Das zweite Gedächtnis. 5 CDs. (Hörbuch) / Ken Follett Testbericht

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Erfahrungsbericht von satine

Spannend bis zur letzten Seite

Pro:

spannend, spannend, spannend gute Entwicklung der Geschichte

Kontra:

gibt nichts

Empfehlung:

Ja

Hallo Yopi-Freunde,

ich habe das Buch Weihnachten geschenkt bekommen und hatte es in nur 2 Tagen durchgelesen. Habe vorher schon \"Die Säulen der Erde\" gelesen und hatte somit hohe Erwartungen an Folletts anderen Werken.
Aber nun erstmal zu meinem Bericht:

Amerika 1958

Amerika befindet sich kurz vor dem Start des ersten Weltraumsatelliten Explorer 1.
Zur gleichen Zeit…
Ein Mann wacht in Lumpen bekleidet in einer Bahnhofstoilette auf und kann sich weder an den letzten Abend noch an sein bisheriges Leben erinnern. Für ihn beginnt nun die Suche nach seiner eigentlichen Identität. Dabei stellen sich dem „Mann ohne Gedächtnis“ viele Fragen, auf die er keine Antworten weiß, z.B. hat er eine Frau, die zu Hause auf ihn wartet oder Kinder? Welchen Beruf übt er aus und was kann bloß passiert sein, dass er als Penner in einer Herrentoilette der Union Station von Washington D.C. aufwacht?!
Sein erster Anhaltspunkt zur Wiederentdeckung seiner Identität ist Pete, der Mann neben dem er wahrscheinlich die Nacht auf der öffentlichen Toilette verbracht hat.
Dieser will ihm weismachen, dass er dort nach einem durchzechten Abend gelandet ist.
Den einzigen glaubhaften Hinweis, den er aus Pete herausbekommen kann, ist sein Name: Luke. Nachdem Luke sich von Pete losgemacht hat, muss er erstmal zahlreiche Hindernisse überwinden, um zu erfahren, dass er in Harvard Mathematik studiert hat und nun als Raketenspezialist arbeitet.

Die Geschichte spielt aber nicht nur im Amerika der 58er Jahre, sondern Follett schickt den Leser auch in die Zeit des 2. Weltkrieges, um so den Nebel um Lukes Vergangenheit zu lichten. Man kommt der Wahrheit durch die eingebauten „Zeitreisen“ also immer näher, wobei die Spannung ständig steigt.
Man erfährt dadurch, dass Luke mit seinen Freunden Anthony, Billie, Elspeth und Bern zusammen die Universität in Harvard besuchte und dass er eine Liebesbeziehung zu Elspeth hatte. In dieser beginnt es allerdings zu kriseln, als Billie in sein Leben tritt.
Mit Anthony verbindet Luke eine tiefe Männerfreundschaft, die die beiden füreinander einstehen lässt.
Kann diese Freundschaft Luke bei der Aufdeckung seiner Identität helfen? Und wie stehen diese alten Freunde zu Luke in der schweren Zeit?
Warum versuchen ständig Leute ihn davon abzuhalten die Wahrheit über sich herauszufinden? Ist Luke einfach nur paranoid oder steckt doch mehr dahinter?

All diese Fragen werden selbstverständlich im Lauf der Geschichte beantwortet. Aber keine Angst, was am Ende passiert, verrate ich sicher nicht. Schließlich sollt ihr beim Lesen ja noch Freude am Mitfiebern haben.


FAZIT:
Ein tolles Buch!
Ken Follett ist es gelungen die Spannung von der 1. Seite aufrecht zu erhalten und sie bis zum fulminanten Höhepunkt zu steigern.
Es ist sehr gut nachzuvollziehen, wie die einzelnen Charaktere langsam zueinander finden und so Lukes Gedächtnis auf die Sprünge helfen.
Ich konnte das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen, nachdem ich einmal begonnen hatte zu lesen. Es war so interessant die Entwicklung von Luke, der sein gesamtes Leben wieder aufdecken musste, zu verfolgen, dass man unbedingt weiter lesen musste.
Natürlich wollte man wissen, wem so sehr daran gelegen war Luke zumindest teilweise auszuschalten.
Mit immer weiteren Puzzleteilen, die Follett dem Leser präsentiert, ergibt alles einen Sinn und die Geschichte findet ein packendes Ende.

Wie man vielleicht merkt, finde ich das Buch spitze und kann es nur weiter empfehlen.
Ich hab nicht oft ein Buch gelesen, dass von Anfang bis Ende so spannend war und einen sozusagen dazu bringt alles stehen und liegen zu lassen, nur um weiter lesen zu können.

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