From Dusk Till Dawn (DVD) Testbericht
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Auf yopi.de gelistet seit 12/2008
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Summe aller Bewertungen
- Action:
- Anspruch:
- Romantik:
- Humor:
- Spannung:
Erfahrungsbericht von ZordanBodiak
Hier geben VAMPIRE nicht nur INTERVIEWS...
Pro:
-
Kontra:
-
Empfehlung:
Ja
Kann man über diesen Film wirklich noch neue Worte verlieren? Kultfilm! Klassiker! Trash! Unsinniger Müll! Alles Worte die vermutlich schon gehäuft zur Beschreibung dieses Filmes gedient haben. Aber was die anderen über diesen Film denke ist ja eigentlich Nebensache, was meine Meinung ist, soll schließlich Inhalt meines Berichtes sein. Also komme ich ohne großes Umschweifen zu dieser...
*Der Film*
Schon die Story zusammenzufassen ist sicherlich ein kleines Problem, ist diese doch so abgedreht und (eigentlich) unzusammenhängend. Ich werde aber mein Bestes geben um euch diese so einfach wie möglich darzustellen:
Die Gebrüder Gecko – zwei Gewaltverbrecher – sind auf der Flucht und ziehen eine Spur der Verwüstung und Gewalt durch Texas hinter sich her. Um ihre Flucht nach Mexiko zu ermöglichen kidnappen die beiden einen Priester – der seinen Glauben nach dem Tod seiner Frau verloren hat – mit seinen beiden Kindern. Ihr Ziel ist eine Kneipe mit dem wohlklingenden Namen „Titty Twister“, die sich kurz hinter der mexikanischen Grenze befindet. Während der langen Fahrt baut sich langsam ein gewisses Vertrauensverhältnis zwischen den Entführern und den Geiseln auf, dass sie nach der erfolgreichen Flucht in eben diesem Biker-Club ausklingen lassen wollen. Was sie aber nicht wissen ist, dass die gesamte Kneipe nur so vor bluthungrigen Vampiren wimmelt, die es gar nicht erwarten können in den Genuss von Frischfleisch zu kommen...
Was für eine Geschichte fängt der Film als klassisches Gangster-Road-Movie an, wandelt er sich in der zweiten Hälfte zum ebenso klassischen Splatter-Movie. Allein diese Voraussetzungen machen den Film schon überaus interessant, zumal man eindeutig die beiden Handschriften der tragenden Filmschaffenden Quentin Tarantino – der Drehbuchschreiber – und Robert Rodriguez – der Regisseur – erkennen kann. Ist Tarantion durch seine brillanten Gangstergeschichten bekannt geworden trägt die erste Hälfte eindeutig seine Handschrift, hingegen wurde Rodriguez durch blutgetränkte Actionfilme wie „Desperado“ bekannt und so zeigt eindeutig Hälfte zwei des Filmes die Handschrift des Mexikaners (Tarantino ließ ihm bei der Inszenierung der Splatterszenen freie Hand, so wie es heißt stand nur im Drehbuch „Jetzt ist der Teufel los“...).
Aber was macht die große Faszination des Filmes aus? Hört sich die Geschichte doch eigentlich nach einem normalen Splatter-Film an. Das große Geheimnis des Erfolges dürfte bei „From dusk till dawn“ wohl in dem Aufeinanderprallen der zwei verschiedenen Filmtypen liegen. Erst ein normaler Gangsterfilm, der die Charaktere einführt und so dafür sorgt, dass ein gewisses Interesse an diesen entsteht, und dann der plötzliche Umsprung der Story in einen gnadenlosen Splatter-Film, bei dem das Blut in Strömen fließt.
Ein guter Vergleich ist wohl die Schreibkunst von dem König des Horrors Stephen King. Dieser führt seine Charaktere immer langsam ein, so dass man sich eigentlich nicht erwartet, dass ihnen etwas ungewöhnliches passieren könnte, man folgt ihnen und könnte getrost auf das Horrorszenario verzichten, man möchte nur wissen was seinen „Freunden“ passiert. Doch dann bricht auf einmal die Hölle auf Erden los und man weiß nicht wie sich diese auf die liebgewordenen „Freunde“ auswirkt und vor allem welche Schäden sie davon tragen werden.
Und genau mit diesem Charakterzug kann mal wohl eindeutig die Szenen im Titty Twister Club beschreiben. Nachdem der erste Vampir seine Zähne fletscht weiß man als Zuschauer nicht mehr welcher der liebgewordenen Charaktere das Zeitliche segnen wird und welcher diese Hölle auf Erden lebend verlassen wird.
Das Drehbuch von Quentin Tarantino kann zwar nicht an seine Glanzleistung bei seinem Geniestreich „Pulp Fiction“ heranreichen, aber große Abstriche muss der Zuschauer nicht machen. Eine Geschichte vollgestopft mit absurdem Humor und mit einer absolut gelungenen Charakterzeichnung. Selbst die psychopathischen Gecko-Brüder entwickeln nach und nach freundliche Charakterzüge, die es dem Zuschauer unheimlich erschweren Abneigungen gegen diese Anti-Helden und rücksichtslosen Killer aufzubauen.
Robert Rodriguez als Regisseur kann ebenso überzeugen wie sein Partner und Freund Quentin Tarantino, mit welch kleinen abgedrehten Details er seinen Film voll stopft ist schon bemerkenswert.
Kommen wir nun langsam zu den Darstellern. Mit George Clooney – als Seth Gecko – dürfte der Film schon zu damaligen Zeiten einen kassenträchtigen Star gehabt haben, er spielt seine Rolle mit einer Lässigkeit, die den Zuschauer gänzlich überzeugen kann. Quentin Tarantino hingegen spielt den leicht psychisch-angeknacksten Richard Gecko mit dem geforderten psychopathischen Touch – der besonders durch seine Blicke verstärkt wird – und kann hierbei ebenso überzeugen, wie sein „Bruder“ George Clooney.
Harvey Keitel – Priester Jacob Fuller – spielt auf gewohnt hohem Niveau und kann selbst aus einer eher anspruchsloseren Rolle eine Meisterleistung hervorholen, die zwar nicht an seine Vorstellungen in „Das Piano“ und „Bad Lieutnant“ heranreichen kann aber ohne Frage die beste Vorstellung im gesamten Ensemble ist. Juliette Lewis – Kate Fuller, die Tochter – spielt ihre Rolle ebenso souverän und kann sich bei ihrem Engagement so richtig austoben, ist sie doch eher für anspruchsvollere Rollen à la „Ganz normal verliebt“ oder „Kap der Angst“ (Oscar-nominiertes Debüt) bekannt. In seinem Schauspieldebüt bleibt Ernest Liu – Scott Fuller, der Sohn – leider ein bisschen blass, aber wen wundert es bei diesem Starensemble nicht, dass man als Debütant noch einen gewissen Respekt gegenüber diesen etablierten Stars hat.
Natürlich darf in einem Robert Rodriguez Film Salma Hayek nicht im Aufgebot der Schauspieler fehlen. Auch in „From Dusk till Dawn“ hat die Latina einen kurzen Auftritt als Tänzerin Satanico Pandemonium, die einen erotischen Tanz mit einer Schlange auf das Parkett legt. Leider bietet ihr diese Rolle nicht die genügenden Möglichkeiten ihre wahren schauspielerischen Qualitäten auszuspielen, obwohl man als Mann auch bemerken muss, dass sie diese bei einem solchen Tanz auch gerne mal weglassen kann.
Abschließend kann man diesen Film mit einer gewissen Einschränkung weiterempfehlen. Wer das achtzehnte Lebensjahr bereits überschritten hat und auf abgedrehten, bluttriefenden Humor steht wird mit „From Dusk till Dawn“ überaus glücklich werden. Der Film bietet einfach ein Meisterwerk des Splatter-Genres und trägt nicht zu unrecht den Titel eines Kultfilmes.
In meiner ewigen Bestenliste nimmt der Film ohne Frage eine hohe Stellung ein, einfach genial diese Mischung aus Gangsterfilm und simplen Splatter-Film, der ich beim besten Willen nicht widerstehen kann. Der Gewaltpegel ist zwar sehr hoch, aber dennoch liegt die Gewalt meines Erachtens in einem Comic-Bereich, den man nicht mehr ernst nehmen kann, so überdreht und abgedreht werden die einzelnen Vampire zurück in die Hölle geschickt. Von daher gibt es von mir die absolute Höchstwertung für den Film.
*DVD*
Erst einmal sei erwähnt, dass der Film sowohl in einer gekürzten FSK-16 Variante als auch in einer ungekürzten FSK-18 erhältlich ist, wobei angemerkt sei, dass bei der geschnittenen Fassung mehr als 15 Minuten (!!) herausgeschnitten worden sind. Für einen wahren Filmliebhaber sicherlich ein Unding und wer den Film sowohl in beiden Varianten gesehen hat, kann sicherlich verstehen, wieso ich die FSK-16 Version am liebsten zum Teufel schicken würde.
Aber glücklicherweise wurde die FSK-18 Version im Rahmen der „Tarantino Collection“ (neben „Jackie Brown“ und „Pulp Fiction“) auch in Deutschland veröffentlicht, keine Frage, dass ich hier zugegriffen habe, zumal die DVD in einem Jewel-Case mit einer zusätzlichen Bonus-DVD ausgeliefert wird.
Bei der Bild- und Tonqualität kann man bei diesem Film sicherlich nicht meckern. Allerdings muss man der DVD einen kleinen Abzug geben, zumal man bei der englischen Originalfassung die deutschen Untertitel nicht ausschalten kann. Ein Mangel, der den Filmgenießer sicherlich stören wird, aber immerhin kann man ja auch ein Klebeband über die Untertitel kleben, um den Film wirklich genießen zu können.
Was für mich aber beim Bewerten einer DVD das Wichtigste ist, ist die Qualität der Extras und diese ist bei der „From Dusk till Dawn“ DVD wahrlich überragend. Auf der ersten DVD – die den Film enthält – gibt es mit „Folge der Fledermaus“ ein interaktives Feature welches dem Zuschauer bei bestimmten Szenen einen kurzen Blick hinter die Kulissen gewährt. Um dieses zu aktivieren erscheint in manchen Szenen am rechten unteren Bildrand eine Fledermaus, die nach dem Drücken des Eingabe-Knopfes aktiviert wird und zu den „hinter den Kulissen“ Ausschnitten führt.
Als alleiniges Extra wäre dieses Feature sicherlich ziemlich armselig, aber glücklicherweise haben wir noch die Zusatz-DVD, die mit Extras nur so vollgestopft ist. So widmet sich ein Kapitel gänzlich der Band „Tito & Tarantula“ (Konzertausschnitte, Musikvideos), die ihre Bekanntheit dem kurzen Auftritt in dem Kultfilm verdankt. Ein anderes Kapitel widmet sich hingegen der „Umgebung“ des Filmes, hier werden auf Texttafeln, Gerüchte, Fehler und Hintergründe zum Film geliefert, die den wissbegierigen Filmfreund überaus glücklich machen dürften.
Das Prunkstück der Bonus-DVD ist allerdings die überaus gelungene Dokumentation „Full Tilt Boogie“, die dem Zuschauer einen Eindruck von der Arbeit an dem Film vermittelt. Im Gegensatz zu einigen anderen Dokumentationen wird dieser Blick stets mit dem gewissen Augenzwinkern übermittelt. Allein schon die Eröffnungssequenz – George Clooneys und Quentin Tarantinos Gang zum Set – strotz nur so vor Humor, so dass auch die Doku-Hasser durchaus auf ihre Kosten kommen können. Bemerkt sei allerdings in diesem Zusammenhang, dass die Doku nicht durchweg synchronisiert vorliegt, der Erzähler – die Synchronstimme von Tom Hanks – schildert die „Rahmenhandlung“, die Interviews liegen hingegen nur im Originalton vor.
Wie immer eine kurze Auflistung der Extras:
- Folge der Fledermaus – Interaktives Feature
- Full tilt Boogie – Dokumentation zur Entstehung des Filmes
- Hintergrundinformationen (Goofs, fehlerhafte Szenen,...) auf Texttafeln
- Musikspecial zu der Band Tito & Tarantula
- Texttafeln zu den Darstellern und der Crew
- Trailer zu anderen Tarantino und Rodriguez Filmen
Abschließend mal wieder eine uneingeschränkte Kaufempfehlung. Wer schon den Film „geliebt“ hat, wird mit dem Kauf dieser DVD überaus zufrieden sein, wer hingegen noch ein Neuling in Sachen „From Dusk till Dawn“ ist und sich mit dem Filmgenre „abfinden“ kann, wird mit dieser DVD eine gerechte Würdigung des Filmes vorfinden, die in heimischen Gefilden Kinostimmung aufkommen lässt, aber Achtung sei beim Kauf geboten, nicht versehentlich zu der günstigeren FSK-16 Version greifen...
DVD-Wertung: 10/10 Punkte
Filmwertung: Die Höchstpunktzahl von 10 blutrünstigen Punkten
*Der Film*
Schon die Story zusammenzufassen ist sicherlich ein kleines Problem, ist diese doch so abgedreht und (eigentlich) unzusammenhängend. Ich werde aber mein Bestes geben um euch diese so einfach wie möglich darzustellen:
Die Gebrüder Gecko – zwei Gewaltverbrecher – sind auf der Flucht und ziehen eine Spur der Verwüstung und Gewalt durch Texas hinter sich her. Um ihre Flucht nach Mexiko zu ermöglichen kidnappen die beiden einen Priester – der seinen Glauben nach dem Tod seiner Frau verloren hat – mit seinen beiden Kindern. Ihr Ziel ist eine Kneipe mit dem wohlklingenden Namen „Titty Twister“, die sich kurz hinter der mexikanischen Grenze befindet. Während der langen Fahrt baut sich langsam ein gewisses Vertrauensverhältnis zwischen den Entführern und den Geiseln auf, dass sie nach der erfolgreichen Flucht in eben diesem Biker-Club ausklingen lassen wollen. Was sie aber nicht wissen ist, dass die gesamte Kneipe nur so vor bluthungrigen Vampiren wimmelt, die es gar nicht erwarten können in den Genuss von Frischfleisch zu kommen...
Was für eine Geschichte fängt der Film als klassisches Gangster-Road-Movie an, wandelt er sich in der zweiten Hälfte zum ebenso klassischen Splatter-Movie. Allein diese Voraussetzungen machen den Film schon überaus interessant, zumal man eindeutig die beiden Handschriften der tragenden Filmschaffenden Quentin Tarantino – der Drehbuchschreiber – und Robert Rodriguez – der Regisseur – erkennen kann. Ist Tarantion durch seine brillanten Gangstergeschichten bekannt geworden trägt die erste Hälfte eindeutig seine Handschrift, hingegen wurde Rodriguez durch blutgetränkte Actionfilme wie „Desperado“ bekannt und so zeigt eindeutig Hälfte zwei des Filmes die Handschrift des Mexikaners (Tarantino ließ ihm bei der Inszenierung der Splatterszenen freie Hand, so wie es heißt stand nur im Drehbuch „Jetzt ist der Teufel los“...).
Aber was macht die große Faszination des Filmes aus? Hört sich die Geschichte doch eigentlich nach einem normalen Splatter-Film an. Das große Geheimnis des Erfolges dürfte bei „From dusk till dawn“ wohl in dem Aufeinanderprallen der zwei verschiedenen Filmtypen liegen. Erst ein normaler Gangsterfilm, der die Charaktere einführt und so dafür sorgt, dass ein gewisses Interesse an diesen entsteht, und dann der plötzliche Umsprung der Story in einen gnadenlosen Splatter-Film, bei dem das Blut in Strömen fließt.
Ein guter Vergleich ist wohl die Schreibkunst von dem König des Horrors Stephen King. Dieser führt seine Charaktere immer langsam ein, so dass man sich eigentlich nicht erwartet, dass ihnen etwas ungewöhnliches passieren könnte, man folgt ihnen und könnte getrost auf das Horrorszenario verzichten, man möchte nur wissen was seinen „Freunden“ passiert. Doch dann bricht auf einmal die Hölle auf Erden los und man weiß nicht wie sich diese auf die liebgewordenen „Freunde“ auswirkt und vor allem welche Schäden sie davon tragen werden.
Und genau mit diesem Charakterzug kann mal wohl eindeutig die Szenen im Titty Twister Club beschreiben. Nachdem der erste Vampir seine Zähne fletscht weiß man als Zuschauer nicht mehr welcher der liebgewordenen Charaktere das Zeitliche segnen wird und welcher diese Hölle auf Erden lebend verlassen wird.
Das Drehbuch von Quentin Tarantino kann zwar nicht an seine Glanzleistung bei seinem Geniestreich „Pulp Fiction“ heranreichen, aber große Abstriche muss der Zuschauer nicht machen. Eine Geschichte vollgestopft mit absurdem Humor und mit einer absolut gelungenen Charakterzeichnung. Selbst die psychopathischen Gecko-Brüder entwickeln nach und nach freundliche Charakterzüge, die es dem Zuschauer unheimlich erschweren Abneigungen gegen diese Anti-Helden und rücksichtslosen Killer aufzubauen.
Robert Rodriguez als Regisseur kann ebenso überzeugen wie sein Partner und Freund Quentin Tarantino, mit welch kleinen abgedrehten Details er seinen Film voll stopft ist schon bemerkenswert.
Kommen wir nun langsam zu den Darstellern. Mit George Clooney – als Seth Gecko – dürfte der Film schon zu damaligen Zeiten einen kassenträchtigen Star gehabt haben, er spielt seine Rolle mit einer Lässigkeit, die den Zuschauer gänzlich überzeugen kann. Quentin Tarantino hingegen spielt den leicht psychisch-angeknacksten Richard Gecko mit dem geforderten psychopathischen Touch – der besonders durch seine Blicke verstärkt wird – und kann hierbei ebenso überzeugen, wie sein „Bruder“ George Clooney.
Harvey Keitel – Priester Jacob Fuller – spielt auf gewohnt hohem Niveau und kann selbst aus einer eher anspruchsloseren Rolle eine Meisterleistung hervorholen, die zwar nicht an seine Vorstellungen in „Das Piano“ und „Bad Lieutnant“ heranreichen kann aber ohne Frage die beste Vorstellung im gesamten Ensemble ist. Juliette Lewis – Kate Fuller, die Tochter – spielt ihre Rolle ebenso souverän und kann sich bei ihrem Engagement so richtig austoben, ist sie doch eher für anspruchsvollere Rollen à la „Ganz normal verliebt“ oder „Kap der Angst“ (Oscar-nominiertes Debüt) bekannt. In seinem Schauspieldebüt bleibt Ernest Liu – Scott Fuller, der Sohn – leider ein bisschen blass, aber wen wundert es bei diesem Starensemble nicht, dass man als Debütant noch einen gewissen Respekt gegenüber diesen etablierten Stars hat.
Natürlich darf in einem Robert Rodriguez Film Salma Hayek nicht im Aufgebot der Schauspieler fehlen. Auch in „From Dusk till Dawn“ hat die Latina einen kurzen Auftritt als Tänzerin Satanico Pandemonium, die einen erotischen Tanz mit einer Schlange auf das Parkett legt. Leider bietet ihr diese Rolle nicht die genügenden Möglichkeiten ihre wahren schauspielerischen Qualitäten auszuspielen, obwohl man als Mann auch bemerken muss, dass sie diese bei einem solchen Tanz auch gerne mal weglassen kann.
Abschließend kann man diesen Film mit einer gewissen Einschränkung weiterempfehlen. Wer das achtzehnte Lebensjahr bereits überschritten hat und auf abgedrehten, bluttriefenden Humor steht wird mit „From Dusk till Dawn“ überaus glücklich werden. Der Film bietet einfach ein Meisterwerk des Splatter-Genres und trägt nicht zu unrecht den Titel eines Kultfilmes.
In meiner ewigen Bestenliste nimmt der Film ohne Frage eine hohe Stellung ein, einfach genial diese Mischung aus Gangsterfilm und simplen Splatter-Film, der ich beim besten Willen nicht widerstehen kann. Der Gewaltpegel ist zwar sehr hoch, aber dennoch liegt die Gewalt meines Erachtens in einem Comic-Bereich, den man nicht mehr ernst nehmen kann, so überdreht und abgedreht werden die einzelnen Vampire zurück in die Hölle geschickt. Von daher gibt es von mir die absolute Höchstwertung für den Film.
*DVD*
Erst einmal sei erwähnt, dass der Film sowohl in einer gekürzten FSK-16 Variante als auch in einer ungekürzten FSK-18 erhältlich ist, wobei angemerkt sei, dass bei der geschnittenen Fassung mehr als 15 Minuten (!!) herausgeschnitten worden sind. Für einen wahren Filmliebhaber sicherlich ein Unding und wer den Film sowohl in beiden Varianten gesehen hat, kann sicherlich verstehen, wieso ich die FSK-16 Version am liebsten zum Teufel schicken würde.
Aber glücklicherweise wurde die FSK-18 Version im Rahmen der „Tarantino Collection“ (neben „Jackie Brown“ und „Pulp Fiction“) auch in Deutschland veröffentlicht, keine Frage, dass ich hier zugegriffen habe, zumal die DVD in einem Jewel-Case mit einer zusätzlichen Bonus-DVD ausgeliefert wird.
Bei der Bild- und Tonqualität kann man bei diesem Film sicherlich nicht meckern. Allerdings muss man der DVD einen kleinen Abzug geben, zumal man bei der englischen Originalfassung die deutschen Untertitel nicht ausschalten kann. Ein Mangel, der den Filmgenießer sicherlich stören wird, aber immerhin kann man ja auch ein Klebeband über die Untertitel kleben, um den Film wirklich genießen zu können.
Was für mich aber beim Bewerten einer DVD das Wichtigste ist, ist die Qualität der Extras und diese ist bei der „From Dusk till Dawn“ DVD wahrlich überragend. Auf der ersten DVD – die den Film enthält – gibt es mit „Folge der Fledermaus“ ein interaktives Feature welches dem Zuschauer bei bestimmten Szenen einen kurzen Blick hinter die Kulissen gewährt. Um dieses zu aktivieren erscheint in manchen Szenen am rechten unteren Bildrand eine Fledermaus, die nach dem Drücken des Eingabe-Knopfes aktiviert wird und zu den „hinter den Kulissen“ Ausschnitten führt.
Als alleiniges Extra wäre dieses Feature sicherlich ziemlich armselig, aber glücklicherweise haben wir noch die Zusatz-DVD, die mit Extras nur so vollgestopft ist. So widmet sich ein Kapitel gänzlich der Band „Tito & Tarantula“ (Konzertausschnitte, Musikvideos), die ihre Bekanntheit dem kurzen Auftritt in dem Kultfilm verdankt. Ein anderes Kapitel widmet sich hingegen der „Umgebung“ des Filmes, hier werden auf Texttafeln, Gerüchte, Fehler und Hintergründe zum Film geliefert, die den wissbegierigen Filmfreund überaus glücklich machen dürften.
Das Prunkstück der Bonus-DVD ist allerdings die überaus gelungene Dokumentation „Full Tilt Boogie“, die dem Zuschauer einen Eindruck von der Arbeit an dem Film vermittelt. Im Gegensatz zu einigen anderen Dokumentationen wird dieser Blick stets mit dem gewissen Augenzwinkern übermittelt. Allein schon die Eröffnungssequenz – George Clooneys und Quentin Tarantinos Gang zum Set – strotz nur so vor Humor, so dass auch die Doku-Hasser durchaus auf ihre Kosten kommen können. Bemerkt sei allerdings in diesem Zusammenhang, dass die Doku nicht durchweg synchronisiert vorliegt, der Erzähler – die Synchronstimme von Tom Hanks – schildert die „Rahmenhandlung“, die Interviews liegen hingegen nur im Originalton vor.
Wie immer eine kurze Auflistung der Extras:
- Folge der Fledermaus – Interaktives Feature
- Full tilt Boogie – Dokumentation zur Entstehung des Filmes
- Hintergrundinformationen (Goofs, fehlerhafte Szenen,...) auf Texttafeln
- Musikspecial zu der Band Tito & Tarantula
- Texttafeln zu den Darstellern und der Crew
- Trailer zu anderen Tarantino und Rodriguez Filmen
Abschließend mal wieder eine uneingeschränkte Kaufempfehlung. Wer schon den Film „geliebt“ hat, wird mit dem Kauf dieser DVD überaus zufrieden sein, wer hingegen noch ein Neuling in Sachen „From Dusk till Dawn“ ist und sich mit dem Filmgenre „abfinden“ kann, wird mit dieser DVD eine gerechte Würdigung des Filmes vorfinden, die in heimischen Gefilden Kinostimmung aufkommen lässt, aber Achtung sei beim Kauf geboten, nicht versehentlich zu der günstigeren FSK-16 Version greifen...
DVD-Wertung: 10/10 Punkte
Filmwertung: Die Höchstpunktzahl von 10 blutrünstigen Punkten
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