In seiner Hand (Taschenbuch) / Nicci French Testbericht


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- Niveau:
- Unterhaltungswert:
- Spannung:
- Humor:
- Stil:
Erfahrungsbericht von vanessa22
das Buch in meiner Hand
Pro:
spannend bis zum Schluss, emotional und mitfühlend geschrieben, kann sich mit Hauptperson identifizieren
Kontra:
nichts
Empfehlung:
Ja
So, heute will ich euch meinen ersten Buchbericht vorstellen. Es ist gar nicht so einfach, aber ich habe es mal probiert. Ich bin ein richtiger Krimi und Thriller Fan. Deswegen gehe ich auch immer danach schauen. Zufällig bin ich auf Nicci French – In seiner Hand gestoßen. Und weil mich das Buch so fasziniert hat, möchte ich es euch vorstellen.
** die Autorin **
streng genommen muss man sagen, dass es sich um 2 Autoren handelt. Hinter dem Namen Nicci French verbirgt sich ein Ehepaar. Die Journalistin Nicci Gerrard und der Schriftsteller Sean French. Seit Jahren schreiben sie zusammen höchst erfolgreiche Psychothriller. Mit verschiedenen Büchern haben Sie auch in Deutschland die Bestsellerlisten erobert. Sie leben mit ihren Kindern zurückgezogen im Süden von London.
** die Daten **
Goldmann Verlag
Tschenbuchausgabe Juni 2005
Verlagsnummer 45946
ISBN 3-442-45946-X
Preis 8,95 Euro
412 Seiten
www.goldmann-verlag.de
** weitere erschienene Bücher **
Der Glaspavillon
Ein sicheres Haus
Höhenangst
Der Sommermörder
Das rote Zimmer
Der falsche Freund
** Buchdeckel **
auf der Vorderseite sind natürlich die Autoren zu sehen, der Titel und der Verlag. Ein weißer Hintergrund, bei dem in der Mitte der Big Ben von London zu sehen ist. Im Vordergrund ein schwarzer Baum, der ohne Blätter und kahl aussieht. Richtig wie im Herber und verlassen, einsam und öde. Das gleiche Bild ist auch auf der Rückseite, außerdem eine kurze Beschreibung und Meinungen.
** kurze Inhaltsangabe **
Als Abbi Devereaux die Augen öffnet, bleibt es dunkel. Ein dröhnender Schmerz erfüllt ihren Schädel. Nur langsam begreift sie ihre Lage: gefesselt, mit einer Kapuze über den Kopf, einer Schlinge um den Hals. Eine tödliche Falle. Und sie spürt den Atem eines Anderen. Ein Mann starrt sie an, berührt sie, erniedrigt sie. Sie kann sich nicht erinnern, wie sie in seine Gewalt gekommen ist. Sie weiß nur, dass sie sterben wird. Tag um Tag vergeht, und Abbie fühlt sich Stück für Stück ihrer Persönlichkeit beraubt. Mit letzter Willenskraft beschließt sie, wenigstens den Zeitpunkt ihres Todes selbst zu bestimmen. Der Versuch misslingt, doch ihr gelingt halbverhungert die Flucht.
Zurück in der Welt der Lebenden glaubt niemand Abbies Geschichte. Polizei, Ärzte und Psychologen sehen darin das Phantasieprodukt einer Frau, die hinter der Fassade von Attraktivität und Erfolg schon immer ein Opferdasein führte. Verzweifelt erkennt Abbie, dass sie immer noch in der Fall sitzt. Sie weiß, der Mann aus dem Keller wird nach ihr suchen. Erst wenn er sie getötet hat, wird man erkennen, dass sie ihre Geschichte nicht erfunden hat. Ihr bleibt nur die Flucht nach vorne. Mühsam rekonstruiert sie die Tage vor ihrem Verschwinden und sucht nach der Frau, die sie vor der Entführung war...
(Innenseite Buchdeckel)
** eigene Meinung **
der erste Teil des Buches handelt von der Gefangenschaft von Abbie. In dem Kapitel wird eindrucksvoll ihre Situation beschrieben. Wie sie gefangen, gefesselt und alleine in einem finsteren Raum sitzt und gegen ihren Tod kämpft. Die wird gedemütigt, erniedrigt, muss in einen Kübel pinkeln und hat eine Kapuze über den Kopf. Man fühlt richtig mit Abbie, als beschrieben wird, wie es ihr in dieser Situation geht. Ihre Emotionen, Ängste, Gedanken und Gefühle werden super dargestellt, man kann sich in die Hauptperson reinversetzen. Man spürt die Angst, die sie erleiden muss. Man hofft und bangt für sie, dass es doch noch ein Entkommen gibt. Der Erzählstil ist sehr emotional.
Es wird beschrieben, mit welchen Gedanken sich Abbie am Leben halt. Da muss man sich einfach mal überlegen, wie man es selbst gemacht hätte. Sie will an ihr altes Leben zurückdenken, aber irgendwie fehlt ihr die Erinnerung. Sie klammert sich an Blumen und Schmetterlinge, an schöne Dinge, von denen sie träumt.
Dann versucht Abbie, ihrem Leben selbst ein Ende zu setzen und will sich umbringen. Doch das misslingt und sie ist komischerweise frei. Schwerstverletzt, halb verhungert kann sie sich befreien mit allerletzer Kraft. Da steigt die Spannung noch mal an, weil in diesem Moment der Mann zurückkommt, aber Abbie flieht um ihr Leben.
Das ist also der sehr schockierende Beginn des Buches. Dies lässt schon auf einen sehr spannenden Krimi hoffen.
Im zweiten Teil ist Abbie dann im Krankenhaus, in dem sie schwer verletzt eingeliefert wird. Dort lernt sie dann den Detective Inspector Jack Cross kennen. Der ist für ihren Fall zuständig, aber Abbie muss erkennen, dass niemand ihre Geschichte glaubt. Sie kann sich leider nur an ihre Entführung erinnern, aber nicht an die Tage vorher. Sie kehrt wieder in ihre Welt zurück, erkennt aber, dass nichts mehr wie vorher ist. Ihr Freund Terry meldet sich nicht bei ihr, sie erfährt, dass sie unbezahlten Urlaub in ihrer Firma genommen hat und alles ziemlich chaotisch vor ihrer Entführung ablief. Sie wollte ihren Freund Terry verlassen, weil er sie des Öfteren geschlagen hat und ziemlich viel getrunken halt, also alkoholabhängig war und immer wieder ausgerastet ist. Da war auch sehr gut auf die Gefühle eingegangen, die Frauen erleben, die in ihrer Beziehung geschlagen werden und den Partner trotzdem nicht verlassen können. Ich finde es wichtig, dass diesem Thema auch Platz gelassen wird.
Irgendwie ist sie stolz auf sich, dass sie den Schritt gewagt hat, Terry zu verlassen, aber sie kann sich leider nicht erinnern.
Sie will ihren alten Leben auf die Spur kommen – unter jeden Umständen. So langsam stößt Abbie auf eine gewisse Jo, bei der sie anscheinend vor ihren Entführung gewohnt hat. Doch diese ist auch verschwunden. Abbie ahnt schon, dass es auch irgendwas mit ihrer Entführung zu tun hat, aber sie weiß nicht, was.
Dieser Teil des Buches zieht sich etwas in die Länge, aber es wird bildreich und ausführlich beschrieben, wie sich Abbie durchs Leben schlägt. Der Teil ist eher spannungslos. Es steht aber nicht die Polizeiarbeit im Vordergrund und es wird nicht aus dessen sich beschrieben, sondern aus der Sicht eines missverstandenen Opfers.
Abbie lernt einen gewissen Ben kennen, ein Freund von Jo, der anscheinend der erste ist, der ihr glaubt. Sie gewinnt Vertrauen zu ihm und macht sich mit ihm zusammen auf die Suche nach Jo, ihrem Ich vor der Entführung und dem unbekannten Mann. Eine aufregende Suche beginnt, es gibt eine weitere Tote, aber immer noch nimmt Abbie keiner ernst. Sie fühlt sich verraten und allein gelassen. Langsam kommen ihr so ihre Zweifel, ob sie das alles überstehen wird.
Diese Episode ist wieder sehr spannend, Abbie kämpft mir ihren Gefühlen, ist verzweifelt, dann aber im nächsten Moment wieder glücklich, weil sie sich in Ben verliebt hat. Diese ganzen Gefühle und Dinge hat Abbie schon vor ihrer Entführung erlebt und sie merkt, dass sie dem Mann auf der Spur ist. Aber sie ist allein, keine Polizei unterstützt sie.
Sie gibt sich immer mehr auf die Suche, rekonstruiert die letzten Tage vor ihrer Entführung. Dies ist spannend mit anzusehen, wie sie das anstellt.
Abbie verfolgt Jo, ihre eigenen Spuren und kommt dem unbekannten Mann ganz nah...
Zuviel will ich natürlich nicht verraten, sonst braucht ihr ja das Buch nicht mehr zu lesen. Der Schluss ist fesselnd, man kann das Buch gar nicht mehr zur Seite legen, weil man auf jeden Fall wissen will, wie es weitergeht und was Abbie noch alles passiert. Ich kann nur sagen, dass es ein überraschendes Ende gibt.
Schreibstil ist der Ich-Stil, also aus der Sicht von Abbi Devereaux. Dieser Stil ist sehr gut, um einen spannenden Krimi schreiben zu können. Somit kann man die Gedanken, Gefühle und Ängste von Abbie besser darstellen. Alles sehr gelungen. Die meisten Krimis sind aus der Sicht der Ermittler geschrieben, in diesem Fall ist die Sichtweise mal anders. Dies erlaubt einen besseren Einblick in die Psyche von Opfern, man kann deren Emotionen besser nachvollziehen.
Weil der Schreibstil flüssig und gut geschrieben ist, lassen sich die 412 Seiten schnell lesen. Ich habe das Buch in 2 Tagen in mich verschlungen, weil ich einfach nicht mehr aufhören konnte. Bin mal gespannt, ob es auch anderen so ging.
Die Schriftgröße ist bei dem Buch auch sehr angenehm, keine allzu kleine Schrift, aber auch nicht zu groß. Gerade passend, dass man das Buch sehr gut und flüssig lesen kann. Ich nutzte jede Zeit, die ich hatte, um das Buch zu lesen. Egal, ob im Zug, in der Badewanne oder im Bett – immer musste ich bei dem Buch weiter lesen. Daran sieht man, dass es einen einfach fesselt.
23 Bewertungen, 10 Kommentare
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29.03.2006, 18:06 Uhr von Kranich
Bewertung: sehr hilfreichsh - *lg und danke für gute rückbewertungen* ;-))
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29.03.2006, 15:32 Uhr von popipu
Bewertung: sehr hilfreichSehr netter Bericht <br/>weiter so <br/>GEGENLESENNICHT VERGESSEN
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29.03.2006, 14:59 Uhr von superlativ
Bewertung: sehr hilfreich****sh**** Lesung = Gegenlesung
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29.03.2006, 14:39 Uhr von anonym
Bewertung: sehr hilfreich***sh & lg***Christina
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29.03.2006, 13:20 Uhr von jarolimi79
Bewertung: sehr hilfreichSuper Bericht *** SH **** Lieben Gruß Jaro
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29.03.2006, 13:14 Uhr von musca
Bewertung: sehr hilfreichKlasse Bericht, würde mich über eine Gegenlesung sehr freuen. Liebe Grüße, musca!
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29.03.2006, 12:41 Uhr von morla
Bewertung: sehr hilfreichsehr hilfreich
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29.03.2006, 12:32 Uhr von moniseiki
Bewertung: sehr hilfreich************************************* <br/>************************************* <br/>*****Ich lese gerne zurück********* <br/>************************************* <br/>*****Liebe grüße moniseiki******* <br/>************************************* <br/>***
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29.03.2006, 12:24 Uhr von Sternenhimmel
Bewertung: sehr hilfreichsehr hilfreich
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29.03.2006, 12:23 Uhr von anonym
Bewertung: sehr hilfreich***SH und LG***
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