Monkey Island 4: Flucht von Monkey Island (Adventure PC Spiel) Testbericht




ab 9,91 €
Billiger bei eBay?
Bei Amazon bestellen
Paid Ads from eBay.de & Amazon.de
Auf yopi.de gelistet seit 02/2010
Auf yopi.de gelistet seit 02/2010
Erfahrungsbericht von discodancer
Ein sehr gutes Spiel
Pro:
-
Kontra:
-
Empfehlung:
Ja
Monkey Island stinkt! Als sei es nicht schon genug der Pein, dass sich dieses Eiland am anderen Ende der Welt befindet: überall der Mief von dreckigen Schimpansen. Schlüpfen Sie in die Haut von Guybrush Threepwood, der früher einmal auf der Affeninsel gefangen war und noch heute manchmal mit Schaudern an diese Zeit zurückdenkt.
Guybrush, das ist ein mächtiger Pirat. Jedenfalls hält er sich für einen – und bislang konnten ihn selbst die stichhaltigen Argumente nicht vom Gegenteil überzeugen. Außerdem hatte er bislang nur wenig Zeit, sich um sein Dasein als Furcht erregender Freibeuter zu kümmern.
Denn irgendwie musste er sich sein halbes Leben lang mit blauhäutigen Piratengeistern und mysteriösen Voodoo-Hexen herumschlagen. Solche Gestalten scheint er einfach magisch anzuziehen. Gott sei Dank hat er ja seine treue Ehefrau Elaine Marley.
Die Gouverneurin von Meelee Island hat genug Mumm in den Knochen, um Guybrushs Widersacher immer wieder mit Faustschlägen und Säbelhieben in die Flucht zu schlagen.
Diesmal scheint aber auch Elaine ernsthafte Probleme zu bekommen:
Als das frisch vermählte Pärchen von den Flitterwochen zurück in die Heimathafen segelt, gehen auf Meelee Island merkwürdige Dinge vor. Aus irgendwelchen Gründen hat man Elaine für tot erklärt und ein Abrissunternehmen damit beauftragt, die Gouverneursvilla dem Erdboden gleich zu machen. Schnell finden Sie heraus, dass hinter allem ein dickliches Großmaul namens Charles L. Charles steckt.
Er hat ein Auge auf den Statthalterposten geworfen und tut nun alles, um selbst zum mächtigsten Mann der Inselgruppe gewählt zu werden. „Diesem Schnösel werde ich es zeigen“, denken Sie sich also und lassen wieder einmal den starken Piraten heraushängen. Mit der zierlichen Figur und Ihrem süßlichen Lavendel-Duftwasser beeindrucken Sie Charles allerdings nicht sonderlich.
Doch da ist ja noch Ihr messerscharfer Verstand. Also besorgen Sie sich ein (rosa) Schiff und ein paar Mann Besatzung, um zur Kanzlei von Elaines Anwälten auf Lucre Island zu segeln. Kein leichtes Vorhaben. Denn die Hafenmeisterin ist eine unnachgiebige Tonne von Frau –und bei den einzig fähigen Matrosen handelt es sich um Carla und Otis.
Die haben Sie vor langer Zeit auf Monkey Island zurückgelassen, was sie Ihnen verständlicherweise noch immer nachtragen.
Sie wären aber nicht Guybrush Threepwood, wenn Sie nicht alle Beteiligten auf hinterlistige Art herumkriegen würden. Und so schippern Sie schon wenig später los – von einer Misere in die nächste. Denn es befindet sich ein mächtiges Geheimnis in der Bank von Lucre.
Hier hat Elaines verschollener Großvater eine Schließtruhe angemietet. Darin ist ein Hinweis auf die ultimative Beleidigung. Die ist so gewaltig, dass niemand sich dagegen wehren kann und der Wille der beleidigten Person sofort gebrochen wird. Kaum auszudenken, was passieren könnte, geriete diese Waffe in falsche Hände...
„Alles was schief gehen kann, wird auch schief gehen.“ Auch im vierten Teil der erfolgereichen Abenteuer-Serie „Monkey Island“ ist dies der oberste Leitsatz. Wenn Sie beobachten, wie Guybrush leichtsinnig und planlos durch sein chaotisches Leben läuft, dann wird sich Ihnen bald eine entscheidende Frage stellen: Wie hat der Kerl es geschafft, seine eigene Jugend zu überleben?
Doch eigentlich sollte man sich nicht wundern, lebt er doch in einer Welt voller merkwürdiger Gestalten, in der nicht mal die Gesetze der Physik zu gelten scheinen. Sie würden sicherlich ebenfalls Wahnvorstellungen bekommen, wenn Sie in den Sümpfen der Zeit auf Ihr eigenes Ich träfen.
Gerade diese paradoxen, unberechenbaren Wendungen haben Monkey Island eine so große Beliebtheit beschert. Wieder einmal ist die Geschichte an den Haaren herbeigezogen und entbehrt jeder Logik. Wieder einmal sind es Gegenstände, wie eine Dose Hühnerschmalz oder etwas Kunsthaut aus dem Prothesenparadies, mit denen Sie die Piratenwelt von bösen Geistern und schmierigen australischen Geschäftsleuten befreien.
Wieder einmal müssen Sie einen Kampfsport erlernen, bei dem es mehr als aufs Reden ankommt, als auf Kraft: den Affenkampf. Doch dazu gilt es erst einmal, die Sprache der Affen zu pauken.
Bis das geschafft ist, schlagen Sie sich mit der Inselbevölkerung herum, einem äußerst ausgeflippten Pack.
Besonders erwähnenswert ist Admiral Casaba, der mit seinem Schiff vor dem Knuttin-Atoll anlegt und überall Verschwörungen vermutet. Sobald er irgendwo mehr als zwei Piraten entdeckt, wird aus allen Rohren auf die Intriganten geschossen. Nicht viel besser: der Australier Ozzi Mandrill, der alle Piraten von den umliegenden Inseln vertreiben will, um einen riesigen Vergnügungspark für Touristen zu errichten.
Dessen Überheblichkeit ist fast so hoch wie sein Verschleiß an Spazierstöcken, die er immer dann in zwei Teile zerbricht, wenn nicht alles genau nach Plan läuft. Bis Sie am Ende schließlich glücklich und zufrieden auf ein überstandenes Abenteuer zurückblicken können, gibt es nicht nur viel zum Knobeln – es darf auch gelacht werden! „Die Flucht von Monkey Island“ ist ein riesiger, interaktiver Comic mit filmreifer Handlung, der sich selbst nicht ernst nimmt.
Guybrush ist sich seines Schicksals bewusst, Darsteller in einem Computerspiel zu sein, was er des öfteren zur Sprache bringt. Wenn Sie sich nicht benehmen, dann überredet er trainierende Darts-Spieler, auf ihrem Monitor zu zielen, verursacht so einen störenden Sprung in der Bildschirmscheibe. Natürlich ist der nur gezeichnet und verschwindet wieder, sobald Sie die Kneipe wieder verlassen.
Die technische Umsetzung des Abenteuers erfüllt voll und ganz die hochgesteckten Erwartungen: Eine neue, dreidimensionale Optik bringt mehr Tiefe ins Geschehen, die comicartige Schauplätze begeistern durch Detailvielfalt. Alle Stimmen passen zu den ulkigen Personen und sind sehr deutlich zu verstehen – bei einem Abenteuerspiel wie diesem überaus wichtig, plappern die Charaktere doch ständig versteckte Hinweise aus.
Einziger Wermutstropfen ist leider die Steuerung im Abenteuerland. Wer die Vorgängerspiele kennt und liebt, wird gleich zur Maus als Steuergerät greifen. Damit kommt man allerdings nicht sehr weit. Besser klappt es mit einer Spieletastatur(Gamepad), aber auch die normale Computer-Tastatur kann verwendet werden.
Guybrush wird, wie in einem Action-Spiel, in alle vier Himmelsrichtungen bewegt. Durch Drücken der unterschiedlichen Aktionstasten bestimmen Sie schließlich, ob Guybrush sich etwas ansehen, mitnehmen oder benutzen soll. Insgesamt ist diese Art der Bedienung also etwas gewöhnungsbedürftig!
Die kleinen Mängel in der Steuerung können den überwältigenden, positiven Gesamteindruck allerdings kaum beeinträchtigen.
Insgesamt hat sich das Spiel das Urteil sehr gut verdient.
Danke für´s Lesen
MfG discodancer
Guybrush, das ist ein mächtiger Pirat. Jedenfalls hält er sich für einen – und bislang konnten ihn selbst die stichhaltigen Argumente nicht vom Gegenteil überzeugen. Außerdem hatte er bislang nur wenig Zeit, sich um sein Dasein als Furcht erregender Freibeuter zu kümmern.
Denn irgendwie musste er sich sein halbes Leben lang mit blauhäutigen Piratengeistern und mysteriösen Voodoo-Hexen herumschlagen. Solche Gestalten scheint er einfach magisch anzuziehen. Gott sei Dank hat er ja seine treue Ehefrau Elaine Marley.
Die Gouverneurin von Meelee Island hat genug Mumm in den Knochen, um Guybrushs Widersacher immer wieder mit Faustschlägen und Säbelhieben in die Flucht zu schlagen.
Diesmal scheint aber auch Elaine ernsthafte Probleme zu bekommen:
Als das frisch vermählte Pärchen von den Flitterwochen zurück in die Heimathafen segelt, gehen auf Meelee Island merkwürdige Dinge vor. Aus irgendwelchen Gründen hat man Elaine für tot erklärt und ein Abrissunternehmen damit beauftragt, die Gouverneursvilla dem Erdboden gleich zu machen. Schnell finden Sie heraus, dass hinter allem ein dickliches Großmaul namens Charles L. Charles steckt.
Er hat ein Auge auf den Statthalterposten geworfen und tut nun alles, um selbst zum mächtigsten Mann der Inselgruppe gewählt zu werden. „Diesem Schnösel werde ich es zeigen“, denken Sie sich also und lassen wieder einmal den starken Piraten heraushängen. Mit der zierlichen Figur und Ihrem süßlichen Lavendel-Duftwasser beeindrucken Sie Charles allerdings nicht sonderlich.
Doch da ist ja noch Ihr messerscharfer Verstand. Also besorgen Sie sich ein (rosa) Schiff und ein paar Mann Besatzung, um zur Kanzlei von Elaines Anwälten auf Lucre Island zu segeln. Kein leichtes Vorhaben. Denn die Hafenmeisterin ist eine unnachgiebige Tonne von Frau –und bei den einzig fähigen Matrosen handelt es sich um Carla und Otis.
Die haben Sie vor langer Zeit auf Monkey Island zurückgelassen, was sie Ihnen verständlicherweise noch immer nachtragen.
Sie wären aber nicht Guybrush Threepwood, wenn Sie nicht alle Beteiligten auf hinterlistige Art herumkriegen würden. Und so schippern Sie schon wenig später los – von einer Misere in die nächste. Denn es befindet sich ein mächtiges Geheimnis in der Bank von Lucre.
Hier hat Elaines verschollener Großvater eine Schließtruhe angemietet. Darin ist ein Hinweis auf die ultimative Beleidigung. Die ist so gewaltig, dass niemand sich dagegen wehren kann und der Wille der beleidigten Person sofort gebrochen wird. Kaum auszudenken, was passieren könnte, geriete diese Waffe in falsche Hände...
„Alles was schief gehen kann, wird auch schief gehen.“ Auch im vierten Teil der erfolgereichen Abenteuer-Serie „Monkey Island“ ist dies der oberste Leitsatz. Wenn Sie beobachten, wie Guybrush leichtsinnig und planlos durch sein chaotisches Leben läuft, dann wird sich Ihnen bald eine entscheidende Frage stellen: Wie hat der Kerl es geschafft, seine eigene Jugend zu überleben?
Doch eigentlich sollte man sich nicht wundern, lebt er doch in einer Welt voller merkwürdiger Gestalten, in der nicht mal die Gesetze der Physik zu gelten scheinen. Sie würden sicherlich ebenfalls Wahnvorstellungen bekommen, wenn Sie in den Sümpfen der Zeit auf Ihr eigenes Ich träfen.
Gerade diese paradoxen, unberechenbaren Wendungen haben Monkey Island eine so große Beliebtheit beschert. Wieder einmal ist die Geschichte an den Haaren herbeigezogen und entbehrt jeder Logik. Wieder einmal sind es Gegenstände, wie eine Dose Hühnerschmalz oder etwas Kunsthaut aus dem Prothesenparadies, mit denen Sie die Piratenwelt von bösen Geistern und schmierigen australischen Geschäftsleuten befreien.
Wieder einmal müssen Sie einen Kampfsport erlernen, bei dem es mehr als aufs Reden ankommt, als auf Kraft: den Affenkampf. Doch dazu gilt es erst einmal, die Sprache der Affen zu pauken.
Bis das geschafft ist, schlagen Sie sich mit der Inselbevölkerung herum, einem äußerst ausgeflippten Pack.
Besonders erwähnenswert ist Admiral Casaba, der mit seinem Schiff vor dem Knuttin-Atoll anlegt und überall Verschwörungen vermutet. Sobald er irgendwo mehr als zwei Piraten entdeckt, wird aus allen Rohren auf die Intriganten geschossen. Nicht viel besser: der Australier Ozzi Mandrill, der alle Piraten von den umliegenden Inseln vertreiben will, um einen riesigen Vergnügungspark für Touristen zu errichten.
Dessen Überheblichkeit ist fast so hoch wie sein Verschleiß an Spazierstöcken, die er immer dann in zwei Teile zerbricht, wenn nicht alles genau nach Plan läuft. Bis Sie am Ende schließlich glücklich und zufrieden auf ein überstandenes Abenteuer zurückblicken können, gibt es nicht nur viel zum Knobeln – es darf auch gelacht werden! „Die Flucht von Monkey Island“ ist ein riesiger, interaktiver Comic mit filmreifer Handlung, der sich selbst nicht ernst nimmt.
Guybrush ist sich seines Schicksals bewusst, Darsteller in einem Computerspiel zu sein, was er des öfteren zur Sprache bringt. Wenn Sie sich nicht benehmen, dann überredet er trainierende Darts-Spieler, auf ihrem Monitor zu zielen, verursacht so einen störenden Sprung in der Bildschirmscheibe. Natürlich ist der nur gezeichnet und verschwindet wieder, sobald Sie die Kneipe wieder verlassen.
Die technische Umsetzung des Abenteuers erfüllt voll und ganz die hochgesteckten Erwartungen: Eine neue, dreidimensionale Optik bringt mehr Tiefe ins Geschehen, die comicartige Schauplätze begeistern durch Detailvielfalt. Alle Stimmen passen zu den ulkigen Personen und sind sehr deutlich zu verstehen – bei einem Abenteuerspiel wie diesem überaus wichtig, plappern die Charaktere doch ständig versteckte Hinweise aus.
Einziger Wermutstropfen ist leider die Steuerung im Abenteuerland. Wer die Vorgängerspiele kennt und liebt, wird gleich zur Maus als Steuergerät greifen. Damit kommt man allerdings nicht sehr weit. Besser klappt es mit einer Spieletastatur(Gamepad), aber auch die normale Computer-Tastatur kann verwendet werden.
Guybrush wird, wie in einem Action-Spiel, in alle vier Himmelsrichtungen bewegt. Durch Drücken der unterschiedlichen Aktionstasten bestimmen Sie schließlich, ob Guybrush sich etwas ansehen, mitnehmen oder benutzen soll. Insgesamt ist diese Art der Bedienung also etwas gewöhnungsbedürftig!
Die kleinen Mängel in der Steuerung können den überwältigenden, positiven Gesamteindruck allerdings kaum beeinträchtigen.
Insgesamt hat sich das Spiel das Urteil sehr gut verdient.
Danke für´s Lesen
MfG discodancer
16 Bewertungen, 2 Kommentare
-
22.05.2002, 22:24 Uhr von Skywalker1
Bewertung: sehr hilfreichGut getextet
-
25.03.2002, 14:54 Uhr von Stoewi
Bewertung: sehr hilfreichIch liebe ja Monkey Island. Eine geile Spieleserie. Man liest sich, Stoewi
Bewerten / Kommentar schreiben