Die Brücken der Freiheit (Taschenbuch) / Ken Follett Testbericht
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Auf yopi.de gelistet seit 06/2004
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Erfahrungsbericht von magnifico
Der ewige Wunsch nach Freiheit
Pro:
sehr spannend, historisch authentische Rahmenbeschreiung
Kontra:
nichts
Empfehlung:
Ja
Ken Follet, Autor des Bestsellers „Die Nadel“, entführt in seinem Werk „Die Brücken der Freiheit“ den Lesenden mit einer spannenden und plastisch geschriebenen Handlung in das frühindustrielle England vor der Zeit des Automobils. Der Autor lässt dabei allerdings den Lesenden nicht etwa nur in der „realen“ Umwelt zum Begleiter seiner Akteure werden, sondern führt vielmehr subtil und bisweilen unterhaltsam in die gesellschaftlichen Etikette jener Zeit ein sowie die Mißstände, unter denen diejenigen zu leiden hatten – und noch haben? – die nicht von „besserer Geburt“ sind. Eine mitreisende und faszinierende Geschichte um den Drang nach Freiheit, dem verbotenen Glück und der Frage, ob es ein Entkommen vor gesellschaftlichen Zwängen gibt.
Bevor ich zu meinen Erfahrungen mit dem Buch komme, einige kurze – wirklich nur kurze – Ausführungen zu dem, was bei dem mir vorliegenden Werk vom Bastei Lübbe-Verlag auf 543 Seiten so passiert. Keine Angst, ich nehme weder das Ende vorweg noch die Spannung.
Lizzi Hallim, Tochter einer verarmten schottischen Adeligen, soll zur Rettung der Familienfinanzen den Sohn eines wohlhabenden benachbarten Kaufmanns heiraten, Robert Jameson. Dessen Charakter ähnelt allerdings mehr dem seines Vaters und damit einer Registerkasse, so dass Lizzi, starrköpfig und unternehmungslustig, sich eher in Jay Jamison, den wenig geliebten Sohn aus zweiter Ehe verliebt. Doch auch Malachi McAsh, der rebellische Bergwerkkumpel, der von einer Freiheit jenseits der zermürbenden Kohlegrube träumt, geht ihr nicht aus dem Sinn. Und da Widersprüche und Verbote alles andere als gerne von ihr hingenommen und befolgt werden, begibt sie sich schließlich in eine der Kohlengruben, um sich vom „Elend“ der Bergleute zu überzeugen.
Der Roman beschreibt einen weiten spannungsgeladenen Bogen vom Alten Europa, dem frühindustriellen England bzw. Schottland, das erdrückende Leben der Bergleute hin zu den Um- und Mißständen im London jener Zeit und der Subkultur der Hafenviertels bis schließlich in die Neue Welt mit ihren Sklaven und eigenen Regeln. Der Roman ist sehr plastisch geschrieben und das Lesen wird einerseits zum reinen Vergnügen, zum anderen verspürt man möglicherweise aber auch schon mal den bitteren Geschmack derer, die ohnmächtig gegenüber der Obrigkeit um ihr Leben und ihre Existenz bangen und gleichwohl doch nur hilflos im Elend ihrer Not versinken können. Teils mit provokanten Motiven, teilweise mit Humor, jedoch stets mit einem gewissen Ernst schildert Follet detailreich und problembewußt eine Welt, in die man sicherlich nicht so gerne abtauchen würde – vom Lesesessel aus kann man sie natürlich genießen und am Ende frohen Mutes in den Alltag „einsteigen“.
Das Buch ist, da möchte ich kein Missverständnis aufkommen lassen, keine bedrückende oder düstere Lektüre, die ein Klagelied auf das menschliche Elend vergangener Jahrhunderte anstimmt. Es ist aber durchaus ein Buch, das mit einem gewissen Anspruch an den Leser herantritt, nicht oberflächlich über die Handlung hinwegzulesen, obgleich die Seiten nur so dahin fliegen. Ich habe das Buch in wenigen – allerdings auch längeren – Abenden beinahe regelrecht verschlungen. Die minutiös geschilderte und trotz der Materie auf ihre Weise sehr ansprechende Handlung hat sich einfach nicht so ohne weiteres beiseite legen lassen.
Der Roman ist meines Erachtens zunäcsht für all jene Bücherwürmer geeignet, die weniger triefende Romantik oder glühende Erotik zu schätzen wissen, als vielmehr ein beinahe schon historisch orientiertes Werk, das neben Unterhaltung und Ablenkung auch ein wenig Einblick in sonst kaum wahrgenommene bzw. erfahrbare Epochen und gesellschaftliche Umfelder ermöglicht. Bei Ken Follet kann man insoweit ja durchaus auch von einer gewissen Authentität der geschilderten Umstände ausgehen. Daneben ist das Buch ein leicht zu lesendes Werk, das teilweise auch mal etwas unter die Haut geht und nicht nur an der Oberfläche des Gemüts entlang schrammt. Insoweit vielleicht einfach nur lesen, mitfiebern oder zürnen und im Ergebnis auf den eigenen Phantasien treiben lassen.
Bevor ich zu meinen Erfahrungen mit dem Buch komme, einige kurze – wirklich nur kurze – Ausführungen zu dem, was bei dem mir vorliegenden Werk vom Bastei Lübbe-Verlag auf 543 Seiten so passiert. Keine Angst, ich nehme weder das Ende vorweg noch die Spannung.
Lizzi Hallim, Tochter einer verarmten schottischen Adeligen, soll zur Rettung der Familienfinanzen den Sohn eines wohlhabenden benachbarten Kaufmanns heiraten, Robert Jameson. Dessen Charakter ähnelt allerdings mehr dem seines Vaters und damit einer Registerkasse, so dass Lizzi, starrköpfig und unternehmungslustig, sich eher in Jay Jamison, den wenig geliebten Sohn aus zweiter Ehe verliebt. Doch auch Malachi McAsh, der rebellische Bergwerkkumpel, der von einer Freiheit jenseits der zermürbenden Kohlegrube träumt, geht ihr nicht aus dem Sinn. Und da Widersprüche und Verbote alles andere als gerne von ihr hingenommen und befolgt werden, begibt sie sich schließlich in eine der Kohlengruben, um sich vom „Elend“ der Bergleute zu überzeugen.
Der Roman beschreibt einen weiten spannungsgeladenen Bogen vom Alten Europa, dem frühindustriellen England bzw. Schottland, das erdrückende Leben der Bergleute hin zu den Um- und Mißständen im London jener Zeit und der Subkultur der Hafenviertels bis schließlich in die Neue Welt mit ihren Sklaven und eigenen Regeln. Der Roman ist sehr plastisch geschrieben und das Lesen wird einerseits zum reinen Vergnügen, zum anderen verspürt man möglicherweise aber auch schon mal den bitteren Geschmack derer, die ohnmächtig gegenüber der Obrigkeit um ihr Leben und ihre Existenz bangen und gleichwohl doch nur hilflos im Elend ihrer Not versinken können. Teils mit provokanten Motiven, teilweise mit Humor, jedoch stets mit einem gewissen Ernst schildert Follet detailreich und problembewußt eine Welt, in die man sicherlich nicht so gerne abtauchen würde – vom Lesesessel aus kann man sie natürlich genießen und am Ende frohen Mutes in den Alltag „einsteigen“.
Das Buch ist, da möchte ich kein Missverständnis aufkommen lassen, keine bedrückende oder düstere Lektüre, die ein Klagelied auf das menschliche Elend vergangener Jahrhunderte anstimmt. Es ist aber durchaus ein Buch, das mit einem gewissen Anspruch an den Leser herantritt, nicht oberflächlich über die Handlung hinwegzulesen, obgleich die Seiten nur so dahin fliegen. Ich habe das Buch in wenigen – allerdings auch längeren – Abenden beinahe regelrecht verschlungen. Die minutiös geschilderte und trotz der Materie auf ihre Weise sehr ansprechende Handlung hat sich einfach nicht so ohne weiteres beiseite legen lassen.
Der Roman ist meines Erachtens zunäcsht für all jene Bücherwürmer geeignet, die weniger triefende Romantik oder glühende Erotik zu schätzen wissen, als vielmehr ein beinahe schon historisch orientiertes Werk, das neben Unterhaltung und Ablenkung auch ein wenig Einblick in sonst kaum wahrgenommene bzw. erfahrbare Epochen und gesellschaftliche Umfelder ermöglicht. Bei Ken Follet kann man insoweit ja durchaus auch von einer gewissen Authentität der geschilderten Umstände ausgehen. Daneben ist das Buch ein leicht zu lesendes Werk, das teilweise auch mal etwas unter die Haut geht und nicht nur an der Oberfläche des Gemüts entlang schrammt. Insoweit vielleicht einfach nur lesen, mitfiebern oder zürnen und im Ergebnis auf den eigenen Phantasien treiben lassen.
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