Die geliehene Zeit (Taschenbuch) / Diana Gabaldon Testbericht
ab 11,54 €
Billiger bei eBay?
Bei Amazon bestellen
Paid Ads from eBay.de & Amazon.de
Auf yopi.de gelistet seit 06/2004
Auf yopi.de gelistet seit 06/2004
Erfahrungsbericht von ladybug
Historischer Roman und ergreifende Liebesgeschichte
Pro:
-sehr gut recherchiert -schön geschrieben -sehr schöne Beschreibung der Landschaften und Umgebung
Kontra:
-Verwirrung durch die Anzahl der Charaktere -ziemlich schwer zu halten, da es so dick ist
Empfehlung:
Ja
Die geliehene Zeit von Diana Gabaldon
Seitenanzahl: 978
Erscheinungsdatum: 1992
Erscheinungsdatum in diesem Verlag: Juli 1998
Originaltitel: Dragonfly in Amber
Übersetzung: Sonja Schumacher
Die geliehene Zeit ist der zweite Band von insgesamt 5 Bänden.
Band 1: Feuer und Stein
Band 2: Die geliehen Zeit
Band 3: Ferne Ufer
Band 4: Der Ruf der Trommeln
Band 5: Das flammende Kreuz
Inhalt
Zum Anfang des Romans befinden wir uns in Inverness im Jahr 1968. Claire und ihre Tochter Brianna sind nach dem Tod von Frank Randall, Claires Mann und Briannas vermeintlichem Vater, nach Schottland gereist und besuchen dort unter anderem Roger Wakefield, den Adoptivsohn von einem verstorbenen Freund Claires und Franks.
Beim einem Besuch des Grabs von einem Vorfahren von Frank, Jonathan „Jack“ Randall, erfährt Brianna, dass Frank nicht ihr leiblicher Vater ist. Wieder in Rogers Haus erzählt Claire ihnen die ganze Geschichte.
Der Rückblick beginnt im Februar 1744 und fügt sich somit nicht ganz an den Vorgänger an, da Jamie und die schwangere Claire die Überfahrt nach Frankreich bereits gemeistert haben. Hier versuchen sie nun Charles Stuart aufzuhalten und die Schlacht von Colluden zu verhindern, die im Jahr 1746 sämtliche bis zu diesem Zeitpunkt bestehende Clans auslöscht.
Leseprobe
Inzwischen war es dunkel, aber die Dienstboten hatten die Kerzen angezündet, so dass der Flur matt erleuchtet war. Ich packte ihn am Arm und zerrte an ihm.
„Jamie! Bitte!“
Ungeduldig entwand er sich meinem Griff. Ich weinte fast, hielt aber die Tränen zurück. Ich bekam die Tasche zu fassen und riss sie ihm aus der Hand.
„Bitte, Jamie! Warte noch ein Jahr! Das Kind- Randalls Kind- wird im nächsten Dezember gezeugt. Danach spielt es keine Rolle mehr. Aber bitte- um meinetwillen- warte so lang!“
Der Kandelaber auf dem goldumrandeten Tisch warf Jamies Schatten riesenhaft und schwankend an die gegenüberliegende Wand. Er starrte ihn an, als hätte er ein Ungeheuer vor sich, das ihn bedrohlich überragte.
„Aye“, flüsterte er wir im Selbstgespräch, „ich bin ein großer Kerl. Groß und Stark. Ich kann viel aushalten. Ja, ich halte viel aus.“ Er wirbelte herum und schrie mich an.
„Ich halte viel aus! Aber heißt das, dass ich es auch muss? Muss ich die Schwächen aller anderen ertragen? Kann ich nicht mal selber schwach sein?“
Er begann im Korridor auf und ab zu gehen; der Schatten folgte ihm in lautloser Hast.
„Wie kannst du das von mir verlangen! Ausgerechnet du! Du, die du weißt, was… was…“ Sprachlos vor Wut rang er nach Luft.
Im Hin- und Hergehen schlug er immer wieder mit seiner Faust gegen die Wand. Die Kalksteinwand schluckte seine Hiebe ohne einen Laut.
Schließlich wandte er sich um und blieb schweratmend vor mir stehen. Ich stand wie erstarrt da und wagte nicht, mich zu rühren oder zu sprechen. Er nickte ein-, zweimal, als käme er zu einem Entschluss. Dann zog er seinen Dolch aus dem Gürtel und hielt ihn mir unter die Nase. Mit spürbarer Anstrengung richtete er das Wort an mich.
„Du hast die Wahl, Claire! Er oder ich.“ Das Kerzenlicht tanzte auf der glänzenden Klinge. „Ich kann nicht leben, solange er lebt. Wenn du nicht willst, dass ich ihn töte, dann töte du mich jetzt.“
Über die Autorin
Die Amerikanerin Diana Gabaldon ist gelehrte Tiefseebiologin und Zoologin und arbeitete an der Northern Arizona University. Die heute 53 jährige, geboren 1952, hatte zunächst gar nicht vor einen Roman zu schreiben sondern stellte nur ab und zu ein Paar kurze Teile über Jamie und Claire in ein Forum. Da sie viel positives Feedback bekam, ging sie schließlich der Aufforderung eines Lesers nach, sich einen Agenten zu suchen. Heute zählt sie „zur Mutter aller Highlander“ (Brigitte) und schreibt in Scottsdale, Arizona, wo sie mit ihrem Mann und ihren drei Kindern lebt, am 6. Band der Serie.
Bewertung
Die geliehene Zeit ist, wie der Vorgänger Feuer und Stein, ein großartiger Roman und ebenfalls sehr gut recherchiert. Trotz der 1000 Seiten wirkt die Geschichte auf keinen Fall langatmig. Die neuen Charaktere werden auch diesmal wieder detailliert und tiefgründig beschrieben, obwohl man durch die Masse der Figuren manche nicht sofort einordnen kann und man erst im Laufe des Gesprächs wieder daran erinnert wird, dass man dieser Person schon ein paar Kapitel vorher begegnet ist. Für manche erscheint es zu Anfang vielleicht auch verwirrend, dass sich der zweite Band nicht direkt an den ersten anknöpft. Doch hierdurch werden uns zwei sehr wichtige Charaktere vorgestellt, die in den darauf folgenden Bänden eine sehr wichtige Rolle spielen.
Für all jene, die an einem historischen Roman kombiniert mit Fantasy und tragischer Liebesgeschichte und dazu noch an dem Frankreich und dem Schottland des 18 Jahrhunderts interessiert sind, ist „Die geliehene Zeit“ genau das Richtige. Zuvor sollte man sich jedoch den ersten Band der Reihe „Feuer und Stein“ angeschafft haben, da es ohne ihn schwer ist sich in die Geschichte reinzufühlen.
Seitenanzahl: 978
Erscheinungsdatum: 1992
Erscheinungsdatum in diesem Verlag: Juli 1998
Originaltitel: Dragonfly in Amber
Übersetzung: Sonja Schumacher
Die geliehene Zeit ist der zweite Band von insgesamt 5 Bänden.
Band 1: Feuer und Stein
Band 2: Die geliehen Zeit
Band 3: Ferne Ufer
Band 4: Der Ruf der Trommeln
Band 5: Das flammende Kreuz
Inhalt
Zum Anfang des Romans befinden wir uns in Inverness im Jahr 1968. Claire und ihre Tochter Brianna sind nach dem Tod von Frank Randall, Claires Mann und Briannas vermeintlichem Vater, nach Schottland gereist und besuchen dort unter anderem Roger Wakefield, den Adoptivsohn von einem verstorbenen Freund Claires und Franks.
Beim einem Besuch des Grabs von einem Vorfahren von Frank, Jonathan „Jack“ Randall, erfährt Brianna, dass Frank nicht ihr leiblicher Vater ist. Wieder in Rogers Haus erzählt Claire ihnen die ganze Geschichte.
Der Rückblick beginnt im Februar 1744 und fügt sich somit nicht ganz an den Vorgänger an, da Jamie und die schwangere Claire die Überfahrt nach Frankreich bereits gemeistert haben. Hier versuchen sie nun Charles Stuart aufzuhalten und die Schlacht von Colluden zu verhindern, die im Jahr 1746 sämtliche bis zu diesem Zeitpunkt bestehende Clans auslöscht.
Leseprobe
Inzwischen war es dunkel, aber die Dienstboten hatten die Kerzen angezündet, so dass der Flur matt erleuchtet war. Ich packte ihn am Arm und zerrte an ihm.
„Jamie! Bitte!“
Ungeduldig entwand er sich meinem Griff. Ich weinte fast, hielt aber die Tränen zurück. Ich bekam die Tasche zu fassen und riss sie ihm aus der Hand.
„Bitte, Jamie! Warte noch ein Jahr! Das Kind- Randalls Kind- wird im nächsten Dezember gezeugt. Danach spielt es keine Rolle mehr. Aber bitte- um meinetwillen- warte so lang!“
Der Kandelaber auf dem goldumrandeten Tisch warf Jamies Schatten riesenhaft und schwankend an die gegenüberliegende Wand. Er starrte ihn an, als hätte er ein Ungeheuer vor sich, das ihn bedrohlich überragte.
„Aye“, flüsterte er wir im Selbstgespräch, „ich bin ein großer Kerl. Groß und Stark. Ich kann viel aushalten. Ja, ich halte viel aus.“ Er wirbelte herum und schrie mich an.
„Ich halte viel aus! Aber heißt das, dass ich es auch muss? Muss ich die Schwächen aller anderen ertragen? Kann ich nicht mal selber schwach sein?“
Er begann im Korridor auf und ab zu gehen; der Schatten folgte ihm in lautloser Hast.
„Wie kannst du das von mir verlangen! Ausgerechnet du! Du, die du weißt, was… was…“ Sprachlos vor Wut rang er nach Luft.
Im Hin- und Hergehen schlug er immer wieder mit seiner Faust gegen die Wand. Die Kalksteinwand schluckte seine Hiebe ohne einen Laut.
Schließlich wandte er sich um und blieb schweratmend vor mir stehen. Ich stand wie erstarrt da und wagte nicht, mich zu rühren oder zu sprechen. Er nickte ein-, zweimal, als käme er zu einem Entschluss. Dann zog er seinen Dolch aus dem Gürtel und hielt ihn mir unter die Nase. Mit spürbarer Anstrengung richtete er das Wort an mich.
„Du hast die Wahl, Claire! Er oder ich.“ Das Kerzenlicht tanzte auf der glänzenden Klinge. „Ich kann nicht leben, solange er lebt. Wenn du nicht willst, dass ich ihn töte, dann töte du mich jetzt.“
Über die Autorin
Die Amerikanerin Diana Gabaldon ist gelehrte Tiefseebiologin und Zoologin und arbeitete an der Northern Arizona University. Die heute 53 jährige, geboren 1952, hatte zunächst gar nicht vor einen Roman zu schreiben sondern stellte nur ab und zu ein Paar kurze Teile über Jamie und Claire in ein Forum. Da sie viel positives Feedback bekam, ging sie schließlich der Aufforderung eines Lesers nach, sich einen Agenten zu suchen. Heute zählt sie „zur Mutter aller Highlander“ (Brigitte) und schreibt in Scottsdale, Arizona, wo sie mit ihrem Mann und ihren drei Kindern lebt, am 6. Band der Serie.
Bewertung
Die geliehene Zeit ist, wie der Vorgänger Feuer und Stein, ein großartiger Roman und ebenfalls sehr gut recherchiert. Trotz der 1000 Seiten wirkt die Geschichte auf keinen Fall langatmig. Die neuen Charaktere werden auch diesmal wieder detailliert und tiefgründig beschrieben, obwohl man durch die Masse der Figuren manche nicht sofort einordnen kann und man erst im Laufe des Gesprächs wieder daran erinnert wird, dass man dieser Person schon ein paar Kapitel vorher begegnet ist. Für manche erscheint es zu Anfang vielleicht auch verwirrend, dass sich der zweite Band nicht direkt an den ersten anknöpft. Doch hierdurch werden uns zwei sehr wichtige Charaktere vorgestellt, die in den darauf folgenden Bänden eine sehr wichtige Rolle spielen.
Für all jene, die an einem historischen Roman kombiniert mit Fantasy und tragischer Liebesgeschichte und dazu noch an dem Frankreich und dem Schottland des 18 Jahrhunderts interessiert sind, ist „Die geliehene Zeit“ genau das Richtige. Zuvor sollte man sich jedoch den ersten Band der Reihe „Feuer und Stein“ angeschafft haben, da es ohne ihn schwer ist sich in die Geschichte reinzufühlen.
10 Bewertungen, 1 Kommentar
-
09.05.2005, 21:44 Uhr von feldhase
Bewertung: sehr hilfreiches ist alles drin und du schreibst sehr gefühlvoll - dir hat das Buch gefallen, dass merkt man! Viel Spaß noch bei yopi, Lieben Gruß vom Feldhasen
Bewerten / Kommentar schreiben