Die Säulen der Erde (Taschenbuch) / Ken Follett Testbericht


ab 18,21 €
Billiger bei eBay?
Bei Amazon bestellen
Paid Ads from eBay.de & Amazon.de
Auf yopi.de gelistet seit 06/2004
Auf yopi.de gelistet seit 06/2004
Summe aller Bewertungen
- Niveau:
- Unterhaltungswert:
- Spannung:
- Humor:
- Stil:
Erfahrungsbericht von Onkel_Roger
Politik, Kirche, Liebe, Sex and Crime
Pro:
spannende Geschichte, eindrucksvoll beschriebene Charaktere
Kontra:
absolut nichts ! ! !
Empfehlung:
Ja
Story:
+++++
Tom Builder ist ein Steinmetz, welcher mit seiner Familie, seiner Frau Agnes, der Tochter Martha und seinem Sohn Alfred, auf der Suche nach Arbeit ist. Sein größter Wunsch ist es, den Bau einer Kathedrale als Baumeister zu leiten. Seinen letzten Job, den Bau eines Hauses für das zukünftige Ehepaar William Hamleigh und Aliena, der Tochter des Grafen von Shiring hat er verloren, da sich die Grafentochter weigerte William Hamleigh, einen jähzornigen, brutalen und skrupellosen Zeitgenossen, zu heiraten.
Auf der Suche nach einer neuen Arbeit klappert er verschiedene Städte und Klöster ab, ohne jedoch, dass ihm irgendjemand eine dauerhafte Arbeit anbieten kann. Erschwerend kommt hinzu, dass die Familie Builder auf ihrer Reise von Outlaws überfallen wird und ihnen somit die einzige Reserve für den Winter, ein Schwein, gestohlen wird. Agnes, die Frau des Steinmetzes ist zudem noch schwanger. Mitten im Wald bringt sie ihr Kind zur Welt, überlebt diese Geburt jedoch nicht. Der Rest der Familie steht vor dem Nichts und so beschließt der Vater, Tom, den neugeborenen Sohn auszusetzen. Ein paar Stunden nach dieser Tat, packen ihn die Gewissensbisse und er möchte zurück zu dem ausgesetzten Kind. Dieses ist jedoch nicht mehr an der alten Stelle aufzufinden. Es wurde von einem Mönch gefunden und in das nächstgelegene Kloster mitgenommen, in welchem sich der junge Prior Philipp dem Kind annimmt. Nach dem Verlust seiner Frau trifft Tom wieder auf Ellen, welche mit ihrem Sohn Jack im Wald lebt. Ihr Mann wurde vor vielen Jahren gehängt und so musste sie bisher ihren Sohn alleine großziehen. Tom und Ellen haben sich bereits beim Überfall auf die Builder Familie kennengelernt und schon zu dieser Zeit haben beide gespürt, dass sie sich einander anziehend finden. Sie beschließen gemeinsam weiterzureisen und gelangen in das Kloster zu Kingsbridge, in welchem nun Philipp durch einen Kuhhandel der Prior geworden ist. Zwar kann Philipp der Familie lediglich ein Nachtlager jedoch keine Arbeit gewähren, doch reicht diese Nacht aus, um die Zukunft der Familie und des Klosters zu verändern. Ellens Sohn, Jack, steckt in dieser einen Nacht unentdeckt die alte Kathedrale des Klosters in Brandt und Tom hat somit einen neuen Arbeitsplatz. Er wird Baumeister der Kathedrale in Kingbridge. Zudem hat er dadurch die Möglichkeit die Entwicklung seines ausgesetzten Sohnes zu beobachten, welcher nun in diesem Kloster aufwächst. Von verwandtschaftlichen Verhältnisse weiß jedoch niemand außer Tom und Ellen.
Erschwerend für alle ist, dass zu dieser Zeit die politische Lage sehr instabil ist. Der König, gegen den ein Komplott ausgeheckt wurde, dessen Ausführung nur durch das Zusammenspiel zwischen dem Prior Philipp und dem derzeitigen Erzdiakon Waleran Bigod verhindert wird, ist zu sehr mit kriegerischen Auseinandersetzungen mit seiner Konkurrentin beschäftigt, als das er sich um die Interessen seines Volkes und den rücksichtslosen Machenschaften des Landadels kümmern könnte. Zudem ist er auf die Hilfe des Landadels angewiesen und trifft somit vielfach Entscheidungen, welche die Protagonisten dieses Romans negativ trifft. So werden das Kloster von Kingsbridge, insbesondere durch Prior Philipp repräsentiert, und die Familie des Baumeisters Tom Builder nicht nur finanziell im Verlauf des Romans durchgeschüttelt. Auch die zwischenmenschlichen Beziehungen werden durch die Machenschaften zwischen den Kirchenoberhäuptern und dem Landadel, welcher insbesondere durch den neuernannten Grafen von Shiring, William Hamleigh, repräsentiert wird, auf mehrere harte Proben gestellt.
Mehr möchte ich an dieser Stelle bezüglich der Story nicht erzählen. Etwas Spannung soll beim Lesen des Romans noch verbleiben und für diese sorgt Ken Follet auch.
Meine Meinung zum Roman:
+++++++++++++++++++++++
Ken Follet hat eine interessante Story in die Geschichte des Englands von 1123 bis 1173 eingebettet. Während der Beginn der Geschichte etwas schleppend erscheint und die gelegentlichen Wechsel von einem Ort bzw. Handlungsstrang zum nächsten eher verwirren, als irgendeinen anderen Effekt zu bewirken, gelingt es dem Autor bereits nach wenigen Seiten durch die Verwendung dieses Elements einen enormen Spannungsbogen aufzubauen. Gerade in besonders interessanten bzw. spannenden Situationen schwenkt Ken Follet zu anderen Protagonisten des Romans um und drängt den Leser dazu weiterzulesen. So war es jedenfalls in meinem Fall.
Ken Follet hat es in diesem Roman geschafft vor dem Leser ein Puzzle auszubreiten, welches nur nach und nach zusammengefügt wird. Die Spannung wird bis auf die letzten Seiten des Romans gehalten, was auch dadurch gewährleistet wird, dass sich die Puzzleteilchen wunderbar ineinander fügen. Von einer konstruiert wirkenden Story kann in diesem Roman nicht die Rede sein.
Dabei beschreibt er eindrucksvoll die Kirchenbaustile des 12. Jahrhunderts, ohne zu ausführlich und langweilig zu werden, die Seilschaften und Intrigen zwischen der Kirche und dem Adel und in besonderer Art und Weise die privaten Beziehungen zwischen den Hauptdarstellern. Von Hass, über Verachtung, Zuneigung bis hin zur Liebe, werden alle Facetten zwischenmenschlicher Beziehungen auf beeindruckende Art und Weise dargestellt. Nicht zu vergessen sind auch die Machtspiele und Intrigen, welche innerhalb des Klosters und zwischen verschiedenen Weltlichen und Geistlichen herrschen und deren Beschreibung das Bild von der heiligen Kirche leicht ankratzen.
Bei der Vorstellung der verschiedenen Charaktere handelt es sich nicht um ellenlange Erläuterungen zu Personen, sondern um geschickt in die Geschichte eingebrachte Beschreibungen, die den Lesefluss an keiner Stelle „behindern“.
Nachdem ich nun so begeistert über das Buch „Säulen der Erde“ berichtet habe, möchte ich natürlich nicht auf die Nennung ein paar allgemeiner Informationen verzichten.
Allgemein:
+++++++++
Der Roman ist erstmals im Jahre 1992 erschienen. Mittlerweile ist im August 2004 die 55. Auflage vom Bastei-Lübbe Verlag herausgegeben worden. Übersetzt wurde der Roman, welcher im Original (The Pillars of the Earth) 1989 veröffentlicht wurde, von Gabriele Conrad, Till Lohmeyer und Christel Rost. Der Leser wird für €9,90 (Taschenbuch) von Seite 5 bis Seite 1151 in den Bann dieser Geschichte gezogen.
ISBN: 3-404-11896-0
Kurzinfo zum Autor:
++++++++++++++++
Ken Follet ist von Hause aus ein Journalist, welcher 1948 in Wales geboren ist. Richtig berühmt wurde er durch den Roman „Die Nadel“. Viel mehr weiß ich von diesem Mann nicht, aber eines ist ganz klar. „Die Säulen der Erde“ war nicht mein erster und letzter Roman von ihm.
Fazit:
+++++
Der Roman ist aus meiner Sicht aufgrund seiner Geschichte sowohl etwas für Krimi- ;-) und Liebesromanfans etwas. Für €9,90 erhält man ein Taschenbuch, dessen Inhalt einen in den Bann zieht. Aufgrund der unbeschreiblichen Darstellung der verschiedenen Akteure und der spannenden Story mit allen Höhen und Tiefen, die ein Menschenleben beinhaltet, kann ich dieses Buch nur empfehlen.
+++++
Tom Builder ist ein Steinmetz, welcher mit seiner Familie, seiner Frau Agnes, der Tochter Martha und seinem Sohn Alfred, auf der Suche nach Arbeit ist. Sein größter Wunsch ist es, den Bau einer Kathedrale als Baumeister zu leiten. Seinen letzten Job, den Bau eines Hauses für das zukünftige Ehepaar William Hamleigh und Aliena, der Tochter des Grafen von Shiring hat er verloren, da sich die Grafentochter weigerte William Hamleigh, einen jähzornigen, brutalen und skrupellosen Zeitgenossen, zu heiraten.
Auf der Suche nach einer neuen Arbeit klappert er verschiedene Städte und Klöster ab, ohne jedoch, dass ihm irgendjemand eine dauerhafte Arbeit anbieten kann. Erschwerend kommt hinzu, dass die Familie Builder auf ihrer Reise von Outlaws überfallen wird und ihnen somit die einzige Reserve für den Winter, ein Schwein, gestohlen wird. Agnes, die Frau des Steinmetzes ist zudem noch schwanger. Mitten im Wald bringt sie ihr Kind zur Welt, überlebt diese Geburt jedoch nicht. Der Rest der Familie steht vor dem Nichts und so beschließt der Vater, Tom, den neugeborenen Sohn auszusetzen. Ein paar Stunden nach dieser Tat, packen ihn die Gewissensbisse und er möchte zurück zu dem ausgesetzten Kind. Dieses ist jedoch nicht mehr an der alten Stelle aufzufinden. Es wurde von einem Mönch gefunden und in das nächstgelegene Kloster mitgenommen, in welchem sich der junge Prior Philipp dem Kind annimmt. Nach dem Verlust seiner Frau trifft Tom wieder auf Ellen, welche mit ihrem Sohn Jack im Wald lebt. Ihr Mann wurde vor vielen Jahren gehängt und so musste sie bisher ihren Sohn alleine großziehen. Tom und Ellen haben sich bereits beim Überfall auf die Builder Familie kennengelernt und schon zu dieser Zeit haben beide gespürt, dass sie sich einander anziehend finden. Sie beschließen gemeinsam weiterzureisen und gelangen in das Kloster zu Kingsbridge, in welchem nun Philipp durch einen Kuhhandel der Prior geworden ist. Zwar kann Philipp der Familie lediglich ein Nachtlager jedoch keine Arbeit gewähren, doch reicht diese Nacht aus, um die Zukunft der Familie und des Klosters zu verändern. Ellens Sohn, Jack, steckt in dieser einen Nacht unentdeckt die alte Kathedrale des Klosters in Brandt und Tom hat somit einen neuen Arbeitsplatz. Er wird Baumeister der Kathedrale in Kingbridge. Zudem hat er dadurch die Möglichkeit die Entwicklung seines ausgesetzten Sohnes zu beobachten, welcher nun in diesem Kloster aufwächst. Von verwandtschaftlichen Verhältnisse weiß jedoch niemand außer Tom und Ellen.
Erschwerend für alle ist, dass zu dieser Zeit die politische Lage sehr instabil ist. Der König, gegen den ein Komplott ausgeheckt wurde, dessen Ausführung nur durch das Zusammenspiel zwischen dem Prior Philipp und dem derzeitigen Erzdiakon Waleran Bigod verhindert wird, ist zu sehr mit kriegerischen Auseinandersetzungen mit seiner Konkurrentin beschäftigt, als das er sich um die Interessen seines Volkes und den rücksichtslosen Machenschaften des Landadels kümmern könnte. Zudem ist er auf die Hilfe des Landadels angewiesen und trifft somit vielfach Entscheidungen, welche die Protagonisten dieses Romans negativ trifft. So werden das Kloster von Kingsbridge, insbesondere durch Prior Philipp repräsentiert, und die Familie des Baumeisters Tom Builder nicht nur finanziell im Verlauf des Romans durchgeschüttelt. Auch die zwischenmenschlichen Beziehungen werden durch die Machenschaften zwischen den Kirchenoberhäuptern und dem Landadel, welcher insbesondere durch den neuernannten Grafen von Shiring, William Hamleigh, repräsentiert wird, auf mehrere harte Proben gestellt.
Mehr möchte ich an dieser Stelle bezüglich der Story nicht erzählen. Etwas Spannung soll beim Lesen des Romans noch verbleiben und für diese sorgt Ken Follet auch.
Meine Meinung zum Roman:
+++++++++++++++++++++++
Ken Follet hat eine interessante Story in die Geschichte des Englands von 1123 bis 1173 eingebettet. Während der Beginn der Geschichte etwas schleppend erscheint und die gelegentlichen Wechsel von einem Ort bzw. Handlungsstrang zum nächsten eher verwirren, als irgendeinen anderen Effekt zu bewirken, gelingt es dem Autor bereits nach wenigen Seiten durch die Verwendung dieses Elements einen enormen Spannungsbogen aufzubauen. Gerade in besonders interessanten bzw. spannenden Situationen schwenkt Ken Follet zu anderen Protagonisten des Romans um und drängt den Leser dazu weiterzulesen. So war es jedenfalls in meinem Fall.
Ken Follet hat es in diesem Roman geschafft vor dem Leser ein Puzzle auszubreiten, welches nur nach und nach zusammengefügt wird. Die Spannung wird bis auf die letzten Seiten des Romans gehalten, was auch dadurch gewährleistet wird, dass sich die Puzzleteilchen wunderbar ineinander fügen. Von einer konstruiert wirkenden Story kann in diesem Roman nicht die Rede sein.
Dabei beschreibt er eindrucksvoll die Kirchenbaustile des 12. Jahrhunderts, ohne zu ausführlich und langweilig zu werden, die Seilschaften und Intrigen zwischen der Kirche und dem Adel und in besonderer Art und Weise die privaten Beziehungen zwischen den Hauptdarstellern. Von Hass, über Verachtung, Zuneigung bis hin zur Liebe, werden alle Facetten zwischenmenschlicher Beziehungen auf beeindruckende Art und Weise dargestellt. Nicht zu vergessen sind auch die Machtspiele und Intrigen, welche innerhalb des Klosters und zwischen verschiedenen Weltlichen und Geistlichen herrschen und deren Beschreibung das Bild von der heiligen Kirche leicht ankratzen.
Bei der Vorstellung der verschiedenen Charaktere handelt es sich nicht um ellenlange Erläuterungen zu Personen, sondern um geschickt in die Geschichte eingebrachte Beschreibungen, die den Lesefluss an keiner Stelle „behindern“.
Nachdem ich nun so begeistert über das Buch „Säulen der Erde“ berichtet habe, möchte ich natürlich nicht auf die Nennung ein paar allgemeiner Informationen verzichten.
Allgemein:
+++++++++
Der Roman ist erstmals im Jahre 1992 erschienen. Mittlerweile ist im August 2004 die 55. Auflage vom Bastei-Lübbe Verlag herausgegeben worden. Übersetzt wurde der Roman, welcher im Original (The Pillars of the Earth) 1989 veröffentlicht wurde, von Gabriele Conrad, Till Lohmeyer und Christel Rost. Der Leser wird für €9,90 (Taschenbuch) von Seite 5 bis Seite 1151 in den Bann dieser Geschichte gezogen.
ISBN: 3-404-11896-0
Kurzinfo zum Autor:
++++++++++++++++
Ken Follet ist von Hause aus ein Journalist, welcher 1948 in Wales geboren ist. Richtig berühmt wurde er durch den Roman „Die Nadel“. Viel mehr weiß ich von diesem Mann nicht, aber eines ist ganz klar. „Die Säulen der Erde“ war nicht mein erster und letzter Roman von ihm.
Fazit:
+++++
Der Roman ist aus meiner Sicht aufgrund seiner Geschichte sowohl etwas für Krimi- ;-) und Liebesromanfans etwas. Für €9,90 erhält man ein Taschenbuch, dessen Inhalt einen in den Bann zieht. Aufgrund der unbeschreiblichen Darstellung der verschiedenen Akteure und der spannenden Story mit allen Höhen und Tiefen, die ein Menschenleben beinhaltet, kann ich dieses Buch nur empfehlen.
14 Bewertungen, 5 Kommentare
-
13.03.2006, 10:28 Uhr von claudimaus
Bewertung: sehr hilfreichDie Säulen der Erde - ein Buch, dass man lesen sollte!
-
01.12.2005, 10:18 Uhr von marti22
Bewertung: sehr hilfreichLG Tina
-
30.11.2005, 21:02 Uhr von waltraud.d
Bewertung: sehr hilfreichsehr hilfreich
-
30.11.2005, 20:52 Uhr von morla
Bewertung: sehr hilfreichsehr hilfreich
-
30.11.2005, 20:37 Uhr von Vicky
Bewertung: sehr hilfreichsh. <br/>Vic
Bewerten / Kommentar schreiben