Höhenflug abwärts (gebundene Ausgabe) / Jana Frey Testbericht

Loewe-verlag-gmbh-hoehenflug-abwaerts-gebundene-ausgabe
ab 7,42
Paid Ads from eBay.de & Amazon.de
Auf yopi.de gelistet seit 06/2005

5 Sterne
(2)
4 Sterne
(1)
3 Sterne
(0)
2 Sterne
(0)
1 Stern
(0)
0 Sterne
(0)

Erfahrungsbericht von margy

Extasy

Pro:

alles

Kontra:

-

Empfehlung:

Ja

Jana Frey wurde 1969 mit dem Mädchennamen Aril in Düsseldorf geboren. Bereits mit 5 Jahren begann sie zu schreiben, studierte Literatur. Sie besuchte Neuseeland und Amerika und lebt heute mit ihrer Familie in Deutschland.

Meine Tochter Anna liebt Bücher von Jana Frey. Alle ihre Jugendgeschichten, die zum größten Teil auf wahren Begebenheiten beruhen, las sie bereits. Jana Frey spricht mit den Betroffenen, schreibt sich die Geschichte des Elends auf und macht daraus ein Buch. In diesem Buch geht es um Extasy, die Disco- und Partydroge.
Jana Frey schreibt hervorragend, beeindruckend, lebensecht, spannend und schildert die seelischen Vorgänge der Jugendlichen sehr genau und präzise. Auch ich verschlang die Bücher, eins nach dem anderen. Das Lesen ist wie eine Sucht, ich mochte mit dem Lesen gar nicht mehr aufhören.

Das Buch erschien im Hautnah - Verlag und ist für Jugendliche ab 12 Jahren geschrieben, um ihnen die Ausmaße der Wirkung von diesen Designerpillen zu vermitteln und um wachzurütteln .Der Umschlag mit der Titelseite ist hellblau, ein Mädchen schaut ins Leere. Sie hat ein trauriges und verzweifeltes Gesicht. Ihr Blick ist leer und sie fühlt sich allein gelassen und einsam. In weiß steht der Titel "Höhenflug abwärts" - ein Mädchen nimmt Drogen. Auf den ersten Blick weiß ein jeder, um was es im Inhalt der Geschichte geht.

Inhalt

Erst einmal fühlt sich Marie ganz zufrieden in ihrem Leben. Seit einigen Jahren bereits kennt sie Franka und Leon, ist mit beiden gut befreundet. Auch deren Eltern mögen Marie und sie versteht sich wiederum mit ihnen. Dann steigt eine Party. Langsam nähert sich Leon dem Mädchen und verpaßt ihr einen Kuß auf den Mund. Marie weiß nicht so recht, was sie davon halten soll, doch ganz allmählich verliebt sie sich in Leon. Auch nach den langen Ferien im Sommer kommt es wieder zu Zärtlichkeiten. Bis dahin ist noch alles in Ordnung. Doch dann zieht sich Leon zurück und bendelt mit Frederike an. Marie ist enttäuscht und traurig und zieht sich von Leon zurück. Auch seine Freunde meidet sie von jetzt an. Nicht mehr wie in all den Jahren davor wird Marie zur Klassensprecherin gewählt, sondern Frederike. Marie versteht das überhaupt nicht, gerade auch, weil Frederike erst kurz in der Klasse ist. Marie fühlt sich zurückgestoßen und gekränkt, wie eine Aussätzige. Neid und Eifersucht spielen eine Rolle. Völlig verzweifelt beginnt Marie, Alkohol zu trinken und im Rausch schneidet sie sich ihre schönen langen Haare ab. Danach der nächste Schlag. Auf Benjamins Party nimmt sie die erste Droge. Sie fühlt sich frei und glücklich, will nur noch tanzen. Hier trifft sie auf Matze, der ihr Komplimente macht. Marie glaubt natürlich, sie hätte sich verliebt. Immer öfter kommt sie zu spät oder gar nicht mehr nach Hause. Ihre Eltern machen sich Sorgen, sind bekümmert und völlig ratlos. Sie können ihrem Kind nicht helfen. Beide Parteien, Marie sowie ihre Eltern, klüften auseinander. Keiner findet einen Zugang zu dem anderen. Immer öfter greift Marie zu den berauschenden Pillen und fühlt sich besser und beschwingt. Wenn sie dann Frederike und Leon trifft, fühlt Marie sich miserabel. Immer dann greift sie wieder zu einer Tablette. Matze bringt es so weit, daß er Marie eine LSD verabreicht, um dann mit ihr zu schlafen. Vor dem geistigen Auge Maries sieht sie Leon. Noch benommen und total berauscht rennt das Mädchen durch die Stadt, sieht sich bewegende Bäume und auch ihre tote Großmutter. Aber damit hat Marie noch nicht genug. Auf einer Klassenfete nimmt sie wieder eine der Pillen und fällt. Im Krankenhaus kommt sie wieder zu sich, erwacht aus dem Koma und erinnert sich an die Erlebnisse im Rausch.

Meinung

Eine sehr ergreifende und wahre Geschichte, sehr einfühlsam und einprägsam verfaßt. Es verdeutlicht, welche verheerenden Folgen diese Pillen, die Halluzinationen hervorrufen, anrichten. Eine Warnung an alle Jugendlichen.

================= Bei Verschmelzung identischer Produkte angehängt: ==========================

Zum Buch:

# Gebundene Ausgabe: 176 Seiten
# Verlag: Loewe Verlag; Auflage: N.-A. (Juni 2005)
# Sprache: Deutsch
# ISBN-10: 3785556241
# ISBN-13: 978-3785556245
# Preis: 9,90 €

Zur Autorin:

Jana Frey, geboren 1969 in Düsseldorf, nach Schulzeit in Wiesbaden Studium der Literatur, Geschichte und Kunst in Frankfurt, San Francisco und Auckland. Engagement für antifaschistische Kinder- und Jugendarbeit. Die Autorin lebt heute mit ihrer Familie wieder in Wiesbaden.

Inhalt:

Manchmal hasst Marie die ganze Welt. Und sich am allermeisten. Doch wenn sie eine Pille einwirft, ist alles gut, und sie will lachen und tanzen und fliegen. Dann vergisst sie ihr Zuhause mit all dem Streit und auch den Schmerz, der in ihr wühlt, seit ihr Freund Leon sich in eine andere verliebt hat. aber der Höhenflug hält nicht an, und Marie fällt tiefer und tiefer.

Textausschnitt:

„ um mich herum wurde alles dunkel. Ich fiel in weiches düsterer Nichts, das nirgendwo zu enden schien. Aber hat mir nicht weh und ich hatte keine Angst. Ich fiel einfach, fiel und fiel. Vom weit her rief jemand meine Namen, Danach war es still und schlief einfach ein“

Schreibstil:

Sehr und höchst beeindruckend schildert Jana Frey das Leben eines Mädchens. Eindringlich und bewegend fühlt der Leser mit dem Mädchen alle Höhen und Tiefen mit.

Meinung:

Leon und Marie lernen sich kennen. Eine Freundschaft beginnt mit einem Kuss, bis eines Tages Leon ein anderes Mädchen kennenlernt. Überhaupt läuft für Marie alles schief. Friederike wird Klassensprecherin, was Marie über Jahre hinweg war. In einer Trotzreaktion schneidet sie sich selbst die Haare kurz. Ihre Seele streikt. Von den alten Freunden wendet sie sich ab und sucht sich eine andere Clique. Dann lernt sie Malte kennen und glaubt, dass sie ihn liebt. Zwischenzeitlich geriet sie auf einer Party wegen ihrer üblen Laune an Extasy. In so einer Phase wird sie vergewaltigt. Es geht immer weiter bergab. Außer Extasy nimmt Marie noch LSD und andere Drogen und kommt in ein Krankenhaus. Dort trifft sie auf Leon, der sie dort besucht und sie können sich aussprechen.

Auf dem Buchumschlag sitzt ein junges Mädchen auf einer Treppe. Nachdenklich stützt sie ihren Kopf in die Hände. Ihr langes blondes Haar fällt über ihre Arme bis hin zum Ellbogen. Ihr T-Shirt ist weiß und schwwarz gestreift. Ihre Hose ist lila.

Jana Frey schreibt eindringlich über den Missbrauch von Drogen, macht erkennbar, was sie im Körper eines Menschen bewirken, in welchen Strudel der Wahrnehmungsstörungen Jugendliche abrutschen. Sie sehen die Welt verzerrt, hören die Stimmen wie von weit her usw. Was junge Menschen dazu führt, Drogen zu nehmen, wird auch einleuchtend und spannend erzählt. Dazu gehören unter anderem die Familienverhältnisse, über die sich Marie hinwegzusetzen versucht, der Tod ihrer Großmutter und die Enttäuschung, die sie durch ihren Freund ertragen musste. Marie gerät in den falschen Freundeskreis, alles Jugendliche, die drogenabhängig sind und anderes mehr.

Sich an die Schilderungen und Erlebnisse des Mädchens Marie haltend, die der Schriftstellerin ihre Geschichte erzählte, versetzt sich Jana Frey in das Mädchen und ihre Problematik und zeigt anhand deren Geschichte die Gefährlichkeit der Drogen und wie Jugendliche in die Abhängigkeit rutschen können.

Meine Tochter las bereits viele Bücher von dieser Autorin. Darunter befanden sich z.B. Sackgasse Freiheit und Das eiskalte Paradies. Alle Bücher dieser Schriftstellerin sind den Jugendlichen, aber auch Kindern gewidmet, die für Erwachsene ebenso geeignet erscheinen. Ich war begeistert von diesem Buch und habe bereits viele Bücher der Jana Frey gelesen.

9 Bewertungen, 3 Kommentare

  • bigmama

    27.07.2006, 16:48 Uhr von bigmama
    Bewertung: sehr hilfreich

    sh, Gruß Anett

  • morla

    27.07.2006, 12:47 Uhr von morla
    Bewertung: sehr hilfreich

    sehr hilfreich

  • lara03

    27.07.2006, 10:36 Uhr von lara03
    Bewertung: sehr hilfreich

    es wäre auch mal nett, wenn Du gegenlesen würdest ! LG Lara