Frigeo Ahoj Brause Pulver Testbericht

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ab 7,64
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Summe aller Bewertungen
  • Geschmack:  gut
  • Geruch:  gut
  • Suchtfaktor:  hoch
  • Anhalten der Frische nach Öffnen:  durchschnittlich

Erfahrungsbericht von Anonym113

Ich stehe auf Matrosen!

5
  • Geschmack:  gut
  • Geruch:  gut
  • Suchtfaktor:  durchschnittlich
  • Anhalten der Frische nach Öffnen:  durchschnittlich
  • Kaufanreiz:  Zufall

Pro:

lecker

Kontra:

nichts

Empfehlung:

Ja

Liebe Leserinnen und Leser,

Es war Samstag abend, ich saß auf dem Sofa und hörte die Schlussmusik von DSDS. Bohlenski und Co haben ihren Kommentarmüll erfolgreich beim Publikum abgeladen und ich wartete auf einen gescheiten Film um den Abend ausklingen zu lassen. Eigentlich war ich noch nicht müde und was sich die Sendeanstalten da für uns ausgedacht haben, war auch nicht wirklich prickelnd. Apropos prickelnd – waren heute nicht ein paar Schiffe im Hafen angekommen? Oh ja – das war’s doch. Ich schlüpfte in Jacke und Schuhe und machte mich auf den Weg zu den Docks. Da kamen sie auch schon an, die Herren Matrosen und wollten eben ihren Landgang antreten. Ich kannte das schon, denn ich machte das nicht zum ersten Mal und es waren auch heute wie immer vier. Ich weiß auch nicht warum, aber sie wollen immer nur zusammen mitkommen. Egal, dachte ich und lud alle vier ins Auto ein.

Zu Hause angekommen stellten sie sich dann erst einmal alle vor. Ihre Namen waren Waldmeister, Zitrone, Himbeer und Orange. Ich wollte ihr Papiere sehen, denn man weiß ja nie wer sich auf so einem Schiff so alles rumtreibt. Auf einem glänzenden Etwas stand dann wer sie waren, woher sie kamen und was so alles in ihnen steckte:

Name:
Frigeo
Ahoj Brause Pulver
4 Geschmacksrichtungen
Inhalt: 10 Beutel entspr. 58 g
Preis: 0, 60 Euro

Herkunft:
Frigeo-Werk Beltle GmbH & Co
Alfred-Klingele-Straße 48
73630 Remshalden
Tel. 07151 / 70930
Fax 07151 / 709370
[email protected]
www.frigeo.de

Ich fand, dass sich das ganz gut anhörte und da wir schon genug Zeit verschwendet hatten schnappte ich mir blind einen der Burschen und zerrte an seinen Kleidern. Die anderen warteten im Wohnzimmer bis wir in der Küche fertig waren. Als ich ihn, ich hatte mir Mister Himbeer ausgesucht, entkleidet hatte wurde er ganz rot im Gesicht. Seine Kleider waren schwer, er hatte jede Menge Zeug in den Taschen. Ich fand Dinge wie Zucker, Säuerungsmittel, Weinsäure, Natriumhydrogencarbonat, Natriumcyclamat, und Saccarin, Aroma, Farbstoffe: E160a, E160c, E163, E141.

Oh je dachte ich, da hab ich wohl den MacGyver der Meere erwischt. Was soll’s, ich machte erst mal weiter. Weil er so trocken da lag, kippte ich ihm ein Glas Wasser über und konnte nicht glauben, dass er dabei so ruhig blieb. Ich hatte einen Langweiler erwischt, ganz blassrosa war er nun und seine Küsse schmeckten zwar etwas süß und nach Himbeer, aber mehr war da nicht rauszuholen. Ich lies ihn stehen und ging zurück ins Wohnzimmer.

Nun wollte ich endlich was erleben und lockte Mister Waldmeister ins Nebenzimmer. Sein Duft war schon sehr berauschend, er war der einzige, der vier Herren der so gut roch. Die anderen rochen alle durchschnittlich süß, aber er hatte noch diese gewissen Waldmeisterlockstoffe und ich
fiel gleich über ihn her. Ich war so stürmisch, dass ich versehentlich sein Matrosenoutfit zerriss und er nun komplett auf mir lag. Jetzt war ich diejenige, die sich für kurze Zeit nicht bewegen wollte, aber dann ging es los. Es prickelte nicht nur auf meiner Haut, nein auch seine Küsse waren sehr prickelnd und ich konnte gar nicht genug davon bekommen. Er war so gut, süß und kribbelig und ich wollte, dass dieses Prickeln nicht aufhört, aber irgendwann war dann alles vorbei.

Ich ging wieder zurück ins Wohnzimmer, aber wirklich Lust auf Zitrone und Orange hatte ich nicht. Ich dachte mir: kennste einen, kennste alle. Schließlich kamen sie ja aus einem Stall und unterschieden sich nur in ihrem Äußeren. Ich lies sie einfach im Wohnzimmer zurück und ging zufrieden ins Bett.

Ich kann euch die kleinen Matrosen wirklich empfehlen. Wenn man weiß wie man sie behandeln muss, sind das wirklich sehr leckere Kerlchen. Da sie immer in Gruppen auftreten, hat man für jede Gelegenheit immer den Richtigen. Also, auf zu den Docks!


So, genug rumgealbert. Da wir ja hier in einer echten Kategorie sind, gibt es zum Schluss auch noch den richtigen Produktbericht.

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Der letzte Bericht meiner Brause-Serie handelt vom wohl berühmtesten Brause-Produkt, dem Brause Pulver. Als der Kaufmann Theodor Beltle 1925 das Pulver durch Zufall entdeckte, hatte er gleich eine Idee. Dabei dachte er aber nicht etwa an Kinder, sondern an Wanderer. Es sollte ein prickelndes Getränk werden, welches man leicht transportieren und zubereiten konnte. Wenn ein Wanderer ein Päckchen Brause-Pulver mit auf seine Wanderschaft nahm, konnte er sich an jeder Quelle leicht ein erfrischendes Getränk zaubern. Somit brauchte er keine schweren Flaschen mehr zu tragen, was das Wandern schon erheblich erleichterte. Dann aber wurde das Pulver ganz schnell zum beliebten, prickelnden Volksgetränk, das sich bis heute in unveränderter Form gehalten hat.


1.) Objekt

Frigeo
Ahoj Brause Pulver
4 Geschmacksrichtungen
Inhalt: 10 Beutel entspr. 58 g
Preis: 0, 60 Euro


2.) Hersteller

Frigeo-Werk Beltle GmbH & Co
Alfred-Klingele-Straße 48
73630 Remshalden
Tel. 07151 / 70930
Fax 07151 / 709370
[email protected]
www.frigeo.de


3.) Zutaten

Zucker, Säuerungsmittel, Weinsäure, Natriumhydrogencarbonat, Süßstoffe, Natriumcyclamat, und Saccarin, Aroma, Farbstoffe: E160a, E160c, E163, E141


4.) Bezugsquelle

in jedem gut sortierten Supermarkt, an Tankstellen und Traffics


Meine Erfahrungen mit
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5.) Aussehen, Geruch, und Geschmack

Brause Pulver bekommt man schon seit eh und je in kleinen Papiertütchen. In einem kleinen Plastikbeutel stecken 10 von diesen Tütchen drin. Es hängen immer 2 Tütchen aneinander, einmal Zitrone und Waldmeister und einmal Himbeer und Orange. Die Tütchen lassen sich ganz leicht voneinander trennen und eins ist dann 9 x 6 cm groß bzw. klein. So wie die Tütchen in der entsprechenden Farbe des Geschmacks gekleidet sind, so ist auch das Pulver selbst jeweils gelb (Zitrone), grün (Waldmeister), oragne (Orange) und rosa (Himbeer) eingefärbt. Vorne prangt auf jedem Tütchen ein fähnchenschwenkender Matrose und jeweils ein Glas des entsprechenden Getränks mit Strohhalm.

Wie schon eingangs erwähnt dachte Theodor Beltle bei dem Pulver an ein erfischendes Getränk und so steht auf jedem Tütchen hinten drauf wie man ein solches zubereitet und das werde ich jetzt mal tun. Seit meiner frühen Kindheit habe ich das nicht mehr getrunken, denn ich mag das Pulver lieber pur schlecken. Ich suche mir jetzt mal eine Geschmacksrichtung aus: Ene mene muh und aus bist du! Mein Finger zeigt auf Himbeer und ich hole mir aus der Küche ein Glas Wasser mit geschätzten 0,2 l.
Das Pulver riecht übrigens schon durch die Tüte und zwar riechen alle gleich bis auf Waldmeister. Alle riechen süß und atmet man tief ein, dann läuft man Gefahr Niesen zu müssen. Das Waldmeistertütchen riecht als einziges nach dem was es ist, alle anderen nicht.

Ich reiße das Tütchen oben auf und erblicke ein rosafarbenes Pulver, dessen Geruch jetzt noch stärker ist und ich gebe dieses Pulver in mein Wasser hinein. In voller Erwartung auf ein sprudelndes Ereignis blicke ich ungläubig auf das Glas. Das passiert ja gar nichts. Vor mir steht ein Glas mit einer sehr blassen Flüssigkeit, gerade mal drei Bläschen haben sich auf der Oberfläche gebildet und der Anblick erweckt nicht gerade meine Trinklust. Etwas süßlich schmeckt es und etwas nach Himbeere, das war es dann auch schon.

Enttäuscht nehme ich mir ein neues Tütchen, diesmal Waldmeister und mache es damit wie immer. Ich gebe das grüne Pulver auf ein kleines Tellerchen und stippe dann immer mit dem Finger rein. Bei jeder Berührung mit der Zunge prickelt und kribbelt es und nimmt man etwas mehr, dann schäumt es auch schon mal. Der Geschmack kommt erst nach dem es geprickelt hat, es schmeckt nach Waldmeister und ist hinterher recht süß.

Das Tütchen mit Zitronengeschmack schmeckt eindeutig zitronig und das mit Orangegeschmack ist viel körniger als all die anderen, aber der Geschmack stimmt. Alle vier Sorten sind super brausig und es macht mir immer wieder Spaß davon zu naschen.


6.) Schlusswort

Ahoj Brause hat sich nicht umsonst so lange und gut gehalten. Frigeo verzeichnet stetig steigende Umsätze und ich kann das gut verstehen. Allerdings zum Trinken kann ich es nicht empfehlen, dann da schmeckt es echt langweilig fade und trotz Brause abgestanden. Wenn ich jetzt irgendwo bei einer ultralangen Wanderung kurz vor dem Verdursten wäre, dann würde ich es vielleicht trinken, aber so – niemals. Da fällt mir ein, dass es das Pulver früher mal in dreieckigen Papptütchen gab, die man oben mit einem Faden öffnen konnte und durch drücken auf die Seiten hatte man dann einen Becher. Das wäre doch viel praktischer, wenn es schon als Getränk genossen werden soll. Warum hat man das wieder abgeschafft?

Für mich gehört Brause Pulver einfach nur zum Naschwerk und ich genieße es ab und zu mal davon zu schlecken. Alle Geschmacksrichtungen sind sehr lecker, aber ich merke, dass ich immer zuerst nach Himbeer und Waldmeister greife. Doof ist nur, dass von einer Sorte immer eins zu wenig in der Packung ist, denn bei 5 Doppeltütchen hat man immer 3 von Himbeer/ Orange und 2 von Waldmeister/Zitrone, oder umgekehrt. Aber egal was man bekommt, es ist immer lecker und definitiv empfehlenswert.



7.) Special

Ich will euch mal erzählen was man mit Brause noch so alles machen kann außer trinken und schlecken. Das Brause Pulver reagiert wie ihr ja wisst mit dem Wasser und es entsteht das Gas Kohlendioxid. Dieses Gas ist leichter als Luft und steigt nach oben und jetzt gibt es ein paar Experimente mit denen das deutlich wird. Aber bitte geht nach draußen, denn es gibt etwas Schweinerei.

Nehmt ein leeres Filmdöschen, gebt etwas Wasser hinein und einen Teelöffel Brause Pulver. Dann macht ganz schnell den Deckel drauf und stellt es auf den Kopf. Bitte einen Schritt zurückgehen, denn das Teil fliegt euch sonst um die Ohren. Hier kann man sehen welche Kraft hinter diesem Gas steckt, man kann damit auch einen Luftballon aufblasen.

In eine Flasche Wasser einfüllen, 2 Päckchen Brause rein und schnell einen Luftballon über den Flaschenhals gestülpt. Nun bildet sich wieder das Kohlendioxid und sucht sich seinen Platz in dem Ballon, den es dabei aufbläst.

Und nun noch ein Küchentipp: Mit Brause Pulver kann man auch Kuchen backen, was besonders Kindern großen Spaß bereitet. Das Pulver reagiert in diesem Fall mit dem feuchten Kuchenteig und das entstehende Gas macht den Kuchen locker. Man nehme

Für den Teig:
300 g Butter
300 g Zucker
5 Eier
100 g Speisestärke
200 g Mehl
1 Tl. Backpulver
1 P. Brause Pulver

Daraus einen Rührteig arbeiten und in einer Kastenform bei vorgeheizten 200 °C (180°C Umluft) ca. 50 – 60 Minuten backen.

Für den Zuckerguss:
250 g Puderzucker
4 Eßl. Zitronensaft
1 Eßl. Wasser
Speisefarbe nach Wunsch
1 P. Brause Pulver

Alles mischen und über den kalten Kuchen geben. Der Zuckerguss prickelt dann ein bisschen auf der Zunge.

So und nun verabschiede ich mich für heute, denn Mister Waldmeister hat wieder Landgang und ich muss noch einiges vorbereiten. *gg*


Vielen Dank für euer Interesse, fürs Bewerten, Kommentieren und Abstimmen.



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