Das achte Opfer (Taschenbuch) / Andreas Franz Testbericht
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Erfahrungsbericht von Cata92
Manche Mörder haben eine Seele!
Pro:
spannend, toller Schreibstil, Thema, das nicht viele Autoren so gut verarbeiten
Kontra:
so was gibts wirklich !
Empfehlung:
Ja
von Andreas Franz
Ich stand in einem Buchladen (Name wird nicht verraten, das wär ja Schleichwerbung:P) auf der Suche nach einem neuen Krimi. Ich war zwar gerade noch an einem Fantasyroman dran, aber hoffte, bald möglichst mal wieder einen schönen Krimi lesen zu können - und wenn schon Krimi, dann zumindestens Andreas Franz. Aus meiner Sicht einer der besten Krimiautoren Deutschlands.
#####Der Autor#####
Andreas Franz wurde am 12.Januar 1954 in Quedlinburg geboren. Nach der Trennung seiner Eltern zog er 1967 mit seiner Mutter nach Frankfurt am Main (kleiner Heinweis: Seine Krimis spielen alle in Frankfurt). Nach seinem Abitur besuchte er die Sprachschule. Mit seiner Frau hat er drei Kinder, zwei hatte seine Frau Inge aus der letzten Ehe mitgebracht. Heute lebt er mit seiner Frau und zwei (noch nicht erwachsenen) Kindern in Hattersheim bei Frankfurt. Unter anderem hat er folgende Bücher geschrieben:
Jung, blond, tot (1996)
Der Finger Gottes (1997)
Die Bankerin (1998)
Das achte Opfer (1999)
Letale Dosis (2000)
Der Jäger (2001)
Das Syndikat der Spinne (2002)
Kaltes Blut (2003)
Tod eines Lehrers (2004)
Das Verlies (2004)
Mord auf Raten (2005)
Teuflische Versprechen (2005)
Schrei der Nachtigall (Februar 2006)
Unsichtbare Spuren (Frühjahr 2006)
Tödliches Lachen (Oktober 2006)
Das Todeskreuz (April 2007)
Spiel der Teufel (September 2007)
#####Inhalt#####
Ein Unbekannter schickt der Frankfurter Kripo obskure Bibelzitate. Man denkt zuerst an einen geschmacklosen Scherz. Als aber zur gleichen Zeit auch ein abscheulicher Mord begangen wird, vermutet Hauptkommissarin Durant einen Zusammenhang. Das Morden geht weiter und trägt immer dieselbe Handschrift: Die Opfer sind alle nackt, und auf ihrer Stirn steht in blutigen Ziffern die Zahl 666. Bie ihren Ermittlungen gerät die Polizei immer tiefer in einen Sumpf aus organisiertem Verbrechen, Korruption und Machtmissbrauch.
Franz steigt mit einem Prolog ein, indem das Leben eines Kindes beschrieben wird, das zu Prostitution und Drogenmissbrauch gezwungen wird. Als der Bruder auftaucht, um sie zu retten, wird er erschossen. Etwa ein Jahr später wird das Mädchen, Clara, ebenfalls tot aufgefunden.
Es ist von anfang an klar, wer der Mörder ist. Natürlich nicht mit Namen, aber der Leser kennt den Zusammenhang zwischen Roman und Prolog, was der Kripo gegenüber einen Vorteil birgt. Im Laufe des Buches, selbst als die Kripo ihn als kaltblütigen Mörder bezeichnet, hat man als Leser (ich zumindest) das Bedürfnis, den Beamten die Wahrheit zu sagen.
Die Intention des Autors liegt hier darin, dem Leser klar zu machen, dass die Welt nicht immer schön ist, auch wenn es auf den ersten Anschein so wirkt. Es gibt oft Menschen, besonders hochkarätige Politiker, Wirtschaftsgiganten, sogar krichliche Würdenträger und Ärzte, die ihre Macht missbrauchen, was aber nie an die Öffentlichkeit gelangt, selbst wenn es Leute gibt, die davon wissen. Manchmal gehen diese Menschen sogar soweit, dass Leute sich rechtfertigen, diese Leute zu töten - besonders, wenn sie persönlich betroffen sind.
#####Meine Meinung#####
Absolut spannendes Buch, ich kann es nur jedem empfehlen, der bereit ist, sich mit Themen wie Kindesmissbrauch, Prostitution und Vergewaltigung auseinanderzusetzten.
Wo sind die Grenzen zu setzen? Wann hat ein Mensch genug persönliches Leid erfahren, dass andere dessen Mord rechtfertigen könnten?
Es ist der erste Julia Durant Krimi, den ich gelesen habe, kann mich aber nicht entscheiden, ob ich sie oder Peter Brandt sympathischer finden sollte. Sie und ihr Kollege Hellmer finde ich sehr nett, obwohl mich ein wenig stört, dass alle drei Kommissare (also Durant, Hellmer und Berger, bei Kullmer bin ich mir nicht so sicher) jeden Abend erst mal zur Dose Bier greifen und sich vollaufen lassen. Klar, hat man als Polizist viel auszuhalten, aber dass dabei über die Hälfte der Betroffenen zu Alkohol greift, finde ich etwas übertrieben dargestellt. Aber so genaue Einblicke habe ich auch nicht. Mein persönlicher Favorit ist übrigens Hellmer.
Ich persönlich kann die Einstellung des Mörders absolut nachvollziehen. Ich weiß zwar nicht, wie ich in seiner Situation gehandelt hätte, aber die letzetn beiden Morde, die begangen wurden (ich will nicht zu viel verraten:P) zeigen eindeutig, dass er verzweifelt war und einfach keinen anderen Ausweg mehr sah. Also stimmt der Titel meiner Meinung nach, dass manche Mörder eine Seele haben.
Was den Kriminalfall an sich angeht, finde ich ihn sehr gelungen ausgedacht. Ob jetzt fiktiv oder auf wahren Tatsachen beruhend, kann ich nicht beurteilen, das weiß nur der Autor, aber wie alles beschrieben wurde, so detailliert und genau, das ist echt Hammer. Aber von Andreas Franz kann man das erwarten, ich zumindest wurde noch nie enttäuscht.
22 Bewertungen, 10 Kommentare
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09.01.2008, 12:02 Uhr von Guenterchen
Bewertung: sehr hilfreichliebe Grüße
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09.01.2008, 08:53 Uhr von Miraculix1967
Bewertung: sehr hilfreichEin interessanter Bericht von Dir! SH und LG Miraculix1967:-)
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08.01.2008, 23:15 Uhr von morla
Bewertung: sehr hilfreichl.g. petra
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08.01.2008, 22:48 Uhr von UnserRenatchen
Bewertung: sehr hilfreichliebe Grüße
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08.01.2008, 22:24 Uhr von gerrhosaurus1978
Bewertung: sehr hilfreichLG, Daniela
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08.01.2008, 21:26 Uhr von DOMMEL
Bewertung: sehr hilfreichschöner und guter bericht ein sh, Lesungen bei mir sind immer willkommen
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08.01.2008, 19:09 Uhr von Clarinetta2
Bewertung: sehr hilfreichdas ist ein Buch für mich
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08.01.2008, 17:29 Uhr von sachary
Bewertung: sehr hilfreichguter Bericht freu mich über Gegenlesungen:)
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08.01.2008, 16:50 Uhr von [email protected]
Bewertung: sehr hilfreichlg sabrina
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08.01.2008, 16:42 Uhr von Katja204
Bewertung: sehr hilfreichsh lg, katja
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