Full Moon - Brandy Testbericht
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Auf yopi.de gelistet seit 12/2006
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Summe aller Bewertungen
- Cover-Design:
- Klangqualität:
Erfahrungsbericht von Senilm
Will there ever be another day in paradise ?
Pro:
Kommerzproduziertes Popalbum
Kontra:
brandy langweilt gegen Ende !
Empfehlung:
Ja
Hallo und Willkommen,
diese Frage hat sich wohl Brandy gestellt als Sie ihr neues Album auf den Markt gebracht hat...
das einstige Wunderkind des R´n`B ist inzwischen doch schon 23 Jahre alt und ihr Teenageralter kann somit kein Kaufaspekt mehr sein...
bereits ihr letztes Album \"Never Say never\" war enttäuschend... doch mit einem Imagewechsel beim neuen Album soll auch der Erfolg zurück kommen... ob gelungen oder nicht das erfahrt ihr heute von mir !
I. DIE KÜNSTLERIN
Brandy ist eine dieser typischen Talentshow - Nachwuchsstars welche in den USA durch die Medien hochgepuscht werden... !
1994 hatte Sie im Alter von 15 Jahren ihren ersten Erfolg mit \"I wanna be down\" und wurde fortan als aufstrebendes Sternchen des R´n`B gehandelt !
Ein Jahr später hatte Sie mit \"Sittin`up in my room\" einen weltweiten Charterfolg.
Doch Brandy hatte auch andere Talente ... in der Sitcom \"Moesha\" welche auch bei uns auf RTL läuft spielt Sie die Hauptrolle !
So kam es das erst 1998 ein Nachfolgealbum zu ihrem Debut \"Brandy\" veröffentlicht wurde - \"Never Say Never\" enttäuschte aber - auch kommerziell !
Dennoch hatte das Album einen weiteren Welthit \"The Boy is mine\" - einen Charterfolg welchen Brandy zusammen mit Monica eingesungen hat.
Mit einem erwachseneren Image kehrt Sie nun zurück... \"Full Moon\" ihr neues Album setzt auf neue, vielleicht sogar auch unerwartete Klänge... und vor allem auf Top-Produzenten.
So konnte Sie u.a. Rodney Jerkins, Keith Crouch und Waren Campbell für sich gewinnen - und deren Einflüsse bestimmen das Album hörbar !
II. DAS ALBUM
Auf Hochglanz getrimmt sehen wir Brandy auf dem Cover - neben ihr ihr Namenslogo - während im unteren Drittel der Albumname zu erkennen ist.
Wenig auffällig, aber einigermassen informativ das Booklet !
Mit dem \"B-Rocka Intro\" werden wir \"Darkman\"- Rodney Jerkins mässig eingeleitet in ein abwechslungsreiches Album... abgehakte Beats und quietschige Synthies führen uns weiter zu...
\"Full Moon\" einem R´n`B geschwängerten sphärisch flowenden Titel mit hektisch anmutendem, pulsierend eleganten Beat ! Brandy lässt ihre Stimme sehr langatmig mit den begleitenden Klängen spielen... die Betonung der einzelnen Wörter im Refrain mit dem langgezogenen Ausatmen beherrscht Sie perfekt und lenkt damit die Aufmerksamkeit des Ohres perfekt auf ihr Ohr! Der Beat hingegen sorgt für die nötige Energie - während Brandy scheint zu versuchen eher das Tempo aus dem Titel zu nehmen ! Ein gelungener Gegensatz mit eingängigem Gesang...
Daniel Jerkins saß bei \"I thought\" wieder hinter den Reglern - das hört man sehr schnell an den abgehakt, breakenden Beats heraus welche nun durch die Lautsprecher dröhnen ! Gepaart mit eingängiger Grooveline ergibt sich dennoch ein Titel welcher vor allem durch Brandy´s Stimme Leben eingehaucht bekommt! Der kanonartige Hintergrundeinsatz sorgt dafür das Brandy`s transparent hohe Stimme deutlicher im Mittelpunkt steht und Sie ihre Eifersuchtsgedanken besser verarbeiten kann !
\"When you touch me\" beginnt balladesk! Sanfte Pianoklänge - pulsierender Herzschlagbeat und zupfend, romantische Gitarren sorgen für Kerzenlichtatmosphäre! Diese Stimmung wird auch durch Brandys Stimmlage nicht gestört - sanft säuselnd versüsst Sie die Stunden zu zweit - gleitet dabei allerdings allzuoft ins Klischeehafte und der Refrain klingt leider allzusehr transparent ...
\"Like this\" traut sich mit Jerkins Produzierung wieder mehr zu... zwar ist das Tempo hier auch deutlich gedrosselt, dennoch stellt man hier den Beat deutlich tiefenbetont in den Vordergrund ! Umspielt von freudigen, fast jazzigen Pianospiel trumpft der Song mit sanft, anschiebendem Tempo auf ! Brandy versäumt es leider sich die instrumentale Untermalung zunutze zu machen und versagt mit wenig motiviert klingendem Hintergrundgesäusel ! Beim Refrain wird Sie dann sogar von den begleitenden Sängerinnen übertrumpft was dem Titel vollends untergehen lässt...
\"All in me\" verwirrt zunächst mit bouncend, pulsierenden Beats und wirren, quirligen hohen Gebimmel im Hintergrund... Jerkins-typische Produktion! Brandy scheint sich allerdings auf den Mix aus 2Step und R´n`B festgelaufen zu haben und kann sich auch gesanglich wieder besser platzieren und auch ihr Ego textlich aufbessern ! Dennoch lässt Sie das letzte Quentchen Energie vermissen das dem Titel vor allem beim Refrain gut getan hätte...
Das Keith Crouch zu den Top-R´n`B Produzenten zählt lässt er bei \"Apart\" heraushören... Brandy darf zu relaxt, getrommelten akustisch klingendem Beat gesanglich auftrumpfen - im Hintergrund sorgen Streicher für musikalisch, leicht ablenkende Hintergrundbegleitung ! Brandy kann sich solo mit ihrer mehrere Stimmlagen umfassenden Organ in den Mittelpunkt singen, wird zum Refrain jedoch begleitet!
Die getrennte Liebe - inklusive Herzschmerzverarbeitung steht bei diesem Song im Mittelpunkt !
\"Can we\" lässt aufgrund quietschiger, hyperaktiver Beats sofort auf Jerkins Produktion schliessen - was dann auch stimmt ! Brandy fühlt sich wohl in diesem Metiere und tönt sofort los - energisch lässt Sie ihre Stimme über die Beats rollen und versäumt dabei nicht auch die Hintergrundsängerinnnen mal betonend zu unterstützen ! Das übertreibt Sie allerdings im Refrain wieder und steht plötzlich selbst im Hintergrund... die energisch klimpernden Sounds jedoch sorgen für genug Abwechslung und Ablenkung so das dieser Umstand kaum auffällt !
\"What about us\" die erfolgreiche erste Singleauskopplung steht mit seinen verzerrten Synthies und von Händeklatschender Rhytmik angetriebenem Rhytmus als nächstes an ! Dies ist der einzige Song in der Brandy wirklich volllends im Vordergrund steht - da kann auch Jerkins selbstgefälliger kurzer Rapbreak nichts dran ändern... die vertrackten Beats geben den momentan angesagten Musikstil wieder - ein kühl kalkulierter, berechenbarer Charterfolg !
\"Anybody\" verzaubert dann mit Herzschlagbeat allerdings mit deutlichem Bouncecharakter! Während Brandy sich verzweifelt versucht in den Vordergrund zu singen wird der Hörer von den verwinkelten, sphärisch blubbernden Klängen im Hintergrund vollends von Ihrer Stimme weggeleitet ! Nur im Mittelpart gelingt es Brandy eine einigermassen gelungene Überleitung zustande zu bringen - während danach kurze Streichereinsätze für sanfte Abwechslung im zunehmend tempobetont bouncenden Titel sorgen !
Gegen Ende wird der Titel dann sogar arg hektisch 2Step betont...
Eine Ballade der ganz schnulzigen Sorte ist dann das von Mehrfachstimmen getragene \"Nothing\". Streicher harmonisieren mit den engelsgleichen Begleitstimmen und das Piano sorgt für romantischen Herzschlagantrieb! Die Percussiondrums geben die Rhytmik vor zu welcher sich Brandy stimmlich verausgabt... sanft gestimmt lässt Sie die Tonleiter erklimmend wieder Gefühle Revue passieren...
\"It´s not worth it\" beginnt mit einem motivierenden Einsatz - geht dann allerdings schnell in sanfte Klänge über die anfangs arg an Michael Jacksons Endsiebziger Ergüsse erinnern... erst die hektisch, bouncenden Beats von Jerkins sorgen für die Rückkehr in die Moderne ! Der 2Stepmässige Temposchritt scheint diesmal Brandy allerdings zu verstören - ihre Stimmlage wirkt neben der instrumentalen Überladung im Hintergrund vollkommen deplatziert - ja einfach nur unharmonisch ! Zu hektisch und im Vordergrund platziert die Beats - die quirlig klingelnden Hintergrundklänge sorgen für die totale Ablenkung ! Erst die Hintergrundbegleitung schafft es Brandy wieder in den Vordergrund zu rücken - auch wenn es den Anschein macht das Brandy dadurch erst vollkommen verloren wirkt... der totale Fehlschlag !
\"He is..\" ist dann eine hoffentlich ernstzunehmende Huldigung an das männliche Geschlecht... speziell an die Eine ganz wichtige Person ! Natürlich wird hier auf balladeske Pianobegleitung und sanfte Beats wert gelegt - Brandy säuselt sich souverän durch den Song - tritt allerdings beim Refrain und dem dabei erfolgenden Einsatz der stimmlichen Hintergrundbegleitung wieder in den Hintergrund !
Dennoch sanft harmonischer R´n`B !
\"Come a little Closer\" lässt vermuten das, daß Tempo nun vollends auf Sparflamme läuft... auch hier sorgen Beats mit wenig Antrieb und Akustikgitarre für romantische Grundstimmung ! Brandy legt ihre Stimme - die sich bei diesen Titel scheinbar auf eine Stimmlage festgesetzt hat - sanft über die Instrumente und schafft es weinerlich aber doch bestimmend sogar die Hintergrundsängerinnen hinter sich zu lassen...
Auch \"Love would`t count me out\" lässt Balladentempo vorherrschen ... ja sogar noch eine Stufe langsamer fährt man hier! Um nicht vollends einzuschlafen neben den Lautsprechern sorgt das Piano gelegentlich für motivierte Ausflüge ... denn Brandy`s Stimme langweilt inzwischen einfach nur noch... Sie schafft es einfach nicht sich einmal energisch hochtönend in Szene zu setzen... und das ist für den Zuhörer ungeheuer ermüdend ! Ein textlich zwar gelungener - musikalisch aber absolut langweilender Titel...
\"Wow\" würde da doch vermuten lassen das, daß Album noch einmal zum Leben erwacht - und dem ist auch fast so... auf souligem Niveau bewegt man sich mit leise pulsierenden Beats, souveränem Pianospiel und verträumten Gitarrengezupfe! Mit Streichern zaubert man Brandy`s Stimme in den Vordergrund - welche allerdings im Refrain wieder deutlich zu transparent klingt... mithilfe der Hintergrundsängerinnen kann Sie den Refrain aber dennoch eingängig herüberretten!
Ein letzter Lichtblick...
\"Another Day in Paradise\" eine Coverversion des Welthits von Phil Collins steht uns nun ins Haus! Brandy im Duett mit ihrem inzwischen zum Pimp und Player mutierten Bruder Ray J! Sanfte R´n`B Beats verstümmeln den sanft, dramatischen Gitarreneinsatz des Originals total... Ray J`s leicht rauchig klingende Stimme sorgt zwar für Abwechslung zu Brandy`s austauschbar, weicher Stimme kann aber dem Titel auch nichts an Besonderheit verleihen... davon hätte man die Finger lassen sollen !
III. MEIN FAZIT
Ein souverän produziertes und auch so beginnendes Album - welches zwar auf kommerziellen Erfolg hinproduziert wurde, demnach auch mit eingängigen Titeln gefallen kann - aber gegen Ende doch sehr stark nachlässt und sich auf einen Stil - der Ballade - festfährt!
Was leider auch dafür sorgt das Brandy`s Stimme gegen Ende des Albums arg langweilt - und beinahe durch das ganze Album hindurch eigentlich enttäuscht ! Zu oft wird Sie von den Hintergrundsängerinnen verdrängt und auch stimmliche Abwechslung lässt Sie missen !
Ein Album das aufgrund seiner momentan angesagten Produktion wohl ein paar Hitsingles herausbringen wird - für mich persönlich aber eine herbe Enttäuschung darstellt !
Die halbherzig zu Werke gehende Brandy scheint ihre Energie wohl bereits verschossen zu haben...
Ich vergebe drei Sterne mit klarer Tendenz zu zwei..., die paar souveränen eingängigen Songs bewahren den Titel vor der Abstufung !
diese Frage hat sich wohl Brandy gestellt als Sie ihr neues Album auf den Markt gebracht hat...
das einstige Wunderkind des R´n`B ist inzwischen doch schon 23 Jahre alt und ihr Teenageralter kann somit kein Kaufaspekt mehr sein...
bereits ihr letztes Album \"Never Say never\" war enttäuschend... doch mit einem Imagewechsel beim neuen Album soll auch der Erfolg zurück kommen... ob gelungen oder nicht das erfahrt ihr heute von mir !
I. DIE KÜNSTLERIN
Brandy ist eine dieser typischen Talentshow - Nachwuchsstars welche in den USA durch die Medien hochgepuscht werden... !
1994 hatte Sie im Alter von 15 Jahren ihren ersten Erfolg mit \"I wanna be down\" und wurde fortan als aufstrebendes Sternchen des R´n`B gehandelt !
Ein Jahr später hatte Sie mit \"Sittin`up in my room\" einen weltweiten Charterfolg.
Doch Brandy hatte auch andere Talente ... in der Sitcom \"Moesha\" welche auch bei uns auf RTL läuft spielt Sie die Hauptrolle !
So kam es das erst 1998 ein Nachfolgealbum zu ihrem Debut \"Brandy\" veröffentlicht wurde - \"Never Say Never\" enttäuschte aber - auch kommerziell !
Dennoch hatte das Album einen weiteren Welthit \"The Boy is mine\" - einen Charterfolg welchen Brandy zusammen mit Monica eingesungen hat.
Mit einem erwachseneren Image kehrt Sie nun zurück... \"Full Moon\" ihr neues Album setzt auf neue, vielleicht sogar auch unerwartete Klänge... und vor allem auf Top-Produzenten.
So konnte Sie u.a. Rodney Jerkins, Keith Crouch und Waren Campbell für sich gewinnen - und deren Einflüsse bestimmen das Album hörbar !
II. DAS ALBUM
Auf Hochglanz getrimmt sehen wir Brandy auf dem Cover - neben ihr ihr Namenslogo - während im unteren Drittel der Albumname zu erkennen ist.
Wenig auffällig, aber einigermassen informativ das Booklet !
Mit dem \"B-Rocka Intro\" werden wir \"Darkman\"- Rodney Jerkins mässig eingeleitet in ein abwechslungsreiches Album... abgehakte Beats und quietschige Synthies führen uns weiter zu...
\"Full Moon\" einem R´n`B geschwängerten sphärisch flowenden Titel mit hektisch anmutendem, pulsierend eleganten Beat ! Brandy lässt ihre Stimme sehr langatmig mit den begleitenden Klängen spielen... die Betonung der einzelnen Wörter im Refrain mit dem langgezogenen Ausatmen beherrscht Sie perfekt und lenkt damit die Aufmerksamkeit des Ohres perfekt auf ihr Ohr! Der Beat hingegen sorgt für die nötige Energie - während Brandy scheint zu versuchen eher das Tempo aus dem Titel zu nehmen ! Ein gelungener Gegensatz mit eingängigem Gesang...
Daniel Jerkins saß bei \"I thought\" wieder hinter den Reglern - das hört man sehr schnell an den abgehakt, breakenden Beats heraus welche nun durch die Lautsprecher dröhnen ! Gepaart mit eingängiger Grooveline ergibt sich dennoch ein Titel welcher vor allem durch Brandy´s Stimme Leben eingehaucht bekommt! Der kanonartige Hintergrundeinsatz sorgt dafür das Brandy`s transparent hohe Stimme deutlicher im Mittelpunkt steht und Sie ihre Eifersuchtsgedanken besser verarbeiten kann !
\"When you touch me\" beginnt balladesk! Sanfte Pianoklänge - pulsierender Herzschlagbeat und zupfend, romantische Gitarren sorgen für Kerzenlichtatmosphäre! Diese Stimmung wird auch durch Brandys Stimmlage nicht gestört - sanft säuselnd versüsst Sie die Stunden zu zweit - gleitet dabei allerdings allzuoft ins Klischeehafte und der Refrain klingt leider allzusehr transparent ...
\"Like this\" traut sich mit Jerkins Produzierung wieder mehr zu... zwar ist das Tempo hier auch deutlich gedrosselt, dennoch stellt man hier den Beat deutlich tiefenbetont in den Vordergrund ! Umspielt von freudigen, fast jazzigen Pianospiel trumpft der Song mit sanft, anschiebendem Tempo auf ! Brandy versäumt es leider sich die instrumentale Untermalung zunutze zu machen und versagt mit wenig motiviert klingendem Hintergrundgesäusel ! Beim Refrain wird Sie dann sogar von den begleitenden Sängerinnen übertrumpft was dem Titel vollends untergehen lässt...
\"All in me\" verwirrt zunächst mit bouncend, pulsierenden Beats und wirren, quirligen hohen Gebimmel im Hintergrund... Jerkins-typische Produktion! Brandy scheint sich allerdings auf den Mix aus 2Step und R´n`B festgelaufen zu haben und kann sich auch gesanglich wieder besser platzieren und auch ihr Ego textlich aufbessern ! Dennoch lässt Sie das letzte Quentchen Energie vermissen das dem Titel vor allem beim Refrain gut getan hätte...
Das Keith Crouch zu den Top-R´n`B Produzenten zählt lässt er bei \"Apart\" heraushören... Brandy darf zu relaxt, getrommelten akustisch klingendem Beat gesanglich auftrumpfen - im Hintergrund sorgen Streicher für musikalisch, leicht ablenkende Hintergrundbegleitung ! Brandy kann sich solo mit ihrer mehrere Stimmlagen umfassenden Organ in den Mittelpunkt singen, wird zum Refrain jedoch begleitet!
Die getrennte Liebe - inklusive Herzschmerzverarbeitung steht bei diesem Song im Mittelpunkt !
\"Can we\" lässt aufgrund quietschiger, hyperaktiver Beats sofort auf Jerkins Produktion schliessen - was dann auch stimmt ! Brandy fühlt sich wohl in diesem Metiere und tönt sofort los - energisch lässt Sie ihre Stimme über die Beats rollen und versäumt dabei nicht auch die Hintergrundsängerinnnen mal betonend zu unterstützen ! Das übertreibt Sie allerdings im Refrain wieder und steht plötzlich selbst im Hintergrund... die energisch klimpernden Sounds jedoch sorgen für genug Abwechslung und Ablenkung so das dieser Umstand kaum auffällt !
\"What about us\" die erfolgreiche erste Singleauskopplung steht mit seinen verzerrten Synthies und von Händeklatschender Rhytmik angetriebenem Rhytmus als nächstes an ! Dies ist der einzige Song in der Brandy wirklich volllends im Vordergrund steht - da kann auch Jerkins selbstgefälliger kurzer Rapbreak nichts dran ändern... die vertrackten Beats geben den momentan angesagten Musikstil wieder - ein kühl kalkulierter, berechenbarer Charterfolg !
\"Anybody\" verzaubert dann mit Herzschlagbeat allerdings mit deutlichem Bouncecharakter! Während Brandy sich verzweifelt versucht in den Vordergrund zu singen wird der Hörer von den verwinkelten, sphärisch blubbernden Klängen im Hintergrund vollends von Ihrer Stimme weggeleitet ! Nur im Mittelpart gelingt es Brandy eine einigermassen gelungene Überleitung zustande zu bringen - während danach kurze Streichereinsätze für sanfte Abwechslung im zunehmend tempobetont bouncenden Titel sorgen !
Gegen Ende wird der Titel dann sogar arg hektisch 2Step betont...
Eine Ballade der ganz schnulzigen Sorte ist dann das von Mehrfachstimmen getragene \"Nothing\". Streicher harmonisieren mit den engelsgleichen Begleitstimmen und das Piano sorgt für romantischen Herzschlagantrieb! Die Percussiondrums geben die Rhytmik vor zu welcher sich Brandy stimmlich verausgabt... sanft gestimmt lässt Sie die Tonleiter erklimmend wieder Gefühle Revue passieren...
\"It´s not worth it\" beginnt mit einem motivierenden Einsatz - geht dann allerdings schnell in sanfte Klänge über die anfangs arg an Michael Jacksons Endsiebziger Ergüsse erinnern... erst die hektisch, bouncenden Beats von Jerkins sorgen für die Rückkehr in die Moderne ! Der 2Stepmässige Temposchritt scheint diesmal Brandy allerdings zu verstören - ihre Stimmlage wirkt neben der instrumentalen Überladung im Hintergrund vollkommen deplatziert - ja einfach nur unharmonisch ! Zu hektisch und im Vordergrund platziert die Beats - die quirlig klingelnden Hintergrundklänge sorgen für die totale Ablenkung ! Erst die Hintergrundbegleitung schafft es Brandy wieder in den Vordergrund zu rücken - auch wenn es den Anschein macht das Brandy dadurch erst vollkommen verloren wirkt... der totale Fehlschlag !
\"He is..\" ist dann eine hoffentlich ernstzunehmende Huldigung an das männliche Geschlecht... speziell an die Eine ganz wichtige Person ! Natürlich wird hier auf balladeske Pianobegleitung und sanfte Beats wert gelegt - Brandy säuselt sich souverän durch den Song - tritt allerdings beim Refrain und dem dabei erfolgenden Einsatz der stimmlichen Hintergrundbegleitung wieder in den Hintergrund !
Dennoch sanft harmonischer R´n`B !
\"Come a little Closer\" lässt vermuten das, daß Tempo nun vollends auf Sparflamme läuft... auch hier sorgen Beats mit wenig Antrieb und Akustikgitarre für romantische Grundstimmung ! Brandy legt ihre Stimme - die sich bei diesen Titel scheinbar auf eine Stimmlage festgesetzt hat - sanft über die Instrumente und schafft es weinerlich aber doch bestimmend sogar die Hintergrundsängerinnen hinter sich zu lassen...
Auch \"Love would`t count me out\" lässt Balladentempo vorherrschen ... ja sogar noch eine Stufe langsamer fährt man hier! Um nicht vollends einzuschlafen neben den Lautsprechern sorgt das Piano gelegentlich für motivierte Ausflüge ... denn Brandy`s Stimme langweilt inzwischen einfach nur noch... Sie schafft es einfach nicht sich einmal energisch hochtönend in Szene zu setzen... und das ist für den Zuhörer ungeheuer ermüdend ! Ein textlich zwar gelungener - musikalisch aber absolut langweilender Titel...
\"Wow\" würde da doch vermuten lassen das, daß Album noch einmal zum Leben erwacht - und dem ist auch fast so... auf souligem Niveau bewegt man sich mit leise pulsierenden Beats, souveränem Pianospiel und verträumten Gitarrengezupfe! Mit Streichern zaubert man Brandy`s Stimme in den Vordergrund - welche allerdings im Refrain wieder deutlich zu transparent klingt... mithilfe der Hintergrundsängerinnen kann Sie den Refrain aber dennoch eingängig herüberretten!
Ein letzter Lichtblick...
\"Another Day in Paradise\" eine Coverversion des Welthits von Phil Collins steht uns nun ins Haus! Brandy im Duett mit ihrem inzwischen zum Pimp und Player mutierten Bruder Ray J! Sanfte R´n`B Beats verstümmeln den sanft, dramatischen Gitarreneinsatz des Originals total... Ray J`s leicht rauchig klingende Stimme sorgt zwar für Abwechslung zu Brandy`s austauschbar, weicher Stimme kann aber dem Titel auch nichts an Besonderheit verleihen... davon hätte man die Finger lassen sollen !
III. MEIN FAZIT
Ein souverän produziertes und auch so beginnendes Album - welches zwar auf kommerziellen Erfolg hinproduziert wurde, demnach auch mit eingängigen Titeln gefallen kann - aber gegen Ende doch sehr stark nachlässt und sich auf einen Stil - der Ballade - festfährt!
Was leider auch dafür sorgt das Brandy`s Stimme gegen Ende des Albums arg langweilt - und beinahe durch das ganze Album hindurch eigentlich enttäuscht ! Zu oft wird Sie von den Hintergrundsängerinnen verdrängt und auch stimmliche Abwechslung lässt Sie missen !
Ein Album das aufgrund seiner momentan angesagten Produktion wohl ein paar Hitsingles herausbringen wird - für mich persönlich aber eine herbe Enttäuschung darstellt !
Die halbherzig zu Werke gehende Brandy scheint ihre Energie wohl bereits verschossen zu haben...
Ich vergebe drei Sterne mit klarer Tendenz zu zwei..., die paar souveränen eingängigen Songs bewahren den Titel vor der Abstufung !
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