Flughafen Berlin - Schönefeld Testbericht
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Auf yopi.de gelistet seit 09/2003
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Erfahrungsbericht von Joebln
Sein Potential wird leider ignoriert ...
Pro:
-
Kontra:
-
Empfehlung:
Ja
Der wohl am wenigsten genutzte Flughafen Berlins heißt \"Schönefeld\". Bei unserem letzten Abflug am 29.11.2002 starteten gerade einmal 14 Maschinen. Und das, obwohl es im Gegensatz zu \"Tegel\" und \"Tempelhof\" nur ein stark eingeschränktes Nachtflugverbot gibt.
Aber gegen die Aversion und Vorurteile der ehemaligen Westberliner kommt der eigentlich recht attraktive Flughafen nicht an. Und der Senat unternimmt leider auch nichts.
Im Gegensatz zu Tegel liegt Schönefeld leider etwas außerhalb, ist aber mit der S-Bahn oder dem \"Airport Express\" per Schiene gut erreichbar. Vom Bahnhof kann man den regulären Bus (der kommt vom U-Bahnhof Rudow) oder den Shuttle zum Flughafen benutzen.
Ebenso ist die Autobahn in erreichbarer Nähe. Und \"Schönefeld\" weist die meisten Parkplätze und die günstigsten Preise auf. So haben wir zum Beispiel für 14 Tage mit der kostenlosen GlobalClub Card 40EUR (regulär 60EUR) bezahlt.
Weithin sichtbar sind schon die großen Leuchtbuchstaben auf dem schmucklosen Glasquader, der ja schon zu Ostzeiten gebaut wurde. Gut, schön ist er nicht. Aber seit der Wende wurde das Gebäude speziell im Innern total saniert und um Terminal B erweitert.
Der Flughafen selbst ist nicht sehr groß und recht übersichtlich. Das meiste Geschehen spielt sich jedoch weiterhin in Terminal A ab. Die dortige Lösung, dass Reisende im Erdgeschoss ankommen und im Obergeschoss abfliegen, finde ich sehr gelungen. So kommen sich die verschiedenen Reisenden und ihre \"Abholer\" nicht wie in \"Tegel\" ständig in die Quere.
Im Erdgeschoss gibt es außerdem noch Banken, einige kleine Shops, Snackbars und im Terminal B die Counter verschiedener Reiseveranstalter.
Im Obergeschoss haben neben einer kleinen Bar die ansässigen Fluggesellschaften (leider immer noch sehr wenige) ihre Counter bezogen.
Nach der ersten Gepäckkontrolle landet man hinter den Absperrbändern in der Abfertigungshalle. Hier versammeln sich 20 Check-In Counter. Dieser Bereich könnte - wie überall in Deutschland – die in den USA üblichen Warteseile vertragen. Denn einige der Counter verbergen sich auch noch hinter Säulen und so geraten die Warteschlangen immer wieder durcheinander.
Außerdem glaubt man ja gar nicht wie bösartig und aggressiv der gemeine Pauschaltourist werden kann, wenn es um die \"besten Plätze\" im Ferienflieger geht.
Nach dem Check-In kann man entweder gleich weiter durch die Passkontrolle oder noch zur Galerie hoch gehen.
Hier kann man es sich im Mövenpick Restaurant so richtig gut gehen lassen. Die Preise dort sind akzeptabel, das Essen ziemlich lecker und das Personal freundlich locker. Nebenbei kann man seinen Blick über das Rollfeld schweifen lassen und eventuell erwischt man eine der wenigen Maschinen beim Starten oder Landen.
GlobalClub Mitglieder erhalten ab und an Vergünstigungen im Restaurant.
Als wirklich guter Tipp erweist sich auf der Galerie jedoch die Ansammlung von Last-Minute-Schaltern. Das Angebot und der Service sind trotz der diversen Lockangebote deutlich besser als in Tegel. Ganz besonders seien hier die Angebote zu richtig exotischen Zielen wie z.B. den Kapverdischen Inseln hervorgehoben und, dass die Büros Sonntags bis min 18:00 Uhr offen haben (in Tegel ist spätestens 15:00 Uhr Schluss)
Nach dem Essen kann man nun langsam durch die Pass- und Handgepäckkontrolle gehen. Ich fand, dass hier wesentlich aufmerksamer und freundlicher vorgegangen wird als in Tegel.
Man befindet sich nun in einer großen Wartehalle und fällt praktisch in den Duty Free Shop. Der ist zwar nicht groß, aber hübsch und mit gutem Angebot.
Die gläsernen Gates (tolles Erlebnis, da durch zu gehen) zu den Flugzeugen sind offensichtlich für größere Maschinen gedacht, da wir auch dieses Mal wieder übers Rollfeld zum Flugzeug laufen mussten.
Übrigens sind die Snackbars in diesem Bereich nicht zu empfehlen, da völlig überteuert. Eine 0,5l Flasche Coke kostet 2,70EUR.
Bei der Ankunft wird man auch nicht in so enge Ställe wie in Tegel verfrachtet und es ist immer ein Mitarbeiter des Flughafens vor Ort, der auch das Rauchverbot durchsetzt (Pluspunkt). Das Band ist mehrfach gewunden, so dass sich die Fluggäste nicht gegenseitig aufs Band schubsen, um an ihre Koffer zu kommen. Wagen stehen bereit.
Achtung auch hier gibt es keine Toiletten. Wer mal muss, muss das vor der Passkontrolle erledigen.
Terminal B wird im übrigen von den großen deutschen Namen TUI und Thomas Cook beherrscht. Dort ist der Betrieb aber noch geringer. Und abgeflogen sind wir von dort noch nie.
Fazit: Dieser nicht sehr große, aber eigentlich durchdachte und recht komfortable Flughafen wird leider viel zu wenig genutzt. So hat man als Fluggast wirklich genug Platz und Komfort sowie kurze Wege.
Sehr Empfehlenswert!
PS: Wann werden endlich alle Charterflüge von Tegel nach Schönefeld verlegt??!! Das kann nur beiden Flughäfen zu Gute kommen.
Aber gegen die Aversion und Vorurteile der ehemaligen Westberliner kommt der eigentlich recht attraktive Flughafen nicht an. Und der Senat unternimmt leider auch nichts.
Im Gegensatz zu Tegel liegt Schönefeld leider etwas außerhalb, ist aber mit der S-Bahn oder dem \"Airport Express\" per Schiene gut erreichbar. Vom Bahnhof kann man den regulären Bus (der kommt vom U-Bahnhof Rudow) oder den Shuttle zum Flughafen benutzen.
Ebenso ist die Autobahn in erreichbarer Nähe. Und \"Schönefeld\" weist die meisten Parkplätze und die günstigsten Preise auf. So haben wir zum Beispiel für 14 Tage mit der kostenlosen GlobalClub Card 40EUR (regulär 60EUR) bezahlt.
Weithin sichtbar sind schon die großen Leuchtbuchstaben auf dem schmucklosen Glasquader, der ja schon zu Ostzeiten gebaut wurde. Gut, schön ist er nicht. Aber seit der Wende wurde das Gebäude speziell im Innern total saniert und um Terminal B erweitert.
Der Flughafen selbst ist nicht sehr groß und recht übersichtlich. Das meiste Geschehen spielt sich jedoch weiterhin in Terminal A ab. Die dortige Lösung, dass Reisende im Erdgeschoss ankommen und im Obergeschoss abfliegen, finde ich sehr gelungen. So kommen sich die verschiedenen Reisenden und ihre \"Abholer\" nicht wie in \"Tegel\" ständig in die Quere.
Im Erdgeschoss gibt es außerdem noch Banken, einige kleine Shops, Snackbars und im Terminal B die Counter verschiedener Reiseveranstalter.
Im Obergeschoss haben neben einer kleinen Bar die ansässigen Fluggesellschaften (leider immer noch sehr wenige) ihre Counter bezogen.
Nach der ersten Gepäckkontrolle landet man hinter den Absperrbändern in der Abfertigungshalle. Hier versammeln sich 20 Check-In Counter. Dieser Bereich könnte - wie überall in Deutschland – die in den USA üblichen Warteseile vertragen. Denn einige der Counter verbergen sich auch noch hinter Säulen und so geraten die Warteschlangen immer wieder durcheinander.
Außerdem glaubt man ja gar nicht wie bösartig und aggressiv der gemeine Pauschaltourist werden kann, wenn es um die \"besten Plätze\" im Ferienflieger geht.
Nach dem Check-In kann man entweder gleich weiter durch die Passkontrolle oder noch zur Galerie hoch gehen.
Hier kann man es sich im Mövenpick Restaurant so richtig gut gehen lassen. Die Preise dort sind akzeptabel, das Essen ziemlich lecker und das Personal freundlich locker. Nebenbei kann man seinen Blick über das Rollfeld schweifen lassen und eventuell erwischt man eine der wenigen Maschinen beim Starten oder Landen.
GlobalClub Mitglieder erhalten ab und an Vergünstigungen im Restaurant.
Als wirklich guter Tipp erweist sich auf der Galerie jedoch die Ansammlung von Last-Minute-Schaltern. Das Angebot und der Service sind trotz der diversen Lockangebote deutlich besser als in Tegel. Ganz besonders seien hier die Angebote zu richtig exotischen Zielen wie z.B. den Kapverdischen Inseln hervorgehoben und, dass die Büros Sonntags bis min 18:00 Uhr offen haben (in Tegel ist spätestens 15:00 Uhr Schluss)
Nach dem Essen kann man nun langsam durch die Pass- und Handgepäckkontrolle gehen. Ich fand, dass hier wesentlich aufmerksamer und freundlicher vorgegangen wird als in Tegel.
Man befindet sich nun in einer großen Wartehalle und fällt praktisch in den Duty Free Shop. Der ist zwar nicht groß, aber hübsch und mit gutem Angebot.
Die gläsernen Gates (tolles Erlebnis, da durch zu gehen) zu den Flugzeugen sind offensichtlich für größere Maschinen gedacht, da wir auch dieses Mal wieder übers Rollfeld zum Flugzeug laufen mussten.
Übrigens sind die Snackbars in diesem Bereich nicht zu empfehlen, da völlig überteuert. Eine 0,5l Flasche Coke kostet 2,70EUR.
Bei der Ankunft wird man auch nicht in so enge Ställe wie in Tegel verfrachtet und es ist immer ein Mitarbeiter des Flughafens vor Ort, der auch das Rauchverbot durchsetzt (Pluspunkt). Das Band ist mehrfach gewunden, so dass sich die Fluggäste nicht gegenseitig aufs Band schubsen, um an ihre Koffer zu kommen. Wagen stehen bereit.
Achtung auch hier gibt es keine Toiletten. Wer mal muss, muss das vor der Passkontrolle erledigen.
Terminal B wird im übrigen von den großen deutschen Namen TUI und Thomas Cook beherrscht. Dort ist der Betrieb aber noch geringer. Und abgeflogen sind wir von dort noch nie.
Fazit: Dieser nicht sehr große, aber eigentlich durchdachte und recht komfortable Flughafen wird leider viel zu wenig genutzt. So hat man als Fluggast wirklich genug Platz und Komfort sowie kurze Wege.
Sehr Empfehlenswert!
PS: Wann werden endlich alle Charterflüge von Tegel nach Schönefeld verlegt??!! Das kann nur beiden Flughäfen zu Gute kommen.
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