Monkey Island 4: Flucht von Monkey Island (Adventure PC Spiel) Testbericht

ab 9,91
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Erfahrungsbericht von Gambrish

Die Wiedergeburt eines Klassikers oder nur ein Aufguss?

Pro:

Wundervolle Story; schöne Grafik; erstklassiger Sound; unglaublich lustige Storyline

Kontra:

gewöhnungsbedürftige Steuerung für ein Adventure

Empfehlung:

Ja

\"Die Flucht von Monkey Island\" ist der inzwischen vierte Teil der legendären \"Monkey Island\"-Serie der Software-Schmiede LucasArts.
Nach dem etwas enttäuschenden dritten Teil wollte LucasArts endlich wieder einen großen (Adventure-) Hasen aus dem Hut zaubern. Dies sind meine Eindrücke des Adventures.

Story:
Nachdem der trottelige Möchtegernpirat Guybrush Threepwood sich im dritten Teil erneut seines Lieblingsgegners, den Angst und Schrecken verbreitenden Geisterpiraten LeChuck, erwehrt und diesen vernichtet hat, war er endlich in der Lage, seine angebetete Elayne, die Gouverneurin der Karibikinsel Melee Island, zu heiraten und auf ausgedehnte Flitterwochen-Kaperfahrt zu gehen.
\"Flucht von Monkey Island\" greift an dieser Stelle die Story wieder auf. Zu Beginn des Spiels befindet sich der Hauptcharakter Guybrush immer noch in den Flitterwochen, allerdings gefesselt an einen Mast an Bord seines Schiffes. Das Schiff wird gerade von einer Horde \"böse gezeichneter Piraten\" (wunderschöne, kindergerechte Comic-3D-Grafik) geentert. Während Elayne und die Crew sich verzweifelt ihrer Haut erwehren, gelingt es unserem Helden durch die Kombination eines Kohlebeckens, seines Fußes und einer geladen Kanone das feindliche Schiff zu versenken und den Angriff abzuwehren.
Als danach das Schiff allerdings ein Jahr nach Beginn der Flitterwochen endlich in Melee Island einläuft, beginnt das eigentliche Abenteuer. Die beiden bemerken, daß die Gouverneurin für tod erklärt wurde und die gemeinsame Villa eingerissen werden soll. Während Elayne nun versucht, sich mit den örtlichen Beamten auseinanderzusetzen, muss Guybrush die Zerstörung der Villa verhindern, eine Crew und ein Schiff finden und auf eine benachbarte Insel reisen, um dort Elaynes Anwälte zu kontaktieren. Desweiteren gibt es erste Gerüchte von einem fiesen, australischen Imobilienhai, der versucht, die gesamte Karibik von Piraten zu säubern, was sich natürlich in keinster Weise mit den Vorstellungen unseres Möchtegern-Piraten deckt! Die Geschichte nimmt ihren chaotischen Lauf...

Grafik:
Anstatt auf altbewährtes zu setzen, entwickelte LucasArts eine völlig neue Form der Adventure-Darstellung. Anstatt in platten 2D-Grafiken Gegenstände zu kombinieren, wurde alles in eine 3D-Perspektive gebracht, in der man das Geschehen aus einer festen Kameraposition heraus beobachtet und die Aktionen von Guybrush steuert. diese ist allerdings sehr detailliert und mit viel Liebe zum detail gezeichnet.

Sound:
Wunderschöne Karibik-Klänge untermalen das Geschehen, welche natürlich auf die verschiedenen Locations und Situationen eingeht. Die Musik trägt sehr viel zum wunderschönen Flair des Spiels bei.
Die Texte werden komplett \"Gesprochen\" und sind wirklich gut ins Deutsche synchronisiert.

Gameplay:
Bedingt durch die Grafik gibt es hier die größte Neuerung, vielleicht allerdings auch den größten Nachteil. Denn gesteurt wird die Figur mit der Tastatur, obwohl gerade bei Adventures der Standart bei einer Maussteuerung liegt. Alte Hasen unter den Adventure-Spielern mögen dieses System verfluchen, alleridngs geht es nach etwas Eingewöhnungszeit sehr leicht von der Hand. Die Rätsel an sich sind allesamt zwar absolut wahnwitzig (wobei die Betonung auf witzig liegt), dabei aber immer logisch und fair.

Gesamteindruck:
Ich habe dieses Spiel geliebt. Vor allem Spieler, die die ersten drei Teile geliebt haben, ist dieses Spiel wärmstens zu empfehlen, da auch viele bekannte Gesichter wieder auftauchen, welche ich an dieser Stelle noch nicht veraten will. Desweiteren gibt es endlich auch wieder Wortsgefecht-Schwertkämpfe, welche vielleicht noch aus den ersten beiden Teilen bekannt sind und die für einige Lacher Sorgen. Und überhaupt: Großer Humor wird das ganze Spiel über GROSS geschrieben.

Mindestanforderung (offizielle Herstellerangaben):
WINDOWS 95, 98, Me, XP
PROZESSOR: mind. 200 MHz, empfohlen: 266MHz
SPEICHER: 32 MB Ram
GRAFIKKARTE: PCI- oder AGP-Direct 3D- oder OpenGL-kompatibler Grafikbeschleuniger bmit 4 MB (ich persönlich empfehle für ein Ruckelfreies spielen allerdings eine 64 MB-Karte)
SOUND: 16-Bit Soundkarte
Standart-CD Rom (4x)
EINGABEGERÄTE: Windwos.Kompatible Maus, optional Gamepad oder Joystick
DirectX: Mindestens DirectX 7.0a (beim Spiel enthalten)


Vorgänger:
Monkey Island
Monkey Island 2
The Curse Of Monkey Island - Monkey island 3
(Teil 2 und 3 auch noch bei Amazon erhältlich)

13 Bewertungen