Fisch & Fang Testbericht

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Erfahrungsbericht von svenner_renner

Ich berichte hier, Allgemeines, Tipps und Tricks zum Aalangeln

Pro:

Aal schmeckt

Kontra:

Aal meist nur nachts

Empfehlung:

Ja

Hallo Angelfreunde und Petrijünger,

heute möchte ich euch etwas über das Aalangeln berichten. In meinem Bericht werde ich auf:

-Angelausrüstung, Wetter und Angelzeit,
- Methoden des Aalangelns nach Gewässertyp
und auf kleine Tipps zum Angeln auf Aal eingehen.

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Warum berichte ich zum Aal:

Nun, als kleiner Bub war ich schon mit meinem Vater an örtlichen Gewässern angeln. Damals war ich wenig interessiert, aber so mit 13 Jahren fing ich wieder Feuer. Lange war ich noch schwarz Angeln, mit meinem Vater(jeder eine Rute), der ja einen Angelschein hatte. Dann entschied ich mich mit 17 Jahren, den Angelschein zu machen. 60 Stunden Unterricht, anschließende Prüfung und rund 600 Mark vergingen bis ich als Vereinsmitglied die Angel legal auswerfen durfte:

Meine Angelerfahrung beläuft sich auf folgende Gewässer und Gegenden:

Alte Muldearme
Elbe
Mulde
Stausee Pouch
Kleine Seen
Prerower Strom
Bodden
Ostsee
Nordsee (Dänemark Brandungsangeln)
Dänemark Fjordfischen und Molefischen

Bis 2002 war ich aktiv im Verein tätig, bin aber aus Zeitmangel zum Angel und Kostengründen am Studienanfang ausgetreten. Werde nach dem Studium wieder loslegen.

Nun der Aal hat es mir angetan, ist ja nicht so leicht ihn zu fangen. Aber in fast allen oben genannten Gewässern ist er zu finden. Nur benötigt man unterschiedliche Methoden um Erfolg zu haben und Aal satt zu essen. Geräuchert, gebraten oder gegrillt, habe alles ausprobiert. Der Aal schmeckt mir immer gut, ist nicht zu fettig und nicht schlammig.

!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!! Ihr braucht einen Angelschein, Fangkarte und Sportfischerpass zum Angeln, sonst drohen empfindliche Strafen 10.000 Euro oder Knast. Wenn ihr nicht wisst wie ihr das alles bekommt, dann sucht nen bekannten Angelverein auf, oder meldet euch bei mir. Schaut doch mal unter www.angeln.de , vielleicht hilfts.

Bitte beachtet, ob der Aal in euren Gewässern einer Schonfrist unterliegt, meist nicht, da er sowieso in unseren kalten Gewässern nicht Laichen kann, er kommt aus der Sargassosee am Golf von Mexiko, dort laicht er ab und die Jungaale (Glas und Gelbaale) ziehen zu uns zurück. In abgeschlossenen Gewässern, kann der Aalbestand also nur gehalten werden, wenn man diese ab und zu neu mit Aal besetzt. Da diese jungen unerfahrenen Aale schnell an die Angel gehen, bitte ich euch beachtet die Mindestfangmaße bei uns ca. 40 cm, ist eh nichts dran, lohnt sich erst richtig ab ca. 60 cm. Manche Aale sind schon bis zu 1,2m lang und im Kanal zwischen Frankreich und England gibt es 3 Meter Aale „King Conger“. Aale haben entweder ein breites Maul oder ein spitzes Maul, erkundigt euch bei gewässerkundigen Anglern welcher Typ im Gewässer, was ihr beangeln wollt vorkommen und richtet danach die Köder- und Angelhakengröße ein.

Ich möchte kurz mit dem Gerücht aufräumen, dass Aal im Sommer auf die Felder oder in die Gärten kriechen, mithilfe der Schleimspur die sie dabei hinterlassen. Ja Aale kriechen, wenn nötig um ihrem Brutverhalten nachzukommen auch schon mal 1 bis 2 Meter über Land, dabei verenden aber viele von ihnen. Sie sind nicht in der Lage in Gärten vorzustoßen oder ähnliches.

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Die Angelausrüstung: Mindestanforderung, Rest ist Gewässerabhängig

Kauft euch die günstigste Ausrüstung im Angelgroßmarkt, oder unterstützt den örtlichen Angelzubehörkleinhändler.

Dazu muss man erst mal klären, wann und wo man Aal fängt. Die Fresszeit des Aals beginnt wenn es dunkel ist, selten wird er am Tag gefangen. Wenn es Tag ist zieht er sich in seine Höhle zurück und wartet bis zur Nacht. Besonders gut beißen Aale, vor, während und nach einem Gewitter, bei ordentlich Tiefdruck, dann beißen sie auch mal tagsüber.

Da der Aal sein Futter dem Geruch nach findet, aber sehr sensibel auf zu spürende Haken, Angelsehnen und einen überhaupt zu spürenden Widerstand an seinem Futter reagiert, muss man einiges beachten.

-Stabile Angelrute zum Grundangeln, am besten Steckrute 2,5 Meter(wenn die Böschung eine so kurze Rute zulässt).

- dünne aber stabile Angelsehne min. 25er, am besten geflochtene 20er, diese ist stabil genug, dehnbar und der Aal spürt sie nicht so schnell.

- Kescher, nicht zu klein

- Angelhalter um in der Nacht die Angel sicher abzulegen und wenn’s beißt schnell an die Angel zu gelangen. Der Ständer muss auch die Angel arretieren, so dass die Angel bei einem Kapitalen Biss nicht gleich baden geht.

- Grundblei, freilaufend, oder Pose freilaufend je nach Angelmethode

- Aalhaken Größe je nach Gewässer meist Größe 6-8, die Haken sind sehr schlank, und haben einige Widerhaken mehr, so dass der Köder und der gebissene Aal gut hält und der Aal den Haken ins schmale Maul bekommt.

- Köder, der Aal frisst vieles: Fischchen, Garnelen, Tauwürmer, Regenwürmer, keine Mistwürmer, Rotwürmer und jeder hat so seinen kleinen Geheimtipp. Wenn ihr mit Fischchen angelt, nehmt kleine schlanke Fischchen ohne steife Flossen oder Stacheln(Barsch,…)

- einen Angelstuhl, das Warten kann auch anstrengend sein

- Kleinausrüstung: Hakenlöser, Messer, Schere, Klemme, Ersatzzeug wie Sehne, Haken, Wirbel, Blei…, dann noch Fischtöter(bei Aal, siehe Tipps), Tücher zum Fisch halten usw.

- gute Taschenlampe oder Stirnlampe für die Nacht

- Wechselsachen wenn’s regnet oder kalt wird

- was zu Essen(und zum trinken..), nicht nur Fische bekommen in der Nacht Hunger

- Gefäß oder Tüte, wo ihr anschließend eure fischige Beute hineinpackt zum Abtransport nach Hause.

- evtl. Bissanzeiger, elektronisch oder mit Knicklicht an der Schnur befestigt, oder als Glöckchen an der Angelrutenspitze (siehe Angelmethoden)

- nicht vergessen: einen guten Angelfreund für die langweiligen Stunden, mehr Fangchancen (4 Angeln…) und wenn mal ein großer beißt zum Leuchten und Assestieren.


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Aalangelmethoden und Gewässer:

Zuerst will ich euch mehrer Methoden vorstellen, mit denen ohne Angel Aal gefischt wird und wurde:

Aale stechen im Bodden, mit einer Art Mistgabel/Harke ging man die seichten flachen Gewässerstellen zum Beispiel im Bodden zu Fuß ab. Kontinuierlich kämmte/stach man das Wasser bis zum Grund durch, bis ein Aal aufgespießt wurde.

Reusenfischen in allen Gewässern, hauptsächlich aber Küstengebiete, über Nacht legen die Fischer leere dünnmaschige Röhren aus Netzstoff aus. Es gibt nur einen schmalen Eingang, durch den die Aale nachts hindurchschlüpfen, da sie es für eine Höhle, einen Unterschlupf halten. Morgens können die Fischer die Reuse dann leeren.

Aalröhren auslegen: man legte in Aalgewässern auf einer Seite verschlossene dünne Rohre ins Wasser. Am nächsten Morgen nahm man Sie heraus, hielt dabei die offene Rohrseite zu und sehr oft war ein Aal darin, wieder weil er es für eine Höhle hielt.

Aalschnüre auslegen: in Küstengebieten wurden 50 bis 100 Meter lange Schnüre ausgelegt, an denen aller 20 cm eine Zweigschnur mit beködertem Angelhaken angebracht war. Am nächsten Morgen war Aal und Plattfisch am Haken.

Beim Netzfischen wird der Aal selten gefangen, da er versteckt in Höhlen am Grund auf Beute lauert. Nur in seiner Wanderphase ist der Fang ertragreich.

Elektrofischen, heute nur bedingt erlaubt, mit einer Elektrode einer sog. Elektroangel wird eine Spannung ins Wasser geführt, diese betäubt die Fische und so kommen sie an die Wasseroberfläche. Diese Methode wird zum Abfischen zum Besatzumsetzen in andere Gewässer genutzt. Der Aal ist aber sehr resistent gegen Wunden und Betäubung aller Art.


Angelmethoden:
Vorwort, Angeln auf Aal macht richtig Spaß, wenn es beißt. Lustiger Drill.

Grundangeln mit Grundblei: vorwiegend in Flüssen, auch in Seen, Bodden und Meer

Man befestigt an der Angelschnur ein freilaufendes Gewicht, je nach Strömungsgeschwindigkeit. In stillen Gewässern ist es möglich, die Schnur so frei von Wirbel und anderen Zwischenhängern zu lassen, man sollte nur das Blei, den Haken und eine Bleistopper benutzen(damit das Blei nicht über den Haken rutscht). Im guten Fachgeschäft gibt es kleine Plastik- und Metallröhrchen, an denen ein Blei eingehängt werden kann und die Sehne fei durch das Röhrchen laufen kann, dieses Paternostersystem gibt beim Auswurf Stabilität. Die Rolle wird lose gedreht, oder nicht eingerastet, so dass Sehne frei von der Rolle ablaufen kann. Der Aal schluckt den Köder nicht, wenn er Gegenzug spürt. Die Angel liegt in Richtung der Sehne senkrecht auf dem Angelständer oder wird bei Fliesgewässern in einen Einstellständer aufrecht eingesteckt. An der Spitze der Angel kann man erkennen ob es beißt, in der Nacht mit Knicklicht oder Glöckchen an der Spitze.


Angeln mit Knicklichtpose:

Wieder soll der Aal keinen Gegenzug spüren. Wenn man mit Pose oder Schwimmer angelt, sollte man ohne Stopper, Wirbel und Blei angeln (zum besseren Auswerfen so wenig Wurfblei wie möglich verwenden und am Vorfach gleichmäßig verteilen). Der Köder liegt auf dem Grund oder hängt leicht darüber. Wenn der Aal beißt zeiht er Schnur, die Pose bewegt sich erst, wenn der Aal richtig zieht, also dran ist. In der Nacht ist ein Bissanzeiger oder eine Knicklichtpose von Vorteil. Wieder sollte der Aal Sehne von der Rolle ziehen können. So fällt die Angel bei einem starken Biss auch nicht ins Wasser.

Ich hoffe ihr habt damit Erfolg. Um den zu erhöhen lest noch die Tipps die nachfolgend von mir notiert wurden:

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Tipps und Tricks:

Tötung des Aals ist nicht so einfach. Ein starker Schnitt hinter dem Kopf, so dass die Wirbelsäule bricht lässt den Aal nicht noch in der Pfanne zappeln.

Benutzt kein Mückenspray an den Händen, wenn ja dann wascht sie. Ihr fasst damit den Köder an und der Aal hat keinen Appetit mehr.

In der nähe von Seerosen findet ihr meistens Aale. Dort räubern sie in den Kinderstuben anderer Fische, die im flacheren Wasser Schutz suchen.

Wenn der Aal beißt versucht schnell ihn an die Oberfläche zu bringen, er verhakt sich gern in Seerosen oder anderen Dingen. Meist geht der Aal dann verloren.

Den größten Fangerfolg werdet ihr im August haben, die Fangsaison geht von Mai bis Oktober.

Wenn kein Mond scheint und es richtig finster ist, dann beißt der Aal, er sieht die Falle nicht aber du das interessante Spiel mit dem Schwimmer.

Wenn der Aal gebissen hat ist es meist zwecklos den Haken retten zu wollen. Dieser ist tief im Aalmagen verschwunden. Also schneidet ihn ab und entfernt ihn vor der Zubereitung, Vorsicht beim Ausnehmen. Wenn der Haken nicht tief steckt benutzt Hakenlöser und Klemme um den Haken zu entfernen.

Bei untermäßigen Aalfängen schneidet den Haken einfach ab, so tötet ihr den Aal nicht. Nur der Aal verträgt solch eine Prozedur, dies gilt nicht für andere Fische.

Vorsicht, wenn ihr den Aal tötet und ausnehmt, lasst kein Blut in offene Wunden kommen, das Blut ist giftig und die Wunde wird sich entzünden und schwer heilen.

Nutzt einen Kescher mit sehr kleinen Maschen, sonst könnte der Aal entkommen.

Ein oder zwei ordentlich Tücher benötigt ihr schon um den Aal festhalten zu können. Er ist sehr stark, windet sich kräftig und wickelt sich um den Arm, also alte Klamotten anziehen.

Ein Geheimtipp sind Innereien von Hühnern zu Bsp. Habe es auch mit Bockwurststücken probiert und auch Aal gefangen, aber dazwischen einen Wels nach dem Anderen. Ne ich will keinen Wels.

Was jeder Angler weiß, verhaltet euch ruhig am Gewässer, besonders wenn ihr auf Aal angelt.

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Zubereitung: ausnehmen, je nach Geschmack Haut abziehen, nach dem Töten vom Genick an nach unten ziehen, geht am leichtesten.

Braten: mit Mehl panieren, in Butter braten bis er goldgelb ist.
Grillen: Butter in Alufolie, Aal rein und auf den Grill
Räuchern: auf Buchenholzmehl im Räucherofen bei in der Anleitung genannter Zeit und Hitze

Guten Appetit:


Ich hoffe ich konnte euch ein wenig weiterhelfen und was Neues erzählen. Dies wird nicht der letzte Bericht sein, den ich zum Angeln schreibe.

Fazit:
Aal, meine Wahl

Petri heil

Angelfreund Sven

13 Bewertungen