Fujifilm Marine 800 27 Testbericht

Fujifilm-marine-800-27
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Erfahrungsbericht von Ausklingbecken

God lives underwater

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Pro:

Preis, Zuverlässigkeit, Bedienung

Kontra:

kleiner Sucher, kein Blitz,

Empfehlung:

Ja

Hallo liebe Yopi.de - Menschen

Da ich im Februar´04 in Hurghada/Ägypten auf Urlaub war, und das Rote Meer dort als Tauchparadies gilt, hatte ich zwar Schnorchel, Taucherbrille und Flossen dabei, konnte mir aber leider kein Unterwassergehäuse für meine Digi-IXUS V² mehr leisten. (Ist ja auch unverschämt teuer, so ein Gehäuse - fast nochmal den Preis wie für die Kamera selbst - das war mir zuviel!)

Weil ich jedoch nach den ersten Tauchversuchen so überwältigt von der Schönheit des Meeres und der Lebewesen in eben diesem war, stand der Entschluss fest, das auch den zu Hause gebliebenen Freunden zeigen zu wollen. Es musste also ein Fotoapparat her, welcher auch unter Wasser funktioniert.
Beim ersten Ausflug in die Stadt sah ich in einem Geschäft eine Auswahl von verschiedenen unterwassertauglichen Kameras - allesamt Einwegkameras. Die Apparate der verschiedenen Firmen waren mehr oder weniger vertrauenerweckend. Und da ich sichergehen wollte, doch qualitativ gute Fotos machen zu können, entschied ich mich für die doch um ein paar Pfund teurere Fuji Kamera.
Es steht zwar nirgends geschrieben, daß die anderen Apparate nicht auch so gut oder zuverlässig wären. Aber da Fuji doch einen gewissen Grad an Bekanntheit und Zuverlässigkeit aufweisen kann, habe ich diese gewählt.
Nachdem ich also meine ca. 10 Euro über den Tresen im Photoshop in Hurghada geschoben hatte, händigte mir der Besitzer die Kamera aus. Ablaufdatum des Films geprüft... 11.2004 - dürfte sich ausgehen, zumal mein Urlaub nur eine Woche dauern soll :-(
Sehr gespannt über die Kamera, konnte ich es kaum erwarten, sie im Hotel auszupacken. Also ran an die


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**** Verpackung ****
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Die Fujifilm Marine kommt nur in eine grün-weisse Kartonbox eingepackt in die Regale. Auf dieser Box ist eine kleine Gebrauchsanweisung mit 2 Punkten, einige Pflegetipps, Hinweise über den Hersteller - offensichtlich FUJI USA, da darauf hingewiesen wird, daß die Kamera in den Staaten zusammengesetzt worden ist - mit dort produzierten und einigen aus Mexico importierten Bestandteilen (Is ja extrem wichtig für die Amis???)
Das wars auch schon - ist sehr positiv zu bewerten, finde ich. Wenn man schon die ganze Kamera nur einmal gebrauchen kann, soll doch wenigstens die Verpackung nicht auch noch eine arge Umweltverschmutzung sein. (Ich weiss schon, daß das die Konzerne wenig stört. - Vielleicht ist es auch einfach eine wirtschaftliche Überlegung, bei der Verpackung zu sparen?!? ;-)
Diese Verpackung beinhaltet die Kamera mit folgenden


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**** Technische Daten ****
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Bezeichnung: Fujifilm Marine 800 / 27

Abmessungen 73 x 133 x 42 mm

Gewicht: 170 g

Gewährleistung: 24 Monate

Preisempfehlung: 11,00 EUR

Kameratyp: Einwegkamera

Filmtyp: 24x36

Stromversorgung: keine - alles funktioniert mechanisch

Objektivart: Normal-Objektiv

Objektivbrennweite: 32 mm

Verschlußzeiten: 1/100 sec - fix eingestellt und mittels einer simplen Rückholfeder realsiert

Schärfebereich: An Land 1 m bis unendlich, unter Wasser: 1m bis 5 m

Filmkapazität: 27 Fotos

Filmempfindlichkeit: 800 ASA

Scharfeinstellung: Unveränderlich

Blitz: kein Blitz, auch nicht als Extra

Filmtransport: manuell mittels geriffeltem Rad an der Kameraoberseite

Besonderheiten: staub- und wasserdichtes (5m) Gehäuse


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AAAA Aussehen AAAA
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Die Kamera ist recht einfach aufgebaut, und hat nur ein paar Dinge, die man beschreiben könnte.
Die Farbgebung lässt schon auf den Verwendungszweck schliessen: Blau und farbloses Plastik wurden für das wasser- und staubfeste Gehäuse verwendet. Die optisch wichtigen Teile (Objektiv, Sucher, Bildzähler) sind dabei natürlich unter dem farblosen Teil untergebracht.
Der zu betätigende Hebel zum Auslösen und das Rad zum Filmtransport sind aus grünem Kunststoff gefertigt.

Die beiden Bedienelemente ( Auslöser und Filmtransport) sind an der rechten Seite der Kamera mehr oder weniger ergonomisch angeordnet. Zum Unterschied von klassischen Kameras, sind Auslösehebel und Filmtransporthebel genau vertauscht. So befindet sich das Rad, welches der Beförderung des Filmes dient, an der Oberseite der Kamera. Dieses Rad besitzt Einkerbungen, damit man auch unter Wasser, wo es rutschig sein könnte, keine Probleme mit dem Aufziehen der Kamera hat. Ein Schutzmechanismus ist integriert, damit der Film nicht reissen kann (realisiert als einfache Rutschkupplung innerhalb des abgedichteten Gehäuses)
Auf der Oberseite der Kamera, links neben dem soeben beschriebenen Rad, befindet sich der Foto-Zähler. Dieser zählt die noch zu machenden Bilder (sprich, er zählt von 27 nach Null)

Ausgelöst wird durch einen Hebel an der Vorderseite der Kamera. Er ist, wie vorher schon erwähnt auch aus grünem Plastik gefertigt, und vor dem Filmtransportrad angeordnet.
Durch drücken des Hebels (ich hab das immer mit dem Mittelfinger gemacht) wird der Mechanismus zum Auslösen aktiviert. Da man aber relativ stark drücken muß, kanns schon mal passieren, daß man die Kamera doch ein wenig von der gewünschten Position beim auslösen bewegt, und dann fotografiert man Irgendwas. :-(

Das nächste Wichtige Element ist der Sucher. Dieser ist - welche Überraschung - an der Rückseite der Kamera, ungefähr in der Mitte, ganz oben, zu finden. Es ist ziemlich schwierig, unter Wasser zuerst den Sucher zu suchen, dann mit der Taucherbrille vor den Augen auch noch durch den Sucher das zu fotografierende Objekt zu finden, und dann noch abzudrücken, und dabei nicht abzurutschen oder zu verwackeln.

Das Objektiv ist an der Vorderseite des Apparats, ungefähr in der Mitte, zu erkennen. Es handelt sich um eine einzige Linse, welche vom Verschluss kurzzeitig freigegeben wird.

Als sehr praktisch hat sich auch das Gummiband erwiesen, welches als Halteschlaufe an der rechten Seite der Kamera befestigt ist.

Ein netter Gag ist auch die integrierte Bedienungsanleitung auf der Rückseite der Kamera...Immer griffbereit, würd ich sagen ;-)


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BBBB Bedienung BBBB
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Die Bedienung ist denkbar einfach, so daß man hier von einer echten DS (DodlSicher)-Kamera sprechen kann. Die beiden grünen Plastikteile reichen zur Aufnahme. Nachdem man den Film wie gesagt mit dem an der Oberseite befindlichen Rad weitertransportiert hat, wird mit dem davor befindlichen, ca. 2,5 cm langen Hebel ausgelöst. Wer es ganz perfekt machen will, schaut vorher durch den Sucher, damit er weiss, was er denn fotografiert - ungefähr zumindest. Denn so lange unter Wasser zu bleiben, bis man das, was man fotografieren will, auch wirklich in dem kleinen Sucher findet, und dann noch danach richtet, ist wirklich eine Kunst.
Wenn alle Fotos verschossen sind, kann man den Filmtransporthebel undendlich weiterdrehen. Dabei geht nix kaputt oder wird zerkratzt oder ähnliches. Wer also eine etwas nervöse Natur ist, kann schon mal dran rumfummeln ;-)


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OOOO Optik OOOO
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Ich muss sagen, ich bin richtig erschrocken, als ich die Kamera nach dem belichten des Films zerlegt habe. Der Mechanismus zum Auslösen, und der Shutter (Teil, der für die Dauer der Belichtung weggezogen wird) sind so extrem einfach aufgebaut. Es sind nachgezählte sechs Teile, welche diese Mechanik aufbauen (und da ist die Shutter-Rückholfeder und das Rad, welches die Fotoanzahl anzeigt schon mitgerechnet) Ich würde sagen: Genial einfach, einfach genial.
Empfehle jedem, der die Kamera sein Eigen nennt, sie nach dem verschiessen _aller_ Fotos zu zerlegen. Sofern die betreffende Person nicht unbedingt zwei linke Hände hat, kann dabei nicht wirklich viel passieren, da der Film ein ganz normaler 36mm Film ist, und vollständig in die Filmdose gezogen wird.
Die Mechanik der Kamera ist wirklich interessant. Die \"Optik\" besteht aus einer einzelnen konvex-konkaven Linse aus Plastik, die vor dem Shutter montiert ist. Dagegen ist der Sucher fast ein hochkompliziertes Gebilde. Immerhin 2 Linsen sind zu einem System kombiniert, welches das aufzunehmende Bild wiedergeben soll.


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~~~~ Fazit ~~~~
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Diese Kamera ist für Leute, die in ihrem Urlaub einmal im Jahr beim skifahren in feucht-fröhlicher Umgebung oder bei einem netten Segeltörn Fotos machen wollen sicher gut geeignet. Anders sieht die Sache jedoch beim tauchen aus. Richtig tolle Bilder sind aufgrund des kleinen Suchers eher Zufallsprodukte, und die Mindestentfernung von einem Meter zum Objekt macht es schwierig, Ablichtungen von Fischen in genügender Größe zu erhalten.
Sollte man also vorhaben, das ganze öfters zu machen, oder es gar professionell zu betreiben, dann ist diese Kamera wohl das falsche Gerät.

Die Kamera erfüllt ihren Zweck ganz ordentlich, ist aber von der Philosophie her abzulehnen - Ein Produkt, welches einmal verwendet wird, und dann zu entsorgen ist, ist einfach gegen jeden Umweltschutz und Vernunftgedanken. Da hilft auch der Hinweis auf der Kamera wenig, daß die Kamera nach der Filmentwicklung an Fuji zurückgeschickt und recycelt wird...
Die herausragenden Merkmale der Fujifilm würde ich mit \"wasserdicht und preiswert\" umschreiben.
Von technischem Schnickschnack ist man meilenweit entfernt. Nur das nötigste. Und das in minimaler Ausführung, aber doch genügend...Das ist die Fujifilm marine 800/27
Jedenfalls bin ich mit der Qualität der Fotos noch zufrieden, sehe aber doch die Nachteile dieses Teils, und denke jetzt noch mehr als vorher über ein Unterwassergehäuse für meine IXUS V² nach. Oder gleich eine \"bessere\" (sprich mehr Megapixel) Kamera mit Unterwassergehäuse?

Falls jemand ein Unterwassergehäuse rumliegen hat, und gerne verkaufen würde, bitte einen Gästebucheintrag hinterlassen! Danke. Ganz lieb.


PS: Die Linse, die im Objektiv zu finden ist, lässt sich so zuschneiden, daß sie genau in das Objektiv der IXUS V² passt. Das bringt eine extreme Verbesserung der Makro-Fähigkeit für die IXUS :-) Hab schon viele Fotos damit gemacht.
Bei fragen: einfach Gästebucheintrag!!

22 Bewertungen, 1 Kommentar

  • liiiiindaaaaa

    28.03.2006, 16:37 Uhr von liiiiindaaaaa
    Bewertung: sehr hilfreich

    gut gut