Fontane - Effi Briest (1974) (DVD) Testbericht

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Fontane-effi-briest-1974-dvd-drama
ab 9,27
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Erfahrungsbericht von XXLALF

Effi gefangen in ihrer Zeit

Pro:

Sehr schöne Literaturverfilmung

Kontra:

Nichts

Empfehlung:

Ja

Nun, wie kam ich dazu, mir in der städtischen Bücherei die DVD Fontane Effi Briest in der Fassbinder-Fassung auszuleihen, und mir anzuschauen? Neugierig wurde ich auf Theodor Fontane, als ich vor etlichen Wochen mal das Hörbuch "Geschwisterliebe" mir angehorcht habe, wobei ich von diesem einzigartigen Erzählstil überaus fasziniert war und noch immer bin, was ich jedoch schon als Kunst bezeichnen möchte, nämlich Szenen und Dinge so zu beschreiben und zu schildern, dass diese vor den Augen des Hörers, also mir, lebendig zu sein wurden und werden. Und weil ich ehrlich gesagt nicht die große Bücherleserin bin, aber dennoch mir etwas von Fontane zu Gemüte nehmen wollte, entschied ich mich für die DVD Effi Briest. Klar, war ich sehr gespannt darauf, wobei ich dazu sagen möchte, dass ich diese Geschichte von der Effi Briest nur in groben Zügen kannte, wobei mein Mann das Buch schon mal gelesen hat, und was mich noch dazu sehr neugierig machte war, wie Fassbinder diese Geschichte in seine Worte gepackt hat. Von Fassbinder ist mir eigentlich nur ein Fernsehfilm bekannt, "Angst essen Seelen auf", den ich 1977 im Fernsehen gesehen habe, und von welchem ich auch ganz angetan war.

Nun aber zurück zum Film Effi Briest, den ich mir also am Mittwochabend zum ersten mal angeschaute habe, wobei ich etwa im letzten viertel des Film wirklich mit den Tränen kämpfen musste, sodass tags darauf das gleichnamige Buch besorgte wurde, was innerhalb eines guten Tages durchgelesen war, sodass mein Mann und ich uns gleich im Anschluss nochmals diese DVD anschauten.

Fontane Effi Briest oder Viele, die eine Ahnung haben von ihren Möglichkeiten und ihren Bedürfnissen und dennoch das herrschende System in ihrem Kopf akzeptieren durch ihre Taten und es somit festigen und durchaus bestätigen 1974.

Regie und Buch: Rainer Werner Fassbinder
Regie-Assistenz: Rainer Langhans, Fritz Müller-Scherz
Kamera: Dietrich Lohmann, Jürgen Jürges
Musik: Aus Werken von Camille Saint-Saens und anderen
Ausstattung: Kurt Raab
Schnitt: Thea Eymész

Darsteller:
Hanna Schygulla (Effi)
Wolfgang Schenck (Baron Geert von Innstetten)
Karlheinz Böhm (Geheimrat Wüllersdorf)
Ulli Lommel (Mayor Crampas)
Ursula Strätz (Roswitha)
Irm Hermann (Johanna)
Lilo Pempeit (Luise von Briest)
Herbert Steinmetz (Herr von Briest)
Hark Bohm (Apotheker Grieshübler)
Rudolf Lenz (Geheimrat Rummschüttel)
Barbara Valentin (Marietta Tripelli)
Karl Scheydt (Kruse)
Theo Tecklerburg (Pastor Niemeyer)
Barbara Lass (Polnische Köchin)
Eva Mattes (Hulda)
Andrea Schober (Annie)
Anndorthe Braker (Frau Pasche)
Peter Gauhe (Vetter Dagobert)
Und Rainer Werner Fassbinder (Off-Erzähler)

Produktion Tango-Film (Rainer Werner Fassbinder, Michael Fengler).
Uraufführung: 28.6.1974 (Berliner Filmfestspiele)

Laufzeit: 135 Minuten
Sprache: Deutsch
Bildformat: 1,33:1 s/w
Ländercode: 2/8 PAL

FSK: 12

Extras:
Trailer
Fotogalerie
Biographie Rainer Werner Fassbinder
"Rainer Werner Fassbinder, 1977" Interview


Nun also zum Film, den ich bis zum Schluss aufgeführt habe.


Bevor der eigentliche Film anfängt ist zunächst der lange Untertitel von Fassbinder zu Effi Briest zu lesen, denn ich oben schon mal aufgeführt habe.

Und dann folgt eine romantische Klaviersonate, in welcher man irgendwie die Melancholie, die Wehmut schon spürt, wobei ein sehr hübsches junges, verträumtes Mädchen im Garten unter blühenden Bäumen auf ihrer Schaukel sitzt, und sich dabei hoch in die Lüfte schwingt. Und dieses noch junge, verträumte Wesen, das Effi Briest heißt, und gerademal 17 Jahre alt ist, wird mit dem 20 Jahre älteren Baron von Instetten, der Landrat von Kessin ist, vermählt, dessen akkurate Art ihrem leichten Naturell, ihrer noch sehr kindlichen Wesensart, völlig entgegengesetzt ist. In dieser Ehe wird Effi nicht glücklich, da ihre Sehnsüchte, Wünsche und Bedürfnisse ihres Körpers, ihres Herzens und ihres Verstandes an der Seite ihres Mannes unerfüllt bleiben, obwohl er zwar lieb und gut zu ihr ist, aber sich als Liebhaber ihr gegenüber nicht zeigt.

Unbefangen und neugierig was sie in Kessin erwartet, verlässt die erst 17jährige Effi frisch vermählt, ihren Heimatort Hohen-Cremmen, und fängt mit dem Baron von Instetten ein neues Leben in einer fremden Umgebung an, wobei ihr sehr schnell klar wird, dass sie in Kessin einsam sein wird, da der Altersunterschied zu den recht wenigen Adeligen, die in der Umgebung wohnen, doch recht hoch ist. Und mit der Elite des Orts zu verkehren verbietet ihr Stand, da Effi ja nun Baronin ist.

Beruflich wird Baron von Instetten immer mehr eingespannt, sodass Effi immer öfters alleine ist, wobei sie sich in dem großen Haus fürchtet, was sie jedoch vor ihrem Mann zu verheimlichen versucht, da er sie in dieser Hinsicht nicht für voll nimmt, und die ganze Sache als lächerlich darstellt.

Auch wenn es nur wenige Aufwartungen sind, die das junge Paar nachkommt, bringen diese doch einwenig Abwechslung in Effis Leben, wobei sich dieser Kontakt zur Außenwelt vorübergehend nur auf den Apotheker Grieshübler beschränkt, der Effi so hin und wieder besucht. Erst kurz vor der Geburt ihrer Tochter Annie, lernt sie das etwas naiv wirkende, jedoch gutmütige und verständnisvolle Kindermädchen Roswitha kennen, worin Effi wieder einwenig Hoffnung sieht, weil sie zum einen eine mitfühlende und einfühlsame Person gefunden hat, mit welcher sie reden kann, und der sie ihr Kind ruhigen Gewissens später anvertrauen kann. Und trotzdem fühlt sich Effi, auch nach der Geburt ihrer Tochter Annie, von ihrem Mann vernachlässigt, und allein gelassen, wobei sie sich es sicher anders ausgemalt hat.

Was eigentlich Liebe ist, sprich Verständnis, Rücksicht, gegenseitiges Vertrauen und Zärtlichkeit, das lernt Effi erst kennen, als sie dem draufgängerischen, in Liebesaffären ebenso erfahrenen Major von Crampas begegnet, der ein Freund von Effis Mann Baron von Instetten ist. Und dass Effi eine verheirate, sehr romantisch veranlagte Frau ist, die sich nach Zärtlichkeiten sehnt, die sie jedoch von ihrem Mann noch nie erfahren und bekommen hat, wird diese Situation von Crampas ausnutzt, obwohl beiden von Anfang an bewusst ist, dass sie diese Affäre nie eingehen durften, wobei bei beiden die Liebe über die Vernunft siegte. So könnte man es sagen.

Effi ist deshalb erleichtert, als sie bedingt durch Baron Instettens Berufung in ein Ministerium den Wohnsitz wechseln müssen, wobei ein Umzug nach Berlin ansteht, und sie Major von Crampas nicht wieder sehen muss, sprich ihm begegnet.

Gute sechs Jahre später findet der Baron Instetten einen Brief, den Crampas an Effi gerichtet hat, in einem Nähtischchen, dass jedoch aufgebrochen werden musste, weil sich Annie verletzt hat, und man im Nähtischchen das Verbandzeug vermutete.

Verletzt in seiner Ehre, fordert er den Major zum Duell, wobei Crampas in die Luft schießt und von Instetten, der keine Gemütsbewegungen dabei zeigt, getötet wird.

Instetten kommt 3 Monate in Haft, wobei er anschließend dann zum Ministerialdirektor ernannt wird.

Für Effi bleiben sein Haus und das Haus ihrer Eltern verschlossen, wobei sie auch ihre kleine Annie, die beim Vater aufwächst, nicht mehr sehen darf. Effi wünscht sich nichts sehnlichster, als dass sie Annie mal besuchen kommt. Und dieser Wunsch wird ihr auch erfüllt, wobei sie feststellt, wie das Kind ihr völlig entfremdet worden ist, denn ihre kleine Tochter ist bereits schon genauso korrekt wie ihr Vater. Effi ist total am Boden zerstört, wobei aus ihrem Munde Worte des Hass auf sich selber, sowie aus Verzweiflung kommen: Mich ekelt, was ich getan, aber was mich mehr ekelt, das ist Eure Tugend.

Schwermütig war sie seit der Trennung schon, nun aber hat sie den ganzen Lebensmut verloren, als sie ihr Kind zu Gesicht bekam, das der Baron von Instetten, wie einen Papagei abgerichtet hat.

Auf anraten des Arztes Rummschüttel, weil eben Effi sehr krank ist, nehmen die Eltern sie wieder in ihrem Elternhaus auf, worauf sich ihr Gesundheitszustand nur kurzzeitig bessert. Kurz vor ihrem Tod verzeiht sie Innstetten mit den Worten: "denn er hatte viel Gutes in seiner Natur und war so edel, wie jemand sein kann, der ohne rechte Liebe ist."


Nun zu meiner Meinung


Mehr als unwahrscheinlich sehe ich es, dass heute eine 17jährige heiratet, wobei es natürlich nicht ausgeschlossen ist. Jedoch in dieser Zeit, wobei der Roman Effi Briest einer wahren Begebenheit unterliegt, war es völlig normal, dass Mädchen mit ältern Männern in guter Stellung verheiratet wurden. Im Grunde wurde diese Art von Ehen völlig lieblos gegründet, wobei man davon ausging, dass die wahre Liebe schon irgendwann allein kommen wird. Auf Treue, Ordnung, Disziplin, und Gehorsam bis zur Unterwerfung, wurde viel mehr Wert gelegt. Für Gefühle war da nicht viel Platz.

Und Gehorsam war Effi, nicht nur gegenüber ihren Eltern, sondern auch gegenüber ihren Mann. Sehr eindrucksvoll wurde es gezeigt, dass Effi nicht nur das 4. Gebot achtete, sondern sich diesem schon Unterwarf, als sie ihren Kopf in den Schoß ihrer Mutter legte.

Was mich persönlich auch sehr traf, war, als die eigene Mutter die Umarmungen ihrer Tochter abwehrte, wobei ich den Anschein erhielt, dass sie mit der Liebe die ihr geschenkt und entgegengebracht wird, auch nicht so recht umgehen konnte. Oder wollte sie ihre Tochter mit dieser Geste, desensibilisieren?

Ein 17jähriges Mädchen noch, dazu noch ein sehr verspieltes, verträumtes, ja unbefangenes, neugierig auf alles neue, sollte nun den 37jährige Baron heiraten, wobei Effi mit dem Wort "Liebe" alles verband. Liebe zu ihren Freundinnen, ihren Eltern, der Natur, einfach alles. Und diese unbefangene, aufgeschlossene Effi, sollte nun einfach so über Nacht zu einer reifen Frau werden, nur weil sie, die von ihrer Mutter verschmähten Jugendliebe heiraten soll. Sittsam, und zum unterwerflichem Gehorsam erzogenen Effi, konnte diese Bitte ihrer Eltern nicht ausschlagen, obwohl sie schon vor der Heirat zweifelte, ob sie denn wirklich richtig handle. Denn der Baron von Instetten war für Effi kein Unbekannter, zumal er Effis Elternhaus oft besuchte, und Effi sein korrektes und mustergültiges Auftreten beinahe Angst einflößte. In seiner Gegenwart musste Effi ihre kindliche, verspielte Art ablegen, und als selbstbewusste, starke Frau dastehen.

Warum überhaupt der Baron Effi geheiratet hat, das frage ich mich schon. Denn Zuwendung und Zeit hatte er nur in den ersten Wochen nach der Heirat für sie. Dann schlich sich so nach und nach der Alltag ein, dass heißt, dass Effi zum großen Teil allein auf sich gestellt war, dem sie jedoch noch nicht gewachsen war. Angst überkam sie nachts, davon ihr Mann jedoch nichts erfahren durfte, zumal sie sich als starke Frau zu zeigen hatte. Angst, hatte sie nicht nur vor dem kleinen Chinesen, der nachts durchs Haus spukte, noch mehr Angst hatte sie vor ihrem Mann, da sie ihm ihre wahren Gefühle nicht zeigen konnte, was mich wiederum sehr nachdenklich macht, da ich mit der großen Liebe, großes, uneingeschränktes Vertrauen verbinde.

Vertrauen kann nur auf gegenseitiges Vertrauen aufbauen, und das begegnet Effi erst in den Personen, dem Major Crampas und später dann mit dem Kindermädchen Roswitha, mit welchen sie über alles reden kann. Diese zwei Personen in Effis sehr kurzen Leben, wachsen ihr stark an Herz, wobei natürlich offen bleibt, inwieweit sich wirklich Crampas und Effi geliebt haben. War es nur, dass dieser Verständnis für ihre Gefühle gezeigt hat, oder brauchte Effi nur jemanden zum Reden, dem sie ihre Sorgen und Ängste anvertrauen konnte. In dieser Hinsicht sehe ich die Beziehung es nur als sehr gute Freundschaft, die einer Platonischen Liebe gleichkommt, die mitunter noch tiefgründiger, Seelenverwandter, als die richtige Liebe ist.

Eifersucht kam dann mit ins Spiel, und in seiner Ehre verletzt, musste Major Crampas sterben, als der Ehemann davon erfuhr, für welchen nur Ordnung und Disziplin existierten, obwohl Jahre schon dazwischen lagen.

Wahre Liebe zeigen oder gar weitergeben, konnte er nicht, wobei ich ihn dafür nicht als den "Bösen" darstellen möchte, vielmehr wurden zu dieser Zeit die adeligen Söhne gleich zu kleinen Soldaten erzogen, die keine Schwächen und Gefühle zeigen durften. Deshalb zählten für ihn von Anfang an nur Normen, Pflichten, Zucht und Ordnung wobei er versuchte Effi in einen solchen Raster zu drücken. Sozusagen das natürliche, aufgeschlossene Wesen, das nun mal angeboren ist, sollte Effi ablegen.

Schon das allein sehe ich als Grund, warum Effi zusehends schwermütiger und krank wurde. Freuen, aufleben konnte sie sich nur, wenn Roswitha oder ihre kleine Annie, oder auch ihre Mutter in der Nähe waren.

Mehr als Seelische Grausamkeit für eine Mutter sehe ich darin, als ihr, ihr eigenes Kind gegenübersteht, wobei es die Mutter nicht wiedererkennt, und ihr einziges Kind in ihrem ganzen Wesen dem Vater gleicht.

Und trotzdem gehorchte sie mehr ihrem Schwiegersohn, und nicht ihrem Herzen, als er ihr schrieb, dass Effi ein Verhältnis zu Crampas gehabt hat. Verstoßen von ihrem Elternhaus, weil sich so was, was ihre Tochter getan hat nicht "schickt", wobei mehr auf "was werden die Leute sagen", geachtet wurde, als dem menschlichen "Gefühl" dem Herzen zu folgen, wobei komischerweise die eigene Mutter herzloser reagierte als der Vater, dem das Gerede der anderen am Hut vorbeigegangen wäre.

Erst ganz zum Schluss, als Effi todkrank wurde, nehmen sie ihre Tochter wieder bei sich auf, wobei sie jetzt von Gewissensbissen geplagt werden, ob sie wirklich richtig gehandelt hatten, dass sie Effi so bald verheirateten. Dass Effi ihrem Mann noch in seinem Herzlosen Tun im Sterbebett verzeiht, erstaunt mich nur wenig, da man ja irgendwie mit einem reinen Gewissen, dem Schöpfer, in eine andere Dimension, entgegentreten will. Klar, ich kann da nicht aus Erfahrung sprechen, wobei sich wahrscheinlich jeder erleichtert fühlt, wenn er die oder dem, den er einmal "geliebt" und gehasst hat, von seiner Schuld freisprechen kann.

Und immer wieder redet der Vater von Effi: Ach, Luise, laß...das ist ein weites, oder ein zu weites Feld".


Zum Film selber


Was das besondere an dieser Fassbinder Fassung Fontane Effi Briest ist, ist, dass von Fassbinder selbst die Erzähltexte gelesen werden, wie sie im Original stehen, wobei sich diese mit den von den Darstellern gesprochenen Texten oft auf interessante Weise überdecken, wodurch mit diesen Dialogen ein Schweigen herbeigeführt wird, dass man am Off-Text, in alter Schrift und einem stummen Bild erkennt. Jedoch ganz abgesehen davon, ob es sich nun um ein reines Fontane-Zitat handelt oder nicht, Fassbinder findet den rechten Fontane-Ton dazu. Gelassen, undramatisch, beinahe schon ironisch.

Zu Fontane sagt Fassbinder folgendes: Ich glaube schon, dass mich dieser Fontane auch interessiert, weil ich finde, dass das mit meiner Erzählweise etwas zu tun hat...Fontane hat, ähnlich wie ich, so eine Sicht der Welt, die man sicherlich verurteilen kann, nämlich: dass die Sachen so sind und dass man sie so schwer verändern kann. Obwohl man begreift, dass man sie verändern müsste, setzt irgendwann einmal die Lust aus, sie zu verändern, und man beschreibt sie dann nur noch (zitiert nach Atlas-Schmalfilm-Katalog).

Und was mir noch als Besonderheit bei diesem Film aufgefallen ist, sind die vielen Spiegelbildszenen, bei welchen eine Unterhaltung stattfindet, wobei jedoch das Kindermädchen Roswitha, darin meines Erachtens, nicht darin gezeigt wurde. Wenn ich nun meinen, so hoffe ich doch "gesunden Menschenverstand" hinterfrage, warum die Spiegelszenen? So sehe ich für mich persönlich die Personen, die aus dem Spiegel schaut, als unnahbar, auf Distanz gehend, an. Vertrauen fand nur auf dem Blatt statt, welches Effi und Baron Instetten bei der Heirat unterzeichnet haben.


Fazit


Meines Erachtens ist dieser Film, Fontane Effi Briest, ein richtig sentimental-romantisch-trauriges Drama, wobei, und das finde ich so einzigartig an diesem Werk, sich jeder in irgendeiner Rolle wiederfindet. Das ist es auch, warum ich von diesem Film sehr, sehr angetan bin.

Jedoch möchte ich jedem nur raten zuerst das gleichnamige Buch zu lesen, nicht, dass man diesem Film nicht folgen kann, vielmehr ist man dann irgendwie auf den Ausgang der Geschichte schon gefasst, wobei ich dennoch über das Ende recht erschüttert war. Sehr, sehr ausdrucksvoll hat Hanna Schygulla die Szene gespielt, als sie der Verzweiflung nahe war, als sie sah, was ihr Mann aus ihrem Kind gemacht hat, und dabei die ganze Schuld auf sich nahm. Wahnsinn, dass ist das einzige Wort was ich für diese exzellente Literaturverfilmung nur sagen kann. Ein Horrorfilm ist gegen Effi Briest nichts, denn ich finde Seelische Grausamkeiten, wie sie im Film gezeigt werden viel, viel schlimmer. Äußere Wunden verheilen irgendwann, aber was im innern des Herzen zerstört wird, das bleibt eine Wunde.

Fazit: Besonders sehenswert

152 Bewertungen, 42 Kommentare

  • Jack100

    29.03.2010, 00:29 Uhr von Jack100
    Bewertung: sehr hilfreich

    Danke für das Lesen meines Berichtes. Viele Grüße

  • mrwong

    19.02.2010, 15:42 Uhr von mrwong
    Bewertung: sehr hilfreich

    sehr hilfreich . . .

  • misscindy

    07.02.2010, 21:05 Uhr von misscindy
    Bewertung: sehr hilfreich

    Ein sehr schöner Bericht, lg Sylvia

  • pinna

    05.02.2010, 11:12 Uhr von pinna
    Bewertung: sehr hilfreich

    Supi berichtet....LG

  • rheaM

    03.02.2010, 16:04 Uhr von rheaM
    Bewertung: sehr hilfreich

    Ich glaub das wars erst mal bei dir LG und bis später

  • fantagirlie

    26.01.2010, 17:22 Uhr von fantagirlie
    Bewertung: sehr hilfreich

    Liebe Grüße und einen schönen Dienstag wünsche ich Dir

  • giselamaria

    31.12.2009, 15:08 Uhr von giselamaria
    Bewertung: besonders wertvoll

    wunderbares Buch/Film. Wer kennt es nicht.... - prima Bericht - LG Gisela

  • hameln58

    16.12.2009, 17:24 Uhr von hameln58
    Bewertung: sehr hilfreich

    schicke Dir morgen ein BW vorbei..LG Gina

  • SweetPiccolina

    10.12.2009, 14:43 Uhr von SweetPiccolina
    Bewertung: sehr hilfreich

    sehr schön geschrieben lg

  • tk7722

    05.12.2009, 04:08 Uhr von tk7722
    Bewertung: sehr hilfreich

    Ein sehr schöner Bericht, liebe Grüße

  • anonym

    25.11.2009, 20:48 Uhr von anonym
    Bewertung: sehr hilfreich

    Viele Grüße, Daniela

  • junilump

    14.11.2009, 13:29 Uhr von junilump
    Bewertung: besonders wertvoll

    ein super Bericht .... Grüße aus Berlin

  • anonym

    13.11.2009, 16:57 Uhr von anonym
    Bewertung: sehr hilfreich

    toller Bericht aber ich hab hier keine Höchstbewertung mehr übrig

  • starlet99

    10.11.2009, 21:29 Uhr von starlet99
    Bewertung: sehr hilfreich

    super berichtet, lg p.s. freu mich über gegenlesungen

  • Lale

    06.11.2009, 17:03 Uhr von Lale
    Bewertung: besonders wertvoll

    Toll berichtet - gerne gelesen. Besten Gruß

  • topfmops

    06.11.2009, 15:32 Uhr von topfmops
    Bewertung: sehr hilfreich

    Ich erinnere mich noch sehr gut an eine Diskussion in Heidelberg 1974 über das Fontane"sche Drama, in der jemand auf e-L-f-i-e Briest bestand, er komme schließlich gerade aus dem gleichnamigem Film.

  • RuHe2310

    05.11.2009, 20:57 Uhr von RuHe2310
    Bewertung: besonders wertvoll

    dieser Tipp ist besonders wertvoll :-) Vlg

  • Matze081

    04.11.2009, 21:32 Uhr von Matze081
    Bewertung: sehr hilfreich

    Schöne Grüße aus Greifswald ;)

  • tina08

    04.11.2009, 09:02 Uhr von tina08
    Bewertung: besonders wertvoll

    Viele Grüße .... Tina

  • MrNeuss

    03.11.2009, 14:11 Uhr von MrNeuss
    Bewertung: sehr hilfreich

    super berichtet! Gruß Rene

  • anonym

    03.11.2009, 12:45 Uhr von anonym
    Bewertung: sehr hilfreich

    leider kein bw mehr. lg eva

  • knopfi

    03.11.2009, 03:31 Uhr von knopfi
    Bewertung: besonders wertvoll

    Ein Bw auch von mir! merci@knopfi

  • mima007

    02.11.2009, 21:23 Uhr von mima007
    Bewertung: sehr hilfreich

    1 BW-Bericht! Ledier sind die BWs alle:-( LG, mima

  • wolli007

    02.11.2009, 20:41 Uhr von wolli007
    Bewertung: sehr hilfreich

    prima Bericht, lg

  • christianpirker

    02.11.2009, 14:55 Uhr von christianpirker
    Bewertung: besonders wertvoll

    Toller Bericht! Liebe Grüße, Christian

  • Baby1

    02.11.2009, 12:04 Uhr von Baby1
    Bewertung: sehr hilfreich

    .•:*¨ ¨*:•. Liebe Grüße Anita .•:*¨ ¨*:•.

  • Manuela2205

    02.11.2009, 10:58 Uhr von Manuela2205
    Bewertung: besonders wertvoll

    Welcome back, sehr guter Bericht!

  • manu63

    02.11.2009, 10:16 Uhr von manu63
    Bewertung: besonders wertvoll

    viele Grüße von Manuela

  • paula2

    01.11.2009, 23:42 Uhr von paula2
    Bewertung: sehr hilfreich

    liebe Grüße

  • Steve2512

    01.11.2009, 20:28 Uhr von Steve2512
    Bewertung: sehr hilfreich

    Toller Bericht, sehr hilfreich ! Freue mich über Gegenlesungen :-) LG Steve2512

  • Kuschelsocke77

    01.11.2009, 19:26 Uhr von Kuschelsocke77
    Bewertung: besonders wertvoll

    Liebe Grüße aus Hamburg

  • Mondlicht1957

    01.11.2009, 18:14 Uhr von Mondlicht1957
    Bewertung: sehr hilfreich

    Sehr hilfreich und liebe Grüsse schaut doch auch mal von Seite 2-5 bei mir vorbei

  • senora

    01.11.2009, 14:37 Uhr von senora
    Bewertung: sehr hilfreich

    Zu dem guten Bericht einen lieben Gruß

  • liebes35

    01.11.2009, 12:45 Uhr von liebes35
    Bewertung: besonders wertvoll

    Ein guter Bericht. LG Steffi

  • Gemini_

    01.11.2009, 11:15 Uhr von Gemini_
    Bewertung: sehr hilfreich

    Einfach top! LG von Gemini_

  • MoeGott

    01.11.2009, 10:52 Uhr von MoeGott
    Bewertung: sehr hilfreich

    der Bericht gefällt mir ! Würde mich auf Gegenlesungen freuen! Schönen Sonntag noch! lg

  • morla

    01.11.2009, 00:42 Uhr von morla
    Bewertung: besonders wertvoll

    lg.^^^^^^^^^^^ petra

  • ssimonee

    31.10.2009, 23:11 Uhr von ssimonee
    Bewertung: sehr hilfreich

    Toller Bericht...lg simone

  • willma1984

    31.10.2009, 22:51 Uhr von willma1984
    Bewertung: sehr hilfreich

    Toller Bericht! LG willma1984

  • sigrid9979

    31.10.2009, 21:29 Uhr von sigrid9979
    Bewertung: sehr hilfreich

    Guter Bericht...Lg Sigrid

  • Clarinetta2

    31.10.2009, 20:22 Uhr von Clarinetta2
    Bewertung: besonders wertvoll

    für diesen informativen bericht ein bw- werde mal schauen ob ich beides bei uns ausleihen kann

  • Bunny84

    31.10.2009, 19:41 Uhr von Bunny84
    Bewertung: besonders wertvoll

    Klasse Bericht. Wünsche dir ein schönes Wochenende. LG BUNNY84 PS: Freue mich über Gegenlesungen