Fontane - Effi Briest (1974) (DVD) Testbericht
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Erfahrungsbericht von carinak05
Handlungsarmut überwiegt
Pro:
nah an der Buchvorlage gute Interpretation, gute Schauspieler
Kontra:
Kenntnis der Buchvorlage empfehlenswert auf keinen Fall Ersatz des Romans
Empfehlung:
Nein
Selten habe ich mich bei einem Film so gelangweilt wie bei Effi Briest.
Aber beginnen wir doch einmal von vorne...
Der Roman von Fontane zählt nicht gerade zu den spannendsten Stücken, da er von Handlungsarmut geprägt ist. Das, was den Leser (oder den Zuschauer) interessiert, wird nicht erzählt, das was nicht interessiert, wird lang und breit wiedergegeben. Das merkt man besonders daran, dass es in Effi Briest viele Gespräche gibt, die aber oft kaum oder gar keinen Inhalt haben. Die Handlungsarmut wird von Fontane als stilistisches Mittel verwendet.
Effis Leben ist für die heutige Frau äußerst unbefriedigend. Sie wird mit dem abgelegten Liebhaber ihrer Mutter verheiratet und bekommt durch diese Heirat eine hohe Stellung in der Gesellschaft. Die Heirat führt dazu, dass sie ihre geliebte Heimatstadt Hohen-Cremmen verlassen muss. Durch ihre Alpträume (der Chinese) merkt man Effis Unzufriedenheit. Da kommt der Ehebruch ins Spiel, den man ja eigentlich interessant finden würde, aber der wird kaum beschrieben und fast gar nicht inszeniert. Dem Zuschauer/Leser wird wenig geboten, was die Länge des Films/Buches nicht gerade einfacher macht.
Die Stimme Hanna Schygallas ging mir am Anfang ziemlich auf die Nerven, nach und nach gewöhnt man sich daran. Aber daran, dass fast nichts passiert, kann man sich äußerst schwer gewöhnen.
Fazit: Effi Briest ist eine interessante Persönlichkeit, die Verfilmung ist, wenn man keine Kenntnisse über die Buchvorlage hat, extrem langweilig. Fassbinder muss man jedoch lassen, dass er den Sinn der Lektüre gut auf die filmische Interpretation angewendet hat und äußerst nah am Roman blieb. Die Geister scheiden sich daran...
Aber beginnen wir doch einmal von vorne...
Der Roman von Fontane zählt nicht gerade zu den spannendsten Stücken, da er von Handlungsarmut geprägt ist. Das, was den Leser (oder den Zuschauer) interessiert, wird nicht erzählt, das was nicht interessiert, wird lang und breit wiedergegeben. Das merkt man besonders daran, dass es in Effi Briest viele Gespräche gibt, die aber oft kaum oder gar keinen Inhalt haben. Die Handlungsarmut wird von Fontane als stilistisches Mittel verwendet.
Effis Leben ist für die heutige Frau äußerst unbefriedigend. Sie wird mit dem abgelegten Liebhaber ihrer Mutter verheiratet und bekommt durch diese Heirat eine hohe Stellung in der Gesellschaft. Die Heirat führt dazu, dass sie ihre geliebte Heimatstadt Hohen-Cremmen verlassen muss. Durch ihre Alpträume (der Chinese) merkt man Effis Unzufriedenheit. Da kommt der Ehebruch ins Spiel, den man ja eigentlich interessant finden würde, aber der wird kaum beschrieben und fast gar nicht inszeniert. Dem Zuschauer/Leser wird wenig geboten, was die Länge des Films/Buches nicht gerade einfacher macht.
Die Stimme Hanna Schygallas ging mir am Anfang ziemlich auf die Nerven, nach und nach gewöhnt man sich daran. Aber daran, dass fast nichts passiert, kann man sich äußerst schwer gewöhnen.
Fazit: Effi Briest ist eine interessante Persönlichkeit, die Verfilmung ist, wenn man keine Kenntnisse über die Buchvorlage hat, extrem langweilig. Fassbinder muss man jedoch lassen, dass er den Sinn der Lektüre gut auf die filmische Interpretation angewendet hat und äußerst nah am Roman blieb. Die Geister scheiden sich daran...
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