für die Playstation fabriziert wurde, ließ selbst mir als hartgesottenem Videospielfreak die zarte Kinnlade herunterklappen. Noch nie zuvor durfte ich solch eine prächtige Grafik bewundern, zumindest nach damaligen Maßstäben offenbarte sich mir ein nahezu schon revolutionär animiertes Ambiente. Nicht nur, dass die Charaktere für damalige Verhältnisse (und auch noch nach aus heutiger Sicht) extrem groß und in Polygongrafik dargestellt werden, sondern zudem beeindrucken die sehr farbenfrohen und zugleich detailreich gezeichneten sogenannten „gerenderten“ Hintergründe. Des weiteren sind die Kampfanimationen ein echter Augenschmaus, dies betrifft sowohl die physischen Attacken als auch die stets variierenden Zaubersprüche. Doch der wahre optische Hochgenuss offenbart sich dann zweifelsohne in den eingespielten Zwischensequenzen, welche Euch in teils atemberaubender Filmqualität präsentiert werden. Jene Zwischensequenzen sind nicht nur wunderschön anzuschauen, sondern zudem auch sehr zahlreich vertreten, die Gesamtlänge dürfte ungefähr fast schon unglaubliche 2 Stunden betragen. Was natürlich dann auch die insgesamt 4 CDs, in welchen dieses Rollenspiel daherkommt, erklärt. Hier wurde Bombastisches geleistet und gerade in diesem Punkt wurde deutlich, dass es sich immerhin nunmehr um ein 32-Bit-RPG handelt, spätestens jetzt war der Videospieler im neuen Zeitalter angekommen. Und nur allzu gerne ließ ich mich von dieser wunderprächtigen optischen Präsentation verführen und in ein neues Rollenspielland entführen. Caramba.
Musik, Soundeffekte
Der Soundtrack zu diesem Rollenspiel ist ein echter Hit, in der Tat ein absoluter Kracher. Jede einzelne Hintergrundmelodie passt superb zum jeweiligen Spielgeschehen. Ich habe mir seinerzeit (noch bevor ich dieses RPG zu Ende gespielt hatte) die passende Soundtrack-CD aus den Staaten besorgt. Stellt die Grafik von „Final Fantasy VII“ einen Augenschmaus dar, so möchte ich die Musik als echten Genuss für die Ohren bezeichnen. Gerade zu Beginn des Spiels, als Ihr noch gar nicht so genau wisst, worum es geht, hämmert Euch der hektische Sound das Adrenalin in Eure Blutbahnen. Ihr wisst eigentlich gar nicht wieso, aber Ihr werdet hektisch. Außer mir, der personifizierten Coolness schlechthin, natürlich. Krrrch. Die am Start doch sehr synthetisch und menschenfeindlich wirkende Atmosphäre aufgrund der Dominanz des Shinra-Konzerns wird sehr stimmig in den metallischen Begleitklängen widergespiegelt. Erreicht Ihr dann endlich im weiteren Verlauf des Spiels die „Oberwelt“, klingen die Melodien schon deutlich fröhlicher, phasenweise sogar angenehm melancholisch. In den actionreichen Kämpfen sieht es dann naturgemäß etwas wilder aus, sehr wirkungsvoll werden die rhythmischen Klänge dann von den gut ausgewählten Soundeffekten unterstützt. Auch heute lohnt es sich immer noch, die gute alte Scheibe mit dem Soundtrack zu Final Fantasy VII einzuschmeißen, ab und zu fahre ich jedenfalls immer noch drauf ab. Yesses.
Menüführung, Steuerung, Kamera
Trotz der unzähligen Möglichkeiten, welche sich Euch in spieltechnischer Hinsicht in „Final Fantasy VII“ offenbaren, gestaltet sich sowohl die Menüführung als auch die Steuerung unserer Helden als erstaunlich einfach. Genauso simpel wie effizient geht Euch diese von der Hand, wobei Euch das Hilfsprogramm jeden einzelnen Schritt auf Wunsch erklärt und somit eine tatkräftige Unterstützung darstellt. Je nach Belieben könnt Ihr Euch die nützlichen Infos immer wieder aufs Neue anschauen und dies solange, bis wirklich exakt null Fragen offen geblieben sind. Die Menüs an sich sind stets übersichtlich angeordnet und auch in den Kämpfen verliert Ihr nie den Überblick. Trotz des ATBs (Active-Battle-Systems) kommt eigentlich zu keiner Zeit richtige Hektik auf, so erging es zumindest mir. Zumindest nach einer kurzen Eingewöhnungsphase solltet Ihr mit der Anordnung der unterschiedlichen Befehle und deren genauer Ausführung sehr gut vertraut sein, etwaige Probleme sollten schon nach einer sehr kurzen Spielzeit nicht mehr auftreten. Durch die Übersichtskarte habt Ihr im späteren Verlauf des Spiels auch immer den nötigen Überblick, ein Verirren in den weiten Ebenen ist somit trotz des gewaltigen Umfangs nicht möglich. Und nicht zuletzt die ausgeklügelte Kamerasteuerung ist ein weiteres Highlight in diesem Abenteuer. Schreitet Ihr durch die Landschaften auf der Weltkarte, seht Ihr alles schräg von oben. Wandert Ihr in den zahlreichen Städten umher, fühlt Ihr Euch tatsächlich so, als seid Ihr in der Tat „mittendrin statt nur dabei“. Bei Gesprächen zoomt die Kamera noch näher heran und schafft demzufolge stets eine willkommene Gesprächsatmosphäre. Schließlich beeindruckt die intelligente Kameraführung auch noch in den unzähligen Kämpfen, durch das jeweilige Heran- und Wegzoomen kommt ein gehöriges Action-Feeling auf. Und last but not least trumpft die Kamera insbesondere bei den atemberaubenden Filmsequenzen auf, phasenweise denkt Ihr wirklich, Ihr wärt im Kino. Hier gibt’s demnach nullkommanix zu meckern, so sollte es immer sein. Jau.
Langzeitmotivation, Spielumfang
Aufgrund der packend erzählten Geschichte, dem abwechslungsreichen Spielverlauf und nicht zuletzt der extrem hohen Identifikation mit den Protagonisten werdet Ihr förmlich an den Fernseher festgenagelt oder zumindest gefesselt. Wie auch immer, wen das Rollenspiel-Fieber in Final Fantasy VII erst einmal gepackt hat, den lässt es sicherlich bis zum Schluss nicht mehr los, da lege ich mich einmal eisenhart drauf fest. Hochmotiviert und absolut begierig darauf, wie sich denn die Story nun weiterentwickeln möge, schlug ich mir massig Tage (vornehmlich an Wochenenden) und insbesondere Nächte um die Ohren. Hoppla, schon wieder wurde es hell. What a fuck. So oder so ähnlich erging es mir öfters. Die Langzeitmotivation fällt hier somit extrem hoch aus, zu keinem Zeitpunkt wurde mir langweilig. Der Spielumfang ist des weiteren riesig, je nachdem wie Ihr veranlagt bzw. talentiert seid, verbringt Ihr 70 bis 130 Stunden mit diesem Game. „Selbstverständlich“ habe ich Final Fantasy komplett 2x durchgespielt und eines Tages wird (ist mir doch egal, ob Ihr mich für bescheuert haltet oder nicht) auch das 3.Mal fällig sein. Hrrhrrr. Auch in diesem Punkt finde ich nix zu motzen, wer hier einen Grund zur Beanstandung findet, sollte besser den Kopp zumachen, ööh, ich meinte natürlich sollte mir einen netten Kommentar schreiben. Flöt.
Gesamturteil
Ganz klar. Wenn ein Rollenspiel die Höchstwertung verdient hat, dann dieses hier. „Final Fantasy VII“ stellte seinerzeit für das Rollenspiel-Genre gerade in puncto Präsentation eine Revolution dar. Das ist mit Sicherheit keine Übertreibung, denn was ich damals im Jahr 1997 erblicken durfte, empfand ich als bombastisch, fantastisch, unglaublich, wundervoll, beeindruckend, klasse, imposant, top, einfach geil. Die Polgyoncharaktere mitsamt den gerenderten Hintergründen ließen mich schwach erahnen, was in technischer Hinsicht nunmehr und insbesondere auch in Zukunft auf Spielkonsolen möglich sein wird. Was sich mir dann in den zahlreichen rattenscharfen lupenrein präsentierten Filmsequenzen offenbarte, war unfassbar gut. Ein neues Zeitalter im Hinblick auf die grafische Präsentation bzw. das in dieser Hinsicht technisch Machbare war angebrochen. Das allein hätte meines Erachtens den Kauf dieses RPGs aufgrund seines revolutionären Charakters schon gerechtfertigt. Hinzu gesellte sich erfreulicherweise aber dann auch noch ein orchestraler Sound mit stimmungsvollen Melodien und klug ausgewählten Soundeffekten. Die Konsequenz war, dass ich mir flugs die Soundtrack-CD aus den Staaten importieren ließ. Und zudem stimmte dann hier auch noch das Preisleistungsverhältnis hundertprozentig. Für mein Geld bekam ich nämlich außerordentlich viel Spielspass. Und heutzutage bezahlt Ihr ja noch nicht einmal einen Bruchteil dessen, was ich damals löhnen musste. Die Langzeitmotivation ist unglaublich hoch, der Spielumfang riesig groß. Und trotz der vielfältigen Möglichkeiten bei der Gestaltung der Kampfaktionen ist die Steuerung unserer Protagonisten erstaunlich simpel auszuführen. Ebenso gibt sich die Kameraführung zu keinem Zeitpunkt eine ernsthafte Blöße. Applaus, Applaus. Solltet Ihr jetzt tatsächlich ernsthaft denken, dass ich jetzt etwas zum Herumnörgeln an der Geschichte oder am Spielverlauf von „Final Fantasy VII“ finde, so habt Ihr Euch getäuscht. Nix da. Wirklich nada. Die Story wird mitreißend erzählt und ist voll mit überraschenden Wendungen und unzähligen Geheimnissen. Die Identifikation mit den einzelnen Helden ist außerordentlich hoch und der Spielverlauf extrem abwechslungsreich. Trotz der Linearität könnt Ihr nämlich zig Stunden mit zahlreichen Minispielen oder dem Herumwandern durch riesige Areale verbringen oder Euch intensiv mit dem Aufmotzen einzelner Figuren bzw. der Förderung bestimmter Fähigkeiten verbringen. Auch der Letzte von Euch sollte es bemerkt haben, hier gibt es nichts Wesentliches, welches ich in negativer Hinsicht erwähnen müsste. Und da sich dieses Edel-RPG auch heute nach nunmehr gut 7 Jahren immer noch nicht zu verstecken braucht, ist völlig klar, dass mein zarter Daumen hinsichtlich meines Gesamturteils nur ganz eindeutig nach oben zeigen kann.
36 Bewertungen, 5 Kommentare
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20.04.2004, 14:39 Uhr von mschmidt534
Bewertung: sehr hilfreichWow, was für ein Bericht. Da sollte man sich ein beispiel nehmen ;) mfg mschmidt534
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06.06.2002, 14:45 Uhr von myra-belle
Bewertung: sehr hilfreichOh, ja, ja, ja, gib´ mir mehr davon!
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03.06.2002, 18:50 Uhr von aldobar
Bewertung: sehr hilfreichHabe den bericht gerade zufällig bei den Memorials entdeckt - ganz Deiner Meinung, Meisterwerk ist nicht übertrieben! aldobar
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22.02.2002, 16:38 Uhr von DERWUNDERBARE
Bewertung: sehr hilfreichIch hab mir ne PS2 gekauft, und dazu sämtliche FF-Teile,die es für die PS1 gibt. Final Fantasy ist einfach ne Wucht!!
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15.02.2002, 11:36 Uhr von Delfino
Bewertung: sehr hilfreichEin paar Abstände zwischen den einzelnen Absätzen hättem, dass lesen etwas erleichtetert. Alles in allem ein guter Bericht.
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