Moppel-Ich (Taschenbuch) / Susanne Fröhlich Testbericht
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Erfahrungsbericht von BulmaZ
...wenn Sie Ihre Füße das letzte Mal 1978 gesehen haben.
Pro:
-
Kontra:
-
Empfehlung:
Ja
Ich habe nicht nur unendlich viel Zeit für mich und ausschließlich das, worauf ich Lust habe, mir gehen keine Arbeitskollegen auf die Nerven und ich kann meinem Schlafkonsum fröhnen, wie ich will. Nein, ich habe auch endlich mal wieder mehr Zeit, um Bücher zu lesen. Gut, dass ich bei ebay einen Händler aufgetan habe, der sehr günstig viele, viele Bestseller verkauft. So schlug ich vor kurzem gnadenlos zu. Eine meiner Errungenschaften war dieses nette Büchlein hier:
Moppel – Ich ~ Susanne Fröhlich
+++ Bezugsquelle & Preis +++
Gekauft habe ich das Taschenbuch, wie gesagt bei ebay, genauer gesagt, beim Ebay Shop medimops.
Dort habe ich 3,39 € bezahlt. Der normale Neupreis liegt bei 8,95 €.
+++ Eckdaten +++
Titel: Moppel – Ich
Autorin: Susanne Fröhlich
Verlag: Fischer
Erscheinungsjahr: 2004
Genre: Humor/ Ratgeber
Seitenanzahl: 268 Seiten
+++ Susanne Fröhlich +++
Susanne Fröhlich (* 15. November 1962 in Frankfurt am Main) ist eine deutsche Schriftstellerin und Journalistin, die hauptberuflich für den Hessischen Rundfunk arbeitet.
Susanne Fröhlich machte 1982 ihr Abitur an der Schillerschule Frankfurt. Nach abgebrochenem Jura-Studium (4 Semester) und Volontariat debütierte Fröhlich 1984 beim Hessischen Rundfunk (Hörfunk). Von 1988 bis Sommer 2007 moderierte sie das „Ausgehspiel“ in hr3. Im Fernsehen moderierte sie „Allein oder Fröhlich“, „Vorsicht Fröhlich“ oder „Wir vier“. Sie war regelmäßig Gast bei Blond am Freitag sowie in der HR-Quizshow strassen stars.
Mittlerweile hat Fröhlich mehrere Bücher veröffentlicht. „Frisch gepresst“ handelt von einer Frau namens Andrea Schnidt, die gerade Mutter wird. „Frisch gepresst“ ist der erste Roman/Hörbuch über Andrea Schnidt. Weitere sind: „Frisch gemacht“, „Familienpackung“, „Treuepunkte“ und „Lieblingstücke“. Das Buch „Jeder Fisch ist schön, wenn er an der Angel hängt“ wendet sich an weibliche Singles. In ihrem Roman „Der Tag, an dem Vater das Baby fallen ließ“ wirft die Mutter des verstorbenen Babys den Vater hinaus und beginnt eine lesbische Beziehung zur Zugehfrau. 2004 erschien Susanne Fröhlichs bisher größter Bucherfolg „Moppel-Ich“, ein Ratgeber, der sich auf humorvolle Weise mit Gewichtsproblemen auseinandersetzt. In Anlehnung an dieses Buch entstand auch ein Fernsehfilm. Im MDR Fernsehen moderiert sie die Buchsendung „Fröhlich lesen“.
Quelle: www.wikipedia.de
+++ Moppel – Ich – Der Kampf mit den Pfunden +++
Jede Frau kennt das: Ein Blick in den Spiegel kann frustrieren. Ein Griff in den Kleiderschrank auch. Was tun, wenn die heiß geliebte Hose von vor zwei Jahren kneift und sich nur noch im liegen und bei angehaltenem Atem anziehen lässt? Genau, Diät machen. Diäten gibt es viele – die einen sind eisern genug, jene Selbstkasteiung durchzuhalten, die anderen lassen sich von allem Essbaren verführen und werfen ihre guten Vorsätze über Bord, ehe sie wirklich begonnen haben.
Vom Leben, Leiden und all den kleinen Kämpfen, die die „Moppel“ tagtäglich auszutragen haben, handelt Susanne Fröhlichs Roman. Aber auch von der eigenen Erfolgsgeschichte der Autorin, wie sie es fernab jeder In – Diät dann doch geschafft hat, 20 kg abzunehmen.
+++ Eindrücke +++
Bei „Moppel – Ich“ von Susanne Fröhlich handelt es sich nicht um einen Roman im klassischen Sinne. In der Tat ist es schwer, das Buch eindeutig zu klassifizieren. Denn es ist eher eine Mischung aus vielen Anekdoten, wildem Herumphilosophieren über Diäten, Übergewicht, dürre Zicken, Essen, Nicht essen und eigenen Erfahrungen. Fraglich ist nun, ob man so etwas lesen will. Lesen muss. Interessiert einen denn, wie eine erfolreiche Moderatorin und Journalistin dann irgendwann doch ihren inneren Schweinehund überwunden hat? Interessiert einen die Meinung einer ehemalig übergewichtigen Frau zum Thema Diät, Leben mit Übergewicht und allem, was damit zusammenhängt? Nö, eigentlich nicht. Trotzdem wollte ich dieses Buch unbedingt lesen. Aus einem Grund: Ich bin, wie viele andere Frauen, ebenfalls äußerst Diät geschädigt, habe selbst 46 kg abgenommen und, was der wichtigste Grund für meinen Lesewunsch war – ich finde Susanne Fröhlich einfach nur extrem sympathisch, seit ich sie mal in einer Doku über Diäten gesehen habe. Basta und Grund genug, mich vor einigen Tagen genüsslich und mit nicht wenigen Erwartungen mit diesem Buch ins Bettchen zu legen.
Ich habe es nicht bereut.
Es dauert keine drei Seiten und man dürfte von einem latenten Schmunzeln zu einem schallenden Lachen wechseln, von einem: „Ja, genau wie bei mir“ zu einem „Auweia, sie redet über mich!“ bis zu hin zu: „Ich bin nicht alleine mit all diesem Diätwahn!“. Herrlich. Dabei auch noch so derartig wortwitzig verpackt, dass es einem zuweilen die Lachtränen in die Augen treibt. Frau Fröhlich sinniert über wirklich jedes noch so kleine Fitzelchen, das auch nur im Ansatz etwas mit Abnehmen, Gewicht und Diät zu tun hat. Seien es nun die Probleme, die eine Kleidergröße 46 beim Klamotten shoppen mit sich bringt oder die allabendlichen Gelüste nach Süßem, die Attacken von Reste essen, die die Kinder haben stehen lassen bis hin zu „dürren Zicken“ (O-Ton Susanne Fröhlich), die nicht nur sich selbst, sondern auch anderen das Leben mies machen. Dabei nimmt Frau Fröhlich nicht das winzigste Blatt vor den Mund. Sehr beliebtes Objekt des durch – den – Kakao – ziehens scheint Uschi Glas zu sein. Auch der Name Calista Flockhard fällt des Öfteren. Seitenhiebe verteilt die Autorin sparsam, aber wenn, dann richtig.
Susanne Fröhlich schildert unzählige typische Alltagssituationen, die wohl so gut wie jede Frau aus leidlicher eigener Erfahrung kennen dürfte. Allein das macht dieses Buch so unglaublich realitätsnah. Man erkennt sich einfach wieder. Ob nun als Singlefrau, die nur für sich alleine kocht oder als Mutter und Ehefrau, die beim Kochen und Essen auch noch an ihre Lieben denken muss. Sie erzählt davon, wie Männer sämtliche Diätversuche boykottieren können und welche Arten von Männern es gibt, die man während unzähliger Versuche an seiner Seiten dulden muss.
Aber nicht nur das. Susanne Fröhlich berichtet viel aus ihrem eigenen Leben und ihren eigenen Erfahrungen, wobei der Fokus angenehmerweise nie zu sehr auf ihr selbst liegt. Vielmehr spricht sie eher allgemein. Natürlich schwingt stets die eigene Erfahrung mit. Aber sie beweihräuchert sich nie selbst und sie stellt sich nie selbst in den Mittelpunkt.
Kurzum: Der aller größte Teil des Buches besteht aus Anekdoten und kleinen Geschichten sowie aus dem angenehmen Sinnieren zum gesamten Thema. Einfach nur köstlich, herrlich und vor allem gute Laune verursachend, weil so realitätsnah.
Aber auch der latente Ratgebercharakter kommt keineswegs zu kurz.
Denn im letzten Drittel des Buches beschäftigt Susanne Fröhlich sich mit diversen Diäten, die sie schon ausprobiert hat – Formula, Atkins, Brigitte, Hollywood, um nur einige zu nennen. Sie nennt Vor- und Nachteile und begründet, wieso sie keine dieser Diäten durchgehalten hat. Zudem gibt sie noch Tipps zu wirklich lohnenswerten Ernährungsformen wie beispielsweise Weight Watchers oder Glyx. Auch das Thema Sport kommt nicht zu kurz. Natürlich predigt sie nicht. Sie erzählt in gewohnter selbstironischer Manier, dass Sport zum gesunden und vor allem erfolgreichen sowie dauerhaften Abnehmen einfach dazu gehört. Gewürzt wird dies alles mit realistischen Tipps, die wohl für jeden halbwegs ein Ansporn bzw. Anreiz sein dürften. Zu guter Letzt erzählt sie kurz und knapp, wie sie es geschafft hat, 20 kg abzunehmen und ihr neues Gewicht zu halten. Dabei ergeht sie sich nicht Theorien und Thesen, sondern hält sich wirklich knapp. Jeder, der sich schon mal ein wenig mit Ernährung beschäftigt hat, erkennt an Kürze und Inhalt, dass die Autorin damit bereits das Wichtigste auf den Punkt bringt.
Der letzte Teil des Buches ist dann eine Art Fragebogen, den verschiedene Promis ausgefüllt haben – unter anderem Barbara Schöneberger oder Marijke Amado. Sehr lustig, sehr selbstironisch und ein gelungener Abschluss für ein tolles, amüsantes Buch.
+++ Fazit +++
Meine Begeisterung ist mit Sicherheit nicht verborgen geblieben.
„Moppel – Ich“ ist einfach nur ein tolles Buch, das gute Laune macht, einen zum lachen bringt und vielleicht einmal mehr zeigt, dass man nicht alles so ernst nehmen sollte. Fröhlichs Erzählstil ist herrlich erfrischend, spritzig und zuweilen sehr sarkastisch. Gut zu gefallen wissen auch die Seitenhiebe gegen diverse prominente Damen.
Fazit also kurzum: Lesen! Das Buch ist kurzweilig, vielleicht trivial, ja – aber lesenswert in jedem Fall. Daher gibt es auch fünf Sterne und eine Empfehlung.
37 Bewertungen, 7 Kommentare
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19.08.2012, 21:03 Uhr von Baby1
Bewertung: sehr hilfreich.•:*¨ ¨*:•. Liebe Grüße Anita .•:*¨ ¨*:•.
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19.08.2012, 18:05 Uhr von XXLALF
Bewertung: besonders wertvoll...und einen schönen sonntag
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19.08.2012, 17:49 Uhr von sigrid9979
Bewertung: sehr hilfreichWünsche einen schönen Rest Sonntag
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19.08.2012, 14:50 Uhr von Noire
Bewertung: besonders wertvollWas für ein sonniger Sonntag (:
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19.08.2012, 04:01 Uhr von morla
Bewertung: sehr hilfreichlg. ^^^^^^^^^^^^^^^petra
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19.08.2012, 02:38 Uhr von Lale
Bewertung: besonders wertvollich mag ihren Stil nicht so... Allerbesten Gruß *~*
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19.08.2012, 01:19 Uhr von katjafranke
Bewertung: sehr hilfreichLiebe Grüße von der KATJA
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