Full Moon - Brandy Testbericht

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Summe aller Bewertungen
  • Cover-Design:  schlecht
  • Klangqualität:  gut

Erfahrungsbericht von MatthiasHuehr

Geschmackssache

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Ja

Bei meinem letzten Einkauf bei Amazon klickte ich mir auch das letzte Album von Brandy in meinen Einkaufskorb. Ich habe trotz der gebotenen Möglichkeit des Reinhören keinen Gebrauch davon gemacht, denn man geht ja auch nicht mit einem Röntgenapparat in den Supermarkt, um sich mit dessen Hilfe, die richtigen Überraschungseier zu kaufen. Und über meine Erfahrungen mit der Musik des Albums werde ich mich jetzt mal etwas mehr oder weniger auslassen.

Die erste Singleauskopplung fiel auf einen sehr kraftvollen Titel, was aber nichts über das gesamte Album aussagt, denn dieses ist recht abwechslungsreich geworden. Es gibt einige Balladen und auch einige Stücke, die mittleres Tempo aufweisen. Damit man auch mitsingen kann, befinden sich die Texte der Lieder im liebevoll gestalteten Booklett, in dem auch ein paar ansprechende Bilder von Brandy zu sehen sind. Und nun ist die Musik dran:


„Rocka Intro“

„Wat is dat denn?“ ... fragte ich mich als ich dieses Intro zum ersten mal hörte. Man hört zuerst Computergeräusche mit einer weiblichen Stimme und dann kommt eine kurze Mixversion von „What About Us“. Ich weiß nicht, warum einige Künstler Intros auf ein Album packen, da ich keinen Sinn darin sehe. Dieses Stück ist für mich jedenfalls entbehrlich.


„Full Moon“

Dieser Titel fängt sehr ruhig an und steigert sich mit der Zeit in seiner Ausdruckskraft. Die Instrumente arbeiten mit dem Gesang gut zusammen, der aber in anderen Liedern mehr Emotionen vermitteln kann. Das ist auch recht verständlich, da er Inhalt des Titels eine Schwärmerei ist, die nicht so viele Gefühle in einem hervorruft wie zum Beispiel Liebeskummer oder vergleichbare Situationen.


„I Thought“

Eine Enttäuschung ist das Thema, in dem es in dem Lied geht. Der Titel ist recht flott was den Rhythmus angeht und hört sich durch gewisse eingebaute Klangeffekte interessant an. Die Ausdruckskraft muß allerdings Brandy mit ihrem Gesang vollbringen, welcher es schafft sehr viel Gefühl zu vermitteln.


„When You Touch Me“

Eines der besten Stücke ist zweifelsohne dieses Lied. Sehr gefühlvoll haucht Brandy ihre Empfindungen, die sie fühlt, wenn sie von ihrem Liebsten berührt wird. Die Musik klingt sehr harmonisch und ordnet sich dem Gesang unter, der deshalb voll zur Geltung kommen kann. Bei diesem Lied kann man wieder einmal die Gesangskünste recht deutlich erkennen, die in ihr stecken. Da der Text von ihr selber geschrieben wurde, sind die textlich ausgedrückten und gesanglich dargestellten Emotionen identisch und vermitteln eine äußerst große Glaubwürdigkeit.


„Like This“

Die Musik tritt mal wieder in den Hintergrund und überläßt dem diesmal recht tief klingenden Gesang von Brandy fast die ganze Last. Es geht mal wieder um Gefühle, die sie aber in anderen Stücken besser vorzeigen kann. Mein Urteil ist schlicht und einfach: es gibt bessere Lieder auf dem Album.


„All In Me“

Schon wieder etwas besser klingt „All In Me“. Die Musik klingt durch die musikalische Gestaltung stellenweise recht nervös, was etwas gewöhnungsbedürftig ist. Mal klingt sie dann aber wieder sehr ruhig, was einen interessanten Gegensatz zu dem verwirrenden schnelleren Teil darstellt. Die schwankenden Gefühle sollten anscheinend so instrumentalisiert werden. Wer ´s mag ...


„Apart“

Schon sehr viel besser klingt dieser Titel in meinen Ohren. Eine ruhige Musik und langsame Beats überlassen Brandy den Vortritt, die nun einen recht souligen Gesang dazugesellt. Es ist ein R&B-Titel wie ich ihn mir wünsche. Durch die Hintergrundgeräusche wirkt er auf mich etwas exotisch.


„Can We“

Da hat anscheinend jemand herausgefunden, wie man aus einem Synthesizer futuristische, in diesem Fall recht nervige, Klänge herausholt. Das ständige elektronische Gepiepse finde ich bei R&B nicht sonderlich passend. Der Titel ist einer der Gründe, weshalb das Album bei mir Minuspunkte gesammelt hat.


„What About Us?“

Harte Beats dominieren die Musik, die von einer etwas verärgert klingenden Brandy stimmlich begleitet wird. Es geht in dem Lied um einen Beziehungskrach, der recht emotional ausgetragen wird. In dem Refrain unterstützt sie eine männliche Gesangsstimme, die den Standpunkt ihres Ex darstellt. Brandy ist über seine Ansichten und sein Verhalten enttäuscht und bringt diese Gefühle recht ausdrucksstark rüber. Instrumental klingt er zwar etwas eintönig, der Gesang verleiht aber den Titel die nötigen Ausdruckskraft.


„Anybody“

Tiefe Beats dominieren das Lied und Synthesizer besorgen den Rest. Der Gesang ist typisch für Brandy, nur ist das vermittelte Gefühl nicht so stark, wie bei anderen Liedern. Dafür kommt ihre Stimme diesmal viel besser zum Einsatz und zeigt sich sogar von verschieden Seiten.


„Nothing“

Bei der Musik schmelzen die Eisberge, soviel Wärme vermittelt für mich diese Ballade. Die Beats sind recht ruhig und so kann man auch andere Instrumente, wie zum Beispiel den Klang einer Gitarre, ausmachen. Sehr harmonisch sind die Klänge, die dazu mit der sehr gefühlsbeladenen Stimme von Brandy gekrönt werden. Die Liebeserklärung, die dieses Lied ist, ist für mich eines der besten Stücke, die man auf dem Album finden kann.


„It ´s Not Worth It“

Wie ein typisches Lied aus der Rubrik R&B klingt dieser Titel. Ein mittelschnelles Tempo gepaart mit ansprechenden Beats, die sich mit einem sehr souligen Gesang verbinden. Etwas merkwürdig hört sich für mich aber der Backgroundgesang an, der ein wenig an Michael Jackson erinnert.


„He Is“

Gewöhnliche Ballade mit Klavierbegleitung. Kurz und knapp, das ist mein Eindruck, den ich von diesem Lied habe. Man kann dazu auch sagen, daß er aus der Kategorie Lückenfüller stammt, denn allein mit einer Klavierbegleitung, die man sogar heraushören kann, schafft man keine gute Ballade. Dieses Lied klingt doch recht einfallslos. Ein Klick auf den nächsten Titel ist für mich die beste Reaktion.


„Come A Little Closer“

Doch etwas zu sehr verpoppt klingt diese Ballade, die man ruhigen Gewissens nicht als R&B bezeichnen kann. Musikalisch sehr ruhig gehalten, ist das Hauptaugenmerk des Zuhörers auf die Stimme gerichtet, die recht wenig Soul vermittelt.


„Love Wouldn ´t Count Me Out“

Diese Ballade it eine gute Entschädigung für das vorherige Musikstück. Instrumental ist diese Ballade am besten ausgefallen. Außer einem Klavier bekommt man Streicher zu hören, die die Beschwingtheit des Gesangs musikalisch sehr gut unterstreichen. Der Gesang vermittelt sehr viel Gefühl und man hört das Engagement heraus, daß Brandy in den Titel gesteckt hat.


„Wow“

Einer meiner Lieblingstitel ist „Wow“. Stilistisch bietet er nicht wirklich etwas besonderes, dafür hat er etwas, was ihn für mich sehr sympathisch erscheinen läßt. Brandy singt über Gefühle, die sie durch ihre Liebe erlebt. Ihren Gesang hat sie der Stimmung dementsprechend angepaßt und man spürt regelrecht das Glück, was sie den Zuhörern vermitteln möchte. Die positive Energie, die das Lied versprüht, ist einfach ansteckend.


„Another Day in Paradise“

Erinnerungen an die eigene Jugend werden bei diesem Lied wach. Vor vielen, vielen Jahren landete Phil Collins mit ihm einen seiner größten Hits. In dem Titel geht es um die Anprangerung der Ausgrenzung von Menschen, die einer Minderheit angehören. Stilistisch ist die Umsetzung des Liedes etwas souliger ausgefallen. Während Phil Collins den Text recht ruhig und in seiner bekannten Art und Weise ins Mikrophon hauchte, ist diese Version, die Brandy zusammen mit Ray J. im Duett singt, etwas von mehr Gefühl geprägt, so daß mir diese Version etwas besser als das Original gefällt.


Das Album ist wieder einmal ein Album, an dem sich die Geister scheiden werden. Ein paar meiner Freunde fanden es wörtlich “Scheiße“, ein paar „so la la“ und ich hatte die beste Meinung darüber. Beim ersten Anhören hat es mich zwar noch nicht so begeistert, nach mehrmaligen Abspielen fand ich aber immer mehr Gefallen an den Stücken. Ich würde es zwar nicht als super bezeichnen, gut mit kleinen Abstrichen ist für mich die faire Bewertung der enthaltenen Musikstücke. Ich spreche eine Empfehlung aus, weise aber nochmals darauf hin, daß diese CD reine Geschmackssache ist.

23 Bewertungen, 5 Kommentare

  • Baby1

    24.12.2006, 14:16 Uhr von Baby1
    Bewertung: sehr hilfreich

    * ~~ * Lieben Gruss Anita * ~~ *

  • anonym

    25.08.2006, 10:50 Uhr von anonym
    Bewertung: sehr hilfreich

    sh :o)

  • anonym

    13.08.2006, 17:42 Uhr von anonym
    Bewertung: sehr hilfreich

    Lieben Gruß :-)) Marianne

  • campimo

    13.08.2006, 11:54 Uhr von campimo
    Bewertung: sehr hilfreich

    Erst mal wollte ich dir einen wunderschönen, guten Morgen wünschen.

  • Geiler_Typ

    02.05.2002, 22:06 Uhr von Geiler_Typ
    Bewertung: sehr hilfreich

    dieser Bericht ist klasse,eine wunderbare länge und sehr ausfühlich geschrieben,gruß michi...man liest sich...